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Hartmut Kasten: Die Geschwisterbeziehung

 
       
     
       
     
       
   

Hartmut Kasten in seiner eigenen Schreibe

 
       
   

fehlt noch

 
       
   

Hartmut Kasten im Gespräch

 
       
   

Neu:
KUNTH, Frederik (2009): Mama, Onkel Host und Omas Erbe.
Weshalb sind eigentlich so viele unserer Eltern mit ihren Geschwistern verkracht? Der Psychologe Hartmut Kasten meint: Ganz normal, die beruhigen sich schon wieder,
in: Neon,
Januar

 
       
       
   

Einzelkinder und ihre Familien (2007)
Hogrefe Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Fast jedes dritte Kind wächst ohne Geschwister auf: Das Buch präsentiert fundierte Fakten über Einzelkinder, ihre Familien und ihre Lebensverhältnisse.

Fundierte Fakten über Einzelkinder, ihre Familien und Lebensverhältnisse sind rar. Auf dem Hintergrund des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstands setzt sich der Autor kritisch mit dem nach wie vor allgegenwärtigen negativen Einzelkind-Stereotyp und den gegenüber Einzelkind-Eltern bestehenden Ressentiments auseinander und kontrastiert sie mit der Realität: Sowohl ohne als auch mit Geschwistern aufzuwachsen, bringt Vor- und Nachteile mit sich, die ausführlich beschrieben werden. Auf der Grundlage dieser Darstellung werden Empfehlungen für den Erziehungsalltag und den verantwortungsvollen pädagogischen Umgang mit Einzelkindern gegeben."

 
     
 
       
   

Rezensionen

fehlen noch

 
       
       
   

Geschwister (2003, 5. Auflage).
Vorbilder, Rivalen, Vertraute
München: Reinhardt Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Fast jeder kennt sie: Geschwister als innige Vertraute und Geschwister als lebenslange Rivalen. Ob erfolgreicher oder entthronter Erstgeborener, ob vernachlässigter Zweitgeborener oder bevorzugtes Nesthäkchen - die Beziehung zwischen den Geschwistern beeinflußt zwangsläufig Lebensweg und Persönlichkeitsbildung.

Die Geschwisterforschung hat interessante Ergebnisse herausgefunden. Der Platz in der Geschwisterreihenfolge, das Geschlecht und der Altersabstand sind wichtige Faktoren für die Entwicklung sozialer Fähigkeiten und der Intelligenz. Der Entwicklungspsychologe und Pädagoge Harmut Kasten beleuchtet dieses Thema in seiner ganzen Vielfalt und den Veränderungen, von der frühen Kindheit angefangen bis ins Alter.

Das Buch ist allen zu empfehlen, die selbst Geschwister haben bzw. mit der Erziehung von Kindern betraut sind und Geschwisterkonstellationen besser verstehen möchten."

 
     
 
       
   

Rezensionen

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Einzelkinder (1995).
Aufwachsen ohne Geschwister
Springer Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"»Typisch Einzelkind!« Ein Vorurteil, fast so häufig wie »typisch Mann« oder »typisch Frau«. Was ist dran an der Meinung, für eine gesunde Entwicklung seien Geschwister nötig?

Den vielen Vorurteilen, mit denen Einzelkinder immer noch zu kämpfen haben, stellt Hartmut Kasten nüchterne Fakten gegenüber. Dabei befaßt er sich mit den Familien, in denen sie leben, und den Einstellungen ihrer Mütter und Väter. Er zeigt, in welchen Punkten sich Einzelkinder von Geschwisterkindern unterscheiden und gibt Hinweise für den erzieherischen Alltag. Am Ende steht die Warnung: Das »typische Einzelkind« gibt es nicht!"

Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis

1 Aufwachsen ohne Geschwister
2 Die Lebenswelt von Kindern ohne Geschwister
3 Einzelkinder und Geschwister im Vergleich
4 Staatlich verordnete Geschwisterlosigkeit: China
5 Der Alltag mit den Einzelkindern

 
     
 
       
   

Rezensionen

fehlen noch

 
       
       
   

Geschwister (1994).
Vorbilder, Rivalen, Vertraute
Springer Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Hartmut Kasten erklärt, welch wichtige Rolle Geschwister für die Persönlichkeitsentwicklung spielen. Ein Buch für alle, die das Verhältnis zu ihren Geschwistern oder das Verhalten ihrer Kinder besser verstehen wollen"

 
     
 
       
   

Die Geschwisterbeziehung und Geschwisterlosigkeit in der Debatte

GREENBERG, Susan H. (2001): Kleine Prinzen.
Die Geburtenraten sinken weltweit, das Familienbild wird vom Einzelkind beherrscht,
in: Focus Nr.31 v. 30.07.

Offensichtlich gibt es schwerwiegende Differenzen beim Thema "Einzelkind". Renommierte Demographen wie Jürgen DORBRITZ und Karl SCHWARZ gehen von einer zunehmenden Polarisierung zwischen Kinderlosen und Mehr-Kind-Familien aus, während Susan H. GREENBERG einen Trend zur Ein-Kind-Familie belegen möchte.

Wenn die Geburtenrate bei 1,3 Kindern pro Familie liegt, dann stützt dies auf den ersten Blick die These von GREENBERG. Erst beim zweiten Blick wird deutlich, dass zwischen einer niedrigen Geburtenrate und der Anzahl von Kindern pro Familie kein besonders enger Zusammenhang bestehen muss.

Auch die Haushaltsstatistik, auf der sowohl die Polarisierungsthese als auch GREENBERGs These beruhen, hilft hier nicht weiter, sondern trägt wesentlich zum "Mythos der Ein-Kind-Familie" (Peter KRAFT) bei.

GREENBERG fasst Familien mit einem geschwisterlosen Kind und Familien, deren Haushalt nur ein Kind zugeordnet worden ist, zum Konstrukt "Ein-Kind-Familie" zusammen. Wenn aber ein alleinerziehender Vater mit seinem Kind und eine alleinerziehende Mutter mit ihrem Kind in einer gemeinsamen Wohnung als Paar leben, dann haben wir es haushaltsstatistisch gesehen mit zwei Ein-Kind-Familien zu tun, obwohl es eher unwahrscheinlich ist, dass beide Kinder wie Einzelkinder leben.

Jedes erstgeborene Kind ist zudem bis zur Geburt des zweiten Kindes ein Einzelkind. Wenn also eine Aussage richtig ist, dann diejenige, dass es heutzutage immer öfter vorkommt, dass ein Kind zeitweise alleine mit seinen Eltern in einer Wohnung zusammenwohnt, weil entweder das zweite Kind noch nicht geboren ist oder bis auf ein Kind bereits alle anderen Kinder aus dem Elternhaus ausgezogen sind. Ob die Schwester oder der Bruder nun ganz ausgezogen ist, nur unter der Woche nicht bei den Eltern wohnt oder in einer Einliegerwohnung im gleichen Haus wohnt, das ist der Haushaltsstatistik nicht zu entnehmen. Studien, die solche Differenzierungen nicht berücksichtigen, können bei der Untersuchung des Sozialverhaltens von angeblichen "Einzelkindern" zu schweren Fehlschlüssen führen. Welche Auswirkungen die Telekommunikationstechnik auf das Kontaktverhalten von Geschwistern hat, das wird von der überwiegend technikfeindlichen Soziologie erst recht vernachlässigt.

Auch wenn es keinen allgemeinen Trend zur Ein-Kind-Familie gibt, könnte es durchaus Milieus geben, in denen dieser Familientyp vorherrscht. Möglicherweise gehören die Beschäftigten in den neuen Berufen zu jenem Milieu in dem dieser Typ besonders verbreitet ist. Die Beispiele, die GREENBERG aufführt, würden dafür sprechen. Aber nur Milieustudien könnten darüber Auskunft geben.

BETTERMANN, Stella (2001): Einzelkinder - die Singles von morgen.
Individualisten mit Grips und Allüren - der Bielefelder Jugendforscher Klaus Hurrelmann über die Generation der Geschwisterlosen,
in: Focus Nr.31 v. 30.07.

FOCUS (2001): Pädagogisch wertvoll verzogen.
Wer sich nur um sein Einzelkind dreht, habt leicht ab - Familienberater Jan Uwe Rogge warnt vor der perfekten Erziehung,
in: Focus Nr.31 v. 30.07.

Der Begriff "Einzelkind", den Jan Uwe ROGGE benutzt, unterscheidet sich vom Einzelkind-Begriff in den vorangegangenen Beiträgen. Haushaltsstatistiken können nach ROGGE nichts über die Verbreitung von "Einzelkindern" aussagen, da sie das Produkt eines elterlichen Erziehungsstiles sind.

NZZ FOLIO-Thema: Geschwister

NZZ Folio (2008): Was die Wissenschaft über Geschwister weiss,
in: NZZ Folio,
Dezember

KROGERUS, Mikael (2008): Der letzte Ramone.
1974 gründeten vier New Yorker eine Punkband, die Geschichte schreiben sollte: The Ramones. Sie waren nicht verwandt, gaben sich aber alle den gleichen Namen und benahmen sich auch sonst wie Brüder. Der letzte Überlebende, Tommy, über seine «Familie»,
in: NZZ Folio,
Dezember

NEON-Titelgeschichte: Magst du deine Geschwister?
Seelenverwandte oder Gelegenheits-Telefonierer: Wie man sich nahe bleibt, ohne sich zu nerven

SCHROEDER, Vera (2009): Magst du deine Geschwister?
Schön wär's! Denn los wirst du sie sowieso nie. Und das hat überhaupt nichts mit Weihnachten zu tun...,
in: Neon,
Januar

HARTMANN, Kathrin (2009): Bremer Brüder.
Sven Regener, 47, über sein Buch "Der kleine Bruder" und warum man sich nicht nur von den Eltern, sondern auch von den Geschwistern abnabeln muss,
in: Neon,
Januar

DAS MAGAZIN-Titelgeschichte: Brüderchen & Schwesterchen

THIEME, Manuela  (2011): Geschwister. Die längste Beziehung des Lebens.
Geschwisterbeziehungen erzeugen Nähe und Rivalität. Das klingt paradox und macht sie zu etwas Besonderem. Ein schneller Blick auf einige Theorien eines ganz praktischen Umstands,
in: Das Magazin,
November

SCHAAF, Julia (2014): Pass auf, sonst wirst du wie dein Bruder.
Eltern lieben alle ihre Kinder gleich, heißt es. Doch manche ziehen insgeheim eines vor. So etwas kann schlimme Folgen haben - selbst für das Lieblingskind,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 17.08.

BURGER, Kathrin (2014): Von wegen Egoisten!
Einzelkinder: Hartnäckig halten sich die Vorurteile über Einzelkinder. Ohne Geschwister aufzuwachsen, scheint jedoch keine negativen Folgen für die Psyche zu haben,
in:
TAZ v. 29.08.

Kathrin BURGER klärt über die Vorurteile gegenüber Einzelkindern auf, die u.a. aus deren Situation in der Vergangenheit entstanden sind:

"Einzelkinder waren früher eine Seltenheit, waren oft unehelich, arm und wuchsen darum isoliert auf. Oder ein Elternteil war krank oder tot. All dies hinterließ natürlich Narben in der Kinderseele, machte Sonderlinge aus ihnen.
Auch die ersten Forscher prägten das negative Bild nachhaltig. »Verwöhnt, narzisstisch, sozial inkompetent« - so lautete das Urteil des Psychologen G. Stanley Hall in den frühen 1920er Jahren über Einzelkinder. »Ein Einzelkind zu sein, ist für sich genommen eine Krankheit.«"

Ein anderer Aspekt ist der Neid auf Einzelkinder, die als verwöhnt gelten, weil ihre Eltern mehr in sie investieren konnten.

Heutzutage besteht kein Interesse die Diskriminierung von Ein-Kind-Familien zu beenden, weil in Zeiten der Demografisierung gesellschaftlicher Probleme bevölkerungspolitisch nicht die Ein-Kind-Familie, sondern - zumindest im Akademikermilieu - die kinderreiche Familie erwünscht ist.  

 
       
   

Hartmut Kasten im WWW

www.hartmut-kasten.de

 
       
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 20. Februar 2015
Update: 10. April 2017