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Hartmut Esser: Scheidungspaare

 
       
     
       
     
       
   

Hartmut Esser in seiner eigenen Schreibe

 
       
   

ESSER, Hartmut (1996): Die Definition der Situation,
in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, vol. 48, S.1-34.

ESSER, Hartmut (2002): In guten wie in schlechten Tagen? Das Framing der Ehe und der Weg in die Scheidung,
in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, vol. 54, S. 27-63.

ESSER, Hartmut (2002): Ehekrisen: Das Re-Framing der Ehe und der Anstieg der Scheidungsraten,
in: Zeitschrift für Soziologie, vol. 31, S. 472-496.

 
       
   

Hartmut Esser im Gespräch

 
       
   

ROSENBOHM, Ole (2002): Das verflixte vierte Jahr.
Der Familiensoziologe Hartmut Esser weiß, wie man den Partner fürs Leben findet - und ihn auch behält. Bloß: Das ist so unromantisch,
in: TAZ v. 22.11.

Heike Wirth - milieuspezifische Heiratsmuster
FOCUS-Titelgeschichte: Welche Ehe hält wie lange?
Überraschende Erkenntnisse über Gefühl und Kalkül. Das unterscheidet unzertrennliche von gefährdeten Paaren

FRANK, Gerbert (2003): "Kein Ehevertrag! Mehrere Kinder".
Sind dauerhafte Ehen auch gute Ehen? Soziologe Hartmut Esser über die Spezies der Scheidungsimmunen,
in:
Focus Nr.10 v. 01.03.

 
       
       
   

Soziologie (1993).
Allgemeine Grundlagen, 3. Auflage
Opladen:
Leske + Budrich

 
   
     
 

Klappentext

"Diese Einführung in die Soziologie behandelt die allgemeinen Grundlagen des Fachs. Nach einem Überblick über die Entstehungsumstände und die Arbeitsbereiche der Soziologie folgt eine Darstellung der formalen und inhaltlichen Anforderungen an eine soziologische Erklärung. Danach werden zwei eher vorsoziale Grundlagen aller gesellschaftlichen Prozesse behandelt: die Evolution des homo sapiens und seiner grundlegenden anthropologischen Eigenschaften und die demographischen Differenzierungen und Prozesse der Bevölkerungsentwicklung. In einem Zwischenabschnitt werden die Folgerungen aus den Erkenntnissen der biologischen und soziologischen Anthropologie für die Modelle des Menschen skizziert, von denen die Sozialwissenschaften auszugehen pflegen. Den Abschluß des Bandes bildet die ausführliche Behandlung des allgemeinsten Gegenstandes des Soziologie: Die Gesellschaft der Menschen. Hier wird auch auf die wichtigsten Grundbegriffe und theoretischen Ansätze der Soziologie eingegangen, wie
sie in den Einführungsveranstaltungen zur Soziologie gewöhnlich behandelt werden."

     
 
       
   
FOCUS-Titelgeschichte: ...zum Glück mit Ehevertrag.
Sicherheit: So wird's gemacht. Romantik: Den Partner überzeugen. Prominente: Der Fall Becker

SACHSE, Katrin (2001): Ehe alles schief geht.
Beziehungen: Selbst Traumehen können scheitern. Ein Ehevertrag mit klaren Spielregeln hilft, das schmerzliche Finale einer Liebe zu verkürzen,
in:
Focus Nr.4 v. 22.01.

HAGER, Angelika/HOROWITZ, Nina/KIMMEL, Wolfgang (2002): Bis dass die Liebe tot ist.
Die Zahl der zerbrochenen Ehen hat in Österreich einen historischen Höchststand erreicht. Trennungs-Betreiber sind vorrangig Frauen. Was sind die Ursachen für die statistische Bankrotterklärung der Liebe? Wie kann man Schadensbegrenzung betreiben? Und worunter leiden die Kinder am meisten?
in: Profil Nr.30 v. 22.07.

KL (2002): Saar-Ehen gehen häufiger zu Bruch.
Saarbrücker Zeitung-Thema: Nur Stadtstaaten haben mehr Scheidungen - Soziologin: Partner verlangen mehr Beziehungs-Qualität,
in: Saarbrücker Zeitung v. 10.08.

STOSCH, Simone von (2002): Die Liebe ist an allem schuld.
Warum es bald wieder weniger Scheidungen geben könnte,
in: Tagesspiegel v. 02.09.

Eine übliche Erklärung der hohen Scheidungsraten ist, dass überzogene Ansprüche der Ehepartner als Ursache genannt werden. Dies glaubt auch Simone von STOSCH.

Eine alternative Erklärung kommt jedoch ohne solche psychische Faktoren aus, denn aufgrund der Alterung der Gesellschaft gibt es einfach mehr Menschen im scheidungsfähigen Alter als noch vor einigen Jahren! Während in anderen Zusammenhängen andauernd vom demografischen Wandel gesprochen wird, ist es ziemlich erstaunlich, dass gerade bei den Scheidungen dieser Faktor außer Acht gelassen wird.

Berlin weicht vom Scheidungsmuster ab. Auch das ist aus der abweichenden Altersstruktur von Großstädten erklärbar. Es gibt viele Menschen, die noch nicht geheiratet haben und viele Menschen, die bereits verwitwet sind (Singles also). Die Familien und Ehepaare, deren Kinder bereits ausgezogen sind,  wohnen dagegen im Umland bzw. auf dem Land.

Welchen Anteil also die Psyche und welchen Anteil der demografische Wandel an der Scheidungsrate hat, das wäre zu klären und nicht vorschnell zugunsten der Psyche aufzulösen.

FOCUS-Titelgeschichte: Welche Ehe hält wie lange?
Überraschende Erkenntnisse über Gefühl und Kalkül. Das unterscheidet unzertrennliche von gefährdeten Paaren

FRANK, Gerbert (2003): Welche Ehe hält wie lange?
Warum sind manche Paare unzertrennlich, andere höchst scheidungsgefährdet? Mit Hilfe neuer Methoden haben Soziologen das Rätsel weitgehend gelöst,
in: Focus Nr.10 vom 01.03.

ZIEGLER, Julia (2003): Das liebe Geld.
Scheidung erhöht das Armutsrisiko bei Frauen - eine Bielefelder Studie untersucht die Folgen von Trennungen,
in: Tagesspiegel v. 01.10.

"Jede dritte Ehe in Deutschland wird geschieden, in Großstädten ist es jede zweite",

posaunt - nicht nur - ZIEGLER hinaus. Der Soziologe Kurt LÜSCHER hat solche reißerischen Sätze als Familienrhetorik entlarvt:

"Die Wahl der Bezugsgröße: Wird jede dritte Ehe geschieden - wie dies die zusammengefaßte Scheidungsziffer nahelegt - oder sind es 80 von 10.000 bestehenden Ehen?"

stellt LÜSCHER zur Debatte. Der Sozialpopulismus und die moralische Empörung lebt von solchen Dramatisierungen. Die Ökonomie der Aufmerksamkeit verlangt in der Zeitungskrise zudem drastische Formulierungen. Die Individualisierungsdebatte, vor 20 Jahren vom Soziologen Ulrich BECK angestoßen, lebt von demographischer Rhetorik. Singles bekommen nun die Quittung präsentiert. Denn ihre quantitative Verbreitung steht in keinerlei Verhältnis zur medialen Aufmerksamkeit, die ihnen zuteil wird.

Der Lifestyle-Soziologe Stefan HRADIL hat eine halbherzige Erklärung gefunden: Singles sind ideale Projektionsflächen für Nicht-Singles. Das mag stimmen, ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte der Wahrheit liegt in der bewussten rhetorischen Dramatisierung, wie sie von Kurt LÜSCHER in vielen Beispielen belegt worden ist.

DAS MAGAZIN-Thema: Heirate mich!

LEINEMANN, Susanne (2004): Lust auf Erfahrung.
Genug das eigene Ich umkreist: Ehe und Kinder sind für moderne, emanzipierte Frauen keine Kapitulation. Ein verspätetes Lob auf die Kleinfamilie von einer Konvertitin,
in: Das Magazin, Nr.8, August

DESTATIS (2004): Zahl der Ehescheidungen steigt auf fast 214 000 im Jahr 2003,
in: Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes v. 13.08.

DRIBBUSCH, Barbara (2004): Eheretten in 15 Minuten.
Die Zahl der Scheidungen steigt, weil die Erwartungen zu hoch sind,
in: TAZ v. 14.08.

MIES, Petra (2004): Bis dass die Zeit Euch scheidet.
FR-Tagesthema: Mehr als ein Drittel aller Ehen in Deutschland geht früher oder später kaputt. Besitz bindet offenbar stärker als Kind,
in: Frankfurter Rundschau v. 21.08.

ZINKANT, Kathrin (2005): Vorher fragen Sie bitte Ihren Therapeuten.
Wer frisch verliebt zum Standesamt schreitet, denkt natürlich nicht an Probleme. Vorbeugendes Training wäre allerdings gar nicht so schlecht,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 15.05.

FRYE, Hilde & Holger FUSS (2005): Die Neuentdeckung der Ehe.
In Deutschlands Standesämtern herrscht Gedränge: Immer mehr Liebende sagen ja zum Bund fürs Leben. Warum Heiraten wieder angesagt ist und wie man die Fehler der Eltern vermeidet,
in: Woman Nr.11 v. 17.05.

Den Trend zur Ehe leiten die Autoren folgendermaßen aus der amtlichen Statistik ab:

"Seit zwei Jahren steigt die Zahl der Eheschließungen wieder, nachdem sie jahrelang sank. Im letzten Jahr gaben sich in Deutschland 395 000 Paare das Ja-Wort, 12 000 mehr als im Jahr zuvor."

DESTATIS (2005): Zahl der Ehescheidungen im Jahr 2004 nahezu unverändert,
in: Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes v. 13.07.

STERN-Titelgeschichte: Geld oder Liebe?
Gefühle, Status, Sicherheit - was bei der Partnerwahl wirklich zählt

SELLMAIR, Nikola (2005): Das kalkulierte Glück.
Wer heiratet wen? Keine großen Gefühle ohne Gegenrechnung. Nicht Zufall und Romantik entscheiden, wen wir fürs Leben wählen, sondern Herkunft, Bildung, Geldbeutel und Karrierechancen. Wie Deutschlands Paare heutzutage zueinander finden - ein Report über die Ökonomie der Liebe,
in: Stern Nr.31  v. 28.07.

Um es gleich vorweg zu sagen: In dem Artikel geht es nicht um Partnerschaft, sondern nur um eheliche Partnerschaft. In Zeiten, da Heiraten keine Pflichtveranstaltung ist und auch Heiratsbarrieren nicht alles erklärt, wird hier so getan, als ob es nur unfreiwillig Unverheiratete gibt. Ist man sich dieser Beschränktheit des Ansatzes bewusst, dann kann man den Artikel mit Gewinn lesen. Zu Wort kommen die Wissenschaftler Manfred HASSEBRAUCK, Karl Otto HONDRICH ("Die Liebe in Zeiten der Weltgesellschaft"), Laura KIPNIS, Hans-Peter BLOSSFELD, Eva ILLOUZ und Andrew OSWALD.

PAULUS, Jochen (2005): Kluge Frauen heiraten seltener.
Sind es die langen Ausbildungszeiten? Ist es die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie? Oder haben intelligente Frauen einfach keine Lust auf die Ehe?
in: Psychologie Heute Nr.9, September

KAMANN, Matthias (2006): Schrecken der Scheidung.
Heiraten ist weiterhin beliebt, doch der Durchhaltewille verheirateter Paare sinkt dramatisch. Warum in Deutschland bereits jede dritte Ehe in die Brüche geht und welche finanziellen Folgen die Trennungen für viele Betroffene oftmals haben,
in: Welt v. 26.06.

KÖHLER, Manfred (2006): Zahl der Ehescheidungen 2005 gesunken,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 28.06.

DESTATIS (2006): Zahl der Ehescheidungen geht im Jahr 2005 auf 201700 zurück,
in: Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes v. 08.12.

"Die Zahl der Ehescheidungen in Deutschland ist im Jahr 2005 gesunken. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden 2005 knapp 201 700 Ehen geschieden, das waren 5,6% weniger als 2004. Damit wurden von 1 000 bestehenden Ehen elf geschieden.
Von 1993 bis 2003 war die Zahl der Ehescheidungen mit Ausnahme des Jahres 1999 beständig angestiegen, 2004 war sie geringfügig zurückgegangen.
(...).
Von den im Jahr 2005 geschiedenen Ehepaaren hatten knapp die Hälfte Kinder unter 18 Jahren. Gegenüber 2004 hat die Zahl der von der Scheidung ihrer Eltern betroffenen minder­jährigen Kinder von 168 900 auf 156 400 und damit um 7,4% abgenommen", meldet das Statistische Bundesamt.

DRIBBUSCH, Barbara (2006): Ein einvernehmliches Ende.
Die Zahl der Scheidungen sinkt, sagt die Statistik. Gleichzeitig steigt die Zahl der problematischen Scheidungen, fügen Experten hinzu - und da hat bekanntlich vor allem das Kind nur wenig zu lachen,
in: TAZ v. 09.12.

WESTERHOFF, Nikolas (2007): Psychologen sagen das Eheglück vorher.
Lässt sich absehen, ob ein Paar glücklich wird oder sich wieder trennt? Ja, sagen Fachleute. Man muss nur wissen, worauf es in Liebesbeziehungen ankommt,
in: Süddeutsche Zeitung v. 17.01.

ZEIT-Dossier: Wozu noch heiraten?
Jedenfalls nicht, um Steuern zu sparen. Die Deutschen binden sich, weil sei überzeugt sind von der Ehe

NIEJAHR, Elisabeth (2007): Romantik trifft Vernunft.
Fast jede zweite Ehe wird in Deutschland geschieden. Finanziell hilft der Staat weniger denn je. Trotzdem lassen sich junge Paare nicht entmutigen zu heiraten. Warum nur?
in: Die ZEIT Nr.39 v. 20.09.

Angeblich ist die Ehe ein Auslaufmodell. Aber Totgesagte leben länger. Single-dasein.de hat bereits im Jahr 2000 darauf hingewiesen, dass Heiraten eine Renaissance erleben wird.

Dies liegt zum einen daran, dass mit der Individualisierungsthese von Ulrich BECK und dem Schlagwort von der "Single-Gesellschaft" zwar der Fokus auf die Scheidung und Trennung gelegt wird, aber ob Paarbeziehungen früher stabiler waren als heute, das lässt sich gar nicht sagen, weil aufgrund der Scheidungsreform in den 1970er Jahren nur das Recht an eine veränderte Praxis angeglichen wurde. Die Stabilität von Paarbeziehungen im "goldenen Zeitalter der Ehe" wird gegenüber heute überschätzt.

"Wird jede dritte Ehe geschieden - wie dies die zusammengefaßte Scheidungsziffer nahelegt - oder sind es 80 von 10.000 bestehenden Ehen?"

warf der renommierte Soziologe Kurt LÜSCHER bereits im Jahr 1995 angesichts des Terrors der Individualisierungsthese ein.

Elisabeth NIEJAHR berichtet nun von einem Trend in Sachen Heirat, den die Soziologen Norbert F. SCHNEIDER & Heiko RÜGER aufgedeckt haben. Während traditionell Ehekritiker vor allem den romantischen Vorstellungen die Schuld an der heutigen Instabilität von Ehen geben, zeigen SCHNEIDER & RÜGER, dass Ehen viel seltener aufgrund von romantischen Vorstellungen geschlossen werden, als dies angenommen wird.

Es deutet vieles darauf hin, dass die Deutungshoheit der 68er-Generation in Sachen Liebe am Verblassen ist. Junge Soziologen wie Christian SCHULDT oder die neuere Ratgeberliteratur von den KÜSTENMACHERs bis zu Christian THIEL oder Doris MÄRTIN zeigen auf, wie Partnerschaften heutzutage jenseits des Konfrontationsmodells der 68er funktionieren. Damit wird der Fokus auf die Frage gerichtet: Was hält Paare zusammen?

ZITTLAU, Jörg (2007): Kaum noch Chancen für die Liebe.
Romantik ist out: Paare heiraten heute, weil sie sich Vorteile davon versprechen, sagen Umfragen,
in: Welt v. 13.10.

ZITTLAU berichtet über die Heirats-Studie von Norbert F. SCHNEIDER & Heiko RÜGER im April-Heft der Zeitschrift für Soziologie. Er begrüßt den Trend weg von den romantischen Vorstellungen:

"Wer (...) heiratet, um seine Steuerlast zu senken oder ein Kind ehelich zu machen, dessen Erwartungen werden zunächst einmal erfüllt. Möglich also, dass der neue Realismus beim Heiraten die Trennungsquoten (...) künftig sinken lässt.

DESTATIS (2007): Gut 5 % weniger Ehescheidungen im Jahr 2006,
in: Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes v. 07.11.

1 % der bestehenden Ehen wurden im Jahr 2006 geschieden, meldet das Statistische Bundesamt.

PSYCHOLOGIE HEUTE-Titelgeschichte: Das Wunder der Ehe.
Wie die Liebe den Alltag überlebt

RETZER, Arnold (2008): Das Wunder der Ehe.
Was ist das Geheimnis einer dauerhaften Ehe? Was machen "alte" Paare richtig? Die Analyse des Heidelberger Paartherapeuten Arnold Retzer räumt mit einigen weitverbreiteten Vorstellungen über die Liebe und die Partnerschaft auf,
in:
Psychologie Heute Nr.4, April

DRIBBUSCH, Barbara (2006): Jeden Tag dein Gesicht.
Wechselnde Lebenspartner, serielle Monogamie? Das sind die Beziehungsmodelle von gestern. Heute sind Langzeitpartnerschaften angesagt - und die passenden Ratgeber dazu. Man beachte die 14-Tage-Suggestionsregel und die 15-Minuten-Zuhörtechnik,
in: TAZ v. 03.06.

Barbara DRIBBUSCH hat einen neuen Ratgebertrend entdeckt und setzt die Langzeitpartnerschaft der "Idee der seriellen Monogamie" ( = Lebensabschnittspartnerschaft) entgegen.
Durchhalten um jeden Preis, das geht DRIBBUSCH dann doch zu weit:

"Der US-amerikanische Paarforscher John Gottman hat eine Art »Beziehungscheck« erfunden, nach dem man empirisch recht genau sehen könne, ob noch eine Chance besteht für die Liebe. Grellrote Warnlampen gehen bei Gottman an, wenn ein Partner den oder die andere nicht mehr respektiert, sondern verachtet und sogar vor anderen herabsetzt. Auch beständige Kritik und aggressive Machtdemonstrationen höhlten die Liebe aus.
Die Autorinnen Susanne Fröhlich und Constanze Kleis haben in ihrem Bestseller »Jeder Fisch ist schön - wenn er an der Angel hängt« Gottmans Forschungsergebnisse zusammengefasst. »Es sind die Kleinigkeiten, die zeigen: Da denkt einer an mich.« Auch wenn beide nur in Trainingsanzügen das Auto waschen - »im Prinzip ist alles romantisch, womit sich zwei Menschen ihre Zugehörigkeit bestätigen.« Wobei es allerdings Grenzen gibt, und da werden Fröhlich und Kleis deutlich: Wer die Liebe erhalten will, sollte niemals gleichzeitig im Badezimmer sein, wenn der Partner das WC benutzt, raten sie. »Man sieht und hört Dinge, die man besser nicht sehen und hören will.«
Jeder Beziehung tut also eine gesunde Abschottung gut. Und etwas Selbstkritik."

Auf single-generation.de wurde dieses gängige Missverständnis von DRIBBUSCH bereits im Jahr 2001 anhand einer Rezension des Buches Die Liebe kommt, die Liebe geht  von Regine SCHNEIDER aufgezeigt.

PRANTL, Heribert (2008): Revolution in Weiß.
Seit Bismarcks Zeiten war es unmöglich: Bald können Paare auch heiraten, ohne vorher beim Standesamt gewesen zu sein. Eheleute, die sich nur für das kirchliche Ja-Wort entscheiden, haben allerdings Nachteile,
in: Süddeutsche Zeitung v. 03.07.

BAHNERS, Patrick (2008): Die Ehe ist kein staatliches Ding.
Vom 1. Januar 2009 an wird es in Deutschland kirchliche Ehen ohne standesamtliche Absegnung geben dürfen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 04.07.

MEDICK, Veit (2008): Harem könnte bald legal werden.
Politiker fürchten, mit der geplanten neuen Eheregelung ließen sich bald zwei Partner heiraten - einmal kirchlich, einmal standesamtlich. Auch die Imam-Ehe sei dann legal, sagen Islamkritiker. SPD-Mann Wiefelspütz will die Reform korrigieren,
in: TAZ v. 07.07.

AYMANS, Winfried (2008): Das angelsächsische Modell.
Zum Glück profilieren sich diesmal nicht alle Bischöfe als Bedenkenträger: Die kirchliche Eheschließung sollte zivilrechtlich anerkannt werden,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 17.07.

GÜNTNER, Joachim (2008): Die deutsche Ehe als Kulturkampfplatz.
134 Jahre nach Einführung der Zivilehe gewinnt die kirchliche Trauung ein wenig Autonomie zurück,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 04.08.

FROMME, Claudia (2008): Das verflixte 25. Jahr.
Gemeinsam einsam: Die Zahl der Scheidungen nach der Silberhochzeit steigt rapide, oft leben sich Paare auseinander, ohne es zu merken,
in: Süddeutsche Zeitung v. 23.08.

HARDENBERG, Nina von (2008): Das große Zögern.
Verliebt, verlobt ... Doch warum sollten Paare heiraten? Der gesellschaftliche Druck und die ökonomischen Motive schwinden,
in: Süddeutsche Zeitung v. 26.08.

DRIBBUSCH, Barbara (2008): Ackern für die Langzeitehe.
Die Zahl der Ehescheidungen sinkt: Wer heute heiratet, hat sich das gut überlegt. Das 90er-Konzept wechselnder "Lebensabschnittsgefährten" ist kein neues Leitbild geworden,
in: TAZ v. 29.08.

Das Konzept "serielle Monogamie" wird oftmals fälschlicherweise mit dem Konzept des Lebensabschnittpartners gleich gesetzt. Bereits im Jahr 2001 hat single-generation.de dies in einer Buchbesprechung zum Thema kritisiert. Aber das hatten wir ja schon mal geschrieben, anlässlich eines früheren Artikels von DRIBBUSCH. Damals ging es nicht um Scheidungszahlen, sondern um einen neuen Ratgebertrend.

SCHEIDT, Paula (2008): Training für die ewige Liebe.
Heiraten ist eine riskante Sache: Jedes dritte Paar reicht irgendwann die Scheidung ein. Fachleute setzen deshalb auf Ehevorbereitungskurse,
in: TAZ v. 24.09.

ROLFF, Marten (2009): Die Formel der Liebe.
Ein Anruf beim schottischen Mathematiker James D. Murray, mit dessen Formel sich berechnen lässt, ob eine Ehe geschieden wird,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 28.03.

STÜVEL, Heike (2009): Das Mysterium glücklicher Ehen.
Romantische Liebe lässt mit der Zeit nach. Dennoch bleiben manche Paare ein Leben lang verliebt,
in: Welt v. 18.04.

WIMMER, Monika (2009): Eheglück im leeren Nest.
Nachdem die Kinder ausgezogen sind, sind Paare zufriedener,
in:
Psychologie Heute, Juni

DESTATIS (2009): Zahl der Ehescheidungen stieg 2008 wieder an,
in: Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes v. 08.07.

"2008 betrug die durchschnittliche Ehedauer bei der Scheidung 14,1 Jahre. 2007 waren die Partner in Durchschnitt 13,9 Jahre verheiratet gewesen und 1990 11,5 Jahre. Somit setzt sich die Tendenz der vergangenen Jahre zu einer längeren Ehedauer bis zur Scheidung fort. Von den im Jahr 2008 geschiedenen Ehepaaren hatten knapp die Hälfte Kinder unter 18 Jahren. Gegenüber 2007 hat die Zahl der von der Scheidung ihrer Eltern betroffenen minderjährigen Kinder von 145 000 auf 150 200 und damit um 3,6% zugenommen", meldet das Statistische Bundesamt.

SCHMIDT, Birgit (2009): Ja, ich will noch mal.
Die erste Ehe ist nur ein Versuch, die zweite ist die richtige. Drei positive Wiederholungstaten,
in: Das Magazin des Tages-Anzeiger, Nr.30 v. 25.07.

DESTATIS (2013): Weniger Ehescheidungen im Jahr 2012,
in: Pressemitteilung Statistisches Bundesamt Wiesbaden v. 30.07.

RÖTZER, Florian (2013): Über 60-Jährige fliehen vermehrt aus der Ehe.
Während allgemein die Zahl der Scheidungen sinkt, trennen sich die Älteren immer öfter, ein Grund könnte die wachsende Lebenserwartung sein,
in:
Telepolis v. 07.08.

BARTENS, Werner (2013): Man sollte sich zumindest riechen können.
Beziehungsweisen (4) - Die langjährige Ehe: Fast jede zweite Ehe scheitert, dennoch wagen Männer und Frauen immer wieder den Bund fürs Leben. Über gesundheitliche Spätfolgen, chronische Zweifel und stabiles Unglück in der Paarbeziehung,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 04.10.

DIW (2014): Wer in einer Paarbeziehung lebt, treibt weniger Sport als zuvor - vor allem bei Verheirateten lässt die Sportbegeisterung stark nach,
in: Pressemeldung Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung v. 20.01.

MÜLLER-JUNG, Joachim (2014): Sportbremse Ehe? Krank durch Monogamie.
Der Bund fürs Leben - eine pathologische Falle, warnt die Forschung. Macht uns träge, dick und krank. Hoffnungslos? Nicht ganz, in den Daten findet sich auch ein Silberstreif,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 23.01.

WELT AM SONNTAG-Titelgeschichte: Wenn die Frau plötzlich geht.
40 Jahre lebten sie zusammen - dann war Schluss. Männer sind oft überrascht, wenn die Beziehung scheitert. Doch es gibt Warnsignale

BECKER, Claudia (2014): Wie bleiben wir zusammen?
Sie waren 40 Jahre verheiratet. Dann zog die Frau aus und begann ein neues Leben. Allein. So wie immer mehr Frauen. Warum? Claudia Becker geht der Geschichte eines Paares nach,
in:
Welt am Sonntag v. 13.04.

Neu:
BECKER, Kim Björn (2014): Neustart mit 70.
Immer mehr Menschen trennen sich im fortgeschrittenen Alter, manche sogar nach mehr als 25 Jahren Ehe. Wie ist es, plötzlich wieder Single zu sein? Besuch bei einer Frau, die es noch einmal wissen will,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 17.05.

 
       
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 04. März 2003
Update: 09. März 2017