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Martin Doehlemann in seiner eigenen Schreibe
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DOEHLEMANN, Martin (1997):
Gesellschaftliche Abstiege - "verlorene" und "gewinnende" Verlierer.
In: Heinz Bude, Stephan Schleissing (Hg.): Junge Eliten.
Selbständigkeit als Beruf. Stuttgart - Berlin - Köln: Kohlhammer
DOEHLEMANN, Martin
(2005): Ichselige Bescheidung.
30-Jährige geben der
starken Selbstbeziehung Vorrang vor Besitz- und Statusdenken. Ihre
Fähigkeit zur Liebesbeziehung aber scheint unterentwickelt. Die
Fertilitätskrise hat Aspekte einer Intimitätskrise,
in: Frankfurter Rundschau v. 21.01.
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Martin DOEHLEMANN, bisher nicht gerade als
Singleforscher bekannt, berichtet über die Untersuchungen einer
Forschungsgruppe am Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule
Münster, in der 120 Singles (eine Definition fehlt
leider.
Handelt es
sich hier um Unverheiratete, Alleinlebende oder Partnerlose? Ein
gravierender Unterschied!) zwischen 28 und 32 Jahren, aus
allen Soziallagen (außer Ungelernten), je 60 Frauen und Männern,
vor allem in Westfalen lebend, befragt wurden. Vor diesem Hintergrund bewertet
DOEHLEMANN die
fragwürdige FORSA-Umfrage.
Obwohl die Repräsentativität dieser Umfrage - bezogen auf
spezielle Gruppen wie junge Kinderlose - in Frage gestellt werden
muss, überträgt DOEHLEMANN die Umfrageergebnisse unbesehen auf die
Altersgruppe der jungen Erwachsenen.
Selbst Sozialwissenschaftler sind in der öffentlichen Debatte
nicht frei von Voreingenommenheiten, wenn sie damit ihre eigenen -
nicht beachteten - Untersuchungen aufwerten können. Diese unsägliche Debatte hilft
Kinderlosen nicht weiter. Wer Kinderlose nicht ernst nimmt, der
muss sich nicht wundern, wenn Kinderkriegen als unattraktiv
eingestuft wird. Die
derzeitige Debatte um Partnerlosigkeit wird den Kinderwunsch von
Kinderlosen sicherlich NICHT POSITIV beeinflussen!
DIESE
DEBATTE IST SELBER KRANKHAFT! Sie ist die panische Reaktion einer
hysterisierten Gesellschaft, die durch eine
einzigartige Propagandamaschinerie in Gang gehalten wird.
IHR VERGIFTET DAS
GESELLSCHAFTLICHE KLIMA.
Aber hier leben, nein danke!
Das müssen sich inzwischen alle vernünftigen Kinderlosen sagen.
Und wer hier schon nicht leben will, der wird ganz sicher keine
Kinder kriegen wollen... |
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Klappentext
"30
Jahre alt zu werden – das verband sich in den verschiedenen
Jahrhunderten mit unterschiedlichen Einschätzungen und
Lebensfragen. In früheren Zeiten war die Vorstellung
verbreitet, mit diesem Alter auf dem Gipfel des Lebens zu
stehen und den Abstieg vor sich zu haben. Heute hingegen
sehen sich viele Menschen um 30 noch auf dem Anstieg – oft
auf unmarkierten Wegen und die Gipfel vielfach in Wolken.
Lebenszeit und
Jugendzeit haben sich verlängert, Wahlfreiheiten und
Wahlzwänge haben zugenommen. Welche Fragen stellen etwa
30-Jährige heute an sich und das Leben? Wie steht es um ihr
Selbstbewusstsein – im doppelten Sinne von Selbstvertrauen
und Selbsterkenntnis? Geben sie ihrer Generation einen
Namen? Fühlen sie sich erwachsen? Ist es ein "schwieriges
Alter"? Was gewinnen diese Menschen aus dem nachdenklichen
Selbstbezug? Hat er auch Schattenseiten? Haben vielleicht
die verbreiteten Schwierigkeiten in Sachen Liebe damit zu
tun?
Diesen Fragen geht der
Autor nach und vergleicht dabei auch unverheiratete,
kinderlose 30-Jährige mit Gleichaltrigen, die Kinder haben."
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Beitrag von
single-generation.de zum Thema
Fernbeziehungen
- Wie der veränderte Arbeitsmarkt unsere Liebesbeziehungen
prägt
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Rezensionen
fehlen noch
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Das Buch in der Debatte
BUNJES, Miriam (2006): Was war nochmal der Sinn des Lebens?
Unpolitische Konsummonster, Kinder verweigernd nach
Karriere gierend - ein Münsteraner Soziologe stellt die
gängigen Klischees über Dreißigjährige in Frage. Er suchte
nach Glücksgefühlen - und fand die zweite Moderne: Die ist
allerdings nicht halb so trendy wie Florian Illies glaubt,
in: TAZ NRW v. 21.09.
Neu:
REINHARDT, Susie (2006):
Generation 30: Das Leben - ein Projekt.
Die Dreißigjährigen sind die Generation, die demnächst in
Deutschland Führungspositionen bekleiden wird. Wie sieht ihr
psychisches Profil aus? Wer sind sie, was wollen sie - und
wie planen sie ihre Zukunft unter gesellschaftlichen
Umständen, unter denen eigentlich gar nichts planbar ist?
in: Psychologie Heute, Nr.12, Dezember
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"Ob mit oder ohne Hochschulstudium - dass
eine solide Ausbildung in eine gut bezahlte Festanstellung
mündet, ist längst nicht mehr garantiert. Folgerichtig geht
die
»Generation Praktikum« die Berufsplanung
zielorientierter an als etwa die
No-Future-Kinder
vor ihnen: Statt einfach mal so - wie die um 1960 Geborenen
- aus Interesse am Fach einen Kurs zu belegen, steht im
Vordergrund, was am Ende dabei raus kommt", meint
Susie
REINHARDT und präsentiert hierzu Ergebnisse einer
Untersuchung von Martin DOEHLEMANN. |
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Klappentext
"Was heißt gesellschaftlicher
Abstieg? Wie wird er erlebt und bewältigt? Ist ihm
unter Umständen auch Positives abzugewinnen? Kann er
sogar erwünscht sein zugunsten innerer
Bereicherungen? Gibt es so etwas wie »gewinnende
Verlierer«? Um solche - selten gestellten - Fragen
geht es in der Studie. In unserer Gesellschaft gilt
es, sichtbare Erfolge zu haben, Karriere zu machen.
Über Karriereknicks aber und Statusverlust legt sich
oft ein Schweigen. Vom Tellerwäscher zum Millionär -
dieser Mythos der Leistungsgesellschaft erfährt hohe
öffentliche Aufmerksamkeit. Aber umgekehrt: vom
Millionär zum Tellerwäscher? Sozioökonomische
Einbußen sind heute zu verkraften vor dem
gesellschaftlichen Hintergrund einer allgemeinen
Individualisierung der Lebensführung. Damit steigt
der Druck, sich auch für eigene Mißerfolge
persönlich verantwortlich zu fühlen. Je nachdem, ob
die Betroffenen eher zu den »Statussuchern« oder zu
den »Sinnsuchern« gehören, werden sie ihr soziales
Abrutschen unterschiedlich bewältigen versuchen. Es
lassen sich eine Reihe von Selbstentwürfen
typisieren, die der Selbstwertverteidigung der
Absteiger dienen. In vielen Fallbeispielen werden
die Lebensläufe von Verlierern vorgestellt, auch von
»gewinnenden«."
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Inhaltsverzeichnis
Einleitung
»Frau Ilsebill« und
»Hans im Glück« zum Beispiel
Was heißt sozialer
Abstieg?
Abwärtsmobilität im
Lebenslauf: einige Zahlen
Der Mangel an
gesellschaftlicher Hilfestellung zur Verkraftung von
Abwärtsmobilität und die zunehmende Tendenz zur
individuellen Verantwortungszuschreibung
Zwei Vorstudien: Zeugen
schildern soziale Abstiege
Mitbürger berichten
Berater berichten
Theoretische Anregungen
durch die Vorstudien
Statussucher und
Sinnsucher
Selbstwertzweifel von Absteigenden und
Verantwortungszuschreibung
Bewältigungsarten von sozialem Abstieg: Ansatz zu einer
Typologie
Selbstentwürfe von
Absteigern
Das abgeleitete Selbst
Das kämpferische Selbst
Das rächende Dulderselbst
Das noble Selbst
Das
»auf Godot wartende« Selbst
Das Konsumselbst auf Pump
Das anderen überantwortete Selbst
Das überweltliche Selbst
Das geläuterte Selbst
Das anarchische Selbst
Das abgeklärte Selbst
Das private Selbst
Das Märtyrer-Selbst
Selbstentwürfe von
»gewinnenden Verlierern«
Das spielerisch
changierende Selbst
Das gegen die Eltern siegreiche Selbst
Das kommunikativ-kreative Selbst
Das transzendierende Selbst
Das kommunitär-karrikative Selbst
Das expressiv-künstlerische Selbst
Das eigenbrötlerische Selbst
Das die Wonnen der Gewöhnlichkeit suchende Selbst
Das streikende Selbst
Zum Abschluß:
»Bellerophon« und
»Chiron«
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Beitrag von
single-generation.de zum Thema
Sicherheitsproduktion in der "Single"-Gesellschaft -
Die Kunst des Verlierens
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Martin Doehlemann im WWW
www.martin-doehlemann.de
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weiterführende
Links
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