Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1.
Einleitung - Entstehung und Entwicklung eines
Policy-Bereiches
1.1 Familie zwischen Privatheit und Öffentlichkeit
1.2 Staatsaufgabenentwicklung und Familienpolitik
2. Familie: Begriff und Lebenswirklichkeit
2.1 Begriffsbestimmung
2.1.1 Zeugung und Sozialisation von Kindern
2.1.2 Verwandtschaft
2.1.3 Koresidenz
2.1.4 Ökonomische und emotionale Reproduktion
2.1.5 Soziale Anerkennung
2.2 Demographische Entwicklung
2.2.1 Entwicklung und Stand des Geburtenverhaltens
2.2.1.1 Geburtenhäufigkeit
2.2.1.2 Alter der Mutter bei der ersten Geburt
2.2.1.3 Nichehelichenquoten
2.2.1.4 Kinderlose Frauen
2.2.2 Heirats- und Scheidungsziffern
2.2.3 Haushaltsstrukturen, Haushaltsgrößen und
Lebensformen
2.2.4 Konsequenzen des Bevölkerungsaufbaus
2.3 Pluralisierung von Lebensformen und das Konzept
der Individualisierung
2.3.1 Von der "neuen" Vielfalt der Lebensformen
2.3.2 Vom Zwang zur Freiheit oder der Not nicht
wählen zu können
2.4 Zur Realität von Lebensformen
2.4.1 Elternschaft in Ehen und nichtehelichen
Lebensgemeinschaften
2.4.2 Singles
2.4.3 Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften
2.5 Zur Bedeutung und Entwicklung von Scheidung
2.5.1 Scheidungsursachen
2.5.2 Scheidungsfolgen für Ehepartner und Kinder
2.5.3 Wirtschaftliche Folgen von Trennung und
Scheidung
2.6 Zur ökonomischen Situation von Familien im
Allgemeinen
3. Familienpolitik: Motive, Akteure und Inhalt
3.1 Akteure und Kompetenzen in der Familienpolitik
3.1.1 Städte, Gemeinden und Kreise
3.1.2 Länder
3.1.3 Bund
3.1.4 EU
3.1.5 Bundesverfassungsgericht
3.1.6 Parteien
3.1.7 Verbände der freien Wohlfahrtspflege
3.18 Familienverbände
3.19. Arbeitgeber und Gewerkschaften
3.2 Familienpolitik im Spiegel der Familienberichte
3.3 Bundesdeutsche Familienpolitik in der
Chronologie
3.3.1 Von der Gründung des Familienministeriums bis
zum Beginn der sozial-liberalen Koalition
3.3.2 Familienpolitik als Gesellschaftspolitik -
Sozial-liberale Koalition
3.3.3 christlich-liberale Koalition -
Familienpolitik in der Offensive?
3.3.4 Familienpolitik in der rot-grünen Koalition
3.4 Zusammenfassung der konzeptionellen und
organisatorischen Entwicklung der deutschen
Familienpolitik
4. Familienpolitik und ihre Steuerungsfelder sowie -
instrumente
4.1 Entwicklung und Zusammensetzung des
Familienlastenausgleichs (FLA)
4.1.1 Kindergeld
4.1.2 Steuerfreibeträge
4.1.3 Exkurs: Ehegattensplitting
4.1.4 Erziehungsgeld und -urlaub
4.1.5 Begründungslinien des FLA und die Forderung
nach einem FLLA
4.1.6 Die ökonomische Theorie der Familie und das
Konzept der externen Effekte
4.1.6.1 Mischgut Kind, Arbeit und Liebe
4.1.6.2 Leistungen und Lasten: Familien und
Gesellschaft in der Humanvermögensproduktion
4.1.7 Leistungen des FLA: vorläufige Bewertung
4.1.8 FLA und Sozialstaat
4.1.9 Zur Bedeutung des Bundesverfassungsgerichts in
der Entwicklung des FLA
4.2 Rechtliche Steuerung und Familie
4.2.1 Grundsätzliche Überlegungen zur Bedeutung von
Recht
4.2.2 Zur Herausbildung eines Rechtsgebietes
4.2.3 Die verfassungsrechtlichen Regelungen der
Weimarer Reichsverfassung
4.2.4 Die Familie im Grundgesetz - Entstehung von
Art. 6 GG
4.2.4.1 Dimensionen des verfassungsrechtlichen
Schutzes von Familie
4.2.5 Die Familie im BGB - Von den Anfängen bis zum
Ende des 2. Weltkrieges
4.2.5.1 Das Familienrecht im Nationalsozialismus
4.2.5.2 Die Familie im BGB - Entwicklung nach
Gründung der Bundesrepublik
4.2.6 Internationaler Schutz von Familien- und
Elternrechten
4.2.7 Zum Einsatz des familienpolitischen
Instrumentes Recht - Zusammenfassung
4.3 Aktuelle Familienpolitische Handlungsfelder der
sozial-ökologischen Intervention
4.3.1 Kinderbetreuung
4.3.2 Familie und Arbeitswelt - familienbewusste
Unternehmenspolitik
4.3.3 Familie und Bildungssystem
5. Familienpolitik und ihre Leistungen im
europäischen Vergleich
5.1 Europäische Familienpolitik
5.2 Handlungstypen in der nationalstaatlichen
Familienpolitiken
5.3 Die Hauptentwicklungen in den 90er Jahren
5.4 Die Familienleistungen in den EU-Staaten im
Vergleich
5.4.1 Kindergeld/Kinderbeihilfen
5.4.2 Geburtsbeihilfe
5.4.3 Erziehungsgeld und Erziehungsurlaub
5.4.4 Betreuungsgeld
5.4.5 Sonstiges
5.4.6 Ehe- und /oder familienbezogene Besteuerung
5.4.7 Kinderbetreuung und Frauenerwerbstätigkeit
5.5 Benchmarking in der Familienpolitik Europas?
6. Zeitenwende in der Familienpolitik - zur
Konzeption einer nachhaltigen Familienpolitik
6.1 Generationenbilanz als Ansatz einer
zweckrationalen Begründung von Familienpolitik
6.2 Zur Organisation von Familieninteressen
6.3 Organisatorische und instrumentelle
Notwendigkeiten einer familienpolitischen Reform
Zitate:
Geburtenrückgang
"Im Zeitraum von 1850 bis 1900 sank die
durchschnittliche Geburtenrate erheblich, die
Familiengrößen reduzierten sich wieder. (...).
Gemessen am Bestandserhaltungsminimum und unter
Zugrundelegung der jeweiligen
Sterblichkeitsverhältnisse hat zuletzt die
Frauengeneration der Geburtsjahrgänge 1880 und 1881
genug Kinder geboren, um die Elterngeneration zu
ersetzen, d.h. schon in den 20er Jahren des 20.
Jahrhunderts wurde das Bestanderhaltungsniveau bei
den Geburten unterschritten". (S.49)
Anteil gewollter
Kinderlosigkeit in Deutschland
"Das Ausmaß gewollter Kinderlosigkeit liegt in
Deutschland bei unter 10 % (wobei die methodische
Trennung zwischen unterschiedlichen Arten der
Kinderlosigkeit problematisch ist)(...). Denn nicht
ausschließlich Fertilitätsstörungen können hier zur
Rubrik »ungewollte Kinderlosigkeit« gezählt werden.
Auch aufgeschobene oder mangels langfristiger
Partnerschaft nicht zustande gekommene
Schwangerschaften sind nicht im eigentlichen Sinne
»gewollt« (genauer: Onnen-Isemann 2000)." (S.85)
Alleinleben als
Konsequenz nicht lebbarer Familie und Partnerschaft
"Alleinlebende (...) können (...) - zumindest
teilweise - auch als Konsequenz nicht lebbarer
Familie und Partnerschaft eingeordnet werden. Vor
allem deuten sie auf die prinzipiellen
Gemeinschaftsdefizite bzw. -hindernisse moderne
Gesellschaften. (...). Insofern führt uns die
wachsende Zahl von Singles vor Augen wie
Lebensplanung zukünftig zunehmend ausfallen wird,
wenn sich die Rahmenbedingungen für
gemeinschaftsorientierte Lebensformen nicht
grundlegend verbessern." (S.88)
Vertikale
Gerechtigkeit
"Um wirkliche familienorientierte sozialpolitische
Transfers auch i.S. einer vertikalen Gerechtigkeit
handelt es sich dort, wo nach der Herstellung
steuerlicher Gleichbehandlung Umverteilungen
stattfinden. Diese können sich auf Umverteilungen
zwischen Eltern und Kinderlosen beschränken oder
aber auch solche miteinbeziehen, die zu einer
stärkeren Förderung einkommensschwacher Eltern
gegenüber einkommensstärkeren Eltern führen".
(S.116f.)