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Angelika Poferl:
Ulrich Becks kosmopolitisches Projekt
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Angelika Poferl in ihrer
eigenen Schreibe
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- Neu:
POFERL, Angelika (2004): Sozialhilfe und Bürgerrecht.
Familien - oder
familienähnliche Strukturen - müssen den Wohlfahrtsstaat ersetzen,
diagnostizierte der Soziologe Heinz Bude in der taz. Ein
Widerspruch,
in: TAZ v. 09.03.
- Kommentar:
Angelika POFERL wagt drei zaghafte Einsprüche gegen
die Renaissance konservativer Familienwerte, die mittlerweile auch
von ex-linken Kreisen getragen wird. Aus primär mutterpolitischer
Perspektive kritisiert POFERL die
Männersicht von
Heinz BUDE.
Single-generation.de
vertritt dagegen den Standpunkt, dass die Geburtenkrise in erster
Linie ein Phantom ist, das der reibungsloseren Etablierung einer
Politik für die Mütterelite dient. Dies wäre nicht unbedingt
verwerflich, wenn nicht gleichzeitig die Diskriminierung und
Bestrafung von Kinderlosen betrieben werden würde.
Die
angebliche Gebärfaulheit der jüngeren Generationen ist das Produkt
einer normativen Bevölkerungsstatistik, die - aus politischen
Gründen - das Ausmaß der lebenslangen Kinderlosigkeit übertreibt.
Bereits
im Jahr 2000 wurde die dritte Welle des repräsentativen
Familiensurvey erhoben. Die Ergebnisse wurden erst im letzten Jahr
im Buch
"Partnerschaft und Familiengründung" veröffentlicht.
Die
Sensation wird - mehr oder weniger unscheinbar - von Gert HULLEN
geliefert, der das
"Tempo und Quantum der Reproduktion"
in Deutschland untersuchte.
Er
verglich dabei die Angaben der Bevölkerungsstatistiker mit den
Daten des Familiensurvey. Dabei ergab sich die - für
single-dasein.de wenig, für die Öffentlichkeit jedoch überaus
überraschende - Feststellung, dass eine große Kluft zwischen den
amtlichen Daten und den weniger lückenhafteren Daten des
Familiensurveys existiert.
Obgleich
die jüngeren Kohorten ihre Kinder später geboren haben, ist das
Ausmaß der Kinderlosigkeit - entgegen der sozialpopulistischen
Debatte - nicht gestiegen. Diese Aussage gilt vor allem für jene
in den 60er Jahren geborenen Frauen.
Erstmalig
wird in dem Beitrag von HULLEN bestätigt, dass die Berechnungen
der deutschen Bevölkerungswissenschaftler von ausländischen
Demografen nicht geteilt werden:
"Besonderes
Interesse verdienen die Ergebnisse des Familiensurveys zur Geburt
erster Kinder, indem sie deutlich machen, dass (...) Erhöhungen
des durchschnittlichen Erstgebäralters, Verringerungen des Tempos
also, durchaus einhergehen können mit einem gleichbleibendem
Quantuum." (2003, S.33).
HULLEN
verweist hierbei auf die Kritik der Demografen
John BONGAARTS
und LESTHAEGE. Einzig single-dasein.de hatte bislang diesen
Sachverhalt veröffentlicht.
Wo
bleiben die mutigen Journalisten, die diesen Skandal endlich
publik machen? Wer wagt dem neokonservativen Mainstream die Stirn
zu bieten?
Mit
Gerd BOSBACHs Kritik an der Bevölkerungsvorausberechnung
(leider ebenfalls nur zaghaft vorgetragen) ist zumindest ein
Anfang gemacht.
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Klappentext
"Die von Ulrich Beck entwickelte
Theorie einer Reflexiven oder Zweiten Moderne hat
die sozialwissenschaftliche Debatte in Deutschland
und zunehmend auch auf internationaler Ebene
maßgeblich beeinflusst. Sie baut auf der These eines
epochalen Wandels moderner Gesellschaften, d.h.
eines Grundlagenwandels von
gesellschaftsverändernder Gestalt und Reichweite
auf. Aktuelle Konsequenz ist die Perspektive einer
Kosmopolitischen Soziologie, die die Fesseln
nationalstaatlichen Denkens abstreift und zu einer
grenzüberschreitenden, von humanistischen Ansprüchen
getragenen Analyse gesellschaftlicher Wirklichkeit
gelangt. Mit dem eindringlichen Plädoyer Moderne
»anders« zu denken und zu gestalten, sind zentrale
Problem- und Fragestellungen der Gegenwart berührt.
Der Band lädt zu einer Diskussion des offenen
Projektes einer kosmopolitischen, reflexiven Moderne
und ihren theoretischen, praktischen und politischen
Herausforderungen ein. Er versammelt u.a. Beiträge
von Jürgen Habermas, Bruno Latour, Aihwa Ong und
Richard Sennett zur Risikothematik, zur
Individualisierung, zu Politik und Demokratie, zur
Globalisierung und zu themenübergreifenden Aspekten
des Beckschen Werkes. »Insider« sind damit ebenso
angesprochen wie das breiter interessierte
Fachpublikum."
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Die Beiträge des
Buchs
- BOLTE, Karl Martin - Grußwort
- POFERL, Angelika & Natan SZNAIDER - Auf
dem Weg in eine andere Soziologie. Einleitung
- LATUR, Bruno - An Imaginary Dialogue on
Modemity 2.2
- KOENEN, Elmar J. - Leitmotive. Thematische
Kontinuitäten im Werk von Ulrich Beck
- BONß, Wolfgang & Christoph LAU - Reflexive
Modernisierung - Theorie und Forschungsprogramm
- BECKER-SCHMIDT, Regina - Selbstreflexion
als wissenschaftliche Urteilskraft, Reflexivität als soziales
Potential. Notizen zu Ansätzen kritischer Theorie
- LASH, Scott - Reflexivity and Singularity
- ONG, Aihwa - Assembling around SARS:
Technology, Body Heat, and Political Fever in Risk Society
- URRY, John - Risks and Mobilities
- BERGER,
Peter - Individualisierung als Integration
- HITZLER,
Ronald & Michaela PFADENHAUER -
Individualisierungsfolgen.
Einige wissenssoziologische Anmerkungen zur Theorie reflexiver
Modernisierung
- HAJER, Maarten - The Art of Engagement
- GRANDE, Edgar - Politik gegen
Institutionen? Die neuen Souveräne der Risikogesellschaft
- KALDOR, Mary - Democracy without Enemies
Revisited
- HABERMAS, Jürgen - Das Völkerrecht im
Übergang zur postnationalen Konstellation
- BAUMAN, Zygmunt - Living (Occasionally
Dying) Together in a Full World
- LEVY, Daniel - The Cosmopolitan
Figuration: Historicizing Reflexive Modernization
- HELD, David - Cosmopolitanism:
Globalization Tamed
SASSEN, Saskia - Managing Risk in Global Electronic Markets: The
Need for Financial Centers
- ADAM, Barbara - Cosmopolis and Chronopolis.
Towards a Responsible Polity of Spatial and Temporal Equity
-
SENNETT, Richard - The Foreigner
- SCHULZE,
Gerhard - Rettungsversuche am Rande epistemologischer
Verzweiflung
-
NASSEHI, Armin - Die Ästhetik der
Erreichbarkeit und Benennbarkeit. Eine unsachliche Kritik
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Weiterführende
Links
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