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Reinhold Sackmann: Generationsanalyse sozialer Ungleichheit

 
       
     
       
     
       
   

Reinhold Sackmann in seiner eigenen Schreibe

 
     
   

Reinhold Sackmann im Gespräch

 
   
  • fehlt noch
 
       
   

Institutionalistische Generationsanalyse sozialer Ungleichheit
in: Marc Szydlik
(Hg.) Generation und Ungleichheit, Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften

 
   
 
 
   

Zitat:

Die Organisationsfähigkeit von Generationsinteressen

"Politische Unternehmer spielen eine wichtige Rolle bei der Organisation von Interessen, die nicht objektiv vorhanden, sondern auch kreativ geschaffen werden können.
(...).
Ein Beispiel für die zunehmende Organisierbarkeit auch von Generationsinteressen bietet die generational equity Debatte in den USA in den 1980er Jahren (...). Es standen sich (...) zwei Generationsverbände mit charakteristischen Problemen und Möglichkeiten gegenüber: AARP, einer der mitgliederstärksten Verbände der USA überhaupt, der die Interessen amerikanischer Rentner vertritt. Ein schlafender Riese, der aufgrund der Heterogenität der Mitgliederinteressen nicht immer kampagnefähig ist. Ihm gegenüber stand AGE, Americans for generational equity, ein kleiner issue-Verband, der von politischen Unternehmern geschaffen und professionell geführt wurde. Dieser Verband versuchte einen neuen frame zu setzen: »Generationengerechtigkeit«. Aus diesem frame konnten polarisierende Aussagen abgeleitet werden, wie die, dass die »Sozial«-Versicherung Rentenversicherung nicht sozial sei, da sie die »junge Generation« benachteilige. Der frame formiert (über eine ideologische Innovation) eine Interessenlage, die durch eine schnelle Medienverbreitung Aufmerksamkeit erregt. Ein issue war geschaffen. AGE zeigt allerdings auch die Grenzen der Macht von issue-Verbänden. Durch Skandale der politischen Unternehmer des Verbandes verlor er rasch an Glaubwürdigkeit ebenso wie durch das Bekanntwerden eines intensiven Sponsoring des Verbandes durch eigeninteressierte Finanzunternehmen.
Diese in Ansätzen auch in Deutschland erkennbare Organisationskonstellation verdeutlicht, dass »schwache Interessen« wie z.B. generationsspezifische Interessenlagen durchaus organisierbar sind." (2004, S.43)

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Generationsbegriff: Generationsbeziehungen und Generationsverhältnisse
2.1 Verschiedene Generationenbeziehungen
2.2 Begriffe
2.3 Institutionell mitbedingte Generationsverhältnisse

3 Generationen und Vergesellschaftsformen
4 Generationen und "neue" soziale Ungleichheit

 
 
 
       
   

Konkurrierende Generationen auf dem Arbeitsmarkt (1998).
Altersstrukturierung in Arbeitsmarkt und Sozialpolitik

Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Verlag

 
   
 
 

Inhaltsverzeichnis

Der Begriff des Alters in der Sicht der Theorie des Lebenslaufs - Figurationstheoretische Überlegungen zu einer Theorie des Lebenslaufs - Mengenrelationen von Generationen auf dem Arbeitsmarkt - Übergangsstrukturen von Generationen auf dem Arbeitsmarkt - Der Einfluß von Verrentungsprozessen und Mobilitätsprozessen auf die Arbeitsmarktrisiken von Berufseinsteigern - Gerechtigkeit im Generationenverhältnis - Zukunft der Lebenslaufsoziologie.

 
 
       
     
   

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Update: 19. Juli 2010