"Der Jahrgang der 1971 Geborenen ist
die erste Generation, die ihren Weg ins
Erwachsenenalter im wiedervereinten Deutschland
finden musste. Bis zum 18. Lebensjahr waren ihre
Lebensverläufe durch die BRD und die DDR geprägt.
Was ist aus diesen jungen Frauen und Männer im
wiedervereinigten Deutschland geworden? Sind die
jungen Ostdeutschen, wie oft angenommen wurde, eine
»verlorene Generation« oder haben sie ähnliche
Lebensverläufe wie die Westdeutschen? Wie wurden die
Westdeutschen von der Flexibilisierung der
Arbeitswelt beeinflusst? Wie lange haben sie Heirat
und Elternschaft aufgeschoben und warum? Karl Ulrich
Mayer und Eva Schulze stellen anhand von
biografischen Interviews und Umfragen repräsentative
Lebensverläufe und typische Lebensgeschichten vor."
Die Erfolgreichen des Jahrgangs 1971
"Wie wurden Lebensverläufe in den achtziger und
neunziger Jahren wahrgenommen? Für Jugendliche aus
besser gestellten Elternhäusern hatte offenbar die
hedonistisch-ironisch distanzierte Haltung einer
»Generation Golf« (Illies 2000 [mehr],
Klein 2003 [mehr])
hohen Wiedererkennungswert. Dieser Generation
standen viele Wege offen." (2009, S.24)
"Die 1971 geborenen Westdeutschen prägte eine
besondere Generationserfahrung. Einerseits erlebten
sie ihre Kindheit im Ausklang einer bemerkenswerten
Wohlstandsphase und konnten massiv ausgeweitete
Bildungschancen nutzen. Sie waren also im Vergleich
zu ihren Eltern deutlich privilegiert. Andererseits
verbreitete sich eine zunehmende Verunsicherung über
den Einkommens-, Status- und Karrierewert des
gestiegenen Bildungserfolgs. Die Selbstdeutung der
Generation Golf (Illies 2000, Klein 2003) spiegelt
diese Mischung von Kindheit und Wohlstandskonsum,
ironischer Selbstdistanzierung zu gesellschaftlichen
Reformbestrebungen, hedonistischem Anspruchsdenken
und einer Desillusionierung über die eigenen
Zukunftschancen". (2009, S.90)
"Heike Makatsch, Moritz Bleibtreu, Nadja Auermann
der Biathlet Sven Fischer, der »Generation
Golf«-Autor Florian Illies und der
Wirtschaftsminister Freiherr zu Guttenberg [mehr],
aber auch der Schriftsteller Jakob Hein [mehr]
und der Radprofi Sven Voigt haben eines gemeinsam:
Alle sind 1971 geboren und gehören daher zu unserer
Wendegeneration. Sie sind das »erfolgreiche« Gesicht
dieses Jahrgangs." (2009, S.223