Einleitung
Teil I
Die Entstehung der modernen Stadt
1 Die
Entmischung der Stadt
1.1 Die
sichtbare Hand
1.2 Die unsichtbare Hand
2
Privatleben, Öffentlichkeit und Beruf
2.1 Die
kulturelle Evolution der Stadt
2.2 Modern Times
Teil II
Das Dilemma der modernen Stadt
3 Eine
verselbständigte Welt der Arbeit
3.1 Die
regionale Wirtschaft
3.2 Der Finanzplatz Zürich
4 Auf dem
Weg zum autistischen Wohnen
4.1
Yuppies, Dinkies und Miss Marples
4.2 Die intime Gesellschaft
Teil III
Die Zukunft der modernen Stadt
5
Polarisierung oder neue Urbanität?
5.1
Fordismus und Flexible Spezialisierung
5.2 Von der Suburbanisierung zur Entstädterung
5.3 Neue Handlungsspielräume
Das Problem des hohen
Wohnflächenverbrauchs der "Single-Haushalte"
1) Es
gibt wesentlich mehr ältere allein lebende Witwen als gut
verdienende Ledige oder Geschiedene, die einen
Einpersonenhaushalt führen
"Das
vielbesprochene Phänomen der Yuppies, von denen
plausiblerweise angenommen wird, daß sie beträchtliche
Wohnflächen pro Kopf beanspruchen, dürfte in Zürich eine
Gruppe von vielleicht 15 000 alleinstehenden, gut
verdienenden, jungen Frauen und Männern betreffen; das ist
weniger als die Hälfte der Rentnerinnen." (S.76)
2) Die
Steigerung des Wohnflächenverbrauchs ist in erster Linie
eine Folge der alternden Gesellschaft und erst in zweiter
Linie das Produkt einer Wohlstandsteigerung
"Höfliger
schätzt für die Stadt Zürich 1979 einen Mittelwert von 46 qm
pro Kopf, und es läßt sich abschätzen, daß diese Zahl um
1950 nur etwa halb so groß war. Heute dürfte der
Geschoßflächenverbrauch pro Kopf für Wohnen 50 qm
überschritten haben. Dieser Anstieg ist allerdings weniger
eine Folge gesteigerten Wohlstandes, als vielmehr das
Resultat der Überalterung der Stadt Zürich." (S.77f.)
3) Der
hohe Wohnflächenverbrauch der Single-Haushalte ist in erster
Linie die Konsequenz des Normallebenslaufs und der höheren
Lebenserwartung von Frauen
"Der
Flächenverbrauch pro Kopf für Wohnungszwecke wird nämlich
maßgeblich durch die Haushaltsphase beeinflußt. In der »Jugend«-phase
ist heute für 5 bis 10 Jahre der Ein- bzw.
Zweipersonenhaushalt üblich, typischerweise in Ein- bis
Dreizimmerwohnungen. In der Familienphase zieht man dann
meist in eine größere Wohnung um. Nach dem Wegzug der
Kinder, also nach ca. 25 Jahren, bleiben die Eltern als
Zweipersonenhaushalt in der Familienwohnung zurück. Diese
Nachfamilienphase dauert nochmals etwa 25 Jahre. Später,
wenn einer der Lebenspartner - in der Regel der Mann -
gestorben ist, lebt vielfach die Rentnerin bis zu ihrem Tod
oder einem Umzug ins Altersheim noch weitere Jahre in der
Wohnung. Die verlängerte Nachfamilienphase hat zur Folge,
daß ehemalige Familienwohnungen relativ spät zur Neubelegung
werden.
Gabathuler schätzt, daß der geschilderte
Haushaltszykluseffekt im Falle von alleinlebenden Betagten
70 bis 90 Quadratmeter pro Person beträgt, während der
Wohlstandseffekt - also die Tatsache, daß man sich heute in
der Regel größere Wohnungen leisten kann - in der Stadt
Zürich durchschnittlich nur etwa 8 bis 30 Quadratmeter pro
Kopf an Mehrfläche ausmachen dürfte." (S.78)