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Rainer Unger:
Die Qualität der gewonnenen Jahre
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Rainer Unger in
seiner eigenen Schreibe
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-
Der Soziologe Christian SCHMITT hat in
der
FAZ vom 08.03.2005 die
Debatte um die Kinderlosigkeit von Akademikerinnen kritisiert.
Manfred G. SCHAREIN & Rainer UNGER reagieren nun mit diesem Artikel auf diese Kritik.
In einem Vergleich zweier
Datenbestände kommen die Autoren zum Ergebnis, dass die bisherigen
Prämissen der Demografen falsch waren.
Die zu hoch ausgewiesene
Akademikerkinderlosigkeit ist einerseits die Konsequenz der
Überlagerung zweier Ereignisse: Durch den Auszug von Kindern aus dem
Elternhaus wird die Zunahme des Spätgebärens kompensiert. Die tatsächliche Kinderlosigkeit
wird dadurch in der amtlichen Statistik überschätzt. Dies gilt insbesondere, wenn zu
den Akademikerinnen auch Fachhochschulabsolventinnen gezählt werden.
Für Universitätsabsolventinnen
gilt andererseits, dass die bislang von den Demografen bevorzugte
Altersklasse der 35-39Jährigen zu niedrig angesetzt gewesen ist,
d.h. das Geburtenverhalten ist zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht -
wie unterstellt - abgeschlossen.
Betrachtet man z.B. die
Altersgruppe der 41-45Jährigen, dann liegt die Kinderlosigkeit der
Universitätsabsolventinnen im Jahr 2003 bei ca. 28 %.
Christian SCHMITT (Feministische Studien,
Heft 1, Mai 2005) hat unter Berücksichtigung von
Fachhochschulabsolventinnen für die zwischen 1950 und 1965 geborenen
Akademikerinnen einen Kinderlosenanteil von unter 25 % errechnet. Dagegen kursierte in der
Öffentlichkeit eine Akademikerinnenkinderlosigkeit von bis zu 43 %.
Bei diesen Zahlen handelt es sich eben nicht - wie unterstellt - um
die endgültige Kinderlosigkeit. |
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Klappentext
"Die größte demographische
Herausforderung unserer Zeit ist die Alterung der
Gesellschaft. Damit verbunden ist die Frage nach der
Qualität der Lebensjahre. Mit dem neuen Ansatz der
»aktiven Lebenserwartung« wird der
Gesundheitszustand der Bevölkerung analysiert, wobei
die funktionalen Aspekte von Krankheit besonders
berücksichtigt werden.
Rainer Unger untersucht die zeitliche Entwicklung
der aktiven Lebenserwartung nach der Methode der
Mehrzustands-Sterbetafel im Vergleich von
Deutschland und den USA. Er geht der Frage nach den
sozialen Verursachungsmechanismen des aktiven, d.h.
krankheitsfreien Anteils an Lebensjahren nach und
analysiert den potentiellen Einfluss
makrostruktureller Rahmenbedingungen auf dessen
Entwicklung."
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fehlen noch
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www.zes.uni-bremen.de/homepages/unger/index.php
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