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Andreas Timm: Bildungsexpansion und Geburtenentwicklung

 
       
     
       
     
       
   

Andreas Timm in seiner eigenen Schreibe

 
     
       
   

Andreas Timm im Gespräch

 
   
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Die Veränderung des Heirats- und Fertilitätsverhaltens im Zuge der Bildungsexpansion (2006).
Eine Längsschnittanalyse für West- und Ostdeutschland.
In: Andreas Hadjar & Rolf Becker (Hg) Die Bildungsexpansion. Erwartete und unerwartete Folgen, Verlag für Sozialwissenschaften, S.277-309

 
   
 
 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ausgangslage

2.1 Bildungssystem und Bildungsbeteiligung im Zeitvergleich
2.2 Entwicklung der Eheschließungen, des Erstheiratsalters und der nicht ehelichen Lebensgemeinschaften
2.3 Geburtenentwicklung

3. Die Bildungsexpansion: beabsichtigte und unerwartete Folgen

3.1 Bildungsexpansion und der Übergang zur ersten Ehe
3.2 Die Geburt des ersten Kindes
3.3 Hypothesen zur Rolle der Bildungsexpansion für die erste Heirat und die Geburt des ersten Kindes

4. Daten und Methoden der Längsschnittanalyse

5. Empirische Längsschnittanalyse

5.1 Analyse der ersten Eheschließung von Männern und Frauen
5.2 Fertilitätsanalyse von Frauen

6. Zusammenfassung

Zitat:

Probleme bei der Schätzung der Kinderlosigkeit auf der Grundlage der Geburtenstatistik und der Mikrozensusdaten

"Die lebenslange Kinderlosigkeit auf der Grundlage der Geburtenstatistik zu schätzen, ist vor allem deshalb problematisch, weil erstens ausschließlich für bestehende Ehen die Geborenen nach der Geburtenfolge erhoben werden. Die Geburtenfolge für Geburten außerhalb von Ehen wird dagegen nicht erfasst. Damit werden Frauen nicht berücksichtigt, die zum ersten Mal ein Kind bekommen und nicht oder nicht mehr verheiratet sind. Und zweitens werden Frauen nicht einbezogen, die geschieden oder verwitwet sind und erneut heiraten. Somit wird beispielsweise ein drittes Kind, das in einer zweiten Ehe geboren wird, als erstes Kind in der bestehenden Ehe gezählt. Dazu kommt noch, dass für die jüngeren Alterskohorten die endgültige Kinderzahl noch nicht erreicht ist, da viele der jungen Frauen aus biologischer Perspektive noch Kinder bekommen können. Daher basiert das spätere generative Verhalten auf Schätzungen und nicht auf tatsächlich ermittelten Zahlen. Mit der Geburtenstatistik können ebenfalls keine bildungsspezifischen Aussagen gemacht werden, da Informationen über das Bildungsniveau fehlen.
Bei den Analysen mit Mikrozensusdaten über das spätere generative Verhalten muss bedacht werden, dass keine Angaben zu den von einer Frau geborenen Kindern abgefragt werden. Im Mikrozensus gibt es ausschließlich Angaben über im Haushalt lebende Kinder. Hinzu kommt, dass nicht zwischen leiblichen und nicht leiblichen Kindern differenziert wird. Als kinderlos werden also nicht nur tatsächlich kinderlose Frauen gerechnet, sondern auch Frauen, deren Kinder den Haushalt schon verlassen haben." (S.287)

 
 
 
       
   

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Update: 29. Januar 2007
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