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Thomas
Straubhaar: Der Bevölkerungsrückgang als Chance
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Kurzbiographie
- 1957 in Bern geboren
- 2002 Buch
"Migration im 21. Jahrhundert"
- 1999 Präsident des
Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs (HWWA)
- 2005 Gründung des
Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI)
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Thomas Straubhaar in
seiner eigenen Schreibe
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STRAUBHAAR, Thomas (2006): Männer an den Herd.
Besser als jede
Antidiskriminierungspolitik: Ein flexibler Arbeitsmarkt fördert die
Fähigkeiten von Individuen, unabhängig vom Geschlecht,
in: Welt v. 17.07.
-
STRAUBHAAR, Thomas (2007): Endlich blühende Landschaften.
Globalisierung 2067: 2067 ist China in Dutzende Einzelstaaten
zerfallen. Dennoch geben Ostasien und der pazifische Raum in der
Weltwirtschaft den Ton an. Deutschland hat die Globalisierung
gemeistert, die Metropolen boomen - das Land dazwischen wird zu
Öko-Reservaten,
in: Spiegel Online v. 17.01.
-
STRAUBHAAR, Thomas (2007): Der Aufstand der Alten findet
nicht statt.
Fatalismus ist falsch. Wenn wir der veränderten Demografie
Rechnung tragen, bietet sie sogar eine Bereicherung,
in: Rheinischer Merkur Nr.5 v. 01.02.
- Inhalt:
"Es
ist wunderbar, dass die deutsche Bevölkerung nicht mehr wächst,
sondern sich bis 2050 wieder dem Niveau von 1950 nähert. Ebenso
wunderbar ist es, dass die Menschen länger leben.
Es ist lebensverachtend, die demografische Alterung als
gesellschaftliches Problem zu bezeichnen.
Schrumpfung und
Alterung werden dann zu einer unglaublichen Bereicherung, wenn die
notwendigen wirtschafts- und sozialpolitischen Veränderungen heute
in die Wege geleitet würden, statt an völlig unpassenden
Vorstellungen festzuhalten, die aus einem Zeitalter stammen, in
dem die deutsche Bevölkerung jung war und wuchs. (...).
Durch eine bessere
Vereinbarung von Mutter- und Berufsrolle könnte zum Beispiel das
Problem der fehlenden Fach- und Führungskräfte auf Jahre hinaus
schlagartig gelöst werden. Wenn dann noch die
Älteren mit ihren
Fähigkeiten und der Lebenserfahrung angemessenen Angeboten in
Brot und Arbeit gehalten würden, verlöre das demografische
Gespenst endgültig seinen Schrecken",
erläutert Thomas STRAUBHAAR.
- STRAUBHAAR,
Thomas & Ingrid HOHENLEITNER (2007): Bedingungsloses Grundeinkommen
und Solidarisches Bürgergeld - mehr als sozialutopische Konzepte,
in: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut (Hg.) Bedingungsloses
Grundeinkommen und Solidarisches Bürgergeld - mehr als
sozialutopische Konzepte, Hamburg, 26. März
- SCHRÖER, Sebastian
& Thomas STRAUBHAAR - Demographische Entwicklung: Problem oder
Phantom? In: Eva Barlösius & Daniela Schiek (Hg.)
Demographisierung des Gesellschaftlichen. Analysen und Debatten zur
demographischen Zukunft Deutschlands, Wiesbaden: Verlag für
Sozialwissenschaften
-
STRAUBHAAR, Thomas (2007): Ein Grundeinkommen für alle!
Standpunkt,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung
v. 10.07.
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Thomas Straubhaar:
Porträts und Gespräche
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- CRZ (2005): "Für die
wenigen wird alles besser".
Thomas Straubhaar zum Schrumpfen der Bevölkerung,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 12.07.
- Inhalt:
Thomas STRAUBHAAR, Direktor des
Hamburgischen Weltwirtschafts-Archivs (HWWA) und Professor für
Volkswirtschaftslehre an der Universität in Hamburg, sieht einem
Bevölkerungsrückgang gelassen entgegen:
"auf die Produktivität kommt es an
und nicht auf das Bevölkerungswachstum. Man nehme zur Illustration
das Beispiel Rentensicherung: Ob es nun vier oder sechs oder zwei
Aktive sind, die für einen Rentner aufkommen müssen, ist nach der
Ansicht von Straubhaar letztlich belanglos, solange die
Leistungsfähigkeit der Aktiven mit den Forderungen der Älteren
übereinstimmt. Wenn es also gelingt, die Produktivität
entsprechend zu steigern, dann kann das Problem der Alterung auch
von einer schrumpfenden Gesellschaft gemeistert werden. Als
notwendig erachtet er dabei jedoch die Abkoppelung der Renten von
der Lohnentwicklung. Doch lässt sich die Leistung auch tatsächlich
im nötigen Ausmass steigern und, falls ja, wie? Straubhaar sieht
keinen Grund, warum eine Produktivitätssteigerung nicht gelingen
soll. Den Schlüssel hierzu findet er beim lebenslangen Lernen, bei
der Altersteilzeit, bei der weiteren Integration der Frauen in den
Arbeitsmarkt und ganz allgemein bei der Bildung."
- BÜNING, Sophie (2006): Der eitle Realist.
Er predigte Sparsamkeit und Flexibilität. Seit seinem Hamburger
Forschungsinstitut die Subventionen gestrichen wurden, muss der
Ökonom selbst ein flexibler Unternehmer sein,
in: Die ZEIT Nr.2 v. 05.01.
- WOLFF, Sebastian (2006): "Staatliche
Grundsicherung muss Rente ersetzen".
Gespräch mit Thomas Straubhaar,
in: Berliner Zeitung v. 17.03.
- MAHLER, Armin
(2006): "Der Staat gibt zu wenig aus".
Deutschland ist unterfinanziert, die Regierung muss die Steuern
erhöhen und mehr investieren - behauptet der Ökonom
Peter Bofinger.
Man darf gutes neues Geld nicht schlechtem altem hinterherwerfen,
hält sein Kollege Thomas Straubhaar entgegen und fordert radikale
Reformen,
in: Spiegel Nr.26 v. 26.06.
- BURGDORFF, Stephan &
Norbert F. PÖTZL
- "Den Kuchen radikal anders aufteilen". Streitgespräch mit
Herwig BIRG und
Thomas STRAUBHAAR,
in:
Spiegel Special Nr.8 v. 24.10.
- FISCHER, Malte & Eva HAACKE (2007): "Eine
Art Kulturschock".
Franz-Xaver Kaufmann und Thomas Straubhaar über die Chancen der
Deutschen, der demographischen Falle zu entkommen,
in: Wirtschaftswoche Nr.25 v. 18.06.
- Neu:
DeLUCA, Claudio & Jens TARTLER (2010): "Ich
habe das Buch mit Gewinn gelesen".
Streitgespräch: Thilo Sarrazin hat mit seinen Thesen zur Migration
die Republik in Aufruhr versetzt. Doch halten sie auch einem
volkswirtschaftlichen Härtetest stand? Ein Schlagabtausch mit dem
Topökonomen Thomas Straubhaar,
in: Capital Nr.10 v. 23.09.
- Anmerkungen:
Warum der neoliberale Ökonom Thomas STRAUBHAAR
das Buch mit Gewinn gelesen haben soll, geht nicht aus dem
Streitgespräch hervor. Mehr als die Behauptung gibt es nicht zu lesen.
STRAUBHAAR plädiert dafür das Sozialsystem umzustellen:
"Ich
wäre dafür zu haben, vom Wohnsitzland- auf das Herkunftslandprinzip
umzustellen. Ausländer bekämen dann die sozialen Grundleistungen nicht
mehr nach deutschem Standard. Sondern nach den Regeln, die in ihrem
Heimatland gelten. (...). Einen solch gravierenden Rechtswandel kann
Deutschland natürlich nicht im Alleingang umsetzen, das müsste
europaweit geschehen."
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Das Grundeinkommen
als Alternative zum Sozialstaat
"Das Grundeinkommens liefert eine radikale
Alternative zum nicht mehr zukunftsfähigen Modell der
heutigen Sozialpolitik. Seine Eckpfeiler sind:
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Der Staat lässt allen Staatsangehörigen eine auf der
Höhe des Existenzminimums liegende Transferzahlung
zukommen, die aus dem allgemeinen Staatshaushalt über
Steuern finanziert wird.
-
Das Grundeinkommen wird allen Deutschen, ob Säugling
oder Greis, von der Wiege bis zur Bahre, ohne
Bedingung, ohne Gegenleistung, ohne Antrag und damit
ohne bürokratischen Aufwand als sozialpolitischer
Universaltransfer ausbezahlt.
-
Im Gegenzug werden alle steuer- und
abgabenfinanzierten Sozialleistungen abgeschafft.
Gesetzliche Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- oder
Pflegeversicherung verschwinden genauso wie
Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohn- und
Kindergeld.
-
Ebenso werden alle sozialpolitisch motivierten
Regulierungen des Arbeitsmarktes gestrichen. Es gibt
keinen Schutz gegen Kündigungen mehr, dafür aber
betrieblich zu vereinbarende Abfindungsregeln. Es gibt
keinen Flächentarifvertrag mehr und auch keine
Mindestlöhne, sondern von Betrieb zu Betrieb frei
verhandelbare Löhne. Es gibt keine Sozialklauseln
mehr. Die heute zu leistenden Abgaben an die
Sozialversicherungen entfallen vollständig." (S.12f.)
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Inhaltsverzeichnis
1
Probleme des heutigen Sozialstaats
1.1
Problembeschreibung
1.2 Problemanalyse
1.3 Schlussfolgerungen
1.4 Problemlösung
2 Das
Grundeinkommen als Alternative
3
Finanzbedarf des idealtypischen Konzepts
3.1
Annahmen und Datenbasis
3.2 Ergebnisse der Schätzung des Finanzbedarfs
3.3 Bewertung
4
Stilisierte Berechnung der Arbeitsmarkteffekte
4.1
Vorbemerkungen
4.2 Theoretische Vorüberlegungen
4.3 Annahmen und Szenarien
4.4 Ergebnisse der Simulation der Arbeitsmarkteffekte
4.5 Bewertung
5
Diskussion der Arbeitsmarkteffekte
5.1
Arbeitsangebot
5.1.1
Arbeitsangebot einzelner Gruppen
5.1.2 Umstrukturierung des Arbeitsangebots
5.2
Arbeitsnachfrage und Beschäftigungseffekte
5.3 Zusammenfassung und Fazit
6 Weitere
Aspekte
6.1
Produktivität
6.2 Selbständigkeit
6.3 Schwarzarbeit
6.4 Qualifizierungsanreize
6.5 Gesellschaftliche Veränderungen
6.6 Finanzierung über Konsumsteuern
6.7 Exkurs: Strukturwandel und soziale Sicherheit
7
Schlussfolgerungen
8 Das
Solidarische Bürgergeld als realtypisches Konzept
8.1 Das
Konzept des Solidarischen Bürgergelds
8.2 Bewertung einzelner Aspekte
8.2.1
Individualprinzip
8.2.2 Höhe des Solidarischen Bürgergelds
8.2.3 Geknickter Einkommensteuertarif
8.2.4 Belastungsquoten
8.2.5 Kinderbürgergeld
8.2.6 Gesundheitsprämie
8.2.7 Rente
8.3
Finanzbedarf des Solidarischen Bürgergelds
8.4 Beschäftigungseffekte
8.4.1
Arbeitsangebot
8.4.2 Arbeitsnachfrage und Beschäftigung
8.4.3 Quantitative Abschätzung
8.4.4 Fazit
9 Fazit
und Ausblick
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Der Beitrag in der
Debatte
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Begründung einer
Rente nach Kinderzahl
"Sollte das Umlageverfahren beibehalten werden,
was bedeutet, dass die heutigen Erwerbspersonen und
vor allem deren Nachfolgegenerationen durch höhere
Sozialabgaben stärker belastet werden, um so den
Alterskonsum einer steigenden Zahl von Rentnerinnen
und Rentnern zu finanzieren, gäbe es eine Option, dies
explizit zu berücksichtigen. Sie bestünde darin, gegen
die Ursache, nämlich die sinkenden Geburtenzahlen,
anstatt gegen die Folgen anzugehen. Denkbar wäre
entweder die Rentenbezüge positiv oder die
Rentenbeiträge negativ von der Anzahl eigener Kinder
abhängig zu machen." (S.180)
Plädoyer für einen
Systemwechsel
"Statt einer teuren und wahrscheinlich wenig wirksamen
Familien- und Migrationspolitik zur Aufrechterhaltung
der Sozial- und Vorsorgesysteme sollten die sozialen
Sicherungssysteme an die demographische Situation
angepasst werden. Folglich ist nicht eine notdürftige,
kaum wirkungsvolle Reparatur veralteter Systeme,
sondern die Schaffung neuer, zukunftsfähiger
Sicherungssysteme das Gebot der demographischen
Herausforderung." (S.181)
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Inhaltsverzeichnis
Vorbemerkung
1.
Einleitung
2.
Demographischer Wandel und ökonomische Folgen
2.1
Demographische Entwicklung
2.2 Ökonomische Risiken
2.3 Ökonomische Chancen
3.
Politikempfehlungen für eine alternde Gesellschaft
3.1
Familienpolitik
3.2 Migration
3.3 Erhöhung der Lebensarbeitszeit
3.4 Erhöhung der Erwerbsquote
3.5 Reform des Erwerbsverhalten
3.6 Reform der Alterssicherung
4
Zusammenfassung
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Der Beitrag in der
Debatte
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-
Thomas Straubhaar in der
Debatte
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weiterführende
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