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Hans Bertram: Die Mehrkinderfamilie in Deutschland

 
       
     
       
   

Die Mehrkinderfamilie in Deutschland (2008).
Zur demographischen Bedeutung der Familie mit drei und mehr Kindern und zu ihrer ökonomischen Situation. Expertise für das Kompetenzzentrum für familienbezogene Leistungen im BMFSFJ
(herausgegeben vom BMFSFJ)

 
   
 
 

Zitat:
Nicht die Kinderlosigkeit, sondern das Verschwinden der Mehrkinderfamilie ist hauptsächlich für den Geburtenrückgang in Deutschland verantwortlich

"Manche Autoren sehen in der steigenden Kinderlosigkeit in Deutschland mit angeblich 36 Prozent eine der Hauptursachen für die geringen Geburtenraten in Deutschland (Adema OECD 2007). So überzeugend solche Thesen zunächst auch zu sein scheinen, so halten sie empirischen Überprüfungen nicht stand. Vergleicht man ausgewählte europäische Länder mit unterschiedlichen Geburtenraten, so zeigt sich, dass die Geburtenentwicklung in Deutschland im Wesentlichen durch das Verschwinden der Mehrkinderfamilie geprägt ist." (S.5)

 
 
       
   
  • Das Gutachten in Debatte

  • NIEJAHR, Elisabeth (2008): Die Legende von der Kinderlosigkeit.
    Wenn der Staat will, dass die Zahl der Geburten zunimmt, sollte er die Großfamilien besser fördern,
    in: Die ZEIT Nr.10 v. 28.02.
  • WEHNER, Markus (2008): Drei, vier, viele Kinder,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 05.05.
    • Inhalt:
      WEHNER berichtet über ein Gutachten von Hans BERTRAM über das Verschwinden der Mehrkinderfamilie:

                  "Anders als die öffentliche Debatte es nahelegt, ist nicht der Gebärstreik der Akademikerinnen ursächlich für die geringe Kinderzahl (...). Damit die Bevölkerungszahl nicht sinkt, braucht es 210 Kinder auf 100 Frauen. In Deutschland fehlen dafür 70 Kinder: zwanzig wegen der gestiegenen Kinderlosigkeit; die anderen 50 sind diejenigen, die früher als dritte, vierte oder weitere Kinder aufwuchsen."
                  Für WEHNER ist es einzig die traditionelle Familie, die die bevölkerungspolitische Bestandserhaltung garantiert:
                  "Eltern, die zwölf Jahre als Ehepartner zusammenleben, haben demographisch traumhafte 2,2 Kinder, wenn die Mutter zu Hause ist; bei Teilzeitarbeit der Mutter sind es noch 1,8. Die Ehe ist entscheidend, damit es (viele) Kinder gibt. Umstände, die sie fördern, wie das politisch heftig bekämpfte Ehegattensplitting, kommen in großem Maß Eltern mit Kindern zugute."
 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 30. März 2008
Update: 04. Dezember 2009