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Martina Löw: Alleinwohnende Frauen & Soziologie der Städte

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1965 in Würzburg geboren
    • Studium der Erziehungswissenschaft, Soziologie und Psychologie
    • 1994 Buch "Raum ergreifen"
    • 2000 Buch "Raumsoziologie"
    • 2008 Buch "Soziologie der Städte"
    • Professorin für Soziologie an der TU Darmstadt
 
       
     
       
   

Martina Löw in ihrer eigenen Schreibe

 
   

LÖW, Martina (1994): "Ich sorge für mich selbst."
Alleinwohnende Frauen und die Kunst der Existenz,
in:
Zeitschrift für Frauenforschung, Heft 1 + 2, S.150-157

LÖW, Martina (1994): "Mehr als ein Dach über dem Kopf."
Die Bedeutung des Raumergreifens für alleinwohnende Frauen,
in:
Frei-Räume, Heft 7, S.130-136

 
       
   

Martina Löw: Gespräche und Porträts

 
   

BEYER, Susanne (2007): Die Verteidigung des Raums.
Geistesgrössen (2) Martina Löw: Die Metropolen der Zukunft werden nicht eigenschaftslos, sondern markant,
in: Spiegel Nr.31 v. 30.07.

Neu:
SCHÄFER, Andreas (2009): "Was Berlin ist, bleibt unklar".
Die Soziologin Martina Löw über urbane Werbestrategien, warum Berlin eine unsichere Stadt ist und der Beschluss, die Fassade eines verschwundenen Schlosses wieder nachzubauen, fatal ist,
in: Tagesspiegel v. 02.06.

 
       
   

Soziologie der Städte (2008)
Frankfurt a/M: Suhrkamp

 
   
     
 

Klappentext

"Noch nie haben so viele Menschen in Städten gelebt wie im 21. Jahrhundert, und eine globale Architektur scheint dafür zu sorgen, daß sich die Metropolen immer ähnlicher werden. Zugleich arbeiten Politiker, Stadtplaner und Kulturschaffende aktiv daran, »ihrer Stadt« im medial geführten Konkurrenzkampf um Einwohner, Investoren und Fördermittel ein unverwechselbares Gesicht zu geben. Tatsächlich unterscheiden sich Städte erheblich, und diese Differenzen bestimmen mit darüber, wie etwa Kindheit, Armut oder sexuelle Orientierung erfahren werden. Städte entscheiden über Lebenschancen und prägen Alltagsroutinen. In Berlin rennen die Menschen häufiger einer U-Bahn hinterher als in München, obwohl sie in München meist viel länger auf den nächsten Zug warten müssen. »Lust«, »Spaß« und »Arroganz« werden nirgends so häufig in Internetsuchmaschinen eingegeben wie in Hamburg, Berliner interessieren sich offenbar besonders für »Melancholie«, »Faulheit« und »Kultur«, während Münchener bei »Karriere«, »Profit« und »Sport« und Augsburger bei »Seitensprung« und »Leidenschaft« ganz vorne liegen.

Martina Löw nimmt in ihrem neuen Buch die Stadt als Erkenntnisgegenstand ernst und entfaltet im Anschluß an raumtheoretische Überlegungen die These, daß sich urbane Entwicklungen nur dann hinreichend erklären und effektiv beeinflussen lassen, wenn man die »Eigenlogik« von Städten begreift. Um zu verstehen, wie eine Stadt »tickt«, welche Ideen in ihr generiert, welche realisiert und schließlich akzeptiert werden, muß man sie wie einen Organismus betrachten, der einen Charakter ausbildet und über eine eigene »Gefühlsstruktur« verfügt, die in Städtebildern gefaßt und in Alltagsroutinen reproduziert werden. Anhand zahlreicher empirischer Beispiele entwickelt Martina Löw die Grundlagen für eine differenztheoretische Stadtsoziologie, in der Städte nicht mehr nur als Laboratorien zur Analyse sozialer Prozesse begriffen werden, sondern auch als eigensinnige Objekte soziologischen Wissens."

 
     
 
       
   

Rezensionen

ARNING, Matthias (2008): Was Stadt ist.
Martina Löw untersucht die Eigenlogiken urbaner Ansiedlungen,
in:
Frankfurter Rundschau v. 09.12.

NEWMARK, Catherine (2008): Sex in the Cities,
in:
DeutschlandRadio v. 16.12.

JANTSCHEK, Thorsten (2009): Den Steinen auf der Spur.
Martina Löw untersucht in ihrer "Soziologie der Städte" Metropolenmythen und City-Branding,
in:
Berliner Zeitung v. 22.01.

 
       
   

Raum ergreifen (1994)
Alleinwohnende Frauen zwischen Arbeit, sozialen Beziehungen und der Kultur des Selbst
Bielefeld: Kleine

 
   
     
 

Klappentext

"Mit dem Alleinwohnen versuchen Frauen, Widersprüche, die sich maßgeblich aus dem Geschlechterverhältnis und der Organisation der gesellschaftlichen Arbeit ergeben, individuell zu lösen: den Konflikt zwischen Reproduktionsarbeit und Erwerbsarbeit, das Paradox zwischen Autonomie und Symbiose, die Spannung zwischen intensiven Sozialkontakten und einer extraordinären Partnerschaft.
Frauen schaffen sich im Alleinwohnen einen eigenen Ort, der wie ein Spiegelbild oder eine dritte Haut untrennbar mit der eigenen Person verbunden ist. Dadurch verändert sich das eigene Körpererleben ebenso wie die Organisation sozialer Beziehungen.

Die Autorin, Martina Löw, untersucht anhand qualitativer Interviews den Lebenslauf alleinwohnender Frauen zwischen Individualisierung und Emanzipation."

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung in das Thema

Zum Aufbau der Arbeit
Begriffsbestimmung
Die Gruppe der interviewten Frauen

2 Das Alleinwohnen als Thema der sozialwissenschaftlichen und psychologischen Forschung

Aufopfernd und suizidgefährdet
Einsam und egoistisch
Kontaktfreudig und erfolgreich

3 Auf dem Weg zu einer neuen Ethik

Die Individualisierungsdebatte
Die Kultur des Selbst
Foucault und die Individualisierung
Frauen und die Individualisierung
Der soziokulturelle Wandel

4 Die Vorgeschichte des Alleinwohnens - zum Bedeutungsverlust der Familie

Die Entstehung des bürgerlichen Familienideals
Der Einfluß der ersten Frauenbewegung
Faschismus und Nachkriegszeit
Familienrealitäten und die neue Frauenbewegung

5 Raumaneignung und Raumnutzung im Alleinwohnen

Raum in Körper oder Geist: Zum Raumbegriff in den Sozialwissenschaften
Der Soziale Raum

6 Zur Anlage und Methode der Untersuchung

7 Die Entscheidung für das Alleinwohnen

Denn sie wissen nicht, was sie tun?
Warum wohnen Frauen allein?

8 Das Wohnerleben

Die Verschränkung von Wohnen und Identität im wissenschaftlichen Diskurs
Zeige mir, wie Du wohnst, und ich sage Dir, wer Du bist!
Die illusionäre Sicherheit der Wohnung
Wohnwünsche und Wohnzwänge
Die subjektive Bedeutung der Wohnung für alleinwohnende Frauen

9 Arbeit und Bildung

Erwerbsarbeit und Sinnkonstruktion
Bildungsbereitschaft
Zeit für die Kultur des Selbst

10 Das soziale Netz

Freundinnen und Freunde
Nachbarinnen und Nachbarn
Liebe und Geschlechterverhältnis
Reaktionen der sozialen Umwelt
Schattenseiten
Kinderwunsch
Lebensräume
Zwischen intensiven Sozialkontakten und Autonomie

11 Auf der Suche nach neuen Formen

 
     
 
       
   

Martina Löw im WWW

www.ifs.tu-darmstadt.de
 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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Update: 10. Oktober 2011