"In diesem Buch wird die
Geschichte der Freiheit und ihrer Regierung bzw.
Regulierung erzählt. Dabei zeigt sich: Die Sache der
Freiheit war immer komplex. Zwar gab es für den
Liberalismus keine Alternative zu ihr, doch er
vergißt allzu schnell, daß man ihre Geschichte so
wird erzählen müssen, daß auch eine Vor- und
Frühgeschichte ins Blickfeld rückt. Daß es eine
Freiheit vor dem Liberalismus gibt, hat Quentin
Skinner gezeigt; und davon, daß es auch eine danach
gibt, leben die Postmodernen: Sie entdecken »Kinder
der Freiheit«, deren erfrischende Spontaneität
nichts mehr mit der pflichtgemäßen Vernünftigkeit
früherer Generationen zu tun hat. Zur Genüge
diskutiert worden ist schließlich, daß selbst
innerhalb des Liberalismus zahllose Stadien oder
Varianten mit je eigenen Freiheitsgraden einander
abgelöst haben. Durch das Dickicht all dieser
Freiheiten schlägt diese Arbeit eine Schneise und
verbindet dabei systematische mit historischen
Überlegungen."