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Lutz Leisering: wohlfahrtsstaatliche Generationen

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1953 geboren
    • Studium der Mathematik, Informatik, Politikwissenschaft und Soziologie
    • 1992 Buch "Sozialstaat und demographischer Wandel"
    • 1995 Buch "Zeit der Armut"
    • Professor für Sozialpolitik an der Universität Bielefeld
 
       
     
       
   

Lutz Leisering in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • LEISERING, Lutz (1995): Zweidrittelgesellschaft oder Risikogesellschaft? Zur gesellschaftlichen Verortung der "neuen Armut" in der Bundesrepublik Deutschland. In: Bieback, Karl-Jürgen; Milz, Helga (Hg.) Neue Armut, Frankfurt/New York: Campus, 58- 92
  • LEISERING, Lutz (1996): Alternde Bevölkerung - veraltender Sozialstaat? Demographischer Wandel als "Politik". In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Beilage zur Wochenzeitschrift "Das Parlament" B35/96, S.13-22
  • LEISERING, Lutz (1997): Individualisierung und "sekundäre Institutionen" - der Sozialstaat als Voraussetzung des modernen Individuums. In: Beck, Ulrich/Sopp, Peter (Hrsg.), Individualisierung und Integration. Neue Konfliktlinien und neuer Integrationsmodus? Opladen: Leske + Budrich, S. 143-159
  • LEISERING, Lutz & Andreas MOTEL (1997): Voraussetzungen eines neuen Generationenvertrags. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, 42, S. 1213-1224
  • LEISERING, Lutz (1998): Sozialstaat und Individualisierung. In: Jürgen Friedrichs (Hg.) Die Individualisierungsthese, Opladen: Leske + Budrich, S. 65-78
  • LEISERING, Lutz (1999): Der Sozialstaat in der "zweiten Moderne". Ambivalenzen und Zukunftsperspektiven des neuzeitlichen Individualisierungsprozesses. In: Siegfried Lamnek & Jens Luedtke (Hg.) Der Sozialstaat zwischen 'Markt' und 'Hedonismus'?, Opladen: Leske + Budrich, S. 75-92
  • LEISERING, Lutz (2000a): Wohlfahrtsstaatliche Generationen. In: Kohli, M./Szydlik, M. (Hg.): Gesellschaftliche Generationen, familiale Generationen, Opladen: Leske + Budrich, S. 59-76
  • LEISERING, Lutz (2000b): "Regeneration" des Sozialstaats?
    Die Legitimationskrise der Gesetzlichen Rentenversicherung als Wechsel "sozialstaatlicher Generationen",
    in: Deutsche Rentenversicherung, Heft 9, September
  • Neu:
    BERNER, Frank/LEISERING, Lutz/BUHR, Petra (2009): Innenansichten eines Wohlfahrtsmarktes.
    Strukturwandel der privaten Altersvorsorge und die Ordnungsvorstellungen der Anbieter,
    in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, März
 
       
   

Innenansichten eines Wohlfahrtsmarktes (2009).
Strukturwandel der privaten Altersvorsorge und die Ordnungsvorstellungen der Anbieter
(zusammen mit Frank Berner und Petra Buhr)
in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, März

 
   
 
 

Inhaltsverzeichnis

1 Wandel des sozialen Kapitalismus: vom Wohlfahrtsstaat zur Wohlfahrtsmärkten

2 Die Märkte der privaten Alterssicherung

3 Strukturwandel des Altersvorsorgemarktes und in den Unternehmen

4 Ordnungsvorstellungen der Anbieter auf dem Altersvorsorgemarkt

5 Fazit: Die Entstehung eines Wohlfahrtsmarktes

Zitat:

Durch die Rentenreform 2001 ist ein neuer Wohlfahrtsmarkt entstanden

"Die private Altersvorsorge weist im Vergleich zu anderen Wohlfahrtsmärkten mindestens zwei neue und besondere Aspekte auf:
Erstens ist die Alterssicherung legitimatorisch die »heilige Kuh« im deutschen Sozialstaat (...). Im Bereich der Alterssicherung knüpfen sich besonders ausgeprägte eingelebte Leistungserwartungen an den Staat. Mit dem Thema Rente kann man Wahlen verlieren und gewinnen. Diese tief verankerten Erwartungen haben sich seit der großen Rentenreform von 1957 ausgebildet, während in der erst 1994 gegründeten Sozialen Pflegeversicherung, die die Tore für private Anbieter im Pflegebereich öffnete, entsprechende Erwartungen weniger verfestigt sind. Das legitimatorische Gewicht der Alterssicherung hängt mit dem ausgeprägt staatlichen (genauer: parastaatlichen) Charakter der Alterssicherung in Deutschland zusammen, der Dominanz der ersten »Säule«, der gesetzlichen Rentenversicherung (»Ein-Säulen-Modell«). (...). Erst die Rentenreform 2001, die so genannte Riester-Reform, markierte einen Paradigmenwechsel in der deutschen Sozialpolitik zum »Mehrsäulenparadigma« (...).
Zweitens haben bislang vor allem Dienstleistungsmärkte als Wohlfahrtsmärkte Aufmerksamkeit gefunden, so im Bereich Pflege und im Gesundheitswesen (...). Altersvorsorgemärkte betreffen jedoch den Bereich monetärer Transfers. (...). Die Märkte der privaten Altersvorsorge sind Finanzmärkte (...), nicht Dienstleistungsmärkte, nicht Gütermärkte (...) und auch nicht Arbeitsmärkte." (S.62f.)

 
 
 
       
   
  • Rezensionen

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"Regeneration" des Sozialstaats? (2000).
Die Legitimationskrise der Gesetzlichen Rentenversicherung als Wechsel "sozialstaatlicher Generationen"
in: Deutsche Rentenversicherung,  Heft 9, September

 
   
 
 

Inhaltsverzeichnis

1. "Sozialstaatliche Generationen"

2. Sozialstaatliche Generationen im Nachkriegsdeutschland

Die Nachkriegsgeneration als Ganzes als sozialstaatliche Generation

3. Junge Menschen in der Gesetzlichen Rentenversicherung - eine sozialstaatliche Verlierergeneration?

Täter und Opfer? Zur Konstruktion eines Kampfes der Generationen

4. Von wohlfahrtsstaatlichen zu "wohlfahrtsgesellschaftlichen" Generationen - Generationenwechsel als Innovationschance

5. Fazit: "Regeneration" des deutschen Sozialstaats?

 
 
 
       
   

Sozialstaat und demographischer Wandel (1992).
Wechselwirkungen, Generationenverhältnisse, politisch-institutionelle Steuerung
Frankfurt: Campus (z. Z. vergriffen)

 
   
 
 

Klappentext

"Die aktuell diskutierten demographischen Probleme der sozialen Sicherung sind nicht nur Probleme einzelner Sicherungssysteme wie Rentenversicherung und Gesundheitsversorgung, sondern, so die These dieser Studie, Anzeichen struktureller Probleme der sozialstaatlichen Ordnung als ganzer. Erstmals werden die Entwicklungen in verschiedenen institutionellen Bereichen theoretisch und empirisch im Zusammenhang analysiert und in den Rahmen einer soziologischen Theorie des Sozialstaats gestellt.

Die Studie zeigt, wie im Zuge demographischen Wandels zentrale Kategorien herkömmlicher Sozialpolitik in Frage gestellt oder umgedeutet werden: soziale Risiken, Generationenvertrag, Verteilungsgerechtigkeit, Sozialversicherung als Ordnungsprinzip, politische Rationalität."

Inhaltsverzeichnis

Einleitung: Demographische Risiken des Sozialstaats

A. Generationen und Sozialstaat

1. Veränderungen des Generationenzusammenhangs in der historischen Entwicklung zum Sozialstaat

1.1 Die politische Konstituierung von Altersgruppen
1.2 Wechselwirkungen zwischen sozialstaatlicher und demographischer Entwicklung
1.3 Generationen im Sozialstaat

2. Altersgruppen als gesellschaftliche Versorgungsklassen

2.1 Generationenversorgung als Determinante sozialstaatlicher Expansion
2.2 Ein soziologisches Modell der Analyse generationaler Versorgung im Sozialstaat
2.3 Junge und alte Menschen zwischen familialer, marktlicher und sozialstaatlicher Versorgung

3. Öffentliche Versorgungsleistungen für junge und alte Menschen - Empirische Analysen und Projektionen für die Jahre 1960 - 2050

3.1 Die Zielgruppendimension
3.2 Die Teilhabedimension
3.3 Die Bedarfsdimension
3.4 Die aggregierten Sozialausgaben

B. Probleme politisch-institutioneller Steuerung

4. Kann sich das politische System auf die Bevölkerungsdynamik einstellen?

4.1 Eine Typologie politischer Lösungsstrategien
4.2 Die prekäre Wahrnehmung demographischer Probleme
4.3 Auswirkungen demographischen Wandels auf die Struktur politischer Willensbildung

5. Strategien struktureller Transformation des Sozialstaats: Residualisierung oder Konstitutionalisierung?

5.1 Problem - Entsorgung durch Residualisierung?
5.2 Die Idee einer verstärkten Konstitutionalisierung sozialstaatlicher Sicherung durch Regelbindung

6. Strategien institutioneller Anpassung an die Bevölkerungsdynamik - soziale Risiken zweiter Ordnung und intergenerationale Verteilungsgerechtigkeit

6.1 Soziale Risiken zweiter Ordnung
6.2 Probleme intergenerationaler Verteilungsgerechtigkeit

7. Fallstudie: Politische Optionen der Rentenreform - demographischer Wandel und das Rentenreformgesetz 1992

C. Epilog

8. Sozialpolitische und soziologische Schlußfolgerungen

 
 
 
       
     
     
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 15. Dezember 2002
Update: 19. Juli 2010