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Karin & Klaus
E. Grossmann: Bindungsstile
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Karin & Klaus E.
Grossmann
in ihrer eigenen Schreibe
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Karin & Klaus E.
Grossmann
im Gespräch
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Klappentext
"Wie können Bindungen gelingen?
Fast 100 Kinder konnte das Ehepaar Grossmann über
mehr als 30 Jahre, von der Geburt an bis heute,
wissenschaftlich begleiten und beobachten. Schon als
Säugling binden wir uns an die Eltern, die uns
versorgen und schützen. Ob es aber gelingt, eine
sichere Bindung zu entwickeln, hängt von der
Qualität der Erfahrungen mit Mutter und Vater ab.
Und davon hängen wiederum unsere Erwartungen über
die Reaktionen anderer Menschen ab, wenn wir deren
Unterstützung brauchen. Wie die Forschungsergebnisse
zeigen, führen positive Erfahrungen mit beiden
Eltern zur Bereitschaft, verläßliche,
vertrauensvolle Beziehungen einzugehen, die auf
Gegenseitigkeit beruhen. Bereits in den ersten
Lebensjahren wird das Fundament für Freundschaften,
Partnerschaften und den rücksichtsvollen sozialen
Umgang mit anderen gelegt.
Der Bindungsprozeß und die Entstehung psychischer
Sicherheit wird von seinen frühen Anfängen ebenso
dargestellt wie der Einfluß von Bindungen bei
Erwachsenenund im hohen Lebensalter."
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- Neu:
SACHSE, Katrin
(2004): Der geheimnisvolle Code.
Single, Fremdgänger oder zuverlässiger Partner: Jeder
Mensch entwickelt schon in der Kindheit einen Bindungsstil.
Dieser prägt auch spätere Partnerschaften,
in: Focus Nr.38 v. 13.09.
- Kommentar:
Die Bindungsforschung lag bereits in
der formierten Gesellschaft der 50er Jahre im Trend.
Dass dies nun wieder
der Fall ist, ist kein Zufall, sondern die Folge der
gegenwärtigen Gesellschaftspolitik, die ein "Zurück zur
Familie" und lebenslange Bindungen als
"sozial"-staatstragend
propagiert.
In der
Bindungsforschung erscheint das Single-Dasein wieder als
abweichendes Verhalten und nicht als notwendige
Lebensphase, die Teil der
pragmatischen Partnerfindung
ist, oder als alternativer Lebensstil, der den eigenen
Bedürfnissen besser entspricht.
SACHSE stellt
anlässlich des Erscheinens des Buches
"Bindungen - das Gefüge psychischer
Sicherheit" die Ergebnisse der Bindungsforscher
Karin & Klaus E. GROSSMANN vor.
Im Gegensatz zur traditionellen
Bindungsforschung, die sich auf die Mutter-Kind-Beziehung
konzentrierte, wird hier auch die Vater-Kind-Beziehung
berücksichtigt.
SACHSE beschreibt im Artikel
drei Bindungsstile: den sicheren, den
unsicher-vermeidenden ("Vermeider") und den
unsicher-verstrickten ("Klammerer") Bindungsstil.
Die schlichte Botschaft
dieser Forschungsrichtung:
Bindungsstile werden in der
Familie reproduziert, d.h. das Risiko eigener Trennungen
und Scheidungen ist für Trennungs-bzw. Scheidungskinder
größer als für Kinder bindungssicherer Eltern.
Ergo sind die Chancen auf eine
lebenslange Partnerschaft bei zwei bindungssicheren
Partnern größer als bei anderen Partnerkonstellationen
(Bindungssicher - Vermeider, Bindungssicher - Klammerer,
Vermeider - Klammerer).
Nun kann man sich
bekanntlich seine Familie nicht aussuchen, d.h. ob man als
Erwachsener bindungssicher ist, ist in erster Linie
Schicksal.
Aber auch hier hat
SACHSE eine scheinbar frohe Botschaft.
Für diese ist der
Sozialpsychologe
Hans Werner BIERHOFF zuständig.
Der Psychologe ist der Ansicht,
dass Bindungsstile im Laufe der Lebensgeschichte verändert
werden können. Bindungssicherheit kann also gelernt
werden.
Ein bindungssicherer Partner
kann einen Klammerer oder einen Vermeider "umerziehen".
Das kann sich dann zur Lebensaufgabe auswachsen -
Enttäuschungen sind hier vorprogrammiert. Der
bindungssichere Partner muss darüber hinwegsehen (viel
"Frustrationstoleranz" ist hier notwendig!).
Apropos: Singles kommen
konsequenterweise nur im abstrakten Sinne vor. Dagegen
stehen außereheliche Affären (Pierre FRANCKH, der hat
gleich einen Ratgeber über sein Glück geschrieben;
bekanntlich sind Bekehrte die gnadenlosesten Missionare)
und ehelich abgesegnete serielle Monogamie (Joschka
FISCHER wird als Klammerer vorgestellt) im Vordergrund.
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Karin & Klaus E. Grossmann im WWW
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weiterführende
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