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Hans-Peter Blossfeld : Das Bildungssystem als Heiratsmarkt

 
       
     
       
     
       
   

Hans-Peter Blossfeld in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • BLOSSFELD, Hans-Peter & Andreas TIMM (1997): Der Einfluß des Bildungssystems auf den Heiratsmarkt. Eine Längsschnittanalyse der Wahl des ersten Ehepartners im Lebenslauf. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 49, H.3, S.440-476
 
       
   

Hans-Peter Blossfeld im Gespräch

 
   
  • GERBERT, Frank (2004): "Unter dem eigenen Niveau".
    Warum finden kluge Frauen oft keinen Mann? Die Antwort liegt in der Geschlechterarithmetik - So der Soziologe Hans-Peter Blossfeld,
    in: Focus Nr.43 v. 18.10.
  • Neu:
    GOERGENS, Sven F. (2008): "Einen Gefährten auf Augenhöhe finden".
    Der Soziologieprofessor Hans-Peter Blossfeld erklärt, warum sich mehr denn je Gleich zu Gleich gesellt,
    in: Focus Nr.19 v. 05.05.
 
       
   

Who Marries Whom? (2003).
Educational Systems as Marriage Markets in Modern Societies
(herausgegeben zusammen mit Andreas Timm)

Dordrecht/Boston/London: Kluwer Academic Publishers

 
   
 
 

Klappentext

"This is the first cross-national study of the educational system as an increasingly important marriage market. Educational expansion and the rising educational participation of women have increased the rate of "assortative meeting" and "assortative mating" across birth cohorts. The book shows that social inequality is growing because increasingly better (and worse) educated single men and women pool their economic and cultural advantages (and disadvantages) within couples. It demonstrates that there has been an increasing closure of social structure and social networks as an unintended consequence of educational expansion.

The book is theoretically driven and combines demographic and sociological approaches with rational choice theory to explain assortative mating. Using life-history data from a broad range of industrialized countries and longitudinal statistical models, the book analyzes the process of spouse selection in the life courses of single men and women. The countries included vary widely in important characteristics such as demographic behavior and institutional characteristics. The life course approach explicitly recognizes the dynamic nature of partner decisions, the importance of educational roles and institutional circumstances as young men and women move through their life paths, and the accumulation of advantages and disadvantages experienced by individuals.

Who Marries Whom is of interest to sociologists, demographers, economists and students of social structure, social inequality, social and demographic change."

Zusammenfassung der Ergebnisse:

Zielsetzung und Gegenstand der Studie

"In einer gerade veröffentlichten international vergleichenden Studie, die von Professor Dr. Hans-Peter Blossfeld (Universität Bamberg) und Dr. Andreas Timm (Universität Bremen) geleitet wurde, ist die Rolle des Bildungssystems als Heiratsmarkt in dreizehn Ländern genauer untersucht worden. Zu den einbezogenen Ländern gehören Deutschland, Belgien, Frankreich, die Niederlande, Italien, Spanien, Großbritannien, die Vereinigten Staaten von Amerika, Dänemark, Schweden, Ungarn, Slowenien und Israel. Auf der Grundlage von Längsschnittdaten wurden in diesen Ländern jeweils die Prozesse der Partnerwahl im Lebenslauf von ledigen Männern und Frauen Schritt für Schritt nachgezeichnet und im Generationenverlauf analysiert. In den Untersuchungen wurde insbesondere Wert gelegt auf die Nachzeichnung der dynamischen Natur der Partnerentscheidungen, die Bedeutung der Bildungsbeteiligung für die Partnerwahl und die durch die Paarbildung ergebende Kumulation von Vorteilen und Benachteiligungen im Lebenslauf."

Steigende Bildungshomogamie im intergenerationellen Vergleich

"Die Studie zeigt klar, dass in den letzten 50 Jahren in den meisten modernen Gesellschaften das Bildungssystem zu einem immer wichtigeren Partnermarkt geworden ist und dass damit die Bildungshomogamie über die Generationen deutlich angestiegen ist.

Aus der Sicht des Lebenslaufs bedeutet Bildungshomogamie zunächst, dass sich die bisher im Lebenslauf individuell erfahrenen Benachteiligungen und Bevorzugungen durch Heirat noch einmal vergrößern, weil dann die Hochqualifizierten hochqualifizierte Partner und die Wenigqualifizierten wenigqualifizierte Partner heiraten."

Wachsende soziale Ungleichheit durch Bildungshomogamie

"Da Bildung in nachindustriellen Gesellschaften ein zentraler Faktor für den Berufserfolg (den sozialen Status, das Einkommen, die Klassenlage und die Mobilitätschancen) ist, bedeutet steigende Bildungshomogamie über die Generationen, dass es im Prozess der Paarbildung zu einer wachsenden Kumulation sozialer Ungleichheiten, zur Schließung sozialer Kreise und indirekt zu einer Vergrößerung der sozialen und ökonomischen Unterschiede kommt, unter denen dann die jeweils nächste Generation der Kinder aufwächst. Mit anderen Worten, in den meisten Industrieländern hat sich im Zuge der Bildungsexpansion und der Abnahme geschlechtsspezifischer Bildungsungleichheiten - gleichsam hinter dem Rücken der Individuen und völlig ungeplant - die soziale Ungleichheit verstärkt."

Empirische Widerlegung der Individualisierungsthese

"Die Ergebnisse widersprechen insbesondere der Modernisierungs- und der Individualisierungstheorie, die davon ausgehen, dass sich die sozialen Ungleichheiten in der nachindustriellen Gesellschaft immer mehr auflösen. Stattdessen zeigt sich, dass es im Zuge der Bildungsexpansion sowohl zu einem Abbau sozialer Strukturierungen (z. B. hinsichtlich der Angleichung der geschlechtsspezifischen Bildungschancen) kommt, als auch zu neuen Strukturbildungen, die die soziale Ungleichheit an anderer Stelle verstärken. Man kann auch sagen, dass Individualisierungsprozesse an anderer Stelle mit Neustrukturierungsprozessen einhergehen."

Die Ursachen der steigenden Bildungshomogamie

"Wie lässt sich die steigende Bildungshomogamie über die Kohorten hinweg erklären und verstehen? Partner- und Heiratsentscheidungen sind zunächst das Ergebnis eines langfristigen, kumulativen Lebenslaufprozesses. Die Grundlagen für diese Entscheidungen werden bereits in der Herkunftsfamilie gelegt und die Entscheidungskontexte verzweigen sich dann Schritt für Schritt während der Bildungs- und Berufskarriere. Im Lebenslauf ist dieser Prozess mit einer kontinuierlichen Restrukturierung der sozialen Netzwerke und der Interaktionsbeziehungen verbunden. Da die Partner- und Heiratsentscheidungen vor allem in der Übergangsphase vom Jugendlichen zum Erwachsenen getroffen werden, werden sie auch durch die Struktur des Bildungssystems maßgeblich beeinflusst."

Der Einfluss des Bildungssystems auf den Prozess der Partnerwahl

"Vor diesem Hintergrund hat das Bildungssystem drei wichtige Konsequenzen für den Prozess der Partnerwahl: (1) Da der Ausbildungsprozess eine Abfolge von Hürden ist, scheiden die Wenigerqualifizierten jedes Geburtsjahrgangs früher aus dem Qualifikationsprozess aus. (2) Für die im Bildungssystem verbleibenden Männer und Frauen erhöhen sich damit die Kontaktchancen zu Gleichqualifizierten mit zunehmendem Bildungsniveau (...). (3) Da die Ausbildung in der Regel mit ökonomischer Abhängigkeit der Schüler und Studenten (von den Eltern oder dem Staat) verbunden ist, sind diese während der Ausbildung in der Regel nicht zur Heirat bereit. Die jeweils in der Ausbildung Befindlichen schieben deswegen häufig ihre Heiratsentscheidung bis zum Abschluss der Ausbildung auf. (4) Der Ausbildungsabschluss ist deswegen auch häufig eine wichtige Bedingung für die Heiratsentscheidung und die Absolventen treffen diese Entscheidungen dann in um so kürzerer Zeit nach Abschluss der Ausbildung, je länger sie diese jeweils im Bildungssystem aufgeschoben haben. (5) Das frühere Eintreten der Wenigerqualifizierten in den Arbeitsprozess ist schließlich mit einem früheren Anstieg von Kontakthäufigkeiten zu Personen mit heterogenen Merkmalen wie Alter, Beruf oder Bildung verbunden, so dass die Homogamieneigung bei geringerem Ausbildungsniveau niedriger ist."

Die geschlechtsspezifischen Konsequenzen des Wandels von der Allein- zur Doppelverdienerehe

"Die Studie von Blossfeld und Timm hat (...) insbesondere geschlechtsspezifische Präferenzen in Bezug auf das Bildungsniveau der Partner betrachtet. (...).

Bei traditioneller geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung in der Familie und auf dem Arbeitsmarkt, wie sie bei den älteren Kohorten der Studie von Blossfeld und Timm noch ausgeprägt war, entsteht (...) eine wechselseitige Abhängigkeit zwischen den Geschlechtern und die Orientierungen von Männern und Frauen unterscheiden sich in Bezug auf die Bildung beträchtlich."

Das traditionelle Heiratsverhalten: Aufwärtsheirat der Frau und Abwärtsheirat des Mannes

"Da sich das Haushaltseinkommen und der Status der traditionellen Familie (z. B. in den 60er Jahren) vor allem über das Erwerbseinkommen des Mannes bestimmte, haben Frauen Männer mit einer guten Ausbildung und damit hohem Einkommenspotential bevorzugt. Das Interesse der Frauen hinsichtlich des Bildungsniveaus der Männer war damit strukturell eindeutig.

Bei den traditionellen Männern war das allerdings nicht so klar. Die Präferenzen sind hier eher doppeldeutig. Zum einen ziehen traditionelle Männer dann von ihrer Partnerin die größten Vorteile, wenn ihnen diese möglichst ähnlich ist; andererseits sind sie wegen der komplementären geschlechtsspezifischen Rollenstruktur aber auch an Frauen interessiert, die nicht zu viel in ihre eigene Karriere und damit in ihre marktmäßig verwertbare Ausbildung investieren. Mit anderen Worten, die Ausbildung der Frauen ist für traditionelle Männer erstens von geringerer Bedeutung und zweitens, wenn Ausbildungsfragen ins Spiel kommen, präferieren traditionelle Männer möglichst gleichqualifizierte Frauen mit geringer Erwerbsorientierung.

Da in einem solchen traditionellen Regime (wie etwa in den 60er Jahren) die Frauen andere Lebenspläne haben als Männer und durchschnittlich weniger in ihre Bildung investieren als diese, werden die Frauen rein strukturell häufiger nach oben und die Männer rein strukturell häufiger nach unten heiraten müssen.

Bei den älteren Geburtsjahrgängen zeigt sich diese traditionelle Aufwärtsheirat der Frauen in der Studie von Blossfeld und Timm in allen Ländern zunächst sehr deutlich. Im Kohortenverlauf schwächt sich diese Tendenz dann aber rasch ab, da die lebenslange marktvermittelte Erwerbsarbeit zunehmend zu einem zentralen Bestandteil der Lebenskonzeption der (Ehe)Frauen wird. Dieser Wandel bewirkt nicht nur, dass der Ausbildungsprozess im Leben jeder jüngeren Generation von Frauen zunehmend wichtiger wird - mit all seinen Konsequenzen für die strukturelle Chance gleichqualifizierte Partner zu treffen. Er verändert auch das Entscheidungskalkül jeder jüngeren Generation von Männern. Denn bei moderner geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung bestimmt sich das Haushaltseinkommen (und der „Lifestyle“ der Familie) zunehmend auch über die Erwerbstätigkeit der Frauen. Das heißt, die Frauen übernehmen zunehmend einen Teil der Ernährerrolle und die Bildung beider Partner ist für den sozialen Status junger Paare zunehmend wichtig."

Die Zunahme der allein stehenden Frauen als Konsequenz der gewünschten Aufwärtsheirat bei jungen Frauen

"Junge Frauen präferieren (...) noch immer Männer mit möglichst hoher oder zumindest gleicher Bildung (und das erklärt in der Studie von Blossfeld und Timm bei jungen Frauen in allen Ländern die noch immer relativ geringe Neigung einen geringer gebildeten Mann als Partner zu wählen bzw. einen geringer gebildeten Partner zu heiraten). Bei den jungen Frauen tritt mit zunehmender Bildung deswegen ein gewisser »Ceiling Effekt« ein und ihr »Heiratspool« wird mit zunehmender Bildung immer kleiner. Insbesondere gebildete Frauen bleiben somit, falls sie keinen gleich- oder besserqualifizierten Mann finden, lieber alleinstehend. Unter den qualifizierten Frauen steigt deswegen die Quote der Alleinstehenden rasch über die Kohorten an."

Abnahme der Abwärtsheirat bei jungen Männern

"Aber auch junge Männer bevorzugen jetzt zunehmend Frauen mit möglichst hoher Bildung (und Einkommen) und dies erklärt die starke Abnahme des Anteils der jeweils jüngeren Männer, die noch nach unten heiraten (obwohl es für diese Männer noch immer sozial akzeptabel und »normal« ist, auch nach unten zu heiraten)."

Geringe Heiratschancen von unqualifizierten Männern

"Vor allem unqualifizierte Männer sind aber unattraktive Heiratspartner und sind deswegen zunehmend unter den Alleinstehenden zu finden."

Bildungsexpansion und Präferenzwandel im Übergang von der Alleinverdiener- zur Doppelverdienerehe als Faktoren, die Bildungshomogamie begünstigen

"In der Konkurrenz um möglichst attraktive Partner kommt es dann bei Männern und Frauen zu einem Konkurrenz- und Sortierungsprozess von oben nach unten, mit dem Ergebnis, dass sich vor allem die Gleichqualifizierten finden. Das heißt, nicht nur die im Zuge der Bildungsexpansion verbesserten Kontaktchancen zu gleichqualifizierten Partnern begünstigt die Bildungshomogamie, sondern auch der Wandel der Präferenzen im Zuge des Übergangs von der Alleinverdienerehe zur Doppelverdienerehe."

Der Einfluss der Herkunftsfamilie auf die Ehepartnerwahl

"Nicht wenige Männer und Frauen steigen (...) gegenüber ihrer Herkunftsfamilie bildungsmäßig auf (oder ab) und korrigieren diesen Bildungsaufstieg (-abstieg) durch eine Abstiegs- (Aufstiegsheirat) wieder. Das gelingt diesen Bildungsauf- und -absteigern deswegen sehr häufig, weil sie neben ihren Kontaktnetzen im Bildungssystem noch auf die Kontaktnetze ihrer Herkunftsfamilie zurückgreifen können.

Das heißt, neben dem Heiratsmarkt »Bildungssystem« bleiben noch soziale Netzwerke wichtig, die sich über die Familie vermitteln."

Nichteheliche Lebensgemeinschaften und der Einfluss der Bildungshomogamie auf die Scheidungsraten

"Man könnte gegen die Untersuchung von Blossfeld und Timm einwenden, dass die Männer und Frauen heute zunehmend in nichtehelichen Gemeinschaften leben, insgesamt weniger heiraten und sich mehr scheiden lassen als früher. Das ist richtig, aber die in dieser Studie berichteten Ergebnisse ändern sich durch diese Veränderungen nicht grundsätzlich, denn:
(1) es zeigt sich, dass auch nichteheliche Partnerschaften hoch bildungshomogam sind;
(2) es verstärkt sich der Selektionsprozess im stufenweisen Prozess von »ledig« über die »nichteheliche Gemeinschaft« zur »Ehe« sogar noch, weil sich bildungsungleiche Paare rascher und häufiger trennen. Das heißt, nichteheliche Lebensgemeinschaften stellen sozialstrukturell sogar einen zusätzlichen Filter dar (darüber hinaus ist zu bemerken, dass noch immer weit mehr als 80-85 Prozent eines Geburtsjahrgangs bis zur Mitte ihres 3. Lebensjahrzehnts zumindest ein Mal heiraten).
(3) schließlich zeigen die Untersuchungen von Blossfeld und Müller auch, dass die Scheidungsneigung bei bildungshomogamen Paaren niedriger ist. Die höchste Scheidungsneigung haben Paare, bei denen die Frauen einen weniger qualifizierten Partner geheiratet haben. Sie verstoßen gegen die soziale Norm und müssen sich mit einer kritischeren Umwelt auseinander setzen.
"

 
 
 
       
   
  • Die Beiträge

  • BLOSSFELD & TIMM - Educational Systems as Marriage Markes in Modern Societies: A Conceptual Framework
  • BLOSFFELD & TIMM - Who Marries Whom in West Germany?
  • CORIJN - Who Marries Whom in Flemish Belgium?
  • GOUX & MAURIN - Who Marries Whom in France?
  • De GRAAF/SMEENK/ULTEE/TIMM - The When and Whom of First Marriage in The Netherlands
  • BERNARDI - Who Marries Whom in Italy?
  • LÓPEZ - Who Marries Whom in Spain?
  • CHAN & HALPIN - Who Marries Whom in Great Britain?
  • TIMM/BLOSSFELD/LANKUTTIS - Who Marries Whom in the United States?
  • LETH-SØRENSEN - Who Moves Together with Whom in Denmark?
  • HENZ & JONSSON - Who Marries Whom in Sweden?
  • BUKODI & RÓBERT - Who Marries Whom in Hungary?
  • DOBNIC & CERNIGOJ - Who Marries Whom in Slovenia?
  • STIER & SHAVIT - Two Decades of Educational Intermarriage in Israel
  • BLOSSFELD & TIMM - Assortative Mating in Cross-National Comparison: A Summary of Results and Conclusions
 
   
  • Rezensionen

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  • Hans-Peter Blossfeld in den Medien

    • FABIANEK, Birgit-Sara (2002): Die Pflege wird zum Fall für Frauen.
      Viele geben für Angehörige ihren Beruf auf
      in: Frankfurter Rundschau v. 07.05.
      • Kommentar:
        FABIANEK berichtet über die Studie "Pflegebedürftige Personen im Haushalt und das Erwerbsverhalten verheirateter Frauen" von Hans-Peter BLOSSFELD und Sonja DROBNIC, die auf repräsentativen Daten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) basiert und in der Zeitschrift für Soziologie erschienen ist.
              
           Die Pflege älterer Familienangehöriger war traditionell die Aufgabe der Töchter und ist es weiterhin. Für die USA wies Kathrine R. ALLEN nach, dass Töchter aus Arbeiterfamilien oftmals ehelos blieben, weil sie Familienangehörige pflegen mussten. Pagan KENNEDY hat in ihrem Buch "Späte Mädchen" den Bruch mit dieser Tradition der "alten Jungfer" thematisiert.
              
           Warum BLOSSFELD & DROBNIC ihre Studie auf verheiratete Frauen beschränkt haben, ist deshalb nicht unbedingt nachvollziehbar.
 
     
   

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Update: 08. Oktober 2008
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