[ Verzeichnis der Single-Forscher/innen ] [ Autoren der 68er-Generation ] [ News ] [ Suche ] [ Homepage ]

 
       
   

Thomas Ziehe: Narziß - ein neuer Sozialisationstyp

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1947 geboren
    • 1991 Buch "Zeitvergleiche. Jugend in kulturellen Modernisierungen"
    • Professor für Pädagogik an der Universität Hannover
 
       
     
       
   

Thomas Ziehe in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • ZIEHE, Thomas (1978): Warum sich mir die Feder sträubt.
    Bedenken über den Zusammenhang Neue Lebensformen - Neuer Sozialisationstyp,
    in: Ästhetik und Kommunikation, H.34, Neue Lebensformen. Wunsch und Praxis, Dezember, S.49-54
  • ZIEHE, Thomas (1981): Worum geht es in der Narzißmus-Diskussion?,
    in: Neue Sammlung, H.2
  • ZIEHE, Thomas (1985): Vorwärts in die 50er Jahre? Lebensentwürfe Jugendlicher im Spannungsfeld von Postmoderne und Neokonservatismus. In: Dieter Baacke & Wilhelm Heitmeyer (Hg.) Neue Widersprüche. Jugendliche in den achtziger Jahren, München und Weinheim: Juventa
 
       
   

Thomas Ziehe im Gespräch

 
     
   
 
 

Thomas Ziehe über sich, die 68er-Bewegung und Lebensformen  

"Aus seiner letzten Wohngemeinschaft ist er schon lange ausgezogen. Das Kollektivistische, das in dieser Lebensform liegt, muß ihm ein Greuel sein. Er hat es überführen können in eine sehr individualisierte Lebensweise.
      
  Zunächst mal habe ich ewig lange in einer Wohngemeinschaft gewohnt - 11 Jahre lang, dann sehr lange die unterschiedlichsten Beziehungsformen ausprobiert und alles dann doch sehr aufgeschoben. Aber schlußendlich macht man es doch wie die Generationen vor einem.
      
  Das kannst Du nicht ewig machen, das wird irgendwann schal und öde, und dann mußt Du auch den Absprung finden, daß man nicht daran hängt und nicht weitermacht, was gar keine Kraft mehr hat. Man kann nicht so weiterleben, als sei man jung. Aber es ist ein Schatz in mir, den ich nie vermissen möchte, und der nachhallt.
      
  Ich habe dann geheiratet, vor fünf Jahren erst, mit 40, ist ja relativ spät. Da bin ich erst mit meiner Frau zusammengezogen, die ich schon vorher sieben, acht Jahre kannte. Bis 40 bin ich Single gewesen von meiner Lebensform, und auch jetzt ist es hoch individualisiert, wie wir zusammenwohnen, von ihr aus und von mir aus. Jeder lebt zur Hälfte für sich. Das wäre für mich scher vorstellbar ohne die Studentenbewegung.
      
  Auf keinen Fall möchte er aus seiner Lebensgeschichte und seiner heutigen Lebensform, sozusagen der Inkarnation der Individualisierung, eine neue Theorie machen - das würde dem individualistischen Selbstverständnis ja genau widersprechen.
      
  Ich lebe ja nicht 'ne Theorie, und ich lebe nicht 'ne Programmatik. Insofern ist die Lehre, die ich gezogen habe, sehr individualisierter: Nicht aus allem ein Modell machen zu wollen, sondern eine Pluralität von Lebensformen stehen zu lassen, und auch 'ne tiefe Skepsis, ob sich Lebensformelemente überhaupt begründen lassen."
(aus: Karl-Heinz Heinemann & Thomas Jaitner "Ein langer Marsch. '68 und die Folgen, S.39f.)

 
 
       
   
  • Thomas Ziehe in den Medien

  • fehlt noch
 
     
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

 
   
 
     
   
 
   
© 2002-2004
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 21. April 2003
Update: 02. Dezember 2004
Counter Zugriffe seit
dem 03.Juni 2002