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Kurzbiographie
- 1897 in
Breslau geboren
- 1939 Buch
"Über den Prozeß der
Zivilisation" (Schweiz)
- 1969
Wiederveröffentlichung von "Über
den Prozeß der Zivilisation"
- 1987 Buch
"Die Gesellschaft der
Individuen"
- 1990 in
Amsterdam gestorben
- ausführliche
Biografie (Suhrkamp)
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Die
Gesellschaft der Individuen (1987)
Eine
Soziologie der deutschen Jugend
Frankfurt:
Suhrkamp
(Im Jahr 2001 als Bd.10
der Gesammelten Schriften erschienen)
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Klappentext
"Dieses Buch
beschäftigt sich mit dem, worauf
sich die Begriffe »Individuum« und
»Gesellschaft« in ihrer
gegenwärtigen Form beziehen, also
mit bestimmten Aspekten von Menschen.
Es bietet Werkzeuge zum Nachdenken
und zu Beobachtungen über Menschen
an. Einige von ihnen sind recht neu.
Es ist ungewöhnlich, von der
Gesellschaft der Individuen zu
sprechen. Aber es ist vielleicht ganz
nützlich, wenn man sich von dem
älteren und geläufigeren Gebrauch
der Begriffe zu emanzipieren vermag.
Er läßt sie oft einfach als
Gegensatzpaar erscheinen, und das ist
nicht genug. Die Befreiung von dem
Zwang, die beiden Begriffe in diesem
Sinne zu verstehen, ist eine der
Aufgaben des vorliegenden Buches. Man
kann sie nur wirklich lösen, wenn
man sich nicht mit etwas Negativem,
einer bloßen Kritik des Gebrauchs
der beiden Begriffe als Gegensatzpaar
begnügt, sondern wenn man sich
darüber hinaus um ein neues Modell
der Art und Weise bemüht, in der die
einzelnen Menschen im Guten wie im
Bösen als Vielheit, also als
Gesellschaft, miteinander verbunden
sind."
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Das Buch in der Debatte
-
Neu:
SCHÖNHERR-MANN,
Hans-Martin (2002): Norbert Elias: Die
Gesellschaft der Individuen,
in:
Büchermarkt.
Sendung des DeutschlandRadio
v. 11.03.
- Kommentar:
"Nach
dem 11. September verschärfte
sich das gängige Lamento, wir
würden heute in einer
Gesellschaft von Ichlingen,
Singles und Egoisten leben, denen
jeder allgemeine Lebenssinn
abhanden gekommen sei.
Währenddessen führe Mohammed
Atta vor, zu welcher
Opferbereitschaft gläubige
Menschen fähig seien. Dagegen
verteidigt der Münchner
Soziologe Ulrich
Beck
solche
Individualisierungsprozesse
durchaus als Eröffnung von
Lebenschancen. Er sieht in ihnen
keineswegs bloß negativen Sinn-
und Werteverlust", leitet
der Autor die Sendung ein, um dem
die Auffassung von Norbert ELIAS
entgegenzusetzen: "Anders
als Beck betont Elias dabei eher
die negativen Effekte von
Individualisierungsprozessen,
eben den Verlust traditioneller
Bindungen und die Vereinsamung".
ELIAS
wird hier als
"Atomisierungstheoretiker"
dargestellt. Dies greift zu kurz,
denn ELIAS-Konjunkturen sind
Zeitenwenden im Sinne der
"Verschiebungen von der Ich-
zur Wir-Balance", d.h.
Zeiten in denen die
"Wir-Identität"
großgeschrieben wird. Nach 1968,
1977 usw. - immer wenn der
Sicherheitsstaat gefordert wird,
dann ist ELIAS wieder gefragt.
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Das Buch in der Debatte
- fehlt
noch
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Norbert Elias in der
Debatte
- fehlt
noch
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weiterführende
Links
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