[ Verzeichnis der Single-Forscher/innen ] [ Autoren der Single-Generation ] [ News ] [ Suche ] [ Homepage ]

 
       
   

Sighard Neckel: Lebensstile in der Neidgesellschaft

 
       
     
       
     
       
   

Sighard Neckel in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • NECKEL, Sighard & Helmuth BERKING (1990): Die Politik der Lebensstile in einem Berliner Bezirk.
    Zu einigen Formen nachtraditionaler Vergemeinschaftung,
    in: Peter A. Berger & Stefan Hradil (Hg.) Soziale Welt, Sonderband 7 "Lebenslagen, Lebensläufe, Lebensstile", Göttingen: Schwartz, S. 481 - 500 (gemeinsam mit Helmuth Berking).
  • NECKEL, Sighard (1999): Peanuts-Pastorale,
    in:
    Kursbuch 136 "Schluß mit der Moral", Juni
  • NECKEL, Sighard (1999): Neid.
    Nicht Können, sondern Zufall bringt heute Erfolg. Das hat zerstörerische Folgen,
    in: Die ZEIT Nr.28 v. 08.07.
  • NECKEL, Sighard (2000): Die Mechanismen symbolischer Macht.
    Kabylen und Kapitalismus: Zum 70. Geburtstag von Pierre Bourdieu,
    in: Frankfurter Rundschau v. 01.08.
  • NECKEL, Sighard (2000): "Leistung" und "Erfolg".
    Zum Wandel sozialer Ungleichheit in der Marktgesellschaft,
    Vortrag auf dem 30. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Köln am 26.-29. September
    • gekürzte Fassung:
      NECKEL, Sighard (2000): Leistung versus Erfolg.
      Der Zufall von Reichtum und Ruhm - Zur symbolischen Ordnung der Marktgesellschaft,
      in: Frankfurter Rundschau v. 07.10.
  • NECKEL, Sighard (2001): Deutschlands gelbe Galle.
    Eine kleine Wissenssoziologie des teutonischen Neides,
    in: Kursbuch Nr.143, März, S.2-10
  • NECKEL, Sighard (2003): Kampf um Zugehörigkeit.
    Die Macht der Klassifikation in den inoffiziellen Sphären der Lebenswelt - ein oft übersehender Ungleichheitsfaktor,
    in: Frankfurter Rundschau v. 15.07.
  • NUTT, Harry (2009): Deutschlands schlechtes Gewissen.
    Brauchen wir einen neuen Gesellschaftsvertrag? (1): Gespräch mit dem Soziologen Sighard Neckel über Symbolpolitik in der Krise, den Start von Schwarz-Gelb und Sarrazins Leistungsbegriff,
    in: Frankfurter Rundschau v. 29.10.
  • Neu:
    TENZER, Eva (2009): "Kaum hat man Erfolg, muss man schon dem nächsten nachjagen".
    Wer heute Erfolg haben will, muss sich nicht nur gegen Konkurrenten durchsetzen, er muss auch dafür sorgen, dass sich der Erfolg ständig erneuert. "Mit dem Erfolg ist es wie mit einem Fahrrad: Entweder es läuft, oder es fällt um", meint der Soziologe Sighard Neckel. In seinem Buch Flucht nach vorn. Die Erfolgskultur der Marktgesellschaft zeigt er auf, was diese Dynamik für den Einzelnen bedeutet,
    in: Psychologie Heute,
    November
 
       
   

Sighard Neckel im Gespräch

 
   
  • THOMAS, Christian (2006): Einen Begriff einbürgern.
    Interview mit Sighard Neckel,
    in: Frankfurter Rundschau v. 20.10.
    • Inhalt:
      Sighard NECKEL erläutert u.a. den Unterschied der Begriffe "Unterschicht" und "Prekariat".
  • NUTT, Harry (2008): Die Selbsttäuschung der Banker.
    Gespräch mit Sighard Neckel,
    in: Frankfurter Rundschau v. 27.10.
    • Anmerkungen:
      Das System war Schuld, heißt es nun. Der Soziologe Sighard NECKEL widerspricht:
      "
      Natürlich ist es intellektuell verführerischer, das Finanzsystem und nicht konkrete Personen verantwortlich zu machen. Doch auch das wäre nur die halbe Wahrheit. Ein solches System wird ja von Akteuren geschaffen, die darin ihre Interessen und Begierden investieren. Die berüchtigten Boni-Zahlungen sind ja kein anonymer Systemeffekt des Finanzmarktes gewesen, sondern wurden von den Vorständen gezielt eingesetzt und gefordert. Aber die Banker haben an dem Finanzmarkt, der jetzt zusammengebrochen ist, nicht nur kräftig verdient. Mindestens ebenso wichtig war, dass er ihnen gesellschaftliche Bedeutung gegeben hat. Sie waren die »masters of the universe«. Auch wenn das vermessen und eine Selbsttäuschung war, durften sie sich zumindest so fühlen."
 
       
   

Sighard Neckel in der Debatte

 
   
  • WILLEKE, Stefan (1999): Diskrete Zeichen.
    Wer gilt was in Deutschland? Verschlüsselte Signale geben Auskunft über den sozialen Status von jeden. Ungleichheit ist modern im Land der gleichen Chancen,
    in: Die ZEIT Nr.22 v. 27.05.
    • u.a. ein Porträt von Sighard Neckel
  • Die Neidgesellschaft: Feindbild soziale Aufsteiger und die Kritik an der "Single-Gesellschaft"
  • Frank Nullmeier - Der Sozialstaat in der Neidgesellschaft
  • FUNCK, Gisa (2001): Glücksritter des rechten Augenblicks.
    Gerade mal 40 Prozent der deutschen Einkommen, schätzt der Wuppertaler Soziologe Sighard Neckel, werden überhaupt noch in einem Beruf verdient. Der Rest wird oft genug abgezockt, an der Börse, per Erbschaft, auf Staatskosten - oder in der Tombola,
    in: TAZ v. 05.12.
    • Inhalt:
      Gisa FUNCK stellt die Thesen des Soziologen Sighard NECKEL vor. Der Chronist der Neidgesellschaft sieht die althergebrachte Leistungsgesellschaft durch die Erbengeneration und die "Switcher" - Glücksritter der Gelegenheitsökonomie - bedroht. Ohne die Illussion , dass sich Leistung in Form von Lohnarbeit lohnt, sieht NECKEL die Gesellschaft auf dem Weg von der Neid- zur Wutgesellschaft, in der die Modernisierungsverlierer keine tröstende Ausrede mehr für ihr Losertum haben.
  • WENZEL, Uwe Justus (2005): Neue Perspektiven auf ein altes Thema.
    Die Macht der Gefühle und die Ohnmacht der Gefühlsingenieure,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 17.12.
    • Kommentar:
      Während Robert SPAEMANNs Aufsatz symptomatisch für den gegenwärtigen Zeitgeist ist, stellt WENZEL verschiedene Beiträge vor, die danach fragen, warum Gefühle wie Scham im Mittelpunkt des gegenwärtigen Interesses stehen.

                
      Ausführlich stellt er den Beitrag Emotion by design. Das Selbstmanagement der Gefühle als kulturelles Programm von Sighard NECKEL im Berliner Journal für Soziologie (Heft 3/2005) vor.
                
      Der Soziologe hat sich bereits vor über einem Jahrzehnt mit der weit verbreiteten These vom Sinken der Schamschwellen befasst.
                
      Dagegen muss die Befassung mit der Scham und anderen Gefühlen vielmehr im Zusammenhang mit dem neuen Kapitalismus gesehen werden. Dieser verlangt ein Gefühlsmanagement. WENZEL merkt zu den Kosten eines solchen Gefühlsmanagements an:
                
      "Sind die Gefühlsingenieure freie Wesen oder unfreie? Sowohl - als auch, wird man im Sinne Neckels antworten dürfen. Wer sich sein Seelenkostüm zwar selbst, aber nach Massgabe sozial erwünschter «positiver Emotionen» schneidert, liegt im Trend einer gesellschaftlichen Entwicklung, die zwei gegenläufige Bewegungen miteinander verzahnt: Fremd- und Selbstzwang, Aussensteuerung und Innensteuerung nehmen gleichzeitig zu. Das freilich führt dazu, dass sich «echte» von «falschen» Gefühlen kaum noch säuberlich trennen lassen. Andere Folgeerscheinungen mögen gravierender sein. Wer sich durch fortgesetztes mentales Training an den eigenen Gefühlen zu schaffen macht, wird damit weder die Leibgebundenheit der Emotionen überwinden noch den ihnen anhaftenden unbewussten Anteil ausschalten können. Wer dies dennoch versuche, so Neckel, mache leicht mit der Vergeblichkeit seines Unterfangens in Form von «nicht-intendierten Nebenfolgen» Bekanntschaft. Dazu zähle das epidemisch vorkommende «Burn-out-Syndrom»: «Die Erschöpfung, die in der emotionalen Arbeit entsteht, lässt das persönliche Gefühlsleben schliesslich zeitweilig völlig verarmen.» - Mental gesteuertes Gefühlstraining kann also zum Gegenteil dessen führen, was es verspricht.
                
      In dieses Bild passt die zunehmende Anfälligkeit für Depression, wie Neckel mit Hinweis auf den französischen Soziologen Alain Ehrenberg («Das erschöpfte Selbst», dt. 2004) andeutet."
 
       
   

Die Neidgesellschaft in der Debatte

 
   
  • LAU, Mariam (2001): "Good Neid, Ladies".
    Geschlechterkampf. Gibt es den noch? Oder schon wieder? Und was hat die Genom-Debatte mit dem Gebärneid zu tun?
    in: Tagesspiegel v. 09.03.
  • KALKA, Joachim (2001): Schoßkind des Glücks.
    Wer erkennt die Melodie? Nachrichten aus der Neidgesellschaft Entenhausen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 17.03.
Kursbuch-Thema: Die Neidgesellschaft
  • MICHEL, Karl Markus/KARSUNKE, Ingrid/SPENGLER, Tilman (2001): Die Neidgesellschaft, Kursbuch Nr.143, März, Berlin: Rowohlt
    • Rezensionen:
      • CLAUSSEN, Detlev (2001): Was wurde nur aus dem "Kursbuch"?
        Früher brauchte man das "Kursbuch", um mitreden zu können. Heute nicht mehr. Auch die neueste Nummer hat ihr Thema, die "Neidgesellschaft", verschenkt,
        in: Tages-Anzeiger v. 07.04.
      • REIBNITZ, Barbara von (2001): Neid, Gleichheit und Gerechtigkeit,
        in:
        Neue Zürcher Zeitung v. 18.04.
      • HELLMICH, Wolfgang (2001): In neidischer Gesellschaft,
        in:
        Neue Ruhr Zeitung v. 23.04.
      • RIEHL-HEYSE, Herbert (2001): Die Akte Gelb.
        Das Leben bietet viele Möglichkeiten, neidisch zu sein,
        in: Süddeutsche Zeitung v. 30.04.
  • WÜLLENWEBER, Walter (2001): Wo sozial draufsteht, ist oft unsozial drin,
    in:
    Kursbuch Nr.143, März S.11-22
    • Kommentar:
      Der Autor nennt einige Fälle von Missbrauch, um das ganze System damit ad acta legen zu können. Ansonsten eine neoliberale Sozialstaatskritik, die sich auf den Neid beruft, um die Eliten zu Opfern des Sozialstaats stilisieren zu können. Man sollte Sighard NECKEL lesen, um solch plumpe Rhetorik einordnen zu können.
  • KERSTING, Wolfgang (2001): Kritik der Verteilungsgerechtigkeit,
    in:
    Kursbuch Nr.143, März S.23-37
    • Kommentar
      Für KERSTING gilt das gleiche wie für WÜLLENWEBER.
  • HARTMANN, Michael (2001): Bildung und andere Privilegien,
    in:
    Kursbuch Nr.143, März S.37-52
    • Kommentar:
      Michael HARTMANN ist einer der wenigen Autoren im Kursbuch, die sich für den Sozialstaat einsetzen und die neoliberalen Positionen kritisch bewerten
  • ILLIES, Florian (2001): Generation Neid,
    in:
    Kursbuch Nr.143, März S.54-56
    • Kommentar:
      ILLIES macht wenig aus dem Thema, ist es doch gerade die jüngere Generation die den Sozialstaat in Verdacht hat, die Älteren würden zu Lasten der Jungen profitieren. Aber möglicherweise will ILLIES' "Generation Golf" den Sozialstaat aushungern, indem sie den Beitritt verweigert. ILLIES beschäftigt sich nur mit dem Generationenmythos 68.
  • HARTUNG, Klaus (2001): Der Neid und das Soziale,
    in:
    Kursbuch Nr.143, März S.65-94
    • Kommentar:
      Der 68er Klaus HARTUNG plädiert für die Zivilgesellschaft und gegen den Sozialstaat. Problematischen Neid gibt es nach HARTUNG nur im Sozialstaat. Singles dienen HARTUNG als Beispiel für die These, dass der Sozialstaat prinzipiell Neid erzeugt. Möglicherweise ist das aber kein Problem des Sozialstaats per se, sondern ein Problem mit welchen Zielen Sozialpolitik betrieben wird. Ob Lebensstilpolitik in der Zivilgesellschaft konfliktloser funktioniert, darüber wäre zu streiten...
  • SCHNEIDER, Peter (2001): Die Macht des Neides.
    Gesellschaftstheorie und Anthropologie bei SMITH, MANDEVILLE, ROUSSEAU und FREUD,
    in: Kursbuch Nr.143, März S.111-122
  • LAU, Mariam (2001): Geschlechterneid,
    in:
    Kursbuch Nr.143, März S.123-131
  • KALKA, Joachim (2001): Schoßkind des Glücks.
    Nachrichten aus Entenhausen,
    in: Kursbuch Nr.143, März S.139-149
    • Kommentar:
      Ein Beitrag, der sich erfreulich von jenen absetzt, die sich der Sozialstaatskontroverse verschrieben haben. KALKA geht es um die Verwechslung von Glück und Lifestyle. Wenn es um die Frage geht, warum Lebensstilpluralismus in einem Land wie Deutschland so unerträglich erscheint, dann liegt der Schlüssel vielleicht auch in der Verwechslung der "Kulissen des Glücks" (Gerhard SCHULZE) mit dem Glück selbst.
 
       
   

Mechanismen: Lebensstile in der Neidgesellschaft

 
   
  • FOCUS-Coverstory: was ist cool?
    Die Geschmacksdiktatur der Spaß-Gesellschaft. Wie Trends entstehen. Die aktuelle In & Out-Liste,
    in: Focus Nr.13 v. 26.03.
    • PAETOW, Stephan/BURKHARDT, Steffen/FROMME, Claudia/FORCHNER, Hanka/SCHÄRTL (2001): Was ist cool?
      Was gerade in oder out ist, bestimmen die Konsumenten selbst. Sie wissen es nur nicht. Wie Trends entstehen,
      in: Focus Nr.13 v. 26.03.
      • Kommentar:
        Genialität zeichnet einzig den russischen Schriftsteller Viktor PELEWIN aus, der eine In & Out-Liste präsentiert, auf der die gleichen Dinge sowohl "in" als auch "out" sind. Ansonsten wird Orientierung als "Lebenshilfe" nach dem Schema geboten, das PELEWIN ironisiert hat...
    • FROMME, Claudia (2001): Die neue Ersatzreligion.
      Ursprung des Trendbewusstseins ist die Liebe zu uns selbst. Eine zwiespältige Liebe, findet der Psychologe Alfred Gebert,
      in: Focus Nr.13 v. 26.03.
    • HARTMANN, Elke (2001): Der Bazillus Trendicus.
      Ansteckungsgefahr: Moden verbreitern sich wie Epidemien, behauptet Bestsellerautor Malcolm Gladwell,
      in: Focus Nr.13 v. 26.03.
    • SCHAERTL, Marika (2001): "Ich habe nie einen Trend verschlafen".
      Europas Style-Päpstin Li Edelkoort verrät Auto- und Duftkonzernen, was die Welt übermorgen will,
      in: Focus Nr.13 v. 26.03.
    • GOERGENS, Sven F. (2001): Die perfekten Pommes.
      Der ewig Zuspätgekommenen zum Trost: Wahre Hipster wollen nur eins - um keinen Preis mehr hip sein,
      in: Focus Nr.13 v. 26.03.
    • Mehr zum Thema:
      Das Coole in der Kulturindustrie - von der royalen Tristesse der Popliteraten bis zum Neuen Deprimismus eines Michel Houellebecq
 
       
   

Flucht nach vorn (2008).
Die Erfolgskultur der Marktgesellschaft
Frankfurt/New York: Campus

 
   
 
 

Klappentext

"In der Gesellschaft der Gegenwart hat die »Pflicht zum Erfolg« eine allgemeine Kulturbedeutung angenommen – in privaten Lebenswelten, im beruflichen Alltag, in der heutigen Ökonomie. Unfähig, die gesellschaftlichen Probleme zu lösen, welche der Markt hinterlässt, tritt der kulturelle Kapitalismus unserer Zeit im Erfolgskult die Flucht nach vorn in eine Lebensform an, in der das Ökonomische mehr oder minder subtil das Handeln, die Gefühle und die Sinnwelten regiert. Doch kehren im neuen Gewand auch alte Gegensätze zurück: Erfolg und Scheitern, Arm und Reich, Gewinner und Verlierer. Und hinter der allgegenwärtigen Rede von »Leistung« verbirgt sich der Vorrang des reinen Marktprinzips. Sighard Neckel rückt der Vermarktlichung der Gesellschaft mit kultursoziologischen Studien zu Leibe, die vor allem die Selbsttäuschungen und Paradoxien der heutigen Erfolgskultur aufdecken."

 
 
 
       
   
  • Rezensionen

    • fehlen noch
 
       
   

Die Macht der Unterscheidung (2000)
Essays zur Kultursoziologie der modernen Gesellschaft
Frankfurt/New York: Campus

 
   
 
 

Klappentext

"Die Kultur moderner Gesellschaften stellt sich als Schaufenster sozialer Gegensätze dar. In den Symbolwelten des Alltags spiegeln sich die Übergänge zwischen Knappheit und Überfluß, Aspiration und Mißlingen. Da kulturelle Praktiken gesellschaftliche Rangordnungen repräsentieren, beruht die Macht der Unterscheidung darauf, durch Distinktionen Vorteile und Prestige zu erlangen.
      
In seinen Essays schildert Sighard Neckel die Kleiderordnungen und das Gefühlsleben der sozialen Konkurrenz und erzählt von den Taktiken und Finessen alltäglicher Abgrenzungskämpfe. Auf seinen ethnographischen Streifzügen durch Szenen, Lebensstile und Milieus stellt Neckel präzise Beobachtungen an und berichtet von den Stichworten und Diskursen, die heute die modernen Formen sozialer Ungleichheit begleiten."

 
 
 
       
   
  • Rezensionen

    • ELLRICH, Lutz (2000): Hauptsache besonders.
      Sighard Neckels kultursoziologische Streifzüge durch die Pathologie des Individuellen,
      in: Frankfurter Rundschau v. 18.10.
    • WENZEL, Uwe Justus (2001): Die Macht der Unterscheidung.
      Sighard Neckels kultursoziologische Essays,
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 01.02.
 
       
   

Status und Scham (1991)
Zur symbolischen Reproduktion sozialer Ungleichheit.
Frankfurt/New York: Campus

 
   
 
 

Klappentext

"Hinter der schönen Fassade des souveränen Individuums lauert die soziale Angst vor gesellschaftlicher Degradierung und Unterlegenheit. Eine soziologische Untersuchung der Scham, jener alltäglichen Regung also, mit der Menschen auf die soziale Bloßstellung eigener Verfehlungen oder Schwächen reagieren, ist vor allem mit der Frage verbunden, wie in unserer Gesellschaft soziale Ungleichheit alltäglich reproduziert wird. Die leitende These ist, daß Scham in der Verarbeitung sozialer Ungleichheit eine ebenso wichtige Rolle spielt wie umgekehrt Strategien der Beschämung in der alltäglichen Machtausübung herrschender Schichten.
      
Der zeitdiagnostische Wert dieser Untersuchung liegt im Nachweis der Bedeutung von Scham- und Unterlegenheitsgefühlen in einer Gesellschaft, die von Individualisierung und neuartigen Formen sozialer Konkurrenz gekennzeichnet ist."

 
 
 
       
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

 
   
 
     
   
 
   
© 2002-2009
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 27. Dezember 2000
Update: 16. November 2009