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Norbert Bolz: Die Helden der Familie

 
       
     
       
     
       
   

Norbert Bolz in seiner eigenen Schreibe

 
     
       
   

Norbert Bolz: Porträts und Gespräche

 
   
  • KLONOVSKY, Michael (2006): "Mehr Steuern für Kinderlose!"
    Der Medientheoretiker und Vierfachvater Norbert Bolz plädiert für die traditionelle Familie und gegen das "Projekt der Abschaffung Deutschlands",
    in: Focus Nr.10 v. 06.03.
  • PANZER, Volker (2006): Ist Einsamkeit cool?
    Die neue Lust am Alleinsein,
    in: ZDF Nachtstudio v. 19.03.
    • Inhalt:
      Ulf POSCHARDT ("Einsamkeit"), Norbert Bolz u.a. debattieren über die Lust am Alleinsein.
  • BRINK, Nana (2006): "Die Avantgarde der Unfruchtbarkeit".
    Medientheoretiker Bolz über die Geburtenzahlen in Deutschland,
    in: DeutschlandRadio v. 27.03.
  • SCHNAAS, Dieter (2006): "Nur noch Wracks".
    Der Kulturwissenschaftler Norbert Bolz über Opfer der Selbstverwirklichung – und die Tragödie, dass sich die Moderne nicht mit der Familie verträgt,
    in: Wirtschaftswoche Nr.17 v. 24.04.
  • Neu:
    RACK, Jochen (2006): Gespräch mit Norbert Bolz,
    in: Sinn und Form, H.5, September/Oktober
    • Kommentar:
      Norbert BOLZ spricht einerseits von der gewollten Kinderlosigkeit der DINKs, die er besteuern möchte. Gleichzeitig behauptet er, dass Frauen das Recht haben nach ihrer Fasson unglücklich zu werden. Was denn nun?

                
      Und was ist davon zu halten, wenn BOLZ von der fortschreitenden Individualisierung spricht? Selbst Lifestyleforscher wie Stefan HRADIL, die erst spät den Wandel des Wertewandels entdeckt haben, sehen schon seit längerem Gegentendenzen zur Individualisierung.
                
      Wir haben es gegenwärtig in erster Linie mit einer Single-Rhetorik zu tun, die den Blick dafür verstellt, dass die Mehrheit im Familienlebensalter, die in Familien leben, gar nicht wahr genommen wird. BOLZ ist daran nicht unschuldig gewesen.
                
      Stefan HRADIL schreibt in dem Beitrag "Werden wir alle Singles" zur Single-Rhetorik in den Medien:
                
      "Bedenkt man, dass selbst die (....) weiteste Definition zum Ergebnis kommt, dass weniger als ein Zehntel der Einwohner Deutschlands Singles sind, so erweisen sich viele schrillen Pressemeldungen als Unsinn: »Schon ein Drittel der Deutschen sind Singles« schrieb einmal die renommierte Süddeutsche Zeitung in einer dreispaltigen Überschrift. Hier wurde, wie so oft, der Anteil der Einpersonenhaushalte an allen Haushalten Deutschlands (ca. 37 %) mit dem Anteil der Singles an allen Personen Deutschlands verwechselt. Es wurde nicht berücksichtigt, dass in dem guten Drittel der Privathaushalte in Deutschland, in dem jeweils nur eine Person lebt, viel weniger als ein Drittel aller Menschen wohnen, nämlich ca. 16 %. Dazu wurde vergessen, dass man allenfalls die Hälfte dieser Menschen sinnvollerweise als Singles bezeichnen kann. 78-jährige Witwen und 21-jährige Studierenden sind keine Singles, sondern nur Menschen im mittleren, d.h. »im besten Familienlebensalter«. Also, wörtlich genommen, sind wir bestimmt nicht auf dem Weg in die Single-Gesellschaft". (S.80-81)
                
      In dem Buch "Die Single-Lüge" wird ausführlich auf die katastrophalen Folgen der Single-Rhetorik eingegangen.    
 
   

Die Helden der Familie (2006)
München: Fink

 
   
 
 

Klappentext

"Bolz höchst engagiertes Plädoyer für die Familie richtet sich gleich gegen mehrere Gegner: Gegen einen Fürsorgestaat, der die Familie ersetzen will, gegen einen neuen Hedonismus unter der Marke der »Selbstverwirklichung«, gegen eine als Political Correctness getarnte Kinderfeindlichkeit der Methusalem-Apologeten und der feministischen Karrierefetischisten. Wir leben in einem Zeitalter kalter Kriege. Kalter Krieg herrscht zwischen Männern und Frauen, zwischen Alten und Jungen. Kalter Krieg herrscht zwischen Eltern und Kinderlosen, zwischen berufstätigen Frauen und Hausfrauen. Kalter Krieg herrscht zwischen Familien und Staat. Bekanntlich ist dies auch ein Zeitalter des radikalen, begründungsunbedürftigen, zu nichts verpflichtenden Individualismus. Man sieht im Verhältnis von Mann und Frau eine Unterscheidung als ob nicht. Man führt Ehen als ob nicht. Und man hat Kinder, als hätte man sie nicht. Es ist zur Selbstverständlichkeit geworden, daß die großen politischen Themen der Zukunft demographische sein werden. Die zukünftige Entwicklung Alteuropas und insbesondere Deutschlands wird durch die Dynamik der Bevölkerungsentwicklung geprägt, also durch Geburtenrückgang, steigende Lebenserwartung und Migration. Und gerade die verzweifelten Reformbemühungen der Politik machen die Sollbruchstellen unserer Gesellschaft überdeutlich. Zum einen scheint es kein Mittel gegen die Abwanderung von Ost nach West zu geben; in den Metropolen Alteuropas wächst die Parallelgesellschaft von Migranten. Zum andern ist der Generationenvertrag geplatzt, der das Wohlleben des Alters durch die Produktivität der Jugend garantierte und so durch stabile Rentenzahlungen den Zusammenhang der Generationen wahrte. Daß dieser Generationenvertrag heute platzt, ist nicht nur ökonomisch desaströs, sondern auch kulturell höchst folgenreich: Die Kluft zwischen dem Lebensstil der Eltern und der Kinderlosen wird immer größer."

 
 
       
   
  • Rezensionen

  • FEDDERSEN, Jan (2006): Ein seufzender Patriarch.
    Norbert Bolz galt als liberaler Intellektueller. Nun aber hat er ein Buch geschrieben, in dem er sich als Anwalt der vom Feminismus gepeinigten Männer ("Die Helden der Familie") zu erkennen gibt - und die Biologie auf seiner Seite glaubt,
    in: TAZ v. 08.05.
  • SCHÖNHERR-MANN, Hans-Martin (2006): Gegen die Selbstbestimmung der Frau.
    Norbert Bolz über "Die Helden der Familie",
    in: DeutschlandRadio v. 08.05.
  • MÜLLER, Oliver (2006): Ein Buch für Eva Herman.
    Overstreching: Der Medienprofi Norbert Bolz mag seine Familie,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 29.08.
  • WAY, Ingo (2006): Rolle Rückwärts.
    Eva Herman auf intellektuell: Norbert Bolz will zurück zur trauten Familie. Nur bürgerliche "Helden" könnten die demografische Krise bewältigen,
    in: Tagesspiegel v. 18.09.
 
       
     
   

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Update: 22. Oktober 2006
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