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Christoph Butterwegge: Demografie als Mittel sozialpolitischer Demagogie

 
       
     
       
     
       
   

Christoph Butterwegge in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • BUTTERWEGGE, Christoph (2001): Falsche Fronten.
    Altersübergreifende Solidarität oder "Kampf der Generationen"?,
    in:
    Kommune, Januar
  • BUTTERWEGGE, Christoph (2002): Der Staat greift an.
    Haushaltskonsolidierung auf Kosten der Beschäftigten, Bedürftigen und sozial Benachteiligten. Bilanz der Sozialpolitik von SPD und Grünen seit 1998 (Teil II und Schluß),
    in:
    Junge Welt v. 01.03.
    • Inhalt:
      BUTTERWEGGE kritisiert das Konzept der Nachhaltigkeit und das damit verbundene Konzept der Generationengerechtigkeit. Seine These ist, dass die Themen "demographischer Wandel" und der Verweis auf die Interessen der Kinder und künftiger Generationen nur dazu dient von der intragenerationellen Schieflage abzulenken:
                  "Das verkrampfte Bemühen um »mehr Generationengerechtigkeit«, der noch nie so große Beachtung zuteil wurde wie heute, lenkt in erster Linie von der dramatisch wachsenden sozialen Ungleichheit innerhalb sämtlicher Generationen ab."
  • BUTTERWEGGE, Christoph (2002): Stirbt "das deutsche Volk" aus? Wie die politische Mitte im Demografie-Diskurs nach rechts rückt, in: Christoph Butterwegge u. a. Themen der Rechten - Themen der Mitte. Zuwanderung, demografischer Wandel und Nationalbewusstsein, Opladen: Leske + Budrich, S.167-214
  • BUTTERWEGGE, Christoph (2002): Krokodilstränen über die "armen Kinder".
    Kinderkult, Familienfetisch und Muttermythos in den Medien,
    in: junge Welt v. 23.04.
    • Inhalt:
      Der Kölner Politikwissenschaftler Christoph BUTTERWEGGE und Mitherausgeber des Buchs "Kinderarmut und Generationengerechtigkeit" (2002) kritisiert die anvisierte Bevölkerungspolitik im Namen der "Generationengerechtigkeit" als "Biologisierung der sozialen Spaltung" Deutschlands.
                  In der FAZ vom 20.04.2002 haben EEKHOFF & HENMAN weitreichende Vorschläge zur Bestrafung von "Kinderlosen" durch eine kinderzahlabhängige Umgestaltung der Renten- und Pflegeversicherung gemacht, die im Sinne von BUTTERWEGGE als Beispiel für eine Biologisierung der sozialen Spaltung gelesen werden können.
                  Gemäß BUTTERWEGGE dient die Familienpolitik, die vom Bundesverfassungsgericht (BVG) gefordert wird, in erster Linie der Umverteilung von unten nach oben und nicht der Förderung von bedürftigen Kindern.
                  In dieselbe Richtung geht auch die Kritik am BVG von Warnfried DETTLING in der TAZ vom 23.04.2003:
                  "Der Grundsatz der 'horizontalen Gerechtigkeit' (Familien mit Kindern dürfen unabhängig vom Familieneinkommen nicht schlechter gestellt sein als Paare ohne Kinder) wird dazu führen, dass Milliarden in eine Richtung gelenkt werden, die zu einer Umverteilung von unten nach oben führt, aber für (viele) real existierende Familien und für die Realisierung vieler Familien- und Kinderwünsche keinerlei Unterschied macht."
                  Nach einer Skizzierung der bisherigen demografischen Debatte in der Presse im Anschluss an das BVG-Urteil vom 10. November 1998, stellt BUTTERWEGGE seine familienpolitischen Vorstellungen zur Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland vor:
                  "Statt alle Menschen besserzustellen, die Kinder haben, sind gezielt solche Kinder besserzustellen, die keine wohlsituierten Eltern haben oder von ihnen vernachlässigt werden. Kinder müssen direkt und unabhängig von der jeweiligen Familienform bzw. von der Erwerbsbiographie ihrer Eltern unterstützt werden. Nicht durch die Aufwertung traditioneller Familienformen, sondern nur durch die Verbesserung der sozialen Infrastruktur und Bereitstellung entsprechender Dienste für die davon Betroffenen kann Kinderarmut wirksam bekämpft werden."
  • BUTTERWEGGE, Christoph (2003): "Kinder bilden die am stärksten von Armut bedrohte Altersgruppe".
    Bedenkliches Zeugnis in einem Land wie der Bundesrepublik. Konsequente Beschäftigungspolitik verringert Arbeitslosigkeit und Not der Jugend,
    in: Frankfurter Rundschau v. 30.07.
    • Kommentar:
      Familienpolitik muss nicht singlefeindlich sein. Das beste Beispiel dafür ist Christoph BUTTERWEGGE:

                  "»Umverteilung von oben nach unten!«, nicht »Umverteilung von den Kinderlosen zu den Eltern!« müsste die Devise einer gerecht(er)en Familienpolitik lauten. Statt alle Eltern materiell besser zu stellen, wie es die traditionelle Familienpolitik getan hat, müssten sozial benachteiligte Kinder besonders gefördert werden. Dabei sollte die Hilfestellung unabhängig von der jeweiligen Familienform und der Erwerbsbiografie der Eltern erfolgen. Denn die Rechte eines Kindes leiten sich aus seiner Identität als Kind, nicht aus seinem Verhältnis zu einem anspruchsberechtigten Elternteil ab. Politik für Kinder muss auch Politik von und mit Kindern sein. Das deutsche System der sozialen Sicherung ist erwerbsarbeits-, ehe- und erwachsenenzentriert. Eine kinderorientierte Sozialpolitik würde ausschließen, dass kommunale Betreuungsangebote wegen leerer Kassen verringert werden."
  • BUTTERWEGGE, Christoph (2003): Sozialdemokraten in der neoliberalen Falle.
    Der vielbenutzte Begriff der Eigenverantwortung kaschiert nur den Ruf nach sozialer Verantwortungslosigkeit,
    in: Frankfurter Rundschau v. 23.09.
    • Kommentar:
      Der Sozialwissenschaftler Christoph BUTTERWEGGE, der im Gegensatz zu vielen anderen nicht Kinderlose und Familien gegeneinander ausspielt, kritisiert den sozialpolitischen Kurs der Neue-Mitte-SPD und plädiert für einen Erhalt des Sozialstaats.

                  Seine Vorstellungen einer Bürgerversicherung sind eine Absage an neoliberale Grundrentenverfechter à la Meinhard MIEGEL.
                  BUTTERWEGGE verteidigt - da ist er mit Norbert BLÜM einig - die Beitragsfinanzierung. In Abgrenzung zu BLÜM plädiert er aber für einen Abschied von der Erwerbszentrierung der Sozialversicherung:
                  "Es geht darum, die spezifischen Nachteile des deutschen Sozialstaatsmodells auszugleichen, ohne seine Vorzüge preiszugeben. Strukturdefekte des »rheinischen« Wohlfahrtsstaates bilden seine duale Architektur (Spaltung in Sozialversicherung und Sozialhilfe), seine strikte Lohn- und Leistungsbezogenheit (Äquivalenzprinzip) sowie seine Barrieren gegen Egalisierungstendenzen (im Grunde systemwidrige Beitragsbemessungsgrenzen; Versicherungspflichtgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung; partielle Freistellung prekärer Beschäftigungsverhältnisse von der Sozialversicherungs- bzw. Steuerpflicht). Der entscheidende Pluspunkt des Bismarck'schen Sozialsystems gegenüber anderen, damit konkurrierenden Modellen liegt darin, dass seine Geld-, Sach- und Dienstleistungen keine Alimentation von Bedürftigen und Benachteiligten aus Steuermitteln darstellen, sondern durch Beitragszahlungen erworbene und auch verfassungsrechtlich garantierte Ansprüche."
                  BUTTERWEGGEs Ansatz möchte also die Sicherheiten der alten Arbeitnehmergesellschaft durch Ausdehnung auf Personengruppen, die im traditionellen Modell ausgeschlossen - oder unzureichend berücksichtigt - sind, und eine breitere Basis der Beitragszahler zukunftsfähig machen.
                BUTTERWEGGE schlägt damit eine Brücke zwischen den unversöhnlichen Strategien von alter und neuer Mitte.
                Wie Michael HARTMANN kritisiert BUTTERWEGGE die neue Gerechtigkeitsformel der SPD.
  • BUTTERWEGGE, Christoph (2003): Rentnerfluten - ein Begriff, der das Klima vergiftet.
    Mit dem Gerede über mangelnde Generationengerechtigkeit wird schlicht Ungleichheit überdeckt,
    in: Frankfurter Rundschau v. 30.09.
    • Inhalt:
      "Mit seiner Forderung, man solle 85-Jährigen keine künstlichen Hüftgelenke mehr finanzieren, hat Philipp Mißfelder, Vorsitzender der Jungen Union, das Sommerloch 2003 gefüllt. Doch nicht erst seitdem hat das Thema »Generationengerechtigkeit« enorme Konjunktur. Die demografische Entwicklung erscheint als Horrorszenario, das zu massiven Leistungskürzungen zwingt. Hier fungiert die Demografie als Mittel sozialpolitischer Demagogie, wie auch »Generationengerechtigkeit« zu einem Kampfbegriff verkommt, mit dem eine inhumane Ideologie transportiert wird.

                  »Überalterung« und »Schrumpfung« der hiesigen Bevölkerung gelten als Hauptprobleme. Von älteren Menschen spricht man in unserer Hochleistungs- und Konkurrenzgesellschaft, die nach betriebswirtschaftlichen Effizienzkriterien modernisiert wird, als »Kostenfaktor auf zwei Beinen« und finanzieller Belastung für die Jüngeren. Kinderkult, Muttermythos und Familienfetisch bilden die Kehrseite des unsäglichen Geredes über »Altenlastkoeffizienten« und »Rentnerfluten«", kritisiert BUTTERWEGGE.
  • BUTTERWEGGE, Christoph (2003): Abschied von der sozialen Gerechtigkeit?
    Die deutsche Sozialdemokratie am Scheideweg,
    in: Gewerkschaftliche Monatshefte, Oktober/November, S.617-626
  • BUTTERWEGGE, Christoph (2003): Generationengerechtigkeit und demografischer Wandel,
    in: Universitas, Schwerpunkt Jung gegen Alt? November, S.1146-1153
  • BUTTERWEGGE, Christoph (2004): Allgemein, einheitlich, solidarisch.
    Anforderungen an die Bürgerversicherung,
    in: Blätter für deutsche und internationale Politik, H.1, Januar, S.77-84
  • BUTTERWEGGE, Christoph (2004): Leben die Alten auf Kosten der Jungen?
    Generationen(un)gerechtigkeit als Ideologie,
    in: Deutsche Jugend, H.1, Januar
  • BUTTERWEGGE, Christoph (2004): Demographie als Demagogie.
    Die Bevölkerungsentwicklung wird von der Politik benutzt, um die Demontage des Sozialstaats zu verklären,
    in: Frankfurter Rundschau v. 04.05.
    • Inhalt:
      Butterwegge rekapituliert nochmals die sozialpolitische Debatte seit Präsentation der Bevölkerungsvorausberechnung im Juni 2003. BUTTERWEGGE sieht die Gefahr, dass die Neue Mitte den Rechtsextremismus befördert:
            
        "Man beschwört die »demographische Apokalypse«, um ein Rollback des traditionellen Familienmodells (Alleinernährer/Hausfrauenehe) und reaktionärer Praktiken der Bevölkerungspolitik zu erreichen. Dadurch gewinnen rechtsextreme Kernideologeme (Biologismus, Sozialdarwinismus und Sexismus) an Einfluss."
                  Die Konsequenz einer Bevölkerungspolitik ist, dass sie zu Lasten der sozialen Gerechtigkeit geht:
                  "Wer die »Vergreisung« als Hauptproblem der Bundesrepublik betrachtet, wird eher die Armut an Kindern als die Armut von Kindern bekämpfen. Es geht aber nicht darum, Eltern generell besser zu stellen als Kinderlose, sondern Kinder besser zu stellen, die entweder keine wohlsituierten Eltern haben oder von ihnen vernachlässigt werden."
  • BUTTERWEGGE, Christoph (2004): Sozialreform, demografischer Wandel und Generationengerechtigkeit,
    in: Neue Sammlung, Heft 3, Juli/August/September
  • BUTTERWEGGE, Christoph (2004): Deutschland droht eine doppelte Spaltung.
    Mit Hartz IV wird nicht nur die Wohlstandskluft zwischen West und Ost tiefer, sondern auch die zwischen oben und unten,
    in: Frankfurter Rundschau v. 31.08.
    • Inhalt:
      Christoph BUTTERWEGGE beschreibt das Nachwendedeutschland als "postmoderne Zweiklassengesellschaft":

                  "Regionale und soziale Disparitäten überlappen sich, weshalb Deutschland eine doppelte Spaltung droht: Neben dem West-Ost-Wohlfahrtsgefälle, das in beiden Landesteilen von einem Süd-Nord-Wohlstandsgefälle überlagert wird, vertieft sich die Kluft zwischen oben und unten, weshalb man 15 Jahre nach der »Wende« von einer postmodernen Zweiklassengesellschaft sprechen kann. Durch ökonomische Krisenerscheinungen franst die kleinbürgerliche Mitte in den westlichen Bundesländern aus, während sie in den östlichen erst gar nicht zum gesellschaftlichen Gravitationszentrum geworden ist."
  • BUTTERWEGGE, Christoph (2004): Zwischen Wirklichkeit und ihrer öffentlichen Wahrnehmung liegen Welten.
    Bemerkungen zum demografischen Wandel bzw. zur Notwendigkeit seiner Entdramatisierung anlässlich einer Anhörung im Hessischen Landtag am 10.11.2004,
    in: nachdenkseiten.de v. 17.12.
  • BUTTERWEGGE, Christoph (2004): Wenn Urängste die Mitte erfassen.
    Neue Feindbilder. Natur und Nation werden zu Legitimationsquellen einer gespaltenen Gesellschaft,
    in: Freitag Nr.52 v. 17.12.
    • Inhalt:
      Was single-generation.de bereits im August 2002 als Konvergenz von Neuer Mitte und Neuer Rechte beschrieben hat, das kann man nun auch bei dem Sozialwissenschaftler Christoph BUTTERWEGGE nachlesen:

                  "Mittlerweile fordern auch Sozialdemokraten und Grüne eine »aktive Bevölkerungspolitik«, um die Gebärfreudigkeit der deutschen Mütter zu fördern. Durch die Art, wie Politik, Wissenschaft und Publizistik den Bevölkerungsrückgang thematisieren und welche Maßnahmen sie erwägen, um ihm zu begegnen, können Rechtsextremisten und Neonazis, die sich seit jeher Sorgen um den Fortbestand des deutschen Volkes machen, Auftrieb erhalten. Wer die Bevölkerungsprognosen betrachtet, die - Katastrophenszenarien gleich - sich in den Medien auffällig häufen, stellt fest, dass sich die Urangst von Rechtsextremisten, das deutsche Volk könne aussterben, zunehmend in die Mitte der Gesellschaft verlagert. Und so kommen sie dann zusammen, die Zerstörung des Sozialstaats und der Appell an das Nationale. Ihr gemeinsamer Nährboden sind Horrorvisionen, düstere Prognosen und Kassandrarufe."
  • BUTTERWEGGE, Christoph (2005): Der denunzierte Sozialstaat.
    Die Ideologie vom überforderten Wohlfahrtsstaat,
    in: TAZ v. 08.11.
    • Inhalt:
      Christoph BUTTERWEGGE widerspricht der gängigen Argumentation, dass der demografische Wandel für die gegenwärtigen Probleme der sozialen Sicherungssysteme verantwortlich sei:

                  "Ohne die demografischen Probleme der Bundesrepublik zu verharmlosen, kann man feststellen, dass sie im Hinblick auf die Rentenversicherung weniger als oft behauptet ins Gewicht fallen, weshalb kein Grund zur Panikmache besteht und Hysterie völlig unangebracht ist. Viel entscheidender waren die Massenarbeitslosigkeit und die Eingliederung der DDR samt der damit verbundenen Kosten für die Sozialversicherungen."
  • BUTTERWEGGE, Christoph (2008): Bildung schützt vor Armut nicht,
    in: Frankfurter Rundschau v. 13.06.
  • BUTTERWEGGE, Christoph (2009): Die gespaltene Gesellschaft.
    Armut: Die Leistungseliten igeln sich ein, Hartz-IV-Bezieher driften in hasserfüllte Paralleluniversen ab. Die Brücken scheinen abgebrochen,
    in: TAZ v. 14.07.
  • BUTTERWEGGE, Christoph (2009): Ein Fall für Karlsruhe.
    Sozialstaat: Die Hartz-IV-Regelsätze für Kinder reichen kaum zum Leben aus. Doch die Jugendarmut spielt für die neue Regierung offenbar keine Rolle,
    in: TAZ v. 20.10.
  • BUTTERWEGGE, Christoph (2009): Die armen Kinderreichen fördern,
    in: Frankfurter Rundschau v. 20.10.
 
       
   

Christoph Butterwegge: Gespräche und Porträts

 
   
  • SCHULZ, Daniel (2004): "Es kommt eine Rebellion auf uns zu", sagt Christoph Butterwegge.
    Hinter der neuen Linkspartei stehen die von Verarmung bedrohten Mittelschichten, die Armen haben resigniert,
    in: TAZ v. 06.08.
    • Inhalt:
      Christoph BUTTERWEGGE hält bei einer gesetzlich verordneten Armut und gleichzeitigen Steuererleichterungen für Reiche, die für Anfang 2005 vorgesehen sind, eine Rebellion für möglich:

                  "Sie sprechen von Revolution. Bundesweit schließen Arbeitsagenturen Verträge mit Wachschützern aus Angst vor der Wut ihrer angeblichen Kunden. Was kommt da auf uns zu?
      Eine Revolution wohl kaum, aber vielleicht eine Rebellion, wie es sie in der Bundesrepublik bisher nie gab. Denn Hartz IV wird dieses Land tiefgreifend verändern. Anfang 2005 gibt es zum ersten Mal in der Nachkriegsgeschichte einen massiven Schub gesetzlich verordneter Armut. Die Arbeitslosenhilfe wird abgeschafft. Gleichzeitig sinkt der Spitzensteuersatz für Besserverdienende ein weiteres Mal. Das lässt bei den Reichen Champagnerlaune aufkommen. Darauf könnten jetzt schon Unterprivilegierte mit dumpfer, ungerichteter Gewalt reagieren. Und die von Verarmung bedrohten Mittelschichten eher mit dem Stimmzettel.
      "
  • SEDLMAYR, Sebastian (2005): "Kinderarmut ist ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft".
    Zu wenig Platz für den Geburtstag, kein Geld für Nachhilfe ist nicht spektakulär, sondern alltäglich,
    in: TAZ v. 05.01.
  • Neu:
    MEISNER, Matthias (2010): "Das ist kein Sozialstaat mehr".
    Porträt: Christoph Butterwegge, Armutsforscher, NRW-Linker,
    in: Tagesspiegel v. 19.05.
 
       
   

Wohlfahrtsstaat im Wandel (2001, 3.A.)
Probleme und Perspektiven der Sozialpolitik
Opladen: Leske + Budrich

 
   
 
 

Klappentext

"In der öffentlichen Diskussion spielt die »Krise des Sozialstaates«, verbunden mit Schlagworten wie »Digitalisierung der Produktion«, »Individualisierung der Gesellschaft« und »Globalisierung der Märkte«, schon seit geraumer Zeit eine Schlüsselrolle.
Um welche Sachfragen und Differenzen es dabei geht, macht dieses Buch deutlich, das sowohl die Sozialpolitik der CDU/CSU/FDP-Koalition wie auch die der rot-grünen Bundesregierung einer kritischen Analyse unterzieht.
Sein Verfasser stellt Zusammenhänge zwischen der Weltmarktentwicklung, Strategien gesellschaftlich relevanter Gruppen und verschiedenen »Umbau«-Konzepten her, beleuchtet die Hintergründe der Kontroversen über Zerfallserscheinungen des Wohlfahrtsstaates und entwickelt Alternativen der Sozialpolitik in Deutschland.
"

 
 
       
   
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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 06. März 2002
Update: 18. Mai 2010