Vorwort
1
Einführung
1.1 Annäherungen an eine strukturell
hochindividualisierte Gruppe
1.2 Zum Verhältnis von biographischem Handeln und
strukturellen Voraussetzungen
1.3 Zum Aufbau der Arbeit
2
Biographische Weichenstellungen im Spiegel
rückblickender Erzählungen
3
Drei Rekonstruktionen von Lebenserzählungen - ein
Werkstattbericht
3.1 Susanne Ebenholz: Ich habe nie trautes Heim,
Glück allein gesucht - eine Beziehung war schöner
als die andere
3.1.1 Aufwachsen in der Herkunftsfamilie: "Nix
Schönes, nur Angst in der Kindheit" und Entspannung
in der Jugend
3.1.2 Die Politisierung oder "die Feigheit des
Vaters"
3.1.3 Die ersten Beziehungen im Kontext der
Achtundsechziger: Wie man sich wünscht, erwachsen zu
werden
3.1.4 Junges Erwachsenenalter: auf dem Weg zur
Selbstfindung
3.1.5 Arbeit und Freizeit: so wenig getrennt wie
Politik und Privatleben
3.16 Zusammenfassung und Verallgemeinerung
3.2 Herbert Fest: Haus und Familie will ja jeder -
ich habe es nicht erreicht
3.2.1 Aufwachsen in der Herkunftsfamilie: Leiden
unter der Mutter und sportliche Behauptung
3.2.2 Studentenzeit: Es war keine schöne Zeit
3.2.3 Scheitern der Ehe: Meine falsche Wahl
3.2.4 Leben in der Kleinstadt: Seitdem sitze ich in
der Provinz fest
3.2.5 Beziehung mit einer allein erziehenden Mutter:
Warum sie nicht gelingen konnte
3.2.6 Beziehung zu verheirateter Frau: Es darf nicht
sein
3.2.7 Alltagsleben und Lebenszufriedenheit
3.3 Georg Stehaufer: Ich möchte gerne noch mal
heiraten - aber auch so ist das Leben gut
3.3.1 Kurzbiographie
3.3.2 Zwei entgegengesetzte Familienwelten in der
Kindheit: Alkoholprobleme des Vaters und eine
"heimelige" Welt bei den Großeltern
3.3.3 Das Bewältigungsmuster Flucht
3.3.4 Der Wandel: beruflicher Neubeginn und Annehmen
der eigenen weiblichen Anteile
3.3.5 Freund - eine wichtige Ressource
3.3.6 Gegenwart und Zukunftswünsche: Es wird langsam
Herbst
3.3.7 Zusammenfassung und Verallgemeinerung
4
Lebensentwürfe im Spannungsfeld von Nähewünschen,
Distanzbedürfnissen und gesellschaftlichen
Leitbildern
4.1 Partner- und Familienwünsche: ein
"unordentlicher" Überblick
4.1.1 Wunsch nach einer Partnerbeziehung auf Distanz
erfüllt
4.1.2 Offener Wunsch nach Zusammenleben in einer
Partnerschaft
4.1.3 Ambivalenter Wunsch und Moratorium
4.1.4 Partnerwunsch aufgegeben
4.1.5 Partnerwünsche: Ambivalenzen und Prozesse
4.2 Exkurs: Von der "gottgewollten und natürlichen
Ordnung" zur Pluralisierung der Lebensformen
4.2.1 "Das goldene Zeitalter der Familie"
4.2.2 Das Protestmilieu der 68er
4.3 Alleinlebende zwischen traditionellen
Leitbildern und Distanzbedürfnis
4.3.1 Übernahme neuer Leitbilder für Liebe und
Sexualität im sozialen Milieu der 68er
Protestbewegung
4.3.2 Von der "unernsten Ehe" zur Distanzbeziehung -
subversives Unterlaufen von sozialen Erwartungen
4.4 Ersehnen und gleichzeitiges Verhindern einer
traditionellen Familiengründung
4.5 Autonomie und Partnerbindung im zeitlichen
Nacheinander - ein selbsttrügerisches Lebensprogramm
4.6 Frühzeitige Aufgabe von Bindungswünschen auch
vor dem Hintergrund missbräuchlicher Bindung durch
einen Elternteil
5
Muster individualisierter Lebensführung -
Voraussetzungen und Kompetenzen
5.1 Geschlechtsspezifische Kompetenzen zur
Alltagsbewältigung
5.1.1 Androgynität als Voraussetzung und Folge des
Alleinlebens
5.1.2 Führt das Konfliktfeld Arbeitsteilung zwischen
den Geschlechtern zum Alleinleben?
5.2 Soziale Einbindung und Interessen
5.2.1 Ein traditionelles und ein individualisiertes
Freundschaftsmuster - ein Kontrastvergleich
5.2.2 Soziale Einbindung in nicht traditionell
orientierten Gruppenzusammenhängen
5.2.3 Gruppeneinbindung auf Distanz
5.2.4 Sozialer Rückzug auf dem Hintergrund
biographischer Hypotheken
5.2.5 Charakteristika der sozialen Einbindung nach
traditionellem Muster und nach individualisiertem
Muster - eine Gegenüberstellung
5.3 Wechselwirkungen zwischen beruflicher Einbindung
und Lebensform
5.3.1 Berufstätigkeit als Stützpfeiler im Alltag
5.3.2 Arbeitsplatz als Familienersatz
5.3.3 Aufstiegsorientierung, aber keine Priorität
für den Beruf
5.3.4 Erweiterung der Erfahrungsräume
5.3.5 Berufliche Selbstverwirklichung auf Kosten der
Karriere
5.3.6 Soziale Nähe in Beruf und Privatheit
5.3.7 Rückzug aus sozialen Beziehungen und Beruf
5.3.8 Eigenes Erwerbseinkommen: strukturelle
Voraussetzung fürs Alleinleben
5.3.9 Wechselwirkungen zwischen beruflichem und
außerberuflichem Engagement
5.4 Zukunftsvorstellungen und Perspektiven
5.4.1 Konkrete Zukunftspläne, die neue Perspektiven
einschließen
5.4.2 Alleinlebende ohne Entwürfe für die Zukunft
5.4.3 Selbständige Gestaltung des Alters ohne große
Träume
5.4.4 Ungleich verteilte Vorfreude und Befürchtungen
hinsichtlich der Zukunft
5.5 Gewinner und Verlierer:
Normalitätsvorstellungen, praktische
Lebensbewältigung, soziale Einbindung und
Identitätsformation
5.5.1 Das doppelte Beziehungsdilemma der Verlierer
5.5.2 Voraussetzungen der Gewinner, äquivalente
Beziehungen jenseits von Ehe und Familie
herzustellen
6
Soziale Infrastruktur für Alleinlebende: eine
Herausforderung für eine moderne Sozialraumplanung?
6.1 Charakteristische Unterschiede der sozialen
Einbindung Alleinlebender und in Familienhaushalten
Lebender
6.1.1 Zugehörigkeit: das Spiel zwischen
Unverbindlichkeit und Teilhabe
6.1.2 Zugänglichkeit: das Spiel zwischen Anonymität
und Intimität
6.1.3 Solidarität: das spiel zwischen
Unverbindlichkeit und Verlässlichkeit
6.2 Einige Thesen zu sozialräumlichen
Infrastrukturen für eine individualisierte
Lebensführung
7
Thesen zum Verständnis von
Individualisierungsprozessen
7.1 Zum Verhältnis von Mikro- und Makrostruktur
7.2 Kritische Anmerkungen zu
individualisierungstheoretischen Erklärungsmustern
für die Zunahme Alleinlebender
7.3 Thesen zur kollektiven Verbreitung und zum
individuellen Gelingen des allein Lebens als
langfristiger Lebensform
Literatur
Anhang:
Kurzporträts der interviewten Frauen und Männer
Zitate:
Die
Singledefinition
"Ich bezeichne (...) Frauen und Männer, die alleine
wohnen und wirtschaften, als Alleinlebende,
unabhängig davon, ob sie in einer Partnerschaft bei
getrenntem Wohnen leben". (S.28)
Altersgruppe und
historische Rahmenbedingungen
"Die Altersgruppe, die im Zentrum dieser
Untersuchung steht, ist sehr eng gefasst, auf die
Geburtsjahrgänge 1943 - 1947 beschränkt. Diese
Frauen und Männer waren 1993, als ich sie interviewt
habe, in einem Alter, in dem lebenszyklisch eine
Familiengründung bei Frauen nicht mehr und bei
Männern kaum noch zu erwarten war, ein Interesse an
sexuellen Beziehungen aber noch vermutet werden
kann. Zeitgeschichtlich gesehen gehören diese
Jahrgänge zu den »Pionieren« eines nicht durch
äußere Gründe erzwungenen Alleinlebens. Sie waren
zur Zeit der so genannten Studentenbewegung im
typischen Heiratsalter, einer Phase, in der Menschen
besonders aufnahmefähig sind für die
Auseinandersetzung mit partnerbezogenen
Leitbildern." (S.28)