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Ute Volkmann: Die journalistische Konstruktion gerechter Ungleichheiten

 
       
     
       
     
       
   

Ute Volkmann in ihrer eigenen Schreibe

 
     
       
   

Ute Volkmann im Gespräch

 
   
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Die journalistische Konstruktion gerechter Ungleichheiten (2004)
In: Stefan Liebig/Holger Lengfeld/Steffen Mau (Hg) Verteilungsprobleme und Gerechtigkeit in modernen Gesellschaften, Frankfurt a/M: Campus, S.297-328

 
   
 
 

Inhaltsverzeichnis

1. Gerechte Ungleichheiten und Journalismus

1.1 Gerechtigkeitssemantiken

1.2 Journalismus und gesellschaftliches Orientierungswissen

1.3 Symbolische Macht

1.4 Plurale Differenzierung

2. Die gerechte Rente - eine empirische Analyse journalistischer Gerechtigkeitssemantiken

2.1 Der Aufbau der Untersuchung

2.2 Orientierungswissen in der FAZ

Evaluative Semantiken
Normative Semantiken

2.3 Orientierungswissen in der FR

Evaluative Semantiken
Normative Semantiken

2.4 Vergleichende Betrachtung

3. Fazit

Zitate:

Massenmedien stellen Orientierungswissen in Form von Gerechtigkeitssemantiken bereit

"Mann kann (...) zwischen zwei verschiedenen Grundtypen von Gerechtigkeitssematiken unterscheiden: normativen Bewertungsmustern auf der einen und evaluativen auf der anderen Seite. Erstere sagen, was jemanden zusteht, letztere, was für alle das Beste ist." (S.297)

Gegenstand: Einführung der Riester-Rente

"Das Jahr 2000 zeichnete sich durch ein (...) Umschlagen der politisch-kulturellen Hegemonie aus. Die Sozialdemokratie schwenkte vom lange Zeit vorherrschenden Modell des sozialdemokratischen Konsensus um in Richtung Neoliberalismus. Wie Mahnkopf (2000) zeigt, lässt sich die neoliberale Wende der Sozialdemokratie gerade auch an einem veränderten Begriff von sozialer Gerechtigkeit festmachen. Schaut man daraufhin, welche Verteilungs- und Gerechtigkeitsfrage im Jahr 2000 in der massenmedialen Öffentlichkeit einen breiten Raum einnahm, so stößt man auf die Debatte über die Einführung der so genannten Riester-Rente. Sie bildete damals den Auftakt zu einer neoliberalen Sozialpolitik". (S.300)

Datenmaterial

"Das Ausgangsmaterial für die Untersuchung bildeten alle Meinungsartikel im Politik- und Wirtschaftsteil von FAZ und FR des Jahres 2000, in denen das Thema Rente mit Bezug auf die deutsche Gesellschaft behandelt wird und der Kommentator explizit oder zumindest implizit Position zur Verteilungsproblematik bezieht." (S.313)

Ergebnis

"Das Publikum der FAZ lebt sozusagen in einer anderen Welt der Gerechtigkeit als das der FR. Sowohl die Vorstellungen darüber, welche Verteilungsmodi als gerecht gelten und welche Akteure dafür zur Verantwortung gezogen werden, als auch die Präferenz für Gerechtigkeitsnormen variieren. Es besteht augenscheinlich kaum Konsens darüber, wie soziale Ungleichheiten unter Legitimitätsgesichtspunkten zu bewerten sind. Übereinstimmung besteht lediglich darin, dass höhere Lasten bei der Alterssicherung aufgrund von Sachzwängen unumgänglich sind und dass der Staat dafür Sorge tragen muss, die sozial Schwächsten zu unterstützen sowie die arbeitende Bevölkerung nicht über Gebühr zu belasten. Bedürfnisgerechtigkeit scheint somit die einzige gemeinsam geteilte Gerechtigkeitsnorm zu sein." (S.324)

 
 
 
       
     
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 12. Juli 2010
Update: 12. Juli 2010