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Thomas Straubhaar: Der Bevölkerungsrückgang als Chance

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1957 in Bern geboren
    • 2002 Buch "Migration im 21. Jahrhundert"
    • 1999 Präsident des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs (HWWA)
    • 2005 Gründung des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI)
 
       
     
       
   

Thomas Straubhaar in seiner eigenen Schreibe

 
     
       
   

Thomas Straubhaar: Porträts und Gespräche

 
   
  • CRZ (2005): "Für die wenigen wird alles besser".
    Thomas Straubhaar zum Schrumpfen der Bevölkerung,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 12.07.
    • Inhalt:
      Thomas STRAUBHAAR, Direktor des Hamburgischen Weltwirtschafts-Archivs (HWWA) und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität in Hamburg, sieht einem Bevölkerungsrückgang gelassen entgegen:

            
        "auf die Produktivität kommt es an und nicht auf das Bevölkerungswachstum. Man nehme zur Illustration das Beispiel Rentensicherung: Ob es nun vier oder sechs oder zwei Aktive sind, die für einen Rentner aufkommen müssen, ist nach der Ansicht von Straubhaar letztlich belanglos, solange die Leistungsfähigkeit der Aktiven mit den Forderungen der Älteren übereinstimmt. Wenn es also gelingt, die Produktivität entsprechend zu steigern, dann kann das Problem der Alterung auch von einer schrumpfenden Gesellschaft gemeistert werden. Als notwendig erachtet er dabei jedoch die Abkoppelung der Renten von der Lohnentwicklung. Doch lässt sich die Leistung auch tatsächlich im nötigen Ausmass steigern und, falls ja, wie? Straubhaar sieht keinen Grund, warum eine Produktivitätssteigerung nicht gelingen soll. Den Schlüssel hierzu findet er beim lebenslangen Lernen, bei der Altersteilzeit, bei der weiteren Integration der Frauen in den Arbeitsmarkt und ganz allgemein bei der Bildung."
  • BÜNING, Sophie (2006): Der eitle Realist.
    Er predigte Sparsamkeit und Flexibilität. Seit seinem Hamburger Forschungsinstitut die Subventionen gestrichen wurden, muss der Ökonom selbst ein flexibler Unternehmer sein,
    in: Die ZEIT Nr.2 v. 05.01.
  • WOLFF, Sebastian (2006): "Staatliche Grundsicherung muss Rente ersetzen".
    Gespräch mit Thomas Straubhaar,
    in: Berliner Zeitung v. 17.03.
  • MAHLER, Armin (2006): "Der Staat gibt zu wenig aus".
    Deutschland ist unterfinanziert, die Regierung muss die Steuern erhöhen und mehr investieren - behauptet der Ökonom Peter Bofinger. Man darf gutes neues Geld nicht schlechtem altem hinterherwerfen, hält sein Kollege Thomas Straubhaar entgegen und fordert radikale Reformen,
    in: Spiegel Nr.26 v. 26.06.
  • BURGDORFF, Stephan & Norbert F. PÖTZL - "Den Kuchen radikal anders aufteilen". Streitgespräch mit Herwig BIRG und Thomas STRAUBHAAR,
    in: Spiegel Special Nr.8 v. 24.10.
  • FISCHER, Malte & Eva HAACKE (2007): "Eine Art Kulturschock".
    Franz-Xaver Kaufmann und Thomas Straubhaar über die Chancen der Deutschen, der demographischen Falle zu entkommen,
    in: Wirtschaftswoche Nr.25 v. 18.06.
  • Neu:
    DeLUCA, Claudio & Jens TARTLER (2010): "Ich habe das Buch mit Gewinn gelesen".
    Streitgespräch: Thilo Sarrazin hat mit seinen Thesen zur Migration die Republik in Aufruhr versetzt. Doch halten sie auch einem volkswirtschaftlichen Härtetest stand? Ein Schlagabtausch mit dem Topökonomen Thomas Straubhaar,
    in: Capital Nr.10 v. 23.09.
    • Anmerkungen:
      Warum der neoliberale Ökonom Thomas STRAUBHAAR das Buch mit Gewinn gelesen haben soll, geht nicht aus dem Streitgespräch hervor. Mehr als die Behauptung gibt es nicht zu lesen. STRAUBHAAR plädiert dafür das Sozialsystem umzustellen:

                  "Ich wäre dafür zu haben, vom Wohnsitzland- auf das Herkunftslandprinzip umzustellen. Ausländer bekämen dann die sozialen Grundleistungen nicht mehr nach deutschem Standard. Sondern nach den Regeln, die in ihrem Heimatland gelten. (...). Einen solch gravierenden Rechtswandel kann Deutschland natürlich nicht im Alleingang umsetzen, das müsste europaweit geschehen."
 
       
   

Bedingungsloses Grundeinkommen und Solidarisches Bürgergeld - mehr als sozialutopische Konzepte (2007)
(zusammen mit Ingrid Hohenleitner)
in:
Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut (Hg.) Bedingungsloses Grundeinkommen und Solidarisches Bürgergeld - mehr als sozialutopische Konzepte, Hamburg, 26. März

 
   
 
 

Das Grundeinkommen als Alternative zum Sozialstaat

"Das Grundeinkommens liefert eine radikale Alternative zum nicht mehr zukunftsfähigen Modell der heutigen Sozialpolitik. Seine Eckpfeiler sind:

- Der Staat lässt allen Staatsangehörigen eine auf der Höhe des Existenzminimums liegende Transferzahlung zukommen, die aus dem allgemeinen Staatshaushalt über Steuern finanziert wird.

- Das Grundeinkommen wird allen Deutschen, ob Säugling oder Greis, von der Wiege bis zur Bahre, ohne Bedingung, ohne Gegenleistung, ohne Antrag und damit ohne bürokratischen Aufwand als sozialpolitischer Universaltransfer ausbezahlt.

- Im Gegenzug werden alle steuer- und abgabenfinanzierten Sozialleistungen abgeschafft. Gesetzliche Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- oder Pflegeversicherung verschwinden genauso wie Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohn- und Kindergeld.

- Ebenso werden alle sozialpolitisch motivierten Regulierungen des Arbeitsmarktes gestrichen. Es gibt keinen Schutz gegen Kündigungen mehr, dafür aber betrieblich zu vereinbarende Abfindungsregeln. Es gibt keinen Flächentarifvertrag mehr und auch keine Mindestlöhne, sondern von Betrieb zu Betrieb frei verhandelbare Löhne. Es gibt keine Sozialklauseln mehr. Die heute zu leistenden Abgaben an die Sozialversicherungen entfallen vollständig." (S.12f.)

Inhaltsverzeichnis

1 Probleme des heutigen Sozialstaats

1.1 Problembeschreibung
1.2 Problemanalyse
1.3 Schlussfolgerungen
1.4 Problemlösung

2 Das Grundeinkommen als Alternative

3 Finanzbedarf des idealtypischen Konzepts

3.1 Annahmen und Datenbasis
3.2 Ergebnisse der Schätzung des Finanzbedarfs
3.3 Bewertung

4 Stilisierte Berechnung der Arbeitsmarkteffekte

4.1 Vorbemerkungen
4.2 Theoretische Vorüberlegungen
4.3 Annahmen und Szenarien
4.4 Ergebnisse der Simulation der Arbeitsmarkteffekte
4.5 Bewertung

5 Diskussion der Arbeitsmarkteffekte

5.1 Arbeitsangebot

5.1.1 Arbeitsangebot einzelner Gruppen
5.1.2 Umstrukturierung des Arbeitsangebots

5.2 Arbeitsnachfrage und Beschäftigungseffekte
5.3 Zusammenfassung und Fazit

6 Weitere Aspekte

6.1 Produktivität
6.2 Selbständigkeit
6.3 Schwarzarbeit
6.4 Qualifizierungsanreize
6.5 Gesellschaftliche Veränderungen
6.6 Finanzierung über Konsumsteuern
6.7 Exkurs: Strukturwandel und soziale Sicherheit

7 Schlussfolgerungen

8 Das Solidarische Bürgergeld als realtypisches Konzept

8.1 Das Konzept des Solidarischen Bürgergelds
8.2 Bewertung einzelner Aspekte

8.2.1 Individualprinzip
8.2.2 Höhe des Solidarischen Bürgergelds
8.2.3 Geknickter Einkommensteuertarif
8.2.4 Belastungsquoten
8.2.5 Kinderbürgergeld
8.2.6 Gesundheitsprämie
8.2.7 Rente

8.3 Finanzbedarf des Solidarischen Bürgergelds
8.4 Beschäftigungseffekte

8.4.1 Arbeitsangebot
8.4.2 Arbeitsnachfrage und Beschäftigung
8.4.3 Quantitative Abschätzung
8.4.4 Fazit

9 Fazit und Ausblick

 
 
 
       
   
  • Der Beitrag in der Debatte

    • fehlt noch
 
       
   

Demographische Entwicklung: Problem oder Phantom? (2007)
(zusammen mit Sebastian Schröer)
in:
Eva Barlösius & Daniela Schiek (Hg.) Demographisierung des Gesellschaftlichen. Analysen und Debatten zur demographischen Zukunft Deutschlands, Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften

 
   
 
 

Begründung einer Rente nach Kinderzahl

"Sollte das Umlageverfahren beibehalten werden, was bedeutet, dass die heutigen Erwerbspersonen und vor allem deren Nachfolgegenerationen durch höhere Sozialabgaben stärker belastet werden, um so den Alterskonsum einer steigenden Zahl von Rentnerinnen und Rentnern zu finanzieren, gäbe es eine Option, dies explizit zu berücksichtigen. Sie bestünde darin, gegen die Ursache, nämlich die sinkenden Geburtenzahlen, anstatt gegen die Folgen anzugehen. Denkbar wäre entweder die Rentenbezüge positiv oder die Rentenbeiträge negativ von der Anzahl eigener Kinder abhängig zu machen." (S.180)

Plädoyer für einen Systemwechsel

"Statt einer teuren und wahrscheinlich wenig wirksamen Familien- und Migrationspolitik zur Aufrechterhaltung der Sozial- und Vorsorgesysteme sollten die sozialen Sicherungssysteme an die demographische Situation angepasst werden. Folglich ist nicht eine notdürftige, kaum wirkungsvolle Reparatur veralteter Systeme, sondern die Schaffung neuer, zukunftsfähiger Sicherungssysteme das Gebot der demographischen Herausforderung." (S.181)

Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkung

1. Einleitung

2. Demographischer Wandel und ökonomische Folgen

2.1 Demographische Entwicklung
2.2 Ökonomische Risiken
2.3 Ökonomische Chancen

3. Politikempfehlungen für eine alternde Gesellschaft

3.1 Familienpolitik
3.2 Migration
3.3 Erhöhung der Lebensarbeitszeit
3.4 Erhöhung der Erwerbsquote
3.5 Reform des Erwerbsverhalten
3.6 Reform der Alterssicherung

4 Zusammenfassung

 
 
 
       
   
  • Der Beitrag in der Debatte

    • fehlt noch
 
       
   

Migration im 21. Jahrhundert (2002).
Von der Bedrohung zur Rettung sozialer Marktwirtschaften?
Tübingen: Mohr Siebeck

 
   
 
 

Klappentext

"Dieser Band liefert einen Beitrag zur wissenschaftlichen und politischen Diskussion über die Wirkung einer verstärkten Zuwanderung nach Europa und vor allem nach Deutschland, hier beispielsweise im Rahmen der EU-Osterweiterung.
Thomas Straubhaar untersucht das Phänomen Mitgration und kommt zu dem Ergebnis, daß sich die in letzter Zeit häufig geschürte Furcht vor Migration im Sinne einer Völkerwanderung als unberechtigt erweist. Ganz im Gegenteil ist laut dieser Studie für ein weiteres Wachstum in Europa eher ein Zuwenig als ein Zuviel an Migration zu befürchten."

 
 
       
   
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webmaster@single-generation.de Erstellt: 02. August 2006
Update: 27. September 2010