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Jan Skopek: Partnerwahl im Internet

 
       
     
       
     
       
   

Jan Skopek in seiner eigenen Schreibe

 
       
   

SCHULZ, Florian/SKOPEK, Jan/KLEIN, Doreen/SCHMITZ, Andreas (2008): Wer nutzt Internetkontaktbörsen in Deutschland?
in:
Zeitschrift für Familienforschung, Heft 3

SKOPEK, Jan/SCHULZ, Florian/BLOSSFEHLD, Hans-Peter (2009): Partnersuche im Internet.
Bildungsspezifische Mechanismen bei der Wahl von Kontaktpartnern,
in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Heft 2, S.183-210

 
       
   

Jan Skopek im Gespräch

 
       
   
fehlt noch
 
       
       
   

Partnerwahl im Internet (2012).
Eine quantitative Analyse von Strukturen und Prozessen der Online-Partnersuche

Wiesbaden:
Verlag für Sozialwissenschaften

 
   
     
 

Klappentext

"Soziologische Untersuchungen der Partnerwahl beschäftigen sich seit jeher mit der sozialen Musterung sowie den Entstehungsprinzipien von Partnerschaften zwischen Mann und Frau. Jan Skopek analysiert den Begegnungsprozess zwischen Männern und Frauen im Online-Dating – dem neuen "digitalen" Partnermarkt. Mittels prozessgenerierter Daten, die unmittelbar durch soziale Interaktionen auf einer Online-Kontaktbörse produziert wurden, untersucht er dabei die Kontaktanbahnung und die wechselseitige Auswahl potenzieller Partner. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, welche Strategien Männer und Frauen bei der Initiierung von Kontakten anwenden, wie sich Online-Kontakte entlang bestimmter sozialer Merkmale strukturieren und unter welchen Bedingungen erste Kontakte Chancen auf weitere Entwicklung haben. Für die soziologische Grundlagenforschung verkörpert die Studie ein in theoretischer und empirischer Hinsicht relevantes und zugleich innovatives Forschungsprogramm."

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Zielsetzung und Fragestellung
1.2 Aufbau

I Theoretische Einführung: Partnerwahl und Internet

2 Überblick zur Forschung

2.1 Forschung in Partnersuchkontexten

2.1.1 Theoretische Aspekte
2.1.2 Heirats- und Kontaktanzeigen
2.1.3 Computerbasierte Paarbildung in Campus-Experimenten
2.1.4 Video-Dating
2.1.5 Speed-Dating
2.2 Partnersuche im Internet
2.3 Schlussfolgerungen

3 Theoretische Grundlagen

3.1 Einleitung
3.2 Familienökonomie
3.3 Soziale Austauschtheorie
3.4 Theoretische Aspekte der Suche nach Partnern
3.5 Die strukturelle Logik des Heiratsmarktes
3.6 Partnersuche im Online-Dating
3.7 Zusammenfassung und Diskussion

II Voruntersuchung: der soziodemografische Kontext

4 Nutzung von Online-Kontaktbörsen in Deutschland

4.1 Einleitung und Fragestellung
4.2 Theorie und Hypothesen
4.3 Daten und Methodik
4.4 Ergebnisse
4.5 Zusammenfassung und Diskussion

III Hauptuntersuchung: Prinzipien der Kontaktwahl

5 Übersicht zur Hauptuntersuchung
6 Methodologie und Daten

6.1 Nicht-reaktive Datenerhebung im Internet
6.2 Der Datensatz der Untersuchung
6.3 Konstruktion einer Nutzerstichprobe

7 Der "erste Schritt" - Strategien der Kontaktanbahnung

7.1 Fragestellung
7.2 Wer erhält Kontaktangebote?
7.3 Wer macht Kontaktangebote?
7.4 Geschlechtsspezifische Strategien
7.5 Zusammenfassung und Diskussion

8 Wer kontaktiert wen? Die Rolle der Bildung

8.1 Einleitung und Fragestellung
8.2 Theorie und Hypothesen
8.3 Daten und Methodik
8.4 Deskriptive Analyse
8.5 Multivariate Analyse
8.6 Zusammenfassung und Diskussion

9 Wer kontaktiert wen? Die Rolle des Alters

9.1 Fragestellung und Einleitung
9.2 Forschung zur altersspezifischen Partnerwahl
9.3 Theorie und Hypothesen
9.4 Daten und Methodik
9.5 Deskriptive Analyse
9.6 Multivariate Analyse
9.7 Zusammenfassung und Diskussion

10 Wer kontaktiert wen? Die Rolle physischer Merkmale

10.1 Fragestellung und Einleitung
10.2 Daten und Methodik
10.3 Ergebnisse
10.4 Zusammenfassung

11 Wer antwortet wem? Reziprozität bei der Kontaktanbahnung

11.1 Einleitung und Fragestellung
11.2 Theorie und Hypothesen
11.3 Daten und Methodik
11.4 Ergebnisse
11.5 Fazit

IV Schlussbetrachtung

12 Fazit und Ausblick

Zitate:

Online-Dating in Abgrenzung zur Partnersuche in alltäglichen Handlungskontexten

"In Abgrenzung zu einer eher »passiven« Partnersuche, basierend auf zufälligen Begegnungen in sozial vorstrukturierten Alltagssituationen und Kontaktnetzwerken (vgl. z.B. Blossfeld und Timm 1997; Klein 1996b, 1999; Hill und Kopp 2001), erscheint die Partnersuche über formale Intermediäre in hohem Maße systematisch und zielorientiert." (2012, S.19)

Computerbasierte Partnervermittlungsverfahren ab den 1960er Jahren

"Bereits in den 60er und 70er Jahren wurden erste computerbasierte Vermittlungsprinzipien eingesetzt. Die Idee verschiedener Vermittlungsagenturen war, ihre Kunden durch abgefragte Charakteristiken und Partnerpräferenzen mithilfe eines computerbasierten Zuweisungsalgorithmus zu »kompatiblen« Paaren zusammenzuführen." (2012, S.23)

Untersuchungsgegenstand Singlebörsen statt Partnervermittlungen

"In der vorliegenden Arbeit wird (...) der Schwerpunkt auf internetgestützter Partnersuche liegen, in der die Nutzer das »Matching« selbst und aktiv übernehmen. (...). Im Fokus der Analysen dieser Arbeit wird daher nur jene Form von online-Partnersuche stehen, in der der Intermediär, also der Betreiber, in Bezug auf die Zusammenführung der Teilnehmer zu Paaren weitestgehend passiv bleibt." (2012, S.25)

Die historische Entwicklung der Partnersuche im Internet

"Seit der Etablierung erster rudimentärer Kontaktanzeigen-Webseiten im deutschsprachigen Raum um das Jahr 1994 (...) gehört die Möglichkeit, online nach Partnern zu suchen, immer stärker zur Alltagsrealität einer stetig steigenden Anzahl von Internetnutzern (vgl. Döring 2003a, S.239). Online-Partnersuche wird daher zu einer neuen Gelegenheitsstruktur für »Singles« oder im Allgemeinen Partnersuchende, die als Ergänzung zu herkömmlichen Methoden der Partnersuche gesehen werden kann (Bühler-Ilieva 2006).

Begriff des Online-Dating

"Online-Dating (erstreckt) sich auf die Nutzung von spezialisierten Webseiten - Online-Kontaktbörsen - (...), mit dem Ziel, die Kontaktanbahnung im Rahmen des Kennenlernens von Partnern zu erleichtern. Entsprechende Internetdienste können dabei auf Personalcomputern oder mobilen Endgeräten per Web-Browser genutzt werden." (2012, S.31)

Partnerwahl-Prinzip Satisficing

"Erst wenn eine Person (...)(einen) Mindestanspruch erfüllt, wird sie als Partner überhaupt in Betracht gezogen (Prinzip des »Satisficing«...). In anderen Worten: Die Partnerwahl ist weniger durch eine Maximierungsstrategie als vielmehr durch eine Akzeptanzstrategie charakterisiert" (2012, S.71)

Einpersonenhaushalte als Indikator für den Single-Status

"Eine binäre Variable kontrolliert, ob es sich bei dem untersuchten Haushalt um einen Ein- oder Mehrpersonenhaushalt handelt. Diese Variable wird als (sicherlich grober) Indikator für den »Singlestatus« einer Person interpretiert." (2012, S.102)

"Nicht geklärt werden konnte (...) die Frage nach dem Einfluss des Familienstandes auf die Neigung, Online-Kontaktbörsen zu nutzen. Zwar gibt die Haushaltsgröße als grober Indikator erste Hinweise darauf, geklärt werden können diese Zusammenhänge jedoch erst auf Basis detaillierter Informationen zur Partnerschaftssituation und -geschichte der Akteure." (2012, S.114)

Die gefundene Zahl der Partnersuchenden im Internet ist deutlich geringer als sie in Marktstudien ausgewiesen wird

"5,4 Millionen Nutzern von Online-Kontaktbörsen (im Jahr 2007). Zum Vergleich: Die Zahl für die Internetnutzung stimmt dabei im Großen und Ganzen mit der auf Basis des ALLBUS 2004 errechneten Größenordnung überein (...), während die Zahl der Partnersuchenden im Internet recht deutlich unter den aus Marktanalysen bekannten Werten liegt (...). Als Hauptgrund für diese Diskrepanz wird in der Literatur darauf hingewiesen, dass derartige Analysen häufig vor dem Hintergrund kommerzieller Interessen angefertigt werden und deshalb dazu tendieren können, den tatsächlichen Stand der Nutzer zu überschätzen, indem beispielsweise leere, ungenutzte oder doppelt angelegte Profile in die Zählungen eingehen". (2012, S.103)

Online-Dater im Vergleich zu Internetnutzern und der deutschen Bevölkerung

"Verglichen mit der Gesamtbevölkerung sind Online-Dater in Deutschland eher männlich, jünger, höher gebildet und wohnen in städtischen Gebieten oder großen Ballungsräumen. Verglichen mit der Internetbevölkerung sind Online-Dater ebenfalls eher männlich, jünger, wohnen in Einpersonenhaushalten und besitzen höhere Kompetenzen im alltäglichen Umgang mit dem Internet. Hinsichtlich der formalen Bildung zeigen Analysen, dass niedriger gebildete Personen, verglichen mit dem durchschnittlichen Internetnutzer, im Online-Dating leicht überrepräsentiert sind. Aus sozialstruktureller Perspektive ähnelt also die Nutzerpopulation von Online-Kontaktbörsen etwas stärker der Gesamtbevölkerung als der Population der Internetnutzer." (2012, S.113)

Wer erhält Kontaktangebote?

"Etwa 90 % der Frauen der Stichprobe erhalten mindestens ein Kontaktangebot von Männern (...). Bei Männern hingegen sind es im Vergleich nur knapp 66 %, die von Frauen kontaktiert werden." (2012, S.154)

"Frauen von Anfang 20 bis Mitte 30 erhalten überdurchschnittlich viele Erstkontakte und zwischen 25- und 32jährige Frauen erreichen das höchste Niveau im Index. Mit einem Anstieg des Alters über 30 Jahre fällt der Index für weibliche Nutzer jedoch kontinuierlich ab. Die über 40jährigen Frauen erhalten nur noch unterdurchschnittlich viele Kontaktangebote von den Männern und ab 55 Jahren sind des dann bereits weniger als 50 % des Durchschnitts. (...).
Bei den Männern zeichnet sich ein eher kontrastierendes Bild der kontinuierlichen Wertentwicklung über das Alter ab. Mit zunehmendem Alter scheinen Männer für die weiblichen Marktteilnehmer interessanter zu werden (...). Beispielsweise erhalten Männer mit 21 Jahren gerade einmal 25 % des allgemeinen männlichen Durchschnitts erhaltener Erstkontakte. Ab 40 Jahren erhalten sie dann überdurchschnittlich viele Erstkontakte von Frauen. Im Vergleich zu den Frauen werden Männer (relativ zu ihrem Durchschnitt) mit zunehmendem Alter offenbar »begehrter«. Dieses Ergebnis ist (...) vor dem Hintergrund der sehr ähnlichen Altersverteilung männlicher und weiblicher Nutzer in der Stichprobe erstaunlich, offenbar es doch bereits erste Hinweise auf je nach Geschlecht sehr unterschiedliche Auswahlstrategien, wenn es um die Wahl von Kontakten geht." (2012, S.155)

"Auffällig ist zunächst, dass Männer, die in ihrem Profil nicht »Hochschulniveau« angeben, unterdurchschnittlich viele Erstkontakte erhalten. (...) für die Männer ohne Hochschulbildung (kann es) bezüglich der Chancen auf Erstkontakte »lohnender« sein (...), ihr Bildungsniveau zu verschweigen.
Personen mit einem vergleichsweise niedrigen Bildungsniveau - das gilt vor allem für Männer - werden also (...) weitaus seltener von der anderen Marktseite als Kontaktpartner in Betracht gezogen." (2012, S.157)

"Körperlich jeweils größere Männer werden (...) signifikant häufiger kontaktiert" (2012, S.165)

"Im Gegensatz zu den Männern hat der Body-Mass-Index einen signifikanten Einfluss auf den Erhalt von Erstkontakten bei Frauen." (2012, S.166)

Wer macht Kontaktangebote?

"Nur etwa 8 % der Männer haben im Untersuchungszeitraum keine Erstkontakte verschickt, während dieser Anteil für Frauen zur gleichen Zeit bei fast 30 % liegt." (2012, S.169)

"Zusammenfassend kann man feststellen, dass es auf dem digitalen Partnermarkt einen starken Zusammenhang zwischen »Kontaktieren« und »Kontaktiertwerden« gibt. Sowohl Männer als auch Frauen nehmen vor allem dann verstärkt eine initiative Haltung bei der Kontaktanbahnung ein, wenn sie nur wenige oder gar keine Angebote vom anderen Geschlecht erhalten. Personen mit Eigenschaften, die beim anderen Geschlecht begehrt sind, erhalten häufiger Kontaktangebote und sind daher weniger darauf angewiesen, selbst den »ersten Schritt« bei der Kontaktanbahnung zu unternehmen. Darüber hinaus sind jeweils ältere und körperlich jeweils größere Frauen etwas häufiger initiativ im Online-Dating, was bei Männern genau umgekehrt der Fall ist." (2012, S.174)

"Die hohe Aktivität der Männer ermöglicht den Frauen eine hohe Passivität. (...). Abweichungen von diesem Grundmuster lassen sich sehr plausibel mit der Beliebtheit am Partnermarkt erklären: Je geringer die Intensität, mit der Männer und Frauen Angebote erhalten, desto stärker übernehmen sie eine aktive Rolle bei der Realisierung von ersten Kontakten." (2012, S.180)

Wer kontaktiert wen?

Der Zusammenhang zwischen Partnerwahl und steigender sozialer Ungleichheit durch Bildungshomophilie und -gamie

"Von besonderer Bedeutung als Ähnlichkeitskriterium ist das Bildungsniveau. Bildung strukturiert wie kaum ein anderes Merkmal die sozialen Chancen der Menschen in modernen Gesellschaften und ist heute mehr denn je die zentrale Determinante der individuellen Arbeitsmarkt-, Karriere- und Einkommenschancen. Weiterhin spielen Ausbildung und Qualifikation eine wichtige Rolle bei der Entwicklung kultureller Ressourcen und Lebensstile der Individuen.
Bildungshomophilie im Zusammenhang mit der Partnerwahl bedeutet folglich, dass Personen mit gleichen bzw. ähnlichem Bildungsniveau verstärkt dazu neigen, sich in intimen Beziehungen zusammenzuschließen. Wenn diese Beziehungen schließlich im Zuge ihrer weiteren Entwicklung zu Bildungshomogamie führen - also zu Eheschließungen zwischen Partnern mit gleichem Bildungsniveau -, kumulieren Männer und Frauen dabei jeweils ihre ähnlichen, entweder guten oder schlechten soziokulturellen und ökonomischen Ressourcen. Dies führt langfristig zu einer zunehmenden Differenzierung sozialer Chancen". (2012, S.185)

Frauen legen mehr Wert auf hohe Bildung des Partners als Männer

"Höher gebildete Männer haben (...) weniger Probleme, alternative Partnerinnen zu finden, wenn es mit bildungsgleichen Kontakten nicht klappt. Frauen hingegen sehen die Möglichkeit, »nach unten« zu kontaktieren offenbar nicht als erstrebenswert an und bevorzugen mit jeweils höherer Bildung in zunehmendem Maße einen Partner der sich »auf Augenhöhe« befindet." (2012, S.204)

Heiratsengpass für hochgebildete Frauen und gering gebildete Männer als Folge der Partnerwahlstrategie

"Da sich im Zuge der Bildungsexpansion die Bildungsverteilung der Geschlechter zunehmend angeglichen hat (...), trifft (...) eine annähernd gleiche Population hochgebildeter Männer und Frauen aufeinander. Wenn nun bei den höher Gebildeten die Männer häufiger als die Frauen Partner aus niedrigeren Bildungsgruppen wählen, so »verengt« sich gewissermaßen der Heiratsmarkt für die höher gebildeten Frauen. Hochgebildete Frauen werden also in zunehmenden Maße um die »verbliebenen« hochgebildeten Männer konkurrieren. Im Zuge dessen werden einige Frauen ihre bildungsspezifischen Ansprüche lockern müssen, um den Kreis auswählbarer Partner zu erweitern. Ein ähnlicher Engpass könnte sich für Männer am unteren Ende der Bildungsverteilung ergeben." (2012, S.205)

Die Rolle des Alters

"Männer (meiden) Kontakte mit älteren Frauen und Frauen Kontakte mit jüngeren Männern (...). Die Präferenz des »gleich und gleich gesellt sich gern« hinsichtlich des Alters gilt vor allem bei jüngeren Personen bis knapp über 30 Jahren. Mit zunehmendem Alter klaffen jedoch Kontaktpräferenzen von Männern und Frauen zusehens auseinander und passen weniger zusammen. Während ältere Frauen nach wie vor in hohem Maße Männer in ungefähr gleichem Alter suchen, suchen Männer immer häufiger jüngere Partnerinnen. Der Kreis »wählbarer« Partner(innen) vergrößert sich für Männer und verkleinert sich für Frauen mit dem Alter. Die Folge ist eine geschlechtsspezifische Verschiebung der Chancenstruktur am Partnermarkt mit ansteigendem Alter". (2012, S.271)

 
     
 
       
   

Beiträge von single-generation.de zum Thema

Romantik 2.0 in Zeiten des Kulturkampfes ums Internet: Warum das Online-Dating nicht der Untergang des Abendlandes ist

Partnersuche - Die neuen Trends auf dem Partnermarkt und ein kleiner Streifzug durch die aktuelle Ratgeber- und Sachbuchliteratur

Partnersuche online - Die wissenschaftliche Erforschung der Partnerwahl im Internet

 
       
   

Das Online-Dating in der Debatte

GATTERBURG, Angela (1999): Eine Chance für die Liebe.
Dating-Kurse, Single-Kontaktbörsen, Partnerschaftsvermittler, Heiratsanzeigen: Die emotionale Unsicherheit zwischen Männern und Frauen wächst, das Geschäft mit der Liebe boomt.

in: Spiegel Nr.19 v. 10.05.

LEHNARTZ, Sascha (2000): Cyber-Singles
Freie Auswahl für Frauen im Internet.
in: Welt v. 25.05.

HEYDEBRECK, Amelie von (2000): Kuppelei im Netz
Die Zahl von Kontaktvermittlern im deutschsprachigen Internet wächst ständig - zur Freude der Singles und der Werbebranche.
in: Berliner Zeitung v. 31.05.

TOMORROW-Titelgeschichte "Traumpartner durchs Internet?",
in:
Tomorrow, Juni 2000

MARTI, Michael (2000): Cherchez les femmes.
Single-Männer suchen im Internet Liebe und Sex. Weshalb eigentlich gerade dort? FACTS-Redaktor Michael Marti rechnet ihnen ihre Chancen vor.
in:
Facts Nr.27

GÖRL, Wolfgang (2000): Pizza, Bier und Liebesschwüre online.
Tanja mailt an ihren Freund, Sebatstian chattet mit Jule, alle sind allein: Die bizarre Welt der Internet-Cafés,
in: Süddeutsche Zeitung v. 10.06.

TUMA, Thomas (2000): Die Flirtmaschine.
Das World Wide Web ist eine gigantische Spielwiese für Singles, Fremdgeher und andere Abenteurer. Allein in Deutschland tummeln sich bereits Hunderte von Kontaktvermittlern im Netz. Nicht nur der traditionelle Annoncenmarkt muss sich umstellen,
in: Spiegel Nr.30 v. 24.07.

SCHADE, Sven (2000): Der Schlafsaal der einsamen Herzen.
Wie eine Partnerbörse versuchte, an einem Wochenende zehn Akademiker zu verkuppeln - und scheiterte,
in: Tagesspiegel v. 15.08.

KÖGEL, Christiane (2000): Freu! Grins! Küss!
in: Süddeutsche Zeitung v. 29.08.

Das Internet macht nicht einsam, sondern stiftet Cyber-Romanzen. Was Partnersuchende in Chatrooms beachten müssen, das hat die Psychologin Nicola Döring erforscht.

STERN (2000): Im Netz der Liebe.
Immer mehr Deutsche entdecken das Internet als die größte Flirtmaschine der Welt - aber digital ist nicht immer besser als vis-à-vis
in:
Stern Nr.42 v. 12.10.

STUPPE, Andrea (2000): Schweine im Logo.
Via Internet können kontaktarme Landwirte neuerdings auf Partnersuche gehen. Der clevere Service zweier Landfrauen erfreut sich starken Zuspruchs,
in: Spiegel Nr.51 v. 16.12.

VEJR, Christina & Gudrun ALTROGGE (2001): Singles im Netz:
Liebe auf den ersten Klick?
in:
Tomorrow v.01.02.

SCHAUSS, Anette (2001): Liebe, Landflirt, Livekontakte.
Keine Freunde? Flirt gefällig? Sportkamerad gesucht? Internet-Kontaktbörsen helfen bei der Partnersuche,
in: Welt v. 14.02.

HANNEMANN, Ulf (2001): Chatten, bis der Traumprinz kommt.
Per Web nach einem Partner zu suchen ist längst keine Schande mehr. Das Internet ist die Spielwiese für Kontakte aller Art,
in: Focus Nr.19 v. 07.05.

WITSCHAFTSWOCHE (2001): Singledasein ade: Das Netz der Liebe.
Mit seinen lauen Abenden und nächtlichen Gartenparties ist der Sommer wohl die beste Zeit für Singles, um den Partner fürs Lebens zu finden. Schönes Wetter lädt zum Flirten ein. Doch für viele junge und jung gebliebene Menschen heißen die Orte der Liebe heute nicht mehr Freibad, Biergarten oder Strandcafe, sondern „Lovechat“ und „Single-Portal“.
in: Wirtschaftswoche v. 26.06.

EICHENBERG, Christiane (2001): Knistern im Netz.
Romanzen im Cyberspace - echte Liebesbeziehungen oder Pseudopartnerschaften?,
in: c't, H.16 v. 30.07.

HASSE, Kai (2001): Landwirt, jung, ledig sucht.
Wie soll es mit der Agrarwende je was werden, wenn der deutsche Bauer keine Frau findet? Nur glückliche Landwirte züchten gesundes Fleisch. Vielleicht kann das Internet einsamen Landsingles helfen?
in: Frankfurter Rundschau v. 11.08.

TOMORROW-Titelgeschichte "Die besten Single-Treffs im Internet"

WENGE, Birthe (2001): Single-Treffs im Internet
in: Tomorrow Nr.22/23 v. 11.10.

MICHAELY, Natali & Holger FUß (2001): Dating-Test: Partnersuche im Internet.
Eine Frau, ein Mann, zwei Welten: Natali Michaely und Holger Fuß über das Paarungsverhalten liebeshungriger Singles im Web,
in: Tomorrow Nr.22/23 v. 11.10.

WUTTKE, Claudia (2002): Drei Männer im Netz.
Im Park oder auf der Straße liegt er leider nicht herum: der Traummann, ledig, unkonventionell, tageslichttauglich und anschmiegsam. Vielleicht findet er sich im Internet,
in: Frankfurter Rundschau v. 13.04.

Claudia WUTTKE testet den Internet-Singletreff www.datingcafe.de. Und zum Schluss bleibt nur einer übrig:

"Sven hat sich nicht abschrecken lassen. Er hat angerufen, einen Tag, bevor ich mich im Internet-Treff abgemeldet habe. Inzwischen haben wir uns zweimal gesehen. Er ist wirklich ein klasse Mann: charmant, gut aussehend, witzig und seit 18 Jahren glücklich gebunden. Er hatte sich im Internet-Treff angemeldet, um eine Reportage zu recherchieren. Aber ich war die einzige, die ihm gern Auskunft erteilt hätte."

FOCUS-Titelgeschichte: Singlebörse Internet.
Erlebnisberichte aus dem Cyberspace

HANNEMANN, Ulf & Christine KOLLER (2002): Er sucht/Sie sucht Liebe + Sex.
Ob Partnersuche, Flirt oder flüchtiges Abenteuer im Balzrevier Cyberspace treffen sich Tag und Nacht Tausende paarungswillige Surfer,
in: Focus Nr.17 v. 22.04.

Der Focus hat eine Umfrage in Auftrag gegeben. Danach ist die beliebteste Kontaktbörse die private Party. Danach folgt der Arbeitsplatz und das Internet, vor den traditionellen Orten Disco, Kneipe und Gaststätten. Die Single-Party als Erfindung der 1980er Jahre kommt weit vor den unbeliebten Kontaktanzeigen und den Partnervermittlungen.

In der Titelgeschichte wird die Kontaktbörse Internet nach kostenlosen (u.a. Online-Auftritte der Frauenzeitschrift Amica oder der Fernsehsender RTL und SAT1) und kostenpflichtigen Angeboten unterteilt. Letztere sollen schneller zum Ziel führen. Auch der Focus bietet mit seinem Online-Auftritt eine kostenpflichtige Kontaktbörse an.

MAYER, Verena (2005): Suche: Liebe - Biete: Mich.
ZEIT-Dossier: Fast fünf Millionen Deutsche suchen ihren Partner im Internet. Effizientes Anbahnen ersetzt Romantik – aber wer mit seinen Wünschen auf dem Boden bleibt, hat tatsächlich Chancen auf ein Happy End,
in: Die ZEIT Nr.7 v. 10.02.

Das ZEIT-Dossier beschäftigt sich nicht mit den Partnerlosen, sondern widmet sich ganz der Partnerwahl und hier der Online-Suche. Nichts Spektakuläres, eher tantenhafter Reportagen-Journalismus. Keine Enthüllungen über die Praktiken der Online-Agenturen, sondern Verdoppelung ihrer Selbstdarstellung, aufgepeppt mit Erfahrungsberichten von Betroffenen und ein Dutzend thesenartiger Sätze wie:

"Gezielt übertragen Kontaktbörsen die Mechanismen des Arbeitsmarktes auf den Heiratsmarkt."

GEISLER, Astrid (2005): Hitlers Urenkel surfen nach Liebe.
Auch der Neonazi-Nachwuchs sucht die große Liebe im Internet. Für "Deutschgirl"-Websites sind rechtsextreme Singles eine attraktive Klientel. Extremismusforscher: Beziehung zu Neonazi nur erträglich, wenn sie mit der Ideologie sympathisiert,
in: TAZ v. 21.06.

SFU (2005): Kampf um einsame Herzen.
Markt für Internet-Singlebörsen vor Konsolidierung,
in: Handelsblatt v. 24.06.

HÄGLER, Max (2005): Finde deinen Liebsten.
Katholiken haben eine neue Marktlücke entdeckt:
die Heiratsvermittlung unter Gläubigen per Internet,
in: TAZ v. 25.06.

HOFFMANN, Catherine (2005): Liebe auf den ersten Klick.
FAS-Thema: Vergessen Sie Bars, Diskotheken und Partys! Immer mehr Deutsche finden ihr Liebesglück im Internet. Dafür zahlen sie ohne zu murren Gebühren,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 07.08.

Gehört das inzwischen zum guten Stil, dass Journalisten über Firmen schreiben, mit denen ihre Zeitungen kooperieren, und dies noch nicht einmal erwähnt wird? In einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung wies man wenigstens auf die Kooperation hin. Catherine HOFFMANN schreibt über Partnersuche im Netz:

"Kontaktbörsen und Partnervermittlungen teilen sich den wachsenden Markt. Zur zweiten Gruppe gehört die Hamburger Agentur Parship."

Es wird keine andere Partnervermittlungsagentur in dem Artikel genannt. Soll so etwa das Geschäftsinteresse der Frankfurter Allgemeinen gestärkt werden?

"Der Markt wächst, allein weil es immer mehr Einpersonenhaushalte in Deutschland gibt. In der Altersgruppe zwischen 18 und 69 Jahren lebt jeder fünfte allein",

schreibt HOFFMANN. Ein Auftragsstudie von Parship hat dagegen herausgefunden, dass die Zahl der Partnerlosen niedriger ist als die der Einpersonenhaushalte, wobei Partnerlose noch nicht einmal Einpersonenhaushalte führen müssen. Dies stimmt in der Tendenz auch mit anderen wissenschaftlichen Studien überein, die jedoch das Kriterium Partnerschaft üblicherweise nicht so weit fassen wie die Parship-Studie.

Ist das Qualitätsjournalismus, wenn zwischen Alleinleben und Partnerlosigkeit nicht differenziert wird? Dafür bekommt man eine Grafik präsentiert, die für die letzten Jahre einen steilen Anstieg der Einpersonenhaushalte suggeriert. Man muss schon das Kleingedruckte lesen, um zu erfahren, dass bis 1991 nur westdeutsche Einpersonenhaushalte gezählt wurden und ab 1991 die neuen Bundesländer einfach hinzugezählt wurden.

Tatsächlich gab es jedoch keinen steilen Anstieg bei den Alleinlebenden in den letzten Jahren, wenn man die Entwicklung über einen längeren Zeitraum betrachtet. Dies gilt insbesondere für Westdeutschland.

Hauptzielgruppe der Partnerbörsen sind gemäß HOFFMANN die 35- bis 50jährigen. Diese Altersgruppe ist jedoch bei den Alleinlebenden am schwächsten besetzt. Alleinlebende finden sich vermehrt unter jüngeren oder älteren Personen. Was also hat ein solcher Artikel in einer angeblichen Qualitätszeitung zu suchen?

Im Herbst wird sich ein Thema des Monats der Frage widmen, was es mit dem "Single-Boom" tatsächlich auf sich hat. Dann werden u.a. die FAS-Zahlen mit der Bevölkerungsstatistik konfrontiert.

LEBER, Sebastian (2005): Und es hat Klick gemacht.
Flirten im Internet ist etwas für Pragmatiker. Unser Autor hat sich auf Singlebörsen sehr genau umgeschaut
in: Tagesspiegel v. 26.08.

"Singlebörsen im Internet sind hilfreich für schüchterne Leute, die sich nicht trauen, in der Disko einen Jungen oder ein Mädchen anzusprechen. Sie sind aber auch hilfreich aus ganz anderen Gründen: Man muss zum Beispiel keine teuren Drinks in Bars ausgeben und bei viel zu lauter Musik herumschreien. Man muss sich vorher auch nicht stundenlang schminken oder sonst wie herausputzen, sondern kann sich ganz lässig in Trainingshose und Wollpullover an die Tastatur setzen. Und: Man ist am nächsten Morgen lange nicht so müde wie nach einer durchzechten Nacht", meint LEBER.

JÄGER, Anne-Celine & Stephen ARMSTRONG (2005): Im Club der schönen Menschen.
Weil Gleich und Gleich sich gerne gesellt, will jeder zu den "Beautiful People" gehören. Auf der Datingsite im Internet, die für attraktive Menschen reserviert ist, entscheiden die Mitglieder über jeden Neuzugang. Eine Reporterin und ein Reporter haben sich der Prüfung unterzogen,
in: Neon, September

REST, Tanja (2005): Liebe auf den ersten Klick.
SZ-Thema: Schon fünf Millionen Deutsche fahnden im Internet nach ihrem Traummann,
in: Süddeutsche Zeitung v. 31.12.

SPIEGEL -Titelgeschichte: Ware Liebe.
Das Online-Geschäft mit der Sehnsucht

DEMMER, Ulrike (2006): Falsche Gefühle.
Wie ein Single im World Wide Web seine Traumfrau sucht,
in: Spiegel Nr.12 v. 20.03.

FACTS-Titelgeschichte: Im Netz der Liebe
Internet - Der effizienteste Weg zur guten Beziehung

ZIEGLER, Julia (2006): Liebe ist, wenns klick macht.
In Bars abendelang ausharren und auf den Richtigen warten? Nicht doch! Wer heute die Frau oder den Mann fürs Leben sucht, geht ins Internet. Dort tasten sich Sehnsüchtige mit Vernunft in Richtung Traumpartner,
in: Facts Nr.16 v. 20.04.

NOWAK, Inge (2006): Anbandeln via Internet hat Hochkonjunktur.
Die Trickkiste der Partnerbörsen ist allerdings gut gefüllt,
in: Stuttgarter Zeitung v. 06.05.

NOWAK berichtet, dass nicht der Wonnemonat Mai, sondern Januar und August die besten Monate für Online-Partnerbörsen sind:

"Wer jetzt dem traditionellen Glauben anhängt, der Wonnemonat Mai lasse die Gefühle sprießen, der wird enttäuscht sein. Der Mai ist ein ganz normaler Monat. »Da zieht es die Menschen in die Natur und nicht ins Internet«, sagt Arndt Roller, Geschäftsführer der Hamburger Parship GmbH. Süße Bande geknüpft werden vor allem im Januar - die Menschen gehen mit guten Vorsätzen ins neue Jahr - und im August."

HILGENBERG, Ulrike (2006): 30 Männer und kein bisschen Liebe.
Online-Partnervermittlungen versprechen, dass bei ihnen jeder den passenden Partner findet. Statistisch gesehen bedeutet das aber Schwerstarbeit: Ein liebeshungriger Single muss sich mit mindestens 100 Kandidaten treffen, bis es endlich funkt,
in: Welt v. 21.10.

DRIBBUSCH, Barbara (2008): Privatflugzeug im Bauch.
Tina sucht über "Parship" einen Partner. Und erwägt ernsthaft, ihren Bildungsstand zu verschweigen,
in: TAZ v. 07.02.

HOLZ, Susanne (2008): Club der Gnadenlosen.
Denken Sie, man findet einen normalen Mann über eine Partnervermittlung im Internet? Vergessen Sie’s! Ein Selbstversuch,
in: Die ZEIT Nr.19 v. 01.05.

KUNZ, Gabriele (2008): Partnersuche in Zeiten des Internets.
Internetkontaktbörsen werden vor allem von Männern mit Hauptabschluss und Frauen mit Abitur genutzt. Zwei Gruppen, die es auf dem Heiratsmarkt schwer haben,
in: Psychologie Heute,
Juli

JESKA, Andrea (2008): Ins Netz gehen.
Sie ist Mitte vierzig und sucht einen Partner. Ein halbes Jahr lang hat sie versucht, ihn über eine Agentur im Internet zu finden. Was sie sich wünschte, war ein Gefährte. Was sie bekam, war ein Profil,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.07.

FRÜNDT, Steffen (2008): Liebe geht immer.
Mit Singlebörsen wird im Internet mehr Geld verdient als mit Musikdownloads. Das lockt zunehmend Kleinanbieter mit kuriosen Angeboten auf den Markt,
in: Welt am Sonntag v. 26.10.

RAMGE, Thomas (2008): Naturliebhaber gesucht.
Allein gut sein ist schön, zu zweit aber noch viel schöner: Beim "Green Dating" suchen Singles einen Partner, der ethisch so korrekt und engagiert ist wie sie,
in: Welt am Sonntag v. 26.10.

STIEKELE, Annette (2009): Liebe mit Anhang.
Das Internet hilft auch Alleinerziehenden bei der Partnersuche,
in:
Hamburger Abendblatt v. 12.02.

SITTIG, Friedemann (2009): Lügen 2.0.
Bei der Partnersuche im Internet wird geflunkert, dass sich die Balken biegen. Vor allem beim Aussehen,
in: Welt v. 14.02.

KEMPF, Sabrina (2009): Das Glücksrezept.
Köche, Kellnerinnen, Mediziner: Spezielle Partnerbörsen im Internet wollen einsame Herzen mit ungewöhnlichen Arbeitszeiten verkuppeln,
in:
Focus Online v. 26.02.

SADROZINSKI, Carolin (2009): Alt sind immer nur die anderen.
Senioren auf Partnersuche,
in: Stuttgarter Nachrichten v. 29.06.

BURNETT, David (2009): Buch sucht Deckel.
Test: Ein britischer Internet-Buchversand hat eine Dating-Börse für Bibliophile ins Leben gerufen,
in: Freitag Online v. 11.07.

BARTH, Sandra (2009): Vernetzte Gefühle.
Der ältere Herr und seine Begleiterin sitzen auf der Terrasse eines Cafés eng beieinander. Die beiden kommen gar nicht dazu, ihre Flasche Wasser zu leeren. Sie reden pausenlos. Er hält dabei zärtlich ihre Hand und schaut ihr tief in die Augen. Werner hat Ines vor anderthalb Jahren kennen gelernt - nicht etwa altmodisch beim Tanztee, sondern ganz modern im Internet,
in: Welt v. 20.08.

SPEIT, Andreas (2009): Schrei nach Liebe.
Rechte Partnerbörsen im Netz: Für Neonazis gibt es immer mehr Online-Partnerbörsen. Der Trend macht es schwerer, Rechtsextreme zum Ausstieg aus der Szene zu bewegen,
in: taz.de v. 09.09.

WILD, Beate (2009): Sex oder Schafkopfen.
Seit zehn Jahren gibt es die Partnerbörse muenchnersingles.de. Die Mitglieder hoffen auf schnellen Sex, lange Kartenabende oder ewige Liebe,
in: sueddeutsche.de v. 19.11.

STENDER, Jörn (2010): Menschen mit Behinderung: Partner aus der Schatzkiste,
in: WAZ Online v.
10.08.

RÖTZER, Florian (2010): Beziehungen kommen zunehmend übers Internet zustande.
Nach einer Studie von US-Soziologen sinkt die Bedeutung von Nachbarschaft, Familie, Freunden und Arbeitsplatz als Orte, an denen sich Menschen verlieben,
in: Telepolis v.
18.08.

BERTEN, Andreas (2010): Auch Senioren werden beim Online-Dating fündig.
Demografischer Entwicklung, später Trennung und Scheidung sei Dank: Senioren sind für Internet-Kontaktbörsen eine begehrte Zielgruppe. Nicht alle Alleinstehenden wollen im Alter vereinsamen,
in: WAZ Online v. 01.09.

INNERHOFER, Judith (2010): Ernsthafte Liebe gibt es nur auf dem Papier.
Frau Püschel-Knies vermittelt Liebende durch Inserate in Zeitungen. Online-Dating und Social Networking haben ihrem konservativen Geschäftsmodell nicht geschadet,
in: Welt am Sonntag v. 03.10.

KÄMPER, Vera (2010): Single-Börse nur für Hässliche im Netz.
Sie haben sehr dicke Brillengläser, eine Knollnase oder sind wirklich dick? Sie suchen einen Partner? Dann ist die erste Single-Börse für Hässliche "TheUglyBugBall.net" wohl das Richtige für Sie. Oder etwa nicht?
in: WAZ Online v. 04.10.

ADEWUNMI, Bim (2010): Profil: Schwarze.
Auf manchen Dating-Webseiten suchen Männer gezielt nach schwarzen Frauen. Doch wann wird die persönliche Vorliebe zu einer Diskriminierung aufgrund der Herkunft?
in: Freitag Online v. 03.11.

HAAR, Ania (2010): Katholiken auf Online-Partnersuche.
Gerade für streng gläubige Katholiken stellt sich die Suche nach der großen Liebe nicht immer einfach dar. KathTreff setzt nicht auf Partner- sondern auf Heiratsvermittlung - ausschließlich für Katholiken,
in: Die Presse v. 09.12.

FRANK, Charlotte (2011): Suche Liebe, aber schnell.
SZ-Thema Liebe in Zeiten des Internets: Die Partnerwahl im Netz ist salonfähig geworden - bereits jede dritte Beziehung kommt über Singlebörsen zustande,
in: Süddeutsche Zeitung v. 27.08.

Ist das noch Journalismus oder PR in eigener Sache? Penetrant kommt die Online-Partnervermittlung Parship vor, mit der die SZ zusammenarbeitet. Damit es nicht nach reiner PR aussieht, wird noch der Soziologe Hans-Peter BLOSSFELD und der Sozialpsychologe Manfred HASSEBRAUCK zitiert. Während andere Medien neuerdings über einen harten Verdrängungswettbewerb im Bereich des Online-Datings berichten (z.B. hier und hier), herrscht bei der SZ darüber Schweigen.

"Mehr als sieben Millionen Menschen sind in Online-Kontaktbörsen registriert, mit 2,7 Millionen neuen Paaren hat sich im vergangenen Jahr jede dritte Beziehung über das Internet angebahnt",

behauptet FRANK. Woher die Zahlen stammen bleibt unerwähnt. Zahlen werden regelmäßig vom Branchenverband BITCOM veröffentlicht. Dieser meldete am 5. Juni:

"Jeder vierte Internetnutzer hat schon einmal Erfahrungen mit Online-Dating gemacht, bei den Unter-30-Jährigen ist es sogar jeder zweite. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Hightechverbands BITKOM. Jeder achte hat sich bereits mit jemandem zum Rendezvous verabredet, den er über das Internet kennenlernte. Und jeder Vierzehnte (7 Prozent) lernte sogar seinen jetzigen Lebenspartner im Internet kennen."

Diese Zahlen sind viel bescheidener, denn befragt wurden nur Internetnutzer, die ja nur einen Teil der deutschen Bevölkerung sind. Eine weitere Quelle ist singlebörsen-vergleich.de. Das Webportal erforscht jährlich den Online-Dating-Markt, wobei die Herangehensweise nicht offen gelegt wird. In der aktuellen Studie vom Juli 2011 heißt es dort zu den registrierten Nutzern:

"Mitglied eines Online-Dating-Portals wird man mit wenigen Mausklicks sowie in aller Regel kostenlos. Die wenigsten denken daran, sich wieder abzumelden.

Daher schnellte die Zahl der Online-Dating-Mitgliedschaften in den letzten Jahren in astronomische Höhen: Von 6,9 Millionen im Dezember 2002 auf 70,2 Millionen im Dezember 2009.

Die Zahl der Nutzer, also der „Personen“, die sich tatsächlich bei Online-Dating-Portalen einloggen, hat sich mittlerweile auf einem relativ konstanten Maß eingependelt und liegt bei ungefähr sieben Millionen pro Monat". (hier als PDF-Datei downloadbar)

Und nicht zuletzt gibt es Daten aus dem Forschungsprojekt Prozesse der Partnerwahl bei Online-Kontaktbörsen.

Zahlen, deren Herkunft von Journalisten nicht genannt werden, sollten misstrauisch machen. Qualitätsjournalismus ist das nicht!

JAKAT, Lena (2013): "Familienplanung ist ein großes Tabu".
Dating-Plattform für Singles mit Kinderwunsch: Viele suchen im Internet nicht nur nach schnellem Sex, sondern nach der Liebe fürs Leben. Doch über das Thema Familiengründung wird geschwiegen - obwohl es gerade hier keinen Raum für Kompromisse gibt. Emmanuel Limal hat nun eine Datingseite für Singles mit Kinderwunsch gestartet. Ein Gespräch,
in:
sueddeutsche.de v. 26.08.

MUNZ, Eva (2013): Suchen Sie etwas Bestimmtes?
Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden: Ein nicht ganz freiwilliger Selbstversuch in der Welt des Online-Datings,
in:
Welt am Sonntag v. 06.10.

DAS MAGAZIN-Titelgeschichte: Keiner will mich?
Partnersuche für Anfänger & Fortgeschrittene

NAUMANN, Miriam (2013): In der Loveline.
Partnersuche im Internet. Ein Selbstversuch,
in: Das Magazin,
November

SCHNEYINK, Doris (2014): Singlebörsen.
Gesellschaft: Millionen Deutsche setzen auf Partneragenturen im Internet. Ein Report von echten und falschen Kavalieren, miesen Tricks und vom Suchen und Finden der Liebe,
in: Stern Nr.8 v. 13.02.

SZ-MAGAZIN-Thema: Ein Heft über die Liebe

AMON, Karoline (2014): Ach, Sie?
Überraschung! Zwei Menschen lernen sich über eine Online-Partnerbörse kennen - und erfahren, dass sie sich näher sind, als sie dachten. Viel näher,
in: SZ-Magazin Nr.7 v. 14.02.

LEMHÖFER, Anne (2014): Partner suchen – ein Cyrano de Bergerac des Digitalzeitalters.
Gespräch mit Ingo Möbius von der Agentur Suredate,
in: Frankfurter Rundschau v. 14.02.

HAEMING, Anne (2014): Die Liebe, diese dumme Nuss.
Valentinstag: In einer Stadt, in der dauernd von Wiedervereinigung die Rede ist, steht außer Frage: Herzschmerz wartet an jeder Ecke. Die Partnerbörse "Im Gegenteil" und eine Liebeskummer-Agentur sorgen für Abhilfe,
in: TAZ Berlin v. 14.02.

Anne HAEMING berichtet über das Los von Berliner Singles der Kreativbranche, die inzwischen in der "Hipster"-Partnerbörse Im Gegenteil ihr Profil präsentieren:

"Ali ist ein typischer Berliner. Er ist 30, aus Württemberg, arbeitet für einen Berliner Musikkonzern - und er ist Single. Er ist einer der 54,3 Prozent Berliner, die alleine leben.
Wie es bei Ali zu Hause aussieht, dass er gern mit den Händen erzählt, was für Klamotten er trägt, wo er wohnt und dass er auf der Suche ist, weiß man von der Berliner Partnerbörsenseite »Im Gegenteil«. Er ist einer von inzwischen 30 Singles auf dem Portal, das eine Mischung ist aus Wohnblog und Datingmarkt. Alles junge, hübsche Menschen zwischen Mitte 20 und Ende 30, Bildungsbürger, Kreativbranche, viel Parkett und Dielenboden, viel Weiß, kleine Küchen zum Hinterhof, und irgendwo hängt auch mal ein Hertha-BSC-Schal. Man könnte sagen: totale Berliner Hipster-Klischees."

Ist die Liebe dann vorbei hilft die Herzschmerz-Agentur Die Liebeskümmerer von Elena SOHN weiter. Von Martina LÖW lässt sich HAEMING über die Imageunterschiede von Städten aufklären.

JIMÉNEZ, Fanny (2014): Unfassbar anziehend.
Je ähnlicher die Persönlichkeit, desto besser passt man zusammen. Das glaubten lange nicht nur Laien, sondern auch Wissenschaftler und die Betreiber von Online-Partnerbörsen. Nun stellt sich heraus: Es stimmt gar nicht,
in: Welt am Sonntag v. 23.02.

FOCUS-Titelgeschichte: Der Klick zum Glück.
Die besten Dating-Apps und Internet-Portale - so finden Millionen Deutsche einen Partner

SEITZ, Josef u.a. (2014): Sex, Liebe, Ehe - alles per Klick.
Flirt-Apps, Dating-Portale, Partner-Matching: Nie suchten so viele Deutsche ihr Glück im Internet. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die folgenden Seiten,
in:
Focus Nr.11 v. 10.03.

HILDEBRANDT, Antje (2014): Er will doch nur kuscheln.
Lange fielen Bauern, Metzger und Wirte bei der Partnervermittlung im Netz durch alle Maschen. Jetzt gibt es ein Portal für sie,
in:
Welt v. 25.03.

SZ-MAGAZIN-Thema: Die Hit-Singles.
Keiner kriegt beim Online-Dating mehr Zuschriften als sie. Deutschlands Kontaktanzeigenkönige - ein Gipfeltreffen

LUEF, Wolfgang & Lena NIETHAMMER (2014): Zusammen ist man weniger allein.
Wir haben bei den großen Online-Dating-Seiten nachgefragt, wer die meisten Zuschriften erhält - und die sechs erfolgreichsten Singles zum Gespräch gebeten: Was ist das Geheimnis guter Kontaktanzeigen? Wie wählt man den besten Partner aus? Und warum sind die meisten von ihnen immer noch solo?
in:
SZ-Magazin Nr.25 v. 20.06.

NOWROTH, Maximilian (2014): 60 Treffer pro Minute.
Dating-Portale: Die Kontaktsuche per Smartphone boomt - zulasten der herkömmlichen Partnervermittlungen im Internet. Je mehr Big Data, desto erfolgreicher die Balz,
in:
Wirtschaftswoche Nr.26 v. 23.06.

STERN-Titelgeschichte: Deutschlands begehrteste Singles.
Was macht sie so attraktiv? Was sind ihre Erfolgsgeheimnisse bei der Online-Partnersuche?

Neu:
OLFEN, Inga/POELCHAU, Nina/WIßMANN, Cathrin (2014): Ich habe 728 Verehrer.
Diese Frau heißt Meike und sucht zurzeit im Internet nach einem Partner. Ihr Profil wird besonders oft angeklickt. Der Stern fragte die Lehrerin und acht weitere der begehrtesten Singles Deutschlands: Wie machen Sie das?

in:
Stern Nr.26 v. 26.06.

 
       
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 10. September 2013
Update: 14. April 2017