"Die Theorie sozialer Ungleichheit hat
seit den Klassikern der Soziologie keine großen
Fortschritte zu verzeichnen. In den einschlägigen
Studien dominiert eine auflistende Aneinanderreihung
von einzelnen Ansätzen. Es fehlt bisher jedoch eine
Theorie sozialer Ungleichheit, die auf der Höhe der
aktuellen gesellschaftstheoretischen Diskussion ist.
Diese
Einführung arbeitet hierzu den Anschluss an die
Theorie gesellschaftlicher Differenzierung heraus.
Durch die konzeptionelle Integration der beiden
makrosozialen Hauptachsen lassen sich viele Aspekte
sozialer Ungleichheit angemessen erklären:
strukturierte versus unstrukturierte soziale
Ungleichheit; das Verhältnis von klassen-,
ethnischer und geschlechtsspezifischer Ungleichheit;
die Transnationalisierung sozialer Ungleichheit
sowie soziale Ungleichheiten auf verschiedenen
Aggregationsebenen (Interaktion, Organisation,
Ordnung)."