1.
Metamorphosen
2. "Symbolische Gentrifizierung"
3. Der Stadtteil als Text
4. Bilder einer Vorstellung
Kreuzberg
1980 - 1989 - Legal, illegal, scheißegal
Kreuzberg nach 1989 - Yuppie-Town
5. Zwei
Porträts
"Die gute
alte Zeit" - Paul, ein Utopist
"Irgendwann ist jede Liebe verblüht" - Christine, eine
Life-Stylistin
6. "Mythos
Kreuzberg" - Ende der Vorstellung
Zitate:
Gentrifizierung
- althergebrachte Vorstellung
"Gentrifizierungsprozesse
werden bislang nahezu ausschließlich als Folge ökonomischer und
sozialer Veränderungen beschrieben. Mit der Entwicklung zur
Dienstleistungsgesellschaft haben die Innenstädte
prosperierender Metropolen an Bedeutung gewonnen. (...).
Parallel zu diesen ökonomischen Veränderungen läßt sich seit ca.
Mitte der 70er Jahre ein sozialer Wandel beobachten, der mit
Begriffen wie »neue Haushaltstypen«, »neue Urbaniten«
oder »Yuppies« umschrieben wird. Gemeint ist damit die
zunehmende Zahl junger Erwachsener, die gegenüber dem
Familienleben im Eigenheim das Single-Sein in der City
bevorzugen. Indem nun aber diese städtische Mittelschicht in den
Innenstadtbezirken ihren Einzug hält, verändern die Bezirke über
kurz oder lang ihr Gesicht". (1995, S.226f.)
Symbolische Gentrifizierung
"Die
architektonische und soziale Umstrukturierung wird durch medial
gefertigte Images, Bilder und Repräsentationen vorbereitet und
begleitet. Pressedarstellung, die sich dokumentarisch gerieren,
wirken oftmals eher wie wirkungsvolle Werbespots, die bei der
städtischen Mittelschicht (...) Stimmung machen (...). (...).
Bevor die neuen Mieter und Nutzer in Kreuzberg »einsteigen«,
wurde und wird ihnen der Bezirk diskursiv schmackhaft gemacht.
Die Texte und Bilder von Kreuzberg geben damit in ihrer
Darstellung nicht einfach Wirklichkeit wieder, sondern sie
bilden selbst einen ernst zu nehmenden Faktor, der auf die
Konstruktion von Wirklichkeit und auf die Entwicklung des
Bezirks erheblichen Einfluß nahm und nimmt." (1995, S.228)