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Kurzbiographie
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1994 Herausgeber des Buchs
"Das Single"
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Dozent für
Volkswirtschaftslehre an der
Universität Flensburg
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Gerd Grözinger
in seiner eigenen Schreibe
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Das Single (1994).
Gesellschaftliche Folgen eines Trends
Opladen: Leske + Budrich (vergriffen)
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Klappentext
"Immer
mehr Menschen leben allein. Mehr als ein Drittel
aller Haushalte besteht heute aus jungen oder alten
Singles, in Großstädten wie München oder Stuttgart
gar jeder zweite. Dazu kommen noch über eine Million
Alleinerziehende nur in den alten Bundesländern.
Diese Erosion der bisher noch dominanten Kleinfamilie
hat Auswirkungen weit über einen rein
familienpolitischen Rahmen hinaus, von denen einige
besonders wichtige in dem Band diskutiert werden. So
sind etwa weder die Sozialversicherungen auf diese
neue Herausforderung eingestellt, noch wissen die
Stadtplaner, ob und wie sie auf den ausgeweiteten
Wohnbedarf Alleinlebender oder deren unterschiedliche
Kommunikationsbedürfnisse eingehen sollen. Ebenfalls
wird der Mythos der Singles kritisch hinterfragt. Sie
bilden entgegen landläufiger Meinung keine homogene
Gruppe. Männliche und weibliche Muster unterscheiden
sich signifikant, wie auch das Bewußtsein west- und
ostdeutscher Alleinlebender. Nur im Fernsehen bieten
Singlemann und Singlefrau ein einheitliches
Traumprodukt und erfüllen damit mehr die ambivalenten
Projektionen unserer Zeit, als daß sie Aufklärung über
die schnellstwachsende Lebensform der Gegenwart
geben würden."
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Zitate
Entstehungszusammenhang des Sammelbandes
"Die Evangelische
Akademie Bad Boll hat (...) 1992 eine Tagung unter dem
Titel dieses Buches veranstaltet, die den neuesten
Erkenntnisstand für Deutschland offenlegen wollte und
besonderen Wert auf die Reflexion der
gesellschaftlichen Folgen legte. Aus den
überarbeiteten Referaten dieser Veranstaltung und
einigen thematisch wichtigen schriftlichen Ergänzungen
ist der vorliegende Band entstanden." (S.9)
Singledefinition
und Beschreibung des Wandels der Zusammensetzung der
Einpersonenhaushalte
"Nicht alle davon (Anm.d.Verf.:
Einpersonenhaushalte) sind natürlich Singles im heute
zumeist mitschwingenden Sprachgebrauch einer von
Angehörigen jüngerer und mittelalter Gruppen frei
gewählter Unabhängigkeit. An der Steigerung mitgewirkt
haben auch demographische Strukturveränderungen, die
vor allem eine Stärkung des Anteils Verwitweter mit
sich brachten. So waren z.B. in Baden-Württemberg 1989
von den 1,5 Mill. Einpersonenhaushalten etwas mehr als
ein Drittel in der Altersgruppe der über 60jährigen zu
finden. Aber: Ihre Zunahme gegenüber 1960 lag mit 186
% nur unwesentlich über der allgemeinen Steigerung der
zahl aller Einpersonenhaushalte um 171 %. Mehr als
verdreifacht hatte sich dagegen die Altersgruppe der
30 - 35jährigen Alleinlebenden, eine weniger
strukturell denn als Verhaltensänderung zu erklärenden
Entwicklung." (S.8)
familienrhetorische Darstellung des Anstiegs der
Einpersonenhaushalte
"Die
Standardeinheit »Vater & Mutter & Kind(er)«, an der
sich früher jede andere Lebensform als Abweichung maß,
hat den Spitzenplatz in der Haushaltsstatistik schon
an die Alleinlebenden abtreten müssen: »In der
Bundesrepublik ist inzwischen die Zahl der
kernfamilialen Haushalte kleiner als die Zahl der
Einpersonenhaushalte«. In absoluten Zahlen machte das
nach den letztvorliegenden Daten des Mikrozensus für
Anfang 1991 beträchtliche 11,9 Millionen Einwohner
aus." (S.8)
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Die Beiträge des
Sammelbandes
GRÖZINGER, Gerd - Einleitung
IMHOF,
Arthur E. - Von der schlechten alten Zwangsgemeinschaft zum
guten neuen Single?
OPASCHOWSKI, Horst W. - Singles:
Die Hätschelkinder der Konsumgesellschaft
POHL, Katharina - Singles im
Alltag. Sozio-demographische Aspekte der Lebenssituation
Alleinstehender
SCHLEMMER, Elisabeth
- "Singles" in den neuen Bundesländern und ihre Netzwerke
GUTSCHMIDT, Gunhild - Single mit
Satelliten
GSCHWIND, Friedemann - Neue
Lebensformen als städtebauliche Herausforderung
BUSCH, Susanne & Klaus DEIMER -
Lebensweisen und staatliche Rahmenbedingungen. Probleme und
Lösungsansätze anhand ausgewählter Beispiele
MÜLLER, Eggo - Zu Paaren
getrieben. Die neuen Liebes-Spiele im Fernsehen
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Die Tagung in den Medien
PLATEN, Heide (1992): Haßobjekt
für Stadtplaner.
Die Realität des Ein-Personen-Haushalts hat die
gesellschaftliche Norm (Kleinfamilie) eingeholt. Auf einer
Tagung am Wochenende in Bad Boll versuchten SoziologInnen,
StatistikerInnen, Sozialhistoriker und Stadtplaner das
Phänomen des frei- und unfreiwilligen Alleinelebens zu
ergründen,
in: TAZ v. 25.05.
PLATEN, Heide (1992): Das
Älterwerden verschlafen.
Arthur E. Imhof,
Prof. für Sozialgeschichte und historische Demographie an
der FU Berlin, zur veränderten Altersstruktur und zur
Verantwortung von Singles gegenüber der Gesellschaft,
in: TAZ v. 25.05.
PLATEN, Heide (1992): "Singles?
Gibt's doch nur in New York".
Ist es "Oma", der Student, geschieden oder alternativ?
Auf der Suche nach dem Phänotyp,
in: TAZ v. 25.05.
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PLATEN demonstriert an einem Mietshaus (siehe
auch
hier) die Vielfalt dessen, was heutzutage unter den
Begriff
"Single" subsumiert werden kann.
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weiterführende
Links
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