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Thomas Klein: Der Heiratsmarktengpass in Deutschland

 
       
     
       
     
       
   

Thomas Klein in seiner eigenen Schreibe

 
     
   

Thomas Klein im Gespräch

 
   
  • BÖCK, Ingrid (2000): "Gelegenheit macht Liebe".
    Der Soziologe Thomas Klein erläutert, welchen Regeln die Partnerwahl folgt und warum Männer künftig das Nachsehen haben,
    in: Focus Nr.45 v. 06.11.
    • Inhalt:
      Der Heidelberger Soziologe geht auf die Bedingungen des Partner- bzw. Heiratsmarkts ein und rückt den Single-Mythos zurecht, indem er darauf hinweist, dass "die Hälfte aller Menschen in so genannten Single-Haushalten über 65 Jahre alt sind"
      • Kommentar:
        Natürlich darf seine These nicht fehlen, dass künftig Männer das Nachsehen haben, weil es einen Heiratsengpass gibt, der diesmal nicht die Frauen, sondern die Männer treffen soll (siehe dazu meinen Kommentar vom 05.10.)
 
       
   

Männer, Kinderwunsch und generatives Verhalten (2006).
Eine Auswertung des Familiensurvey zu Geschlechterunterschieden in der Motivation zur Elternschaft
(zusammen mit Jan Eckhard)

Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften

 
   
 
 

Klappentext

"Unterscheiden sich Männer und Frauen im Hinblick auf den Kinderwunsch? Werden mögliche Beweg- und Hinderungsgründe der Entscheidung zur Geburt eines Kindes von Männern und Frauen unterschiedlich wahrgenommen und sind diese geschlechtsspezifischen Wahrnehmungen von unterschiedlichen Vorraussetzungen abhängig? Und sind für die Realisierung von Kinderwünschen bei Männern und Frauen unterschiedliche oder ähnliche Beweg- oder Hinderungsgründen ausschlaggebend? Der Band präsentiert Untersuchungen und Ergebnisse zu diesen Fragen auf der Grundlage des Familiensurvey. "

 
 
       
   
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Sozialstrukturanalyse (2005).
Eine Einführung
Reinbek:
Rowohlt Verlag

 
   
 
 

Klappentext

"Die Beschreibung und Analyse sozialer Strukturen betrifft letztlich alle Teilbereiche der Gesellschaft. Erfasst werden insbesondere die demographische Entwicklung, Haushalts- und Familienstrukturen und die soziale Ungleichheit, speziell in Bezug auf Bildung, auf Erwerbstätigkeit und Beruf sowie auf die Einkommensverteilung und die Wohlstandsentwicklung."

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Allgemeine Vorbemerkungen

2 Bevölkerung

2.1 Bevölkerungsgröße
2.2 Altersstruktur
2.3 Geburten
2.4 Lebenserwartung
2.5 Migration

3 Haushalt und Familie

3.1 Haushaltskomposition und private Lebensformen
3.2 Partnerwahl und Heirat
3.3 Scheidung und Wiederheirat
3.4 Der Auszug von Kindern aus dem Elternhaus

4 Soziale Ungleichheit und Soziale Mobilität

4.1 Bildung
4.2 Berufsstruktur und Beschäftigung
4.3 Wohlstand und Armut
4.4 Weitere Dimensionen sozialer Ungleichheit und sozialer Mobilität

5 Informationelle Grundlagen der Sozialstrukturanalyse (von Johannes Stauder)

5.1 Institutionelle Infrastruktur
5.2 Allgemeine Charakteristika von Sozialstatistiken
5.3 Die wichtigsten Datenquellen
5.4 Regelmäßige Publikationen

 
 
 
       
   
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Partnerwahl und Heiratsmuster (2001)
sozialstrukturelle Voraussetzungen der Liebe
Opladen:
Leske + Budrich

 
   
 
 

Klappentext

"Die Wahl des Lebenspartners: Eine vermeintlich ganz private Angelegenheit, die allenfalls psychologisch zugänglich erscheint? Analysen zeigen, dass die Partnerwahl nur auf den ersten Blick höchst privat und individuell ist. Tatsächlich folgt sie nämlich sozialen Regelmäßigkeiten:
Weit überzufällig finden Partner zusammen, die beide gebildet sind, beide ungebildet, ein ähnliches Alter haben, ähnlich attraktiv sind, beide rauchen, am selben Ort wohnen, dieselbe ethnische Herkunft haben usw.
Warum ist das so? Viele Beiträge des vorliegenden Buches kommen zu dem Ergebnis, dass der Heiratsmarkt eine ganz wesentliche Rolle spielt: Der Ausgleich von günstigen und ungünstigen Partnereigenschaften auf dem Heiratsmarkt und nicht zuletzt die Größe und die Sozialstruktur des Heiratsmarktes."

 
 
       
   
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  • Der Heiratsmarktengpass  in der Debatte

    • DOUDNA, Christine/McBRIDE, Fern (1981): Where are the men for the women at the top?, in: Stein, P. J. (Hg.) Single life: Unmarried adults in social context, New York: St. Martin's Press, S. 21-34
    • JÜRGENS, Hans W./POHL, Katharina (1985): Sexualproportionen und Heiratsmarkt, in: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, 11, 2, S. 165-178
    • WESTHOFF, Charles F./GOLDMAN, Noreen (1988): Figuring the Odds in the Marriage Market, in: Wells, G. J. (Hg.) Current Issues in Marriage and the Family, 4. Aufl., New York: Macmillan, S. 39-45
    • NOACK, Frank (2000): The Kid.
      Junges Ego. Disney-Remake über zwei Ecken: John Turtletaubs Film mit Bruce Willis,
      in: Tagesspiegel v. 05.10.
      • Kommentar:
        NOACK hat sich an den NEWSWEEK-Artikel "Too late for Prince Charming" von Eloise Salholz aus dem Jahr 1986 erinnert. Dies ist wohl der am meisten zitierte Artikel der 80er Jahre zum Thema Single-Frauen gewesen.

              
          Er ist quasi unsterblich und geistert immer wieder einmal durch die Weltpresse, z.B. im Februar 1999 durch den Nouvel Observateur. Dort wird er behandelt, als ob er gerade erst geschrieben worden wäre:
              
          "Sans parler de cette autre étude publiée dans «Newsweek» affirmant qu'à Manhattan une femme à la fois active et diplômée avait «autant de chances de trouver un compagnon que de se faire abattre par un terroriste»".
              
          Der Artikel hat eine ganze Ära von Frauen-Literatur begründet.
              
          Angefangen hat das mit Elisabeth DUNKELs 1988er Bestseller "Every Woman Loves a Russian Poet" (deutsch: Der Fisch ohne Fahrrad).
              
          Er hat außerdem die Ratgeberliteratur beflügelt. Susan Page hat ein ganzes Kapitel nur dem Thema gewidmet, ihren verzweifelten Klientinnen die Statistik zu erklären, bevor sie zum Kern ihres Themas kommen konnte. Andere haben den Slogan gleich als Titel für ihren Ratgeber verwendet.
              
          Ein beliebtes Spiel ist auch die Abwandlung. So heißt es bei Claudia KELLER:
              
          "Lena ist vierunddreißig und somit hart an jener Schallgrenze, an der eine Frau, wie wir alle schaudernd vernommen haben, eher von einem Tiger gefressen wird, als daß sie noch die Chance hätte, einen Mann zu finden".
              
          Nun also hat NOACK diesen Slogan wieder ausgekramt, um ihn auf Single-Männer anzuwenden. Er meint, dass die Unterhaltungsindustrie nun auch Männer unter Druck setzen will. Hoffentlich gehen da auch wirklich Junggesellen rein und nicht wieder nur Verheiratete.
              
          Soziologinnen wie Dorothea KRÜGER warten schon seit 10 Jahren darauf, dass die Männer endlich begreifen, dass sie mit einem Heiratsengpass zu kämpfen haben. Außer Thomas KLEIN , der seit Mitte der 90er Jahre vergeblich mit seinen Statistiken hausieren geht, hat das noch keiner eingesehen.
              
          Vielleicht glauben Männer weniger an Statistiken als an Horoskope. Man müsste dann die Geschichtsschreibung ändern. Vielleicht lesen sie auch nur die falschen Bücher oder gar keine. Vielleicht müsste man aber auch einen Werbetexter wie Viktor PELEWIN oder Frédéric BEIGBEDER (kennt man bei uns zwar noch nicht, aber das ändert sich) darauf ansetzen ein männliches Pendant zu erfinden.
              
          NOACK macht es sich jedenfalls zu einfach, aber ich kann wenigstens meine Sammlung um einen weiteren Artikel erweitern.
    • MARTIN, Frank O. (2001):  Marriage Squeeze in Deutschland - aktuelle Befunde auf der Grundlage der amtlichen Statistik, in: Thomas Klein (Hg.) Partnerwahl und Heiratsmuster. Sozialstrukturelle Voraussetzungen der Liebe, Opladen: Leske + Budrich, S.287-313
 
     
   

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Update: 17. Oktober 2007
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