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Herrad Schenk: Zusammen und nicht allein

 
       
     
       
     
       
   

Herrad Schenk in ihrer eigenen Schreibe

 
   

SCHENK, Herrad (2001): Mutterliebe Oder: Muttie ist die Dümmste.
Die moderne 24-Stunden-Mutter ist neu in der Menschheitsgeschichte. Und sie ist eine Reaktion auf die Frauenbewegung. Belegt Herrad Schenk,
in: Emma, Juli/August

PSYCHOLOGIE HEUTE-Titelgeschichte: Anders alt werden.
Lebenskunst für Fortgeschrittene

SCHENK, Herrad (2005): Altwerden: Lebenskunst für Fortgeschrittene,
in:
Psychologie Heute Nr.8, August

 
       
   

Herrad Schenk im Gespräch

 
   

LAMBECK, Silke (2002): Das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben.
Wie wir mit unseren Ängsten umgehen. Herrad Schenk über den neuen Machbarkeitswahn,
in: Berliner Zeitung v. 06.04.

 
       
   

Herrad Schenk in der Debatte

 
   

Neu:
WILDT, Michael (2003): Das lähmende Schweigen.
Herrad Schenks Versuch, die Wahrheit über ihren SS-Vater zu erfahren,
in: Die ZEIT Nr.5 v. 23.01.

Infos zu: Michael Wildt - Autor der Single-Generation
 
       
   

Glück und Schicksal (2000).
Wie planbar ist unser Leben
München:
C. H. Beck

 
   
     
 

Klappentext

"Dieses Buch lotet Umfang und Grenzen unserer Verantwortung für das eigene Leben aus; es zeigt, wie man offen bleibt für Glück (und Unglück) und dennoch den eigenen Weg nicht aus den Augen verliert. Viele Beispiele und Geschichten zeigen, wie man die Balance findet in den Wechselfällen des Lebens.Jeder ist seines Glückes Schmied – oder auch: jeder übernimmt die Verantwortung für das eigene Leben. Das ist das Glaubensbekenntnis der westlichen Welt. Aber können wir diese Verantwortung wirklich tragen, bürden wir uns nicht zu viel damit auf? Sind wir gefeit gegen Krankheiten, gegen Unfälle, die alles in Frage stellen, gegen Katastrophen und Todesfälle? Können wir unsere berufliche Entwicklung noch selber steuern? Müssen wir uns am Erreichten messen lassen? Die grandiosen Erfolge von Wissenschaft und Technik, der allgemeine Wohlstand und die gewachsene Sicherheit haben die Menschen hierzulande blind werden lassen für die schicksalhaften Unwägbarkeiten des Lebens. Der Wahn, alle Einflüsse auf das menschliche Leben steuern zu können, kennzeichnet nicht nur das wissenschaftlich-technische Weltbild, sondern er ist auch Bestandteil des psychologisierenden und esoterischen Alltagsdenkens geworden. Und wer davon spricht, Glück gehabt zu haben, dem Zufall vieles zu verdanken, der macht sich verdächtig. Aber liegt in eben dieser Offenheit für das Unberechenbare nicht ein Gutteil unseres Glücks?"

     
 
       
   

Rezensionen:

fehlen noch
 
       
   

Freie Liebe, wilde Ehe (1987).
Über die allmähliche Auflösung der Ehe durch die Liebe
München:
C. H. Beck

 
   
     
 

Klappentext

fehlt noch
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Das Buch in der Debatte

fehlen noch
 
       
   

Wir leben zusammen, nicht allein (1984).
Wohngemeinschaften heute
Köln:
Kiepenheuer & Witsch

 
   
     
 

Pressestimmen

"In einer Zeit, in der unsere Regierung den Wert der Kleinfamilie aufzupolieren versucht, nun also eine »Geschichten-Sammlung« über Wohngemeinschaften, die vor zehn, fünfzehn Jahren noch anrüchig als »Kommunen« bezeichnet wurden. Woher kommt das Engagement für dieses Thema?
»Mein Interesse an Wohngemeinschaften ist nicht nur akademisch. Nach jahrelangem Wohnen zu zweit bin ich vor vier Jahren mit meinem Lebensgefährten in eine Wohngemeinschaft (sieben Erwachsene und zwei Kinder) gezogen, in der ich mich sehr wohl fühle und für die ich mir ein langes Zusammenleben wünsche«"
(Gabi Specks in Psychologie Heute, Juli 1985)

     
 
       
   

Rezensionen

SPECKS, Gabi (1985): Wohngemeinschaft oder Gemeinschaftswohnung,
in:
Psychologie Heute, Juli

 
   

Das Buch in der Debatte

BASTIAN, Till (2000): Die Wiederentdeckung der Geschwisterlichkeit.
"Allein machen sie dich ein!" Diese Erkenntnis ging schon immer dem Zusammenschluss von Gleichaltrigen voraus: In Wohngemeinschaften, Cliquen, Bruderschaften und anderen Gruppierungen ließ sich der Widerstand gegen eine feindliche Welt besser organisieren. Die geschwisterliche Beziehung zwischen Menschen ist eine Ressource, die in der heutigen Leistungs- und Singlegesellschaft wichtiger ist denn je,
in: Psychologie Heute, Dezember

Wir leben zusammen, nicht allein hieß 1984 ein Buch von Herrad SCHENK über Wohngemeinschaften. BASTIAN hat die Argumente von SCHENK auf den neuesten Stand der Sprache und Debatte gebracht. Yettie-Kälteschock und Single-Gesellschaft lassen die WG wie eine warme Kuschelhöhle erscheinen - die Gegenwelt par Excellence wie es auf den ersten Blick scheint. Zum großen Teil ein Scheingegensatz wie ich darlegen möchte.

"Von aufgerundet 37 Millionen Haushalten sind etwas mehr als 13 Millionen solche mit Kindern - also eine klare Minderheit. Und in dieser Minderheit wiederum sind die Einkindfamilien mit fast 51 Prozent - Tendenz steigend - in der Mehrheit."

BASTIAN malt ein Bild einer Gesellschaft, in der Singles und Einkind-Familien dominieren. Beides ist jedoch falsch. Die amtliche Statistik mit ihrem Haushaltsansatz sagt über die Anzahl von Partnerlosen und Familien nur sehr bedingt etwas aus. Wenn BASTIAN die Einkindfamilie im Zusammenhang mit der amtlichen Statistik erwähnt, dann muss er korrekterweise von einem Familienhaushalt sprechen, in dem ein Kind lebt. Das heißt jedoch nicht, dass dieses Kind keine Geschwister hat. Es heißt nur, dass die möglicherweise vorhandenen Geschwister aus der elterlichen Wohnung ausgezogen sind. Sie haben vielleicht eine Wohnung im gleichen Haus, in der gleichen Strasse, im gleichen Viertel oder sonstwo.

Die Singles und die Tücken der Haushaltsstatistik hat Günter BURKART ein Kapitel in dem Buch Lebensphasen - Liebesphasen. Vom Paar zur Ehe zum Single und zurück? (1997) genannt. Dort setzt sich BURKART mit typischen Fehlerquellen und Fehldeutungen bezüglich der Anzahl von Singles und Familien auseinander. Dieses Kapitel sollte Herr BASTIAN unbedingt lesen, bevor er den nächsten Artikel zum Thema Single-Gesellschaft verfasst. Dort steht auch zu lesen, dass Wohngemeinschaften in der amtlichen Statistik vielfach als Einpersonenhaushalt gezählt werden. Eine 6köpfige WG wird also als 6 Single-Haushalte gezählt! Wenn BASTIAN also ein Plädoyer für die Wohngemeinschaft hält, dann plädiert er sozusagen für die Single-Gesellschaft. BASTIAN erzeugt quasi ein Teil des Problems, das er zu lösen vorgibt. Eine schöne Variante der Self-fullfilling prophecy...

Meine Kritik an BASTIAN heißt jedoch nicht, dass ich Wohngemeinschaften als Lebensform ablehne. Es heißt nur, dass der Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Einpersonenhaushalte und der Wohnform "Wohngemeinschaft" beachtet werden muss. Und hier macht es sich BASTIAN einfach viel zu leicht...

Im Glossar werden die Begriffe "Alleinlebende (Einpersonenhaushalt)", "Wohngemeinschaft" und "Yettie" erklärt

RÜDENAUER, Ulrich (2002): Neben der Welt.
Der lange Abschied von einem aus der WG,
in: Frankfurter Rundschau v. 15.02.

Als die WGs noch Kommunen genannt wurden, da war wenigstens für die 68er die Welt noch in Ordnung. Im Jahr 1984 konnte Herrad SCHENK noch ein Buch auf den Markt bringen, das den programmatischen Titel hatte: Wir leben zusammen, nicht allein: Wohngemeinschaften heute. RÜDENAUER erzählt nun davon, dass auch die Wohngemeinschaften die "Atomisierung" erreicht haben. Die Haushaltsstatistiker haben das schon immer gewusst: jeder wirtschaftet für sich allein, statt zusammen wie in der Familiengemeinschaft.

"Es hätte Abmachungen gegeben, man ließ sich in Ruhe, wenn man es so wollte,"

sagt der Ich-Erzähler in der Story. Was bisher die Zeitungen nur über das anonyme Leben in großstädtischen Wohneinheiten vermelden - den Fund von Toten, die bereits unangenehm riechen - das erzählt RÜDENAUER nun als WG-Story.

 
   

Wohngemeinschaften in der Debatte

SCHMIDT, Stephanie (2000): "Zweisam", "Dreisam", aber niemals einsam. Wohngemeinschaften als ideale Lebensform,
in: Süddeutsche Zeitung v. 04.08.

WOLFF, Harriet/FETT, Susanne/MUNDE, Verena (2000): So lässt es sich leben...
Auf die klassische Kleinfamilie haben immer weniger Leute Lust und probieren neue Formen des Zusammenlebens aus. Frei nach dem Motto: zweisam, dreisam, gemeinsam. Wir zeigen, was alles möglich ist.
in: Cosmopolitan v. November

Die Journalistinnen haben 5 Wohngemeinschaften porträtiert und ihnen solche Etiketten wie "Männer-WG", "Frauen-WG", "Land-WG", "Teilzeitehe-WG" und "Mega-WG" verpasst.

Was die wieder bei Cosmopolitan anrichten. WGs propagieren! Denkt mal an die armen Statistiker und Sozialwissenschaftler, die diese Wohnformen klassifizieren müssen. Kein Wunder, wenn die Zahl der Einpersonenhaushalte ins Unermessliche steigt. Die amtliche Statistik hat für solche Wohnformen überhaupt gar kein Verständnis. Der nächste Spiegel-Titel ist schon vorprogrammiert: "Die neue Single-Sucht".

SZ (2001): aktuelles Lexikon: Wohngemeinschaft,
in: Süddeutsche Zeitung v. 20.02.

Im Lexikon geht es um die Wohngemeinschaft im Sinne des Deutschen Studentenwerks. Bei den Studierenden geht der langfristige Trend "vom »möblierten Zimmer« der Sechziger Jahre über die WG zur eigenen Wohnung (allein oder mit Partner), die um rund 150 Mark pro Monat teurer ist."

GOTHE, Karin (2002): Zu elft ans Ende der Tage.
Sie fingen in ihren späten Jahren ein neues Leben an, sie sind der Stolz eines Göttinger Wohnprojekts - wie Frauen in der Gemeinschaft alt werden,
in: Süddeutsche Zeitung v. 10.04.

Karin GOTHE berichtet über ein Göttinger Prestigeprojekt: eine Alten-Wohngemeinschaft in einer Jugendstilvilla im schönen Göttinger Ostviertel. Dort dürfen elf Pioniere des Seniorenlebens die Zukunft proben. Das Spektrum der Frauen reicht von der 72jährigen Wen-Do-Trainerin, die per Handkantenschlag Betten zertrümmert, um die Empowerment-Theorie ("Jeder Mensch kann durch Herausforderungen lernen und wachsen - egal wie alt er ist") zu demonstrieren, über die Psychotherapeutin, Werbekauffrau ("Ich lass mich in Scheiben schneiden , für einen Professor"), Waldorflehrerin bis zur Dreigroschenoper-schmetternden Ostpreußin. Männer sind erwünscht, wenn sie sich vom "bekocht oder bebügelt werden" verabschiedet haben. In dieser Altersgruppe offenbar noch nicht zu finden.

SCHIRGE, Eva-Maria (2002): Ungeteilte Einsicht: Der Tisch ist Gesetz.
Die Studentenzeit liegt hinter ihnen, trotzdem ziehen sechs Bonner Singles das Leben in einer WG dem Dasein im super gepflegten Eigenheim vor,
in: Kölner Stadt-Anzeiger v. 20.04.

SCHIPP, Anke (2002): Solisten im Sextett.
Ohne kollektive Zwänge, aber mit Haushälterin: Warum eine Frankfurter Luxus-WG trotz perfekter Organisation nicht reibungslos funktioniert,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 29.09.

OCHS, Birgit (2002): Es geht auch anders: Wohnen in einer Alten-WG.
Elf Seniorinnen zeigen, daß auch im Alter individuelles Wohnen möglich und bezahlbar sein kann,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 22.12.

VORBRINGER, Anne (2005): Nicht nur für Muttersöhnchen,
in: Berliner Zeitung v. 16.08.

Anne VORBRINGER geht kurz auf die Geschichte der Wohngemeinschaften ein, stellt das Problem der Nichterfassbarkeit vor, weil sie mehrheitlich den Single-Haushalten zugerechnet werden. Daneben gibt es WG-Tipps und es werden 5 WG-Typen vorgestellt:
- Die Riesen WG: Wohnen wie in einer Großfamilie (Claas WEINMANN)
- Die Villen WG: Zwischen Ölgemälden und Kronleuchtern
- Die Ex-Häftlings-WG: Ein Leben nach dem Gefängnis
- Die Demenz-WG: Würdevolles Vergessen (Antje LANG-LENDORFF)
- Die Politikerinnen-WG: Ein Ersatz-Zuhause fernab vom Wahlkreis 

JÖTTEN, Frederik (2006): Schluss mit lustig.
Die Wohngemeinschaft war sein Leben, im Sommer war was los, Moritz fand seine besten Freunde hier und seine große Liebe. aber alles hat sich geändert, Zeit zu gehen für den WG-Ältesten. Ein Abschiedsrundgang,
in: Frankfurter Rundschau v. 07.01.

SCHMID, Eva Dorothée (2006): Gemeinsam statt einsam.
Wohnformen: Fast eine Million Singlehaushalte gibt es in Berlin. Besonders viele Frauen leben allein. Immer mehr Menschen suchen nach gemeinschaftlichen Wohnprojekten, vor allem fürs Alter. Vier Beispiele,
in: Berliner Zeitung v. 31.07.

"Allein in Berlin gibt es über 950 000 Einpersonenhaushalte und rund 420 000 Menschen über 50 leben allein. Hierin liegt ein großes Potenzial für alternative Lebensformen wie Wohn-, Haus- und Nachbarschaftsgemeinschaften und Wohnprojekte mit begleitenden Serviceangeboten", berichtet SCHMID.

BETANCUR, Karin Ceballos (2006): Haushaltsfragen.
Sie wärmt. Sie nervt. Sie ist billig, praktisch, anstrengend. Und es gibt sie noch, die Wohngemeinschaft. Ein alphabetischer Kodex,
in: Tagesspiegel v. 21.10.

"Während Wohngemeinschaften früher den »dritten Weg zwischen Ehe und Alleinsein« (»Psychologie Heute«) darstellten, fließen im 21. Jahrhundert die Grenzen zwischen WG, Patchworkfamilie und Zweckgemeinschaft im Mehrfamilienhaus, wo Senioren Domizil und Pfleger teilen, um nicht im Heim zu landen",

meint BETANCUR, die sich von A-Z den WGs widmet. Dumm gelaufen jedoch, wenn man falsch abschreibt:

"1986 erläuterte der Spiegel den Begriff, um den es gehen soll, folgendermaßen: »Unter einer Wohngemeinschaft versteht man einen gemeinsamen Haushalt von mindestens drei Erwachsenen mit oder ohne Kinder, die in der Regel nicht miteinander verwandt sind.«"

Im Glossar zum Single-Dasein heißt es dagegen:

"Unter einer Wohngemeinschaft versteht man einen gemeinsamen Haushalt von mindestens drei Erwachsenen mit oder ohne Kinder, die in der Regel nicht miteinander verwandt sind (SPIEGEL 1986 (1))."

Der Spiegel heißt Erika SPIEGEL, Frau BETANCUR!

OCHS, Birgit (2007): Von der Kommune 1 zur Alten-Wohngemeinschaft.
Wohngemeinschaften sind im Wandel. Reizvoll, aber auch anstrengend und eine Herausforderung nicht nur für Individualisten,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 11.02.

Bei der Schlagzeile fehlt das Fragezeichen, denn im Artikel wird nicht die Kommune der 68er, sondern die WG der 78er, insbesondere aber die Hausgemeinschaft propagiert:

"»Gemeinschaftliches Wohnen im Alter ist derzeit ein Riesenthema«, sagt Gerda Helbig vom Bundesforum für gemeinschaftliches Wohnen, Hannover. Vor zehn Jahren zählte sie jährlich 2000 Anfragen, 2005 waren es 10.000 Interessenten, die sich Hilfe bei der Suche oder Gründung eines gemeinschaftlichen Wohnprojekts erhofften. Es macht sich bemerkbar, dass eine große Zahl der Singles in die Jahre kommt, immer weniger Menschen auf familiären Zusammenhalt zählen können.
            
(...).
Die Alten-WG indes wird wohl auch in Zukunft eine Ausnahme bleiben. (...). »Eine eigene Küche, ein eigenes Bad, darauf wollen die Menschen im Alter nicht verzichten, Studenten sind da zum Kompromiss bereit, aber nicht die
Generation 50 plus«, sagt Helbig. Die Zukunft liegt ihrer Erfahrung nach in Wohnprojekten, die den Bewohnern zwar einen gemeinsamen Rahmen bieten, aber auch die eigenen vier Wände."

LOHRE, Matthias (2014): Dit wird nüscht mit uns.
Wohngemeinschaften galten als Links. Heute sind sie die Heimat der Strukturkonservativen,
in:
TAZ v. 30.07.

Matthias LOHRE hat im Jungle World-Dossier die WG-Annoncen studiert. Wohngemeinschaften werden gerne gegen das Alleinwohnen abgegrenzt, was zum einen statistischer Blödsinn ist und zum anderen dem Mythos geschuldet ist, dass WGs sozialer als Alleinwohnende seien. Tatsächlich sind es jedoch in erster Linie Wohngemeinschaften, die mit Familien um Wohnungen konkurrieren. In dem Beitrag Zurück in die Stadt des Bundesinstituts für Bau- Stadt- und Raumforschung (BBSR) heißt es dazu:

"Studierende suchen in der Regel zwar preisgünstigen Wohnraum. Da sie jedoch meist noch nur wenig Wohnfläche brauchen und sich häufig zu Wohngemeinschaften zusammenschließen, sind sie auch in eher hochpreisigen Stadtquartieren am Wohnungsmarkt konkurrenzfähig bzw. verdrängen Familienhaushalte."
(2011, S.16)

Entgegen der politisch korrekten Propagierung der Wohngemeinschaften und der Verdammung junger Alleinwohnender, sind gerade WGs gut gebildeter Mittelschichtler die Hauptkonkurrenten junger Familien auf den großstädtischen Wohnungsmärkten.

 
   

Herrad Schenk im WWW

www.herrad-schenk.de
 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 14. April 2002
Update: 20. März 2016