Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Kinderbezogene
Beitragsdifferenzierung als verteilungspolitisches Instrument
2.1 Förderung von
Familien als verteilungspolitische Aufgabe
2.2 Neutralisierung umlagefinanzierungsbedingter
Verteilungswirkungen
2.2.2 Vergleich mit den
Verteilungswirkungen kinderbezogener
Beitragsdifferenzierung
2.2.3 Grundsätzliche Überlegungen zur
Verteilungsneutralität in der Sozialversicherung
3. Förderung von Familien
als allokationspolitische Aufgabe?
3.1 Wirtschaftspolitisch
relevante externe Effekte bei laissez-faire?
3.2 Effekte im Rahmen eines entwickelten Sozialstaats
4. Beitragsdifferenzierung
im Instrumentenvergleich
4.1 Effiziente Förderung
der Elternschaft
4.2 Effiziente Förderung der Humankapitalbildung
5. Schlussbetrachtungen
Nachteil der
Beitragsdifferenzierung nach Kinderzahl
"Wenn es
politischer Wille ist, Familien mit Kindern stärker zu
unterstützen, dann nützt die kinderbezogene
Beitragsdifferenzierung zweifellos diesem Anliegen. Zu fragen
ist allerdings, ob es nicht bessere Methoden gibt. Der
augenfälligste Nachteil der Beitragsdifferenzierung ist, dass
nur der Kreis der Beitragspflichtigen erfasst wird. Außerdem ist
die Höhe gezahlter Sozialversicherungsbeiträge ein höchst
unvollkommener Indikator persönlicher Leistungsfähigkeit. Dies
alles spricht dafür, familienpolitische Einkommenstransfers in
die Einkommenstransfers in die Einkommensbesteuerung zu
integrieren." (117)
Alternativen zur Beitragsdifferenzierung
"Die
Diskussion (...) hat gezeigt, dass sich eine kinderbezogene
Beitragsdifferenzierung für umlagefinanzierte soziale
Sicherungssysteme wohlfahrtstheoretisch nicht überzeugend
begründen lässt. (...) Sind beispielsweise die intergenerativen
Verteilungswirkungen zu neutralisieren (...), dann wirkt eine
Rückführung der allgemeinen Staatsverschuldung genauer als eine
Beitragsdifferenzierung nach der Kinderzahl. Gilt es dagegen,
die Fertilität zu steigern, sollte man z.B. darüber nachdenken,
wie sich Kinder- und Berufswunsch von Eltern besser in Einklang
bringen lassen. Geht es um die Förderung der
Humankapitalbildung, erscheinen entsprechende Maßnahmen im
Bereich der allgemeinen oder beruflichen Ausbildung einer
Beitragsdifferenzierung in der Sozialversicherung überlegen.
(...). Die Differenzierung von Sozialversicherungsbeiträgen nach
der Kinderzahl drängt sich aber in keinem Fall auf." (127)