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Rudolf Speth :
Lobbyismus in Deutschland
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Kurzbiographie
- 2003 Buch
"Die stille Macht"
- Privatdozent im Fachbereich
Politik- und Sozialwissenschaften an der FU Berlin
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Rudolf Speth in
seiner eigenen Schreibe
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- SPETH, Rudolf (2001): Allein
gelassen in der Masse Mensch.
Traditionelles soziales Engagement geht zurück
- neue Formen von Hilfe bilden sich heraus,
in: Süddeutsche Zeitung v. 30.07.
- Kommentar:
SPETH
rezensiert eine internationale Studie, in der die Thesen des
US-amerikanischen Kommunitaristen
Robert D. PUTNAM zum
Niedergang des Sozialkapitals empirisch überprüft worden sind.
Nach SPETH kann vom Niedergang keine Rede sein, sondern dem
Verlust der alten Gemeinschaften steht ein Gewinn an neuen Formen
der bürgerlichen Selbsthilfe gegenüber.
- LEIF, Thomas & Rudolf SPETH (2003):
Die Anatomie des Lobbyismus.
Einführung in eine weithin unbekannte und vor allem unbeachtete
Sphäre der Macht,
in: Frankfurter Rundschau v. 18.12.
- Kommentar:
Die beiden Politologen haben das Buch
"Die stille Macht -
Lobbyismus in Deutschland" verfasst. Die FR druckt
einen Auszug aus dem Buch:
"Besonders
in einer von Rousseau herkommenden demokratietheoretischen
Tradition hat man den Lobbyismus als Gefahr für die Demokratie
angesehen. Aber auch bestimmte Konservative waren gegenüber den
Interessengruppen reserviert. Sie sahen im Repräsentativprinzip
ein hinreichende Bedingung der Interessenberücksichtung. Dem
naiven Anspruch nach sollen sich die Interessen der Bürger über
die Abgeordneten zu einem politischen Willen verdichten. Dadurch
sei eine angemessene Interessenberücksichtigung sicher gestellt.
Solche Positionen, die den Gesetzgebungsprozess von äußeren
Einflüssen abschotten wollen, sind aber unrealistisch. (...). Der
Lobbyismus ist ein Subsystem, mit dem komplexe Gesellschaften
Wissen für politische Entscheidungen nutzbar machen kann.
Voraussetzung wäre aber, diese Prozesse öffentlich und
kontrollierbar zu machen. Deshalb birgt der Lobbyismus zahlreiche
Gefahren der illegitimen Interessendurchsetzung.
Dies liegt daran, dass es neben dem Willen der Bürger in allen
Demokratien mächtige und weniger mächtige Interessengruppen gibt,
die den Gesetzgebungs- und Entscheidungsprozess zu ihren Gunsten
zu beeinflussen versuchen. Sie verfügen über mehr Ressourcen und
spezielles Wissen, wann, wo und wie am erfolgreichsten
interveniert werden kann. Darin liegt eine Gefahr. (...) Diese
Befürchtung einer Herrschaft der Verbände teilt der Pluralismus
nicht, dessen Grundgedanken heute wieder aufgegriffen werden.
Lobbyistische Interessenpolitik ist für ihn ein wichtiges
Gestaltungsmittel in der Demokratie. In uramerikanischer
demokratischer Tradition empfiehlt er eher die Vervielfachung der
Interessengruppen, als sie aus dem politischen Prozess
herauszudrängen."
-
SPETH, Rudolf (2003): Der BürgerKonvent (PDF-Datei).
Kampagnenprotest von oben ohne Transpararenz und Bürgerbeteiligung,
Hans Böckler-Stiftung
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Rudolf Speth im
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