| |
|
[ Verzeichnis
der Single-Forscher/innen ] [ Autoren-Index ] [ News ] [ Suche ] [ Homepage ]
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Ralf
Dahrendorf in seiner eigenen Schreibe
|
|
| |
|
- DAHRENDORF, Ralf
(1997): An der Schwelle zum autoritären
Jahrhundert.
Die Globalisierung und ihre
sozialen Folgen werden zur nächsten
Herausforderung einer Politik der Freiheit,
in: Die
ZEIT Nr.47
- DAHRENDORF, Ralf
(1999): Was uns zusammenhält,
in: Badische Zeitung
v. 22.09.
- DAHRENDORF, Ralf
(2000): Zwei Gasthäuser in jeder Straße.
Soziale Bindung ist eine
gute Sache. Eine "gute Gesellschaft"
aber sollten wir uns nicht wünschen,
in: Die
ZEIT Nr.41 v. 05.10.
- DAHRENDORF, Ralf
(2000): Die globale Klasse und die neue
Ungleichheit,
in: Merkur. Deutsche
Zeitschrift für europäisches Denken,
H.11, November
- DAHRENDORF, Ralf
(2001): "Es ist uns noch nie so gut
gegangen".
Über Lebenschancen,
Freiheit und das, was zu tun bleibt,
in: Neue
Zürcher Zeitung v. 12.11.
- DAHRENDORF, Ralf
(2002): Klassen ohne Kampf, Kampf ohne Klassen,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 09.03.
- DAHRENDORF, Ralf
(2002): Liberale Ordnung.
Ein Plädoyer für Tätigkeit,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 06.04.
- Inhalt:
Globalisierung ist
für Ralf DAHRENDORF gleichbedeutend mit
Entdemokratisierung. Dies heißt für ihn
jedoch nicht das Ende der Demokratie,
sondern das Vorantreiben einer
"Reihe von zweitbesten Anwendungen
der Prinzipien der Demokratie".
Auf
internationaler Ebene geht es dabei um
die weitere Internationalisierung des
Rechts, wobei "der Nationalstaat und
die parlamentarische Demokratie
klassischen Zuschnitts Rückgrat der
Verfassung der Freiheit" sein soll.
Die Verabschiedung des Nationalstaats
hält DAHRENDORF für verfrüht:
"Tatsächlich ist nach wie vor die
für die Lebenschancen einzelner
ausschlaggebende Politik
nationalstaatlich verfaßt. Das gilt für
die gesamte Sozialpolitik; es gilt auch
für die Bildungspolitik, überhaupt die
Kulturpolitik."
DAHRENDORF
verurteilt die Tendenz, dass der
"Dritte Sektor" (auch Bürger-
bzw. Zivilgesellschaft genannt) zu stark
vom Staat vereinnahmt wird:
"Nichtregierungsorganisationen
verlieren so ihre notwendig
Unabhängigkeit und damit die Kraft, den
autoritären Tendenzen der Zeit wirksamen
Widerpart zu geben."
DAHRENDORF
plädiert für eine
staatsferne
Tätigkeitsgesellschaft, die er
den Tendenzen eines "neuen
Autoritarismus" einerseits und den
passiven couch
potatoes der
Zuschauerdemokraten andererseits,
gegenüberstellt.
- DAHRENDORF,
Ralf (2002): "Du hörst noch von uns!"
1944
war das Jahr, in dem Ralf Dahrendorf erwachsen
wurde. In einer Einzelzelle,
in: Welt
v. 03.08.
- Inhalt:
Vorabdruck aus der
Autobiographie "Über Grenzen"
- DAHRENDORF, Ralf (2003):
Demokratie mit dem Volk verbinden,
in: Süddeutsche Zeitung
v. 24.05.
-
DAHRENDORF, Ralf (2009): Nach der Krise: Zurück zur protestantischen
Ethik? Sechs Anmerkungen,
in: Merkur Nr.720,
Mai
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Ralf
Dahrendorf: Porträts und Gespräche
|
|
| |
|
- MAYER,
Karl Ulrich (1994): Anwalt einer offenen
Gesellschaft.
Das
Leben hat vielen liberalen Ideen des Soziologen
Ralf Dahrendorf recht gegeben,
in: Berliner
Zeitung v. 29.04.
- KIELINGER,
Thomas (2001): Argumente von '68 können Militanz
nicht verteidigen.
in:
Welt
v. 18.02.
- GLOGER, Katja (2002):
Die Stunde der Rattenfänger,
in: Stern
Nr.9 v. 21.02.
- HOFFMANN, Rainer
(2002): Lehrstunde in Demokratie.
Ralf Dahrendorf im
Gespräch,
in: Neue
Zürcher Zeitung v. 27.04.
-
SEIBEL, Andrea & Thomas KIELINGER (2002): "Deutschland nimmt eher Prozac, als sich mit natürlichen Mitteln zu helfen".
Lord Dahrendorf über den Reformstau, die Volksparteien, und die
deutsche Depression,
in: Welt v. 04.10.
- Kommentar:
Nach Meinung von DAHRENDORF steht Deutschland
besser da als die offizielle Politik dies darstellt, andererseits
ist die Stimmung mieser als sie sein müsste.
Nicht der
anspruchsgesättigte Bürger ist für DAHRENDORF das entscheidende
Problem, sondern die politische Klasse. Hoffnungen hegt DAHRENDORF
hier hinsichtlich der Generation der 40jährigen:
"Die 68er im weitesten
Sinne, die in irgendeiner Weise durch diesen Umkreis Geprägten,
haben nach wie vor das Heft in der Hand. Das ist besonders lästig,
da es in der Generation der 40-Jährigen einen freieren Umgang mit
vielen Themen gäbe. Das wird aber kommen".
Unverständlich bleibt
jedoch, dass DAHRENDORF ausgerechnet in dem Sozialpopulisten
Meinhard MIEGEL
jemanden sieht, der unorthodoxe Dinge zu sagen wagt.
-
CAMMANN, Alexander (2005): "Wir brauchen bewusste Bürger".
Öffentliche Bierflaschen und intellektueller Wirklichkeitssinn:
ein Gespräch mit Ralf Lord Dahrendorf und Paul Nolte über die
Bürgergesellschaft und ihre engagierten Intellektuellen, über
Antibürgerlichkeit und die Bindungskräfte der Gesellschaft,
in: TAZ v. 31.12.
-
SEIBEL, Andrea & Jacques SCHUSTER (2006): "Wir leben in normalen
Zeiten - die sind schlecht für Liberale".
Ein Gespräch mit Ralf Dahrendorf über den Begriff der Freiheit,
über den lächelnden Staat und Angela Merkels Unberechenbarkeit,
in: Welt v. 28.01.
-
LANG, Susanne & Jan FEDDERSEN (2008): "Der Minirock wurde nicht 1968
erfunden!"
Lord Ralf Dahrendorf würde es heute wieder tun: die FDP wählen.
Nur an den Mythos '68 glaubt er noch immer nicht - und auch nicht an
Wandel durch Parteien,
in: TAZ v. 05.04.
-
BAHNERS, Patrick & Alexander CAMMANN (2008): Keiner fragt, was mit
den Managermillionen geschieht.
Ralf Dahrendorf im Gespräch: Der internationale Turbokapitalismus
muss zivilisiert werden! Der Schlussgedanke von Hans-Ulrich Wehlers
"Deutscher Gesellschaftsgeschichte" klingt prophetisch. Kehrt die
Klassenfrage zurück?
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 10.10.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Ralf Dahrendorf in der
Debatte
|
|
| |
|
-
NOLTE, Paul (2002): Ein Leben wie
selbst erdacht.
Der Soziologe
Ralf Dahrendorf brachte den konsenssüchtigen Deutschen bei, den
Konflikt zu achten. Statt große Theorieprojekte zu verfolgen, mischte
auch er selbst lieber in politischen Debatten mit,
in: TAZ v. 20.08.
- KAUBE, Jürgen (2004):
Land (schon wieder) unter oder Wohin treibt die Zeitdiagnostik?
Von Ruckbüchern und anderen Möglichkeiten, über Deutschland
nachzudenken: Ein Rückblick auf zwei "Soziologien der Bundesrepublik",
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 11.05.
- Kommentar:
Jürgen KAUBE nimmt die
"Ruck-Bücher" von Paul NOLTE & Co. zum Anlass, um das Genre der
soziologischen Zeitdiagnostik anhand zweier Klassiker von
Helmut SCHELSKY
("Auf der Suche nach der Wirklichkeit") und Ralf DAHRENDORF
("Gesellschaft und Demokratie in Deutschland") im Hinblick auf das
Reflexionsniveau der Soziologie zu untersuchen.
KAUBE sieht in den Übertreibungen der
Zeitgeistdiagnostik eine Gefahr für die Selbstwahrnehmung der
Gesellschaft. Diese Sicht vertritt auch single-generation.de,
wenn vom
Terror der Individualisierungsthese
gesprochen wird.
"Zugleich tragen Übertreibungen und ein
Hang intellektueller Zeitdiagnostik hierzulande (...) vielleicht
selber zu jener Art von Zukunftsangst bei, die sowohl der
Konsumquote wie der Bereitschaft, Kinder zu haben, der sozialen
Kraft zu Experimenten wie der Fähigkeit zu individuellem Entscheiden
abträglich ist", formuliert KAUBE vorsichtig.
Während jedoch KAUBE hier einen
direkten Zusammenhang zwischen diesen wissenschaftlichen
Beschreibungen und dem Verhalten der Menschen herstellt, analysiert
single-generation.de die - durchaus divergenten - Interessen
der Mitte-Eliten an solcher Art von Zeitdiagnostik.
Schließlich ist es weder Zufall
noch logische Zwangsläufigkeit, dass ausgerechnet bestimmte
Zeitdiagnostiken Konjunktur haben. Die Selektivität der in
Deutschland gängigen Szenarien ist das, was zu erklären ist.
KAUBE arbeitet dagegen anhand von SCHELSKY und
DAHRENDORF die beiden Aufgaben der Zeitdiagnostik heraus.
Während er SCHELSKY als
Theoretiker der "nivellierten Mittelstandsgesellschaft" beschreibt,
wird DAHRENDORF als liberaler Konflikttheoretiker der
gesellschaftlichen Modernisierung vorgestellt:
"Keine Beschreibung der Bundesrepublik
wird von ihm heftiger (...) zurückgewiesen als die von der
»nivellierten Mittelstandsgesellschaft«. (...). Weder hätten sich
die wirtschaftlichen Positionen der Bürger relativ angeglichen, noch
ihr Konsumstil oder ihre Chancen auf Bildung. Dies dennoch zu
behaupten (...) entspreche genau der in der deutschen Gesellschaft
strukturell verankerten Neigung, Kulturpessimismus mit der Leugnung
und Minderschätzung von sozialen Konflikten zwischen Klassen und
anderen Interessengegensätzen zu verbinden."
- HABERMAS, Jürgen (2009): Jahrgang 1929.
Er lebt, denkt und schreibt aus der Erfahrung einer Generation, der
es nicht möglich war, zur Zäsur von 1945 nicht Stellung zu nehmen:
Eine Oxforder Rede zum achtzigsten Geburtstag von Ralf Dahrendorf,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 02.05.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Zum Tode von Ralf Dahrendorf
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Rezensionen
-
DÜRR, Tobias (2003): Das zerbrechliche Gut der Freiheit.
Liberalismus. Ralf Dahrendorf denkt über die globalen
Herausforderungen unserer Zeit nach,
in: Die ZEIT Nr.24 v. 05.06.
- MEYER, Martin (2003):
Freiheit, auch Ordnung.
Vorlesungen von Ralf Dahrendorf,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 15.05.
-
RULFF, Dieter (2003): Die Ordnung der Freiheit.
Der Liberale Ralf Dahrendorf analysiert die
Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und findet bewährte
Antworten. Er vertraut nicht auf die globale Demokratie,
sondern auf die Bürgergesellschaft,
in: TAZ v. 15.07.
-
GLOTZ, Peter
(2003): "Es kann auch ganz anders kommen".
Noch nie hatten so viele Menschen so große Lebenschancen
wie heute. Aber nach der Schwächung von Familie, Kirche und
Wohngemeinde sieht der Soziologe Ralf Dahrendorf auch den
letzten Halt - die Arbeitsgesellschaft - in Gefahr,
in: Psychologie Heute, August
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
 |
|
 |
| |
|
|
Inhaltsangabe
"Ist die Demokratie
am Ende? Hat sie eine Antwort auf die
Globalisierung, durch die immer mehr
Entscheidungen von größter
Tragweite auf demokratisch nicht
legitimierte politische Institutionen
und auf nicht mehr kontrollierbare
Großunternehmen verlagert werden?
Wie geht sie mit den sozialen Folgen
der wirtschaftlichen Globalisierung
um, die den Verlierern weniger
Chancen zu lassen scheinen, als sie
das Proletariat am Beginn der
Industrialisierung hatte? Wie wird
sie mit den neuen populistischen
Bewegungen eines Haider oder Bossi
fertig? Wie kann man die zunehmende
Apathie der Wähler aufheben, die
nicht mehr die Chance sehen, ihrem
Willen in demokratischen Prozessen
politisch geltend zu machen?
Schließlich: Wie könnte eine »neue
Demokratie« aussehen? Solchen und
anderen Fragen gelten die zehn
Gespräche, die Ralf Dahrendorf mit
dem italienischen Journalisten
Antonio Polito führt. In Wahrheit
sind hier aber durch die
Informationsdichte, die Präzision
der Analysen, den Gedankenreichtum
und den Mut zu eigenen Urteilen
meisterhafte politische Essays
entstanden. Hier spricht einer, der
wie wenige die Qualifikation als
Wissenschaftler, als Politiker und
als brillanter Journalist in sich
vereinigt. "
|
Ralf Dahrendorf in
Zitaten:
Die Hauptlinien der
neuen Konflikte
"Die globale Klasse sieht
sich mit zwei Hauptlinien des Konflikts
konfrontiert. Da ist einmal der sozusagen
klassische Konflikt, also der Kampf der neuen
Klasse mit ihrer historischen Vorgängerin.
Charles Leadbeater hat die Sprache geliefert,
die Tony Blair und andere seither aufgenommen
haben.
(...).
Die andere Hauptlinie des Konflikts ist die
schwierigere und beunruhigendere, die sich
aus der neuen Ungleichheit ergibt (...).
»Ungleichheit ist zu einem akuten,
chronischen und endemischen Merkmal moderner
Gesellschaften geworden.« Aber so wie
»Bildung, Bildung, Bildung« das Hormon zur
Stärkung der Macht der globalen Klasse ist,
ist »Arbeit, Arbeit, Arbeit« ihr Mittel
gegen die neue Ungleichheit, und es wird
nicht funktionieren. Jedenfalls wird es dann
nicht funktionieren, wenn wir jenen höchsten
Wert bewahren wollen, die Freiheit."
(Ralf Dahrendorf in Merkur
H.11/2000, S.1066f.)
Die neue Klasse der
Überflüssigen
"Die aufsteigende globale
Klasse (...) braucht nicht alle prinzipiell
verfügbare Arbeit. Sie braucht Computer,
aber nicht Arbeiter. (wenn ich ein Buch über
diese Klasse und die neuen Konflikte
schreibe, werde ich es Kapital ohne
Arbeit nenen.) Die Arbeit, die für
viele gefunden wird, hat daher etwas
Beliebiges, fast Überflüssiges."
(Ralf Dahrendorf in Merkur
H.11/2000, S.1065.)
Die Zivilgesellschaft
der Integrierten
"Freiwillige Tätigkeiten
werden von sozial Ausgeschlossenen nicht
ernst genommen. Im Gegenteil; wie wir gesehen
haben, sind es die gut Ausgebildeten und
Erfolgreichen, die aktiv am Leben der
Bürgergesellschaft teilnehmen."
(Ralf Dahrendorf in Merkur
H.11/2000, S.1065.)
Die Grenzen des
Kommunitarismus und Folgen
"Die globale Klasse will
(...) Gesellschaften haben, die
zusammenhalten. Der Kommunitarismus allein
wird das nicht erreichen und auch nicht die
Stärkung des freiwilligen Sektors von
Nicht-Regierungsorganisationen. Eben darum
ist Arbeit für alle so ein verzweifelt
wichtiges Thema geworden. Arbeit für alle
ist besonders nötig als Instrument der
sozialen Kontrolle. Was aber, wenn Menschen
die verfügbare Arbeit nicht wollen, weil sie
wohl wissen, daß sie nicht eigentlich
gebraucht werden? Dann muß man sie zur
Arbeit zwingen. Sozialleistungen müssen
gekürzt werden für alle, die nicht
arbeiten, auch wenn sie ledige Mütter mit
ganz kleinen Kindern sind. Sozialbetrug muß
schärfstens bekämpft werden, auch wenn
seine Ausmaße durchaus bescheiden bleiben.
(Ralf Dahrendorf in Merkur
H.11/2000, S.1066f.)
Entdemokratisierung und
neuer Autoritarismus
"Es gibt keinerlei
Beispiele für wirksame demokratische
Institutionen jenseits des Nationalstaates.
Doch operiert die globale Klasse eben dort,
also jenseits des Nationalstaates. Damit wird
die Demokratie zum Teil der »Kräfte des
Konservatismus«
(...).
An Stelle der Demokratie finden wir neue
Formen des Autoritarismus. Zum Teil sind
diese durchaus beabsichtigt. Menschen zur
Arbeit zu zwingen, auch wenn es durch
indirekte Mittel geschieht, ist eine
autoritäre Politik. (Das Recht auf Arbeit
ist ein Mißbrauch der Sprache, da es nicht
erzwingbar ist; das Recht, nicht zu arbeiten,
ist hingegen ein liberales Prinzip.)"
(Ralf Dahrendorf in Merkur
H.11/2000, S.1067)
Plädoyer für die
offene Gesellschaft
"es lässt sich wohl doch
darüber streiten, wie lobenswert es ist,
dass Singapur die einzige Regierung hat, die
arme Familien mit niedrigem Bildungsstand
dafür bezahlt, keine Kinder zu haben, und
umgekehrt gut verdienende Akademikerpaare
unter anderem durch Reisen auf
»Heiratsschiffen« zum Kinderkriegen
ermuntert.
Der Schluss aus solchen Erfahrungen ist
einfach, wenn auch nicht nur ermutigend. Die
gute Gesellschaft von oben - also die
gemachte und daher machbare gute Gesellschaft
- ist fast notwendig autoritär. Der
verordnete Einschluss aller macht
Andersdenkende zu Kriminellen und raubt den
vielen Mitmachern jene Chancen und Freuden,
die nur eine freie, offene Gesellschaft
vermitteln kann. Lebenswert sind
Gesellschaften nur, wenn ihre Qualität das
Werk ihrer Bürger ist (...).
Vielleicht ist es am Ende doch besser, die
Rede von der guten Gesellschaft aus unserem
Vokabular zu streichen. Offene Gesellschaft,
freie Gesellschaft - das sind ganz und gar
zureichende Ziele."
(Ralf Dahrendorf in der Zeit
Nr.41 vom 05.10.2000)
|
|
 |
|
 |
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Rezensionen
- HOFFMANN,
Rainer (2002): Lehrstunde in Demokratie.
Ralf Dahrendorf im
Gespräch,
in: Neue
Zürcher Zeitung v.
27.04.
- SONTHEIMER,
Kurt (2002): Demokratie in Zeiten der
Globalisierung,
in:
Die
ZEIT Nr.26 v.
20.06.
- REIFENRATH,
Roderich (2002): Glokal denken.
Ralf Dahrendorf
spricht über die Nöte der Demokratie,
in: Frankfurter
Rundschau v. 19.08.
|
|
| |
|
weiterführende
Links
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die
Inhalte externer Internetseiten
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|