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WERBER, Niels (1996): Überall und um die Uhr auf Draht: Der
Yuppie-Hacker,
in: Tages-Anzeiger v. 08. 11.
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WERBER, Niels (1997): Beschleuniger und
Beharrer.
Beschau zweier
Mediengenerationen: Die 68er saßen noch in der ersten Reihe und
wußten, was sie zu lesen hatten; die 89er hingegen flottieren lustig
auf allen Netzen, Autobahnen und Kanälen. So jedenfalls meint ein
von Jochen Hörisch herausgegebener Sammelband,
in: TAZ
v. 27.09.
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WERBER, Niels (1998): Supermans Erben.
Vororte zu Wagenburgen: Ein neuer amerikanischer Trend, in:
Frankfurter Rundschau v. 27.04.
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WERBER, Niels (1998): Ich wollt' ich wär ein Huhn.
Michael Rutschky's "Lebensromane",
in: TAZ v. 16. 11.
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WERBER, Niels (1998): Just in time.
Heinz Budes Diagnosen aus der Wende und Vereinigungszeit,
in: TAZ v. 11.05.
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WERBER, Niels (1999): Sieg des Kitsches.
Nicht ohne meinen Luhmann: Erwartbar polemisiert Norbert Bolz
gegen die "Konformisten des Andersseins",
in: TAZ v. 01.09.
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WERBER, Niels (1999): Jeder ist einzigartig - wie alle anderen.
In dem neuen Buch zeigt uns der Wissenschaftler Norbert Bolz die
Konformität des Andersseins,
in: Tages-Anzeiger v. 06. 10.
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WERBER, Niels (1999): Abgrund an Verrat.
Der neue Elementarteilchenroman. Boris Groys verdächtigt das
Mediale und macht dabei eine große Entdeckung: das Submediale,
in: TAZ v. 28. 05.
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WERBER, Niels (2001): Wir Überflüssigen. Exklusion der Exklusion?
Die derzeitige Soziologiedebatte über die Problematik des
Ausschlusses aus der Gesellschaft schwankt zwischen scholastischer
Abstraktion und theoriefernem Engagement, in: TAZ v.
27.02.
- WERBER, Niels (2006):
Gemeinsam für Heimat.
Udo di Fabio und das intellektuelle Profil der Großen Koalition,
in: Frankfurter Rundschau v. 24.01.
- Inhalt:
Im Gegensatz zu
Jörg LAU (Merkur, Januar 2006)
kann Niels WERBER dem FAS-Reformer des Jahres
Udo DI FABIO nichts abgewinnen.
Er beschreibt die
Wahlverwandtschaften zwischen der Wertebeschwörung der Großen
Koalition und dem Denken von DI FABIO:
"Weniger Staat, mehr Familie, weniger kalte Sozialtechnologie,
mehr lebendige Gemeinschaft. Das passt nicht schlecht zu einer
Regierung, die sich zugleich Deregulierung (weniger
Sozialtechnologie) und Solidarität (mehr Gemeinschaftlichkeit) auf
die Fahne schreibt."
Gegen die wurzellose
Gesellschaft soll die substanzielle Gemeinschaft gesetzt werden.
Für WERBER hängt die Ablehnung von Singles und kinderlosen Paaren
eng mit dem Gemeinschaftsbegriff von DI FABIO zusammen, der seine
Nähe zur Volksgemeinschaft nicht verleugnen kann. Er kommt deshalb
zum Schluss:
"Im Jahre 1887 hat
Ferdinand Tönnies in Gesellschaft und Gemeinschaft die
Gesellschaft als mechanisches Aggregat und Artefakt definiert,
welche den Einzelnen gegen alle übrigen isolieren, und die
Gemeinschaft als natürliche Ressource verstanden, die den ganzen
Menschen einbezieht und mit gemeinsamen Werten und Traditionen
bindet. Das Begriffspaar hat eine unheilvolle Karriere hinter
sich, deren Höhepunkt die Volksgemeinschaft des
Nationalsozialismus darstellt. Sie fortzuschreiben, ist zumindest
unüberlegt, auch wenn man sicher der Ansicht sein kann, dass die
sozialtechnische Mechanik der Politik heute zu kostspielig
geworden und es an der Zeit ist, den allverantwortlichen Staat
zurecht zu stutzen. Die Gesellschaft mit einem reaktionären
Begriffspaar aus dem 19. Jahrhundert zu beschreiben, wird
jedenfalls nicht viel helfen, denn unsere Probleme sind nicht die
der Gründerzeit - und nicht einmal die wären mit größeren Familien
oder mehr Liebe zum Nächsten und zur Nation zu lösen gewesen."
- Neu:
WERBER, Niels (2006): Die neue Volksgemeinschaft.
Der ultimative Test zur Einbürgerung: Nur wer im Ernstfall bereit
ist, für Deutschland zu sterben, ist Deutscher. Wo die aktuelle
Integrationspolitik landet, wenn sie "Du bist Deutschland" mit
Gemeinschaftstheoretikern wie Udo di Fabio kombiniert,
in: TAZ v. 01.02.
- Inhalt:
Niels WERBER führt
seine Kritik an Udo Di FABIO weiter aus:
"Di Fabio, der gelegentlich als
Systemtheoretiker bezeichnet wird, weil er
Luhmann zitiert, würdigt
zwar die nach »sozialen Funktionen gegliederte Gesellschaft« als
effizient, doch erzeuge dieses sozialtechnische »Ensemble« weder ein
»Gemeinschaftsethos« noch ein »auch positive Inhalte umfassendes
Wertesystem«. Die Gesellschaft lasse den Menschen »bindungslos«
allein, die »Autonomie« der Systeme sei zu einer »argen Last«
geworden.
Luhmanns kühle Beschreibung der Moderne wird so an entscheidender
Stelle revidiert: Der ganze Mensch, den die Systemtheorie links
liegen lässt und nur in Form seiner Funktionsrollen beobachtet, soll
wieder integriert werden, und da sich die funktionsdifferenzierte
Gesellschaft zwar für Steuerzahler, Patienten, Klienten, Kunden oder
User, nicht aber für »den Menschen« hinter den Rollen interessiert,
soll die Gemeinschaft den Menschen substanziell als ihren Teil
aufnehmen.(...). Hierzulande seien leider die naturwüchsigen
»Grundlagen der Gemeinschaft erodiert« (...). Um sie zu erneuern,
müsse Deutschland wieder zu einer »vitalen und selbstgewissen«
Gemeinschaft werden (...).
Genau dieses Ziel hat sich die nach eigenen Angaben »größte Social-Marketing-Kampagne in
der Mediengeschichte der Bundesrepublik« gesetzt. (...) »Du bist 82 Millionen.« Du bist Teil
einer »Schicksalsgemeinschaft«,
wie di Fabio formuliert, die gemeinsam erinnert, jubelt, arbeitet
und teilt.
Prima, aber
»Schicksalsgemeinschaft zu sein« heißt im Zweifel auch, so di Fabio
weiter, »sein Leben im Kampf für
die Gemeinschaft zu opfern«. Dieser Gemeinschaftsbegriff löst sich
von ethnischen, sozialen oder religiösen Differenzierungen (...).
Wer im Ernstfall bereit ist, für Deutschland zu sterben, ist
Deutscher. Wer nicht, dem mangelt es an Integrationsbereitschaft."
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