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Karl Christian Führer: Heiratsanzeigen als Quelle für die jüdische Sozial- und Mentalitätsgeschichte im NS-Deutschland

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 2004 Mitherausgeber des Buchs "Eliten im Wandel"
 
       
   

Karl Christian Führer in seiner eigenen Schreibe

 
   

FÜHRER, Karl Christian (2010): "Guter Lebenskamerad, nichtarisch, zw. Ehe ersehnt".
Heiratsanzeigen als Quelle für die jüdische Sozial- und Mentalitätsgeschichte im nationalsozialistischen Deutschland 1933 - 1938,
in:
Historische Anthropologie, Heft 3, S.450-466

 
       
   

"Guter Lebenskamerad, nichtarisch, zw. Ehe ersehnt" (2010).
Heiratsanzeigen als Quelle für die jüdische Sozial- und Mentalitätsgeschichte im nationalsozialistischen Deutschland 1933 - 1938
in:
Historische Anthropologie 18, Heft 3, S.450-466

 
   
     
 

Inhaltsverzeichnis

1. Die "Frankfurter Zeitung" und ihr jüdischer Heiratsmarkt
2. Anzeigen für "israelitische Heiraten" in der "Frankfurter Zeitung" nach 1933
3. Fazit

Zitate:

Heiratsanzeigen von Juden/Jüdinnen in der Frankfurter Zeitung

"Die »Frankfurter Zeitung«, die im Ensemble der deutschen Tagespresse besondere Bedeutung besaß, hat bis zum Herbst 1938 Heiratsgesuche von Juden und Jüdinnen gedruckt. Damit blieb das deutsche Judentum im »Dritten Reich« erstaunlich lange mit eigenen Worten vor den Augen einer breiten deutschen Öffentlichkeit präsent.
Zwar handelte es sich bei der FZ-Rubrik »Heiraten« fraglos um eine winzig kleine Nische Sie erschien nur einmal pro Woche (jeweils am Sonntag) und füllte in der Regel kaum eine halbe Seite des Blattes." (2010, S.451)

Das Verschwinden der Heiratsanzeigen in anderen deutschen Zeitungen

"Zumindest für zwei wichtige Tageszeitungen in Berlin und Hamburg lässt sich (...) belegen, dass sie ihre Funktion als virtueller Heiratsvermittler für jüdische Ehen in den ersten Jahren der NS-Herrschaft verloren. Das »Berliner Tageblatt«, das vor 1933 in dieser Hinsicht auf ähnliche Weise wie die FZ als eine Zeitung mit jüdischer Leserschaft zu erkennen gewesen war, gab seine Kleinanzeigen-Rubrik »Heiraten« im Februar 1934 ohne Angabe von Gründen auf (die Nr.95 vom 25.2. enthält sie zum letzten Mal). Beim »Hamburger Fremdenblatt« verhielt es sich etwas anders: Hier war es eine von der lokalen NS-Zeitung öffentlich vorgetragene Attacke, Anzeigen von und für Juden hätten in einer »deutschen Zeitung« nichts zu suchen, die das Blatt im September 1935 bewog, keine Annoncen jüdischer Kunden mehr anzunehmen". (2010, Fn S.451)

 
     
 
       
   

weiterführende Links:

 
     
   
 
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 23. Januar 2011
Update: 23. Januar 2011