"Wie hat man sich die weitere
Entwicklung von Gesellschafts- und
Familienstrukturen vorzustellen? ExpertInnen aus
Soziologie und Psychologie entwerfen Szenarien für
die nächsten Jahrzehnte und geben damit wichtige
Hinweise auf zukünftige Aufgaben in
Familienforschung und Familienpolitik.
Die AutorInnen
loten Zukunftspfade von familialen und anderen
privaten Lebensformen aus. So entstehen Prognosen
und Szenarien, die die Dynamik des Wandels besser
verstehen lassen. Dabei geht es weniger darum, durch
Vorhersagen unsere Neugierde zu befriedigen, wie die
Welt tatsächlich einmal aussehen wird, sondern eher
darum, aktuelle Hoffnungen oder Wünsche, aber auch
Warnungen zum Ausdruck zu bringen. Szenarien sind
Beschreibungen möglicher Zukünfte. Ihr Sinn besteht
auch darin, besser zu sehen, was wir tun müssten, um
bestimmte Entwicklungen zu fördern oder zu
verhindern.
In diesem Sinn
versuchen die AutorInnen - durchaus auch spekulativ
- Szenarien zu entwickeln, wie die jeweilige
Situation, sich in zwanzig bis dreißig Jahren
darstellen könnte. In diesem Sinne von »social
fiction« können die Beiträge so nicht nur eine
mögliche Entwicklung verdeutlichen, sondern auch
Hinweise für die kommenden Aufgaben der
Familienforschung und angrenzender
Forschungsgebiete, aber auch der Familienpolitik,
liefern."