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Karl Ulrich Mayer: Die Wendegeneration

 
       
     
       
     
       
   

Karl Ulrich Mayer in seiner eigenen Schreibe

 
   
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Karl Ulrich Mayer  im Gespräch

 
   
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Die Wendegeneration (2009).
Lebensverläufe des Jahrgangs 1971
(zusammen mit Eva Schulze)
Frankfurt a/M: Campus Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Der Jahrgang der 1971 Geborenen ist die erste Generation, die ihren Weg ins Erwachsenenalter im wiedervereinten Deutschland finden musste. Bis zum 18. Lebensjahr waren ihre Lebensverläufe durch die BRD und die DDR geprägt. Was ist aus diesen jungen Frauen und Männer im wiedervereinigten Deutschland geworden? Sind die jungen Ostdeutschen, wie oft angenommen wurde, eine »verlorene Generation« oder haben sie ähnliche Lebensverläufe wie die Westdeutschen? Wie wurden die Westdeutschen von der Flexibilisierung der Arbeitswelt beeinflusst? Wie lange haben sie Heirat und Elternschaft aufgeschoben und warum? Karl Ulrich Mayer und Eva Schulze stellen anhand von biografischen Interviews und Umfragen repräsentative Lebensverläufe und typische Lebensgeschichten vor."

Die Erfolgreichen des Jahrgangs 1971

"Wie wurden Lebensverläufe in den achtziger und neunziger Jahren wahrgenommen? Für Jugendliche aus besser gestellten Elternhäusern hatte offenbar die hedonistisch-ironisch distanzierte Haltung einer »Generation Golf« (Illies 2000 [mehr], Klein 2003 [mehr]) hohen Wiedererkennungswert. Dieser Generation standen viele Wege offen." (2009, S.24)

"Die 1971 geborenen Westdeutschen prägte eine besondere Generationserfahrung. Einerseits erlebten sie ihre Kindheit im Ausklang einer bemerkenswerten Wohlstandsphase und konnten massiv ausgeweitete Bildungschancen nutzen. Sie waren also im Vergleich zu ihren Eltern deutlich privilegiert. Andererseits verbreitete sich eine zunehmende Verunsicherung über den Einkommens-, Status- und Karrierewert des gestiegenen Bildungserfolgs. Die Selbstdeutung der Generation Golf (Illies 2000, Klein 2003) spiegelt diese Mischung von Kindheit und Wohlstandskonsum, ironischer Selbstdistanzierung zu gesellschaftlichen Reformbestrebungen, hedonistischem Anspruchsdenken und einer Desillusionierung über die eigenen Zukunftschancen". (2009, S.90)

"Heike Makatsch, Moritz Bleibtreu, Nadja Auermann der Biathlet Sven Fischer, der »Generation Golf«-Autor Florian Illies und der Wirtschaftsminister Freiherr zu Guttenberg [mehr], aber auch der Schriftsteller Jakob Hein [mehr] und der Radprofi Sven Voigt haben eines gemeinsam: Alle sind 1971 geboren und gehören daher zu unserer Wendegeneration. Sie sind das »erfolgreiche« Gesicht dieses Jahrgangs." (2009, S.223 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Der Geburtsjahrgang 1971 – Eine verlorene Generation?

1.1 Daniela Grabner – Lebensverlauf West, René Michel – Lebensverlauf Ost
1.2 Verlorene Generationen? – Mutmaßungen über die Wendegeneration
1.3 Sozialer und wirtschaftlicher Wandel 1971 bis 2005
1.4 Generationen und Lebensverläufe im Systemumbruch
1.5 Annäherungen an den Jahrgang 1971 – Datengrundlagen und Methodik
1.6 Fragestellungen und Gliederung des Buches

2 »Wir haben gelernt, uns zu organisieren« – Kindheit und Jugend in Ost und West

2.1 Rahmenbedingungen und Strukturdaten: Kindheit, Jugend und Schule in Ost und West
2.2 »Ich bin ein ganz normales Fließband-DDR-Kind: Krippe, Kindergarten, erste Klasse, ab in den Hort, die Mutter voll berufstätig« – Kindheit und Jugend im Osten
2.3 »Da war der politische Druck dann ein bisschen groß« – Negative Erfahrungen mit dem Staat
2.4 »Meine Mutter war zu Hause, bis ich 14 war« – Kindheit und Jugend im Westen
2.5 Zusammenfassung

3 Stolpersteine und Schwellen beim Start ins Arbeitsleben

3.1 »Dann stand ich ’89 vor dem Problem: Was mache ich jetzt?« – Übergänge von der Schule über die Ausbildung in den Beruf
3.2 »Dann bin ich aus dem Programm ’rausgefallen« – Brüche nach der Wende: Ostdeutsche Übergänge in den Beruf
3.3 »Alle fünf oder sechs Jahre muss ich etwas Neues machen« – Unfreiwillige und freiwillige Umwege: Westdeutsche Übergänge in den Beruf
3.4 Zusammenfassung

4 »Man hat es im Nachhinein dann doch irgendwie in die Richtung gebogen« – Berufliche Werdegänge nach der Wiedervereinigung

4.1 Drei Debatten: Flexibilisierung, Kompetenzwandel und die Zukunft der betrieblichen Ausbildung
4.2 Berufsentwicklung in West und Ost
4.3 Kompetenzentwicklung und Berufsbiografien
4.4 Zusammenfassung

5 »Beim Thema Heiraten wurde er ganz schnell taub« – Partnerambivalenz und Familienbildung

5.1 Rahmenbedingungen, Einstellungen und Verhalten
5.2 »Wenn Kinder kommen, muss ich erwachsen werden. Das kann dann noch lange dauern!« – Die Später-vielleicht-Väter im Westen
5.3 »Wer keine Kinder hat, wird irgendwie schrullig« – Kinder als Selbstverständlichkeit im Osten
5.4 »Mein Freund, der wollte keine Familie. Das wäre Verantwortung gewesen« – Die aufgezwungene Ambivalenz der Westfrauen
5.5 »Die heutige Familienpolitik ist so beschaffen, dass man die Frau schön in Abhängigkeit hält« – Rückschritt für die Ostfrauen?
5.6 Zusammenfassung

6 Die unvollendete Einheit – Generationserfahrungen vor und nach der Wende

6.1 Kollektiv und Einheitschule vs. Kernfamilie und dreigliedriges Schulsystem
6.2 Stolpersteine und Schwellen – Der Übergang von der Schule in die Arbeitswelt
6.3 Karriereverläufe und Kompetenzentwicklung
6.4 Die aufgeschobene Familienbildung
6.5 Der Geburtsjahrgang 1971 – Konvergenz oder Divergenz?

 
     
 
       
   

Beitrag von single-generation.de zum Thema

Die Generation Golf in der Jobkrise
 
   

Rezensionen

Neu:
WEYMANN, Ansgar (2010): Biografieforschung,
in: Soziologische Revue, Heft 4, Oktober

 
   

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Update: 22. Februar 2011