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Niels Werber: Liebe als Roman

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1965 geboren
    • 2003 Buch "Liebe als Roman"
    • Privatdozent für Literatur- und Medienwissenschaft am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität Bochum
 
       
     
       
   

Niels Werber in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • WERBER, Niels (1996): Überall und um die Uhr auf Draht: Der Yuppie-Hacker,
    in: Tages-Anzeiger v. 08. 11.
  • WERBER, Niels (1997): Beschleuniger und Beharrer.
    Beschau zweier Mediengenerationen: Die 68er saßen noch in der ersten Reihe und wußten, was sie zu lesen hatten; die 89er hingegen flottieren lustig auf allen Netzen, Autobahnen und Kanälen. So jedenfalls meint ein von Jochen Hörisch herausgegebener Sammelband,
    in: TAZ v. 27.09.
  • WERBER, Niels (1998): Supermans Erben.
    Vororte zu Wagenburgen: Ein neuer amerikanischer Trend, in: Frankfurter Rundschau v. 27.04.
  • WERBER, Niels (1998): Ich wollt' ich wär ein Huhn.
    Michael Rutschky's "Lebensromane",
    in: TAZ v. 16. 11.
  • WERBER, Niels (1998): Just in time.
    Heinz Budes Diagnosen aus der Wende und Vereinigungszeit,
    in: TAZ v. 11.05.
  • WERBER, Niels (1999): Sieg des Kitsches.
    Nicht ohne meinen Luhmann: Erwartbar polemisiert Norbert Bolz gegen die "Konformisten des Andersseins",
    in: TAZ v. 0
    1.09.
  • WERBER, Niels (1999): Jeder ist einzigartig - wie alle anderen.
    In dem neuen Buch zeigt uns der Wissenschaftler Norbert Bolz die Konformität des Andersseins,
    in: Tages-Anzeiger v. 06. 10.
  • WERBER, Niels (1999): Abgrund an Verrat.
    Der neue Elementarteilchenroman. Boris Groys verdächtigt das Mediale und macht dabei eine große Entdeckung: das Submediale,
    in: TAZ v. 28. 05.
  • WERBER, Niels (2001): Wir Überflüssigen. Exklusion der Exklusion?
    Die derzeitige Soziologiedebatte  über die Problematik des Ausschlusses aus der Gesellschaft schwankt zwischen scholastischer Abstraktion und theoriefernem Engagement, in: TAZ v.  27.02.
  • WERBER, Niels (2006): Gemeinsam für Heimat.
    Udo di Fabio und das intellektuelle Profil der Großen Koalition,
    in: Frankfurter Rundschau v. 24.01.
    • Inhalt:
      Im Gegensatz zu Jörg LAU (Merkur, Januar 2006) kann Niels WERBER dem FAS-Reformer des Jahres Udo DI FABIO nichts abgewinnen.

                
      Er beschreibt die Wahlverwandtschaften zwischen der Wertebeschwörung der Großen Koalition und dem Denken von DI FABIO:
                
      "Weniger Staat, mehr Familie, weniger kalte Sozialtechnologie, mehr lebendige Gemeinschaft. Das passt nicht schlecht zu einer Regierung, die sich zugleich Deregulierung (weniger Sozialtechnologie) und Solidarität (mehr Gemeinschaftlichkeit) auf die Fahne schreibt."
                
      Gegen die wurzellose Gesellschaft soll die substanzielle Gemeinschaft gesetzt werden. Für WERBER hängt die Ablehnung von Singles  und kinderlosen Paaren eng mit dem Gemeinschaftsbegriff von DI FABIO zusammen, der seine Nähe zur Volksgemeinschaft nicht verleugnen kann. Er kommt deshalb zum Schluss:
                
      "Im Jahre 1887 hat Ferdinand Tönnies in Gesellschaft und Gemeinschaft die Gesellschaft als mechanisches Aggregat und Artefakt definiert, welche den Einzelnen gegen alle übrigen isolieren, und die Gemeinschaft als natürliche Ressource verstanden, die den ganzen Menschen einbezieht und mit gemeinsamen Werten und Traditionen bindet. Das Begriffspaar hat eine unheilvolle Karriere hinter sich, deren Höhepunkt die Volksgemeinschaft des Nationalsozialismus darstellt. Sie fortzuschreiben, ist zumindest unüberlegt, auch wenn man sicher der Ansicht sein kann, dass die sozialtechnische Mechanik der Politik heute zu kostspielig geworden und es an der Zeit ist, den allverantwortlichen Staat zurecht zu stutzen. Die Gesellschaft mit einem reaktionären Begriffspaar aus dem 19. Jahrhundert zu beschreiben, wird jedenfalls nicht viel helfen, denn unsere Probleme sind nicht die der Gründerzeit - und nicht einmal die wären mit größeren Familien oder mehr Liebe zum Nächsten und zur Nation zu lösen gewesen."
  • Neu:
    WERBER, Niels (2006): Die neue Volksgemeinschaft.
    Der ultimative Test zur Einbürgerung: Nur wer im Ernstfall bereit ist, für Deutschland zu sterben, ist Deutscher. Wo die aktuelle Integrationspolitik landet, wenn sie "Du bist Deutschland" mit Gemeinschaftstheoretikern wie Udo di Fabio kombiniert,
    in: TAZ v. 01.02.
    • Inhalt:
      Niels WERBER führt seine Kritik an Udo Di FABIO weiter aus:

                
      "Di Fabio, der gelegentlich als Systemtheoretiker bezeichnet wird, weil er Luhmann zitiert, würdigt zwar die nach »sozialen Funktionen gegliederte Gesellschaft« als effizient, doch erzeuge dieses sozialtechnische »Ensemble« weder ein »Gemeinschaftsethos« noch ein »auch positive Inhalte umfassendes Wertesystem«. Die Gesellschaft lasse den Menschen »bindungslos« allein, die »Autonomie« der Systeme sei zu einer »argen Last« geworden.
                
      Luhmanns kühle Beschreibung der Moderne wird so an entscheidender Stelle revidiert: Der ganze Mensch, den die Systemtheorie links liegen lässt und nur in Form seiner Funktionsrollen beobachtet, soll wieder integriert werden, und da sich die funktionsdifferenzierte Gesellschaft zwar für Steuerzahler, Patienten, Klienten, Kunden oder User, nicht aber für »den Menschen« hinter den Rollen interessiert, soll die Gemeinschaft den Menschen substanziell als ihren Teil aufnehmen.(...). Hierzulande seien leider die naturwüchsigen »Grundlagen der Gemeinschaft erodiert« (...). Um sie zu erneuern, müsse Deutschland wieder zu einer »vitalen und selbstgewissen« Gemeinschaft werden (...).
                
      Genau dieses Ziel hat sich die nach eigenen Angaben »größte Social-Marketing-Kampagne in der Mediengeschichte der Bundesrepublik« gesetzt. (...) »Du bist 82 Millionen.« Du bist Teil einer »Schicksalsgemeinschaft«, wie di Fabio formuliert, die gemeinsam erinnert, jubelt, arbeitet und teilt.
      Prima, aber »Schicksalsgemeinschaft zu sein« heißt im Zweifel auch, so di Fabio weiter, »sein Leben im Kampf für die Gemeinschaft zu opfern«. Dieser Gemeinschaftsbegriff löst sich von ethnischen, sozialen oder religiösen Differenzierungen (...). Wer im Ernstfall bereit ist, für Deutschland zu sterben, ist Deutscher. Wer nicht, dem mangelt es an Integrationsbereitschaft."
 
       
   

Niels Werber im Gespräch

 
   
  • fehlt noch
 
       
   

Liebe als Roman (2003).
Zur Koevolution intimer und literarischer Kommunikation

München: Fink

 
   
 
 

Klappentext

"»Liebe als Roman« untersucht die Evolutionsgeschichte des modernen Romans. Vor allem die frühe Sensationspresse der »Newen Zeytungen« erweist sich als Selektionsvorteil: ihre müßigen Leser haben auf Texte, die auf Neugier, Unterhaltung, Spannung, Überraschung und Abwechslung setzen, geradezu gewartet.
Die Lektüren der Studie verfolgen die Koevolution der Gattung (von Schnabel bis Schlegel), ihrer Poetologie (von Huet bis Hegel), ihres Motivs (von der galanten zur romantischen Liebe) und seiner Medien (von der Newen Zeytung zum Journal) im europäischen Kontext.
"

 
 
       
   
  • Rezensionen

  • NEUBER, Wolfgang (2003): Codewort Liebe.
    Niels Werbers systemtheoretische Romangeschichte,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 28.11.
 
     
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 28. November 2003
Update: 02. Februar 2006
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