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Thema des Monats

 
   

Demografische Niedergangsszenarien

 
   

Die Konvergenz von Neuer Mitte und Neuer Rechte

 
     
   
 
 

"Über diesen Autor wird von fast allen übrigen Literaten des Landes so wild und heftig geschimpft, daß man ihn schon daraus liebgewinnt. In der Tat ist sein Buch das gescheiteste, geistvollste der letzten Jahre."
(Hermann Hesse über Oswald Spenglers "Der Untergang des Abendlandes", 1924)

Die Bebilderung der Demografiedebatte als Herausforderung der Mitte-Rechts Koalition

Die Süddeutsche Zeitung hat am 10. August 2002 mit einer Serie über die Zukunft der Altengesellschaft begonnen.
             Im Zentrum der ersten beiden Beiträge von Gustav SEIBT (SZ vom 10.08.) und Lothar MÜLLER (SZ vom 15.08.) steht der Versuch den Thesen von Herwig BIRG ("Die demographische Zeitenwende") und Meinhard MIEGEL ("Die deformierte Gesellschaft") mehr Nachdruck und eine breite Öffentlichkeit zu verschaffen.

MÜLLER beklagt die mangelnde Anschaulichkeit von abstrakten Statistiken:

"Ihren Zugewinn an Wissenschaftlichkeit erkaufte die moderne Demographie mit einem Verlust an Anschaulichkeit. Ihren Statistiken über Alterung und Bevölkerungsschwund fehlt die allgemein zugängliche Hintergrundsprache. Bisher sind die Experten damit gescheitert, ihren dramatischen Kurven und Zahlen im Publikum mehr als episodische Aufmerksamkeit zu verschaffen. Mit den fahrigen Gesten einer eher vagen Irritation haben die Deutschen die Botschaft sogleich an die Ausschüsse der Rentenreformkommissionen verwiesen. Beharrlich unterwerfen sie die sich abzeichnenden lebensweltlich-kulturellen Konsequenzen von Alterung und Bevölkerungsschwund einem Bilderverbot."

Damit hat MÜLLER das Problem definiert, um anschließend das konstatierte Bilderverbot selbst aufzubrechen. Das Ergebnis ist ein Update von Oswald SPENGLERs Der Untergang des Abendlandes. Seinen Gegnern möchte er den Wind aus den Segeln nehmen, indem er deren Einwände vorwegnimmt und seiner Position den Anstrich einer angeblich machtlosen Außenseiterposition verpasst:

"Es ist leicht, Spengler ideologiekritisch der Verklärung des Naturbanns, der Apologie des Gebärzwangs und der Denunzierung aller Frauen, die nicht Mütter sind, zu überführen. Aber heute erledigt eine solche Entlarvung einen Gegner, der seine Macht längst eingebüßt hat, auch in den konservativen Parteien."

Danach kommt er zum Kern seiner Rehabilitierung von Oswald SPENGLER, den der Internetbuchhändler AMAZON zur Zeit im Doppelpack mit Michel HOUELLEBECQs Roman "Plattform" vermarktet:

"Beunruhigend an Spengler ist nicht mehr sein dröhnender Anti-Modernismus. Beunruhigend ist, dass seine Gegenstände das Haltbarkeitsdatum seiner apokalyptischen Aperçus überlebt haben. Die 'Unfruchtbarkeit des zivilisierten Menschen' hat durch ihre metaphysische Stilisierung als 'Wendung zum Tode' ihren empirischen Kern nicht verloren. Uns Heutigen demonstriert nicht mehr eine krude Geschichtsphilosophie, sondern die demographische Statistik diesen harten Kern, wenn sie die Kinderlosigkeit an die Parameter des Fortschritts koppelt.

Die Kopplung von Kinderlosigkeit an die Parameter des Fortschritts

Die Untergangszenarien der Neuen Rechten und ihrer Adepten in der Neuen Mitte stehen und fallen mit der Richtigkeit der bevölkerungswissenschaftlichen Thesen zur zukünftigen Bevölkerungsentwicklung. Lothar MÜLLER behauptet z.B. einen weltweiten Trend zur lebenslangen Kinderlosigkeit:

"Weltweit und langfristig gilt: je höher die Lebenserwartung, desto niedriger die Kinderzahl pro Frau. (...).
Deutschland ist eines der Avantgarde-Länder im weltweiten Doppeltrend zunehmender Lebenserwartung und sinkender Geburtenrate.

Ein solcher Trend ist jedoch selbst in der Bevölkerungswissenschaft umstritten.

Kinderlosigkeit als deutscher Sonderweg

Zum einen ist Deutschland ein Sonderfall was den relativ hohen Anteil von lebenslang Kinderlosen betrifft. Gemäß dem Schweizer Demografen François HÖPFLINGER ist dieses Phänomen keineswegs historisch neu, sondern bereits die um 1900 geborenen Frauen erreichten einen Kinderlosenanteil, der unserem heutigen entspricht.
             Dies zeigt, dass es keine lineare Entwicklung der Kinderlosenanteile gibt, sondern dass das Gebärverhalten zyklischen Schwankungen unterliegt.

Das Problem von Bevölkerungsprognosen

Zum anderen sind die Berechnungen der Bevölkerungswissenschaftler spekulativ. Die immer wieder gern zitierten Kinderlosenanteile der 1965 geborenen Frauen sind nicht unbedingt als Trend zu lebenslanger Kinderlosigkeit zu interpretieren, sondern in erster Linie das Ergebnis eines höheren Erstgebäralters. Darauf hat z.B. der Bevölkerungsstatistiker Ron LESTHAEGHE hingewiesen .
             Wenn mehr Frauen aufgrund besserer Bildung und Problemen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ihren Kinderwunsch erst zwischen 35 und 45 Jahren verwirklichen, dann sind Vergleiche mit Frauen aus anderen Geburtsjahrgängen mit einem niedrigeren Erstgebäralter wenig aussagekräftig. Frühestens in 5 - 10 Jahren lässt sich genauer sagen, inwieweit der Geburtsjahrgang 1965 von früheren Kohorten abweicht.
             Über das Gebärverhalten von noch jüngeren Frauenjahrgängen sagt das aber noch nicht viel aus, denn Demografen ignorieren Verhaltensänderungen bzw. sind gar nicht in der Lage historische Besonderheiten in ihre Überlegungen einzubeziehen.
             Die Wiedervereinigung hat drastisch vor Augen geführt, dass das Gebärverhalten von Umweltveränderungen gravierend beeinflusst werden kann. Eine Geschichte der demografischen Irrtümer könnte davor bewahren, die Untergangsszenarien allzu ernst zu nehmen

Falsche Fragen ergeben keine richtigen Antworten

"Werden kritische Fernsehserien die Geschichte aufarbeiten und die Verbrechen der Selbstverwirklichung ums Jahr 2000 anprangern?" fragt SEIBT angesichts der Niedergangsszenarien von BIRG und MIEGEL.
             MÜLLER geht es deshalb um wirksame Methoden zur Dramatisierung der gegenwärtigen Kontroverse Familien contra Singles. Das späte 19. Jahrhundert, aus dessen Fundus bereits Oswald SPENGLER seine Untergangsvision nährte, erscheint ihm dabei als vorbildhaft für unser "Zeitalter der Nichtgeborenen":

"Spengler zitierte nicht von ungefähr die Dramen und Romane des späten 19.Jahrhunderts. In ihnen hatte die im Rückblick vergleichsweise schüchterne Erosion traditioneller Familienverhältnisse und Fortpflanzungsgewohnheiten Eruptionen vulkanischen Ausmaßes zur Folge. In der Essayistik lieferten sich reaktionäre Polemiker gegen die Emanzipation und Apologeten von Dekadenz und Hedonismus fürchterliche Schlachten."

Angesichts der zyklisch wiederkehrenden Niedergangsszenarien und dem Ausbleiben des Untergangs stellt sich eine ganz andere Frage: Warum sind Untergangsszenarien immer noch attraktiv?

Demografie als Mittel der sozialpolitischen Demagogie

Stirbt 'das deutsche Volk' aus? hat Christoph BUTTERWEGGE einen Artikel überschrieben, in dem er den Demografie-Diskurs, d.h. das Reden und Schreiben über eine negative Bevölkerungsentwicklung, seit Mitte der 70er Jahre bis heute nachzeichnet. Sein Befund: Die politische Mitte rückt im Demografie-Diskurs nach rechts.
             Der "demografische Niedergang" hat nach BUTTERWEGGE die Funktion den "neoliberalen 'Um-' bzw. Abbau des Sozialstaats und drastische Leistungskürzungen zu legitimieren:

"In den medialen Diskursen zur sozialen Sicherung erörtert man jedoch nicht, wie aus einer Verschiebung der Altersstruktur ggf. resultierende Schwierigkeiten solidarisch bewältigt werden können (z.B. durch die Verbreiterung der Basis des Rentensystems, die konsequente Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die Erhöhung der Frauenerwerbsquote und/oder die Erleichterung der Zuwanderung). Stattdessen fungiert die 'immer ungünstigere Altersstruktur' als Grundlage der Rechtfertigung für Sozial- und Rentenkürzungen." (S.203)

Der Umschlagspunkt von der Familien- zur Bevölkerungspolitik

Der Umschlag von der Familien- zur Bevölkerungspolitik lässt sich mit BUTTERWEGGE folgendermaßen beschreiben:

"Wenn man etwas für die (armen) Kinder tun will, kann man zwischen reichen und weniger begüterten Familien umverteilen; will man dagegen das Gebären als solches fördern, muss man zwischen Kinderlosen und Familien umverteilen, ganz unabhängig davon, wie gut es den Letzteren finanziell geht." (S.201f.)

Während Familienpolitik ohne das Feindbild Single auskommt, ist die Bevölkerungspolitik notwendigerweise auf die Dramatisierung der Bevölkerungsentwicklung und die Zuspitzung der Kontroverse Familien contra Singles angewiesen. BUTTERWEGGE skizziert die Konsequenzen der Rückkehr zur Bevölkerungspolitik:

"Wenn die Familie zum Fetisch, das Kind zum Kultobjekt und die Mutterschaft zum Mythos wird, hat der Rechtsextremismus mit seiner Ideologie, die soziale Zusammenhänge, Hintergründe und Beziehungen naturalisiert, relativ leichtes Spiel. Familienfetisch, Kinderkult und Muttermythos sind bestens geeignete Instrumente zur Durchsetzung einer unsozialen Politik (....).
Mit der Aufwertung bzw. Überhöhung 'des Kindes' im öffentlichen Diskurs über den modernen Wohlfahrtsstaat korrespondiert eine Verteufelung der Kinderlosigkeit; das alt-neue Feindbild der 'Doppelverdiener' und 'hedonistischer Singles' ohne Nachwuchs feiert fröhlich Urständ. Da sie nicht für eine 'normale' Reproduktion der Gesellschaft sorgen, gibt man ihnen die Schuld an den staatlichen Finanzproblemen, besonders hinsichtlich der Alterssicherung." (S.209)

Das Bundesverfassungsgericht spielt bei der Durchsetzung der Bevölkerungspolitik eine zentrale Rolle. Das Urteil über die Pflegeversicherung vom 3. April 2001 - das bereits im Vorfeld durch eine Flut singlefeindlicher Berichterstattung begleitet war - stellt einen Meilenstein auf dem Weg familienfundamentalistischer Vorstellungen dar, wie BUTTERWEGGE darlegt:

"Mit diesem BVG-Urteil und der Forderung, seine Grundzüge auf die anderen sozialen Sicherungssysteme zu übertragen, wurden die Menschen - unabhängig davon, welcher (Einkommens-)Schicht sie jeweils angehören - in ein angeblich privilegiertes Lager (der Kinderlosen) und ein vermeintlich benachteiligtes Lager (der Eltern) eingeteilt."(S.210)

Es gehört keine besondere prophetische Begabung dazu, wenn man die Behauptung wagt, dass die Demografie-Debatte die Medienöffentlichkeit künftig noch stärker beeinflussen wird.
             Die Süddeutsche Zeitung forciert mit der Serie über die Zukunft der Altengesellschaft die Etablierung der bevölkerungspolitischen Debatte im öffentlichen Raum. Nicht mehr nur in bevölkerungswissenschaftlichen Kreisen oder randständigen Zirkeln der Neuen Rechten, sondern in den einflussreichen Selbstverständigungsblättern der Neuen Mitte wird nun die Bevölkerungspolitik debattiert.

Die Single-Lüge - Das Buch zur Debatte

"Dies ist die erste grundlegende Auseinandersetzung mit dem nationalkonservativen Argumentationsmuster, das zunehmend die Debatte um den demografischen Wandel bestimmt. Hauptvertreter dieser Strömung sind Herwig Birg, Meinhard Miegel, Jürgen Borchert und Hans-Werner Sinn. Die Spannbreite der Sympathisanten reicht von Frank Schirrmacher bis zu Susanne Gaschke. Als wichtigster Wegbereiter dieses neuen Familienfundamentalismus muss der Soziologe Ulrich Beck angesehen werden.
          
 Es wird aufgezeigt, dass sich die nationalkonservative Kritik keineswegs nur gegen Singles im engeren Sinne richtet, sondern auch gegen Eltern, die nicht dem klassischen Familienverständnis entsprechen.
          
 Die Rede von der "Single-Gesellschaft" rechtfertigt gegenwärtig eine Demografiepolitik, die zukünftig weite Teile der Bevölkerung wesentlich schlechter stellen wird. In zahlreichen Beiträgen, die zumeist erstmals im Internet veröffentlicht wurden, entlarvt der Soziologe Bernd Kittlaus gängige Vorstellungen über Singles als dreiste Lügen. Das Buch leistet damit wichtige Argumentationshilfen im neuen Verteilungskampf Alt gegen Jung, Kinderreiche gegen Kinderarme und Modernisierungsgewinner gegen Modernisierungsverlierer."

 
 
 
       
   

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zitierte Literatur

 
     
       
   

SZ-Serie: In der demographischen Zeitenwende

 
   
  • SEIBT, Gustav (2002): Auf Wiedersehen Schönheit.
    In der demographischen Zeitenwende: Die gealterte Gesellschaft,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 10.08.
  • MÜLLER, Lothar (2002): Der Fluch des Ibsenweibs.
    Demographische Zeitenwende: Der Aufstieg der Nicht-Geborenen,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 16.08.
  • MOTHS, Eberhard (2002): Vor Sonnenuntergang.
    Demographische Zeitenwende: Ökonomik der Altengesellschaft
    in: Süddeutsche Zeitung v. 22.08.
  • BISKY, Jens (2002): Angenehm leer.
    In der demographischen Zeitenwende: Ziellos mobil,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 04.09.
    • Kommentar:
      Es ist nichts als blanker Zynismus, wenn BISKY die Probleme eines strukturschwachen Gebietes - und damit die räumliche Dimension sozialer Ungleichheit - in ein Modell der zukünftigen Entwicklung der Altengesellschaft in Deutschland umdeutet.

            
        Dieser Zynismus hat System und ist durchaus kein zufälliger Einzelfall, sondern er ist paradigmatisch für die neue Art den Verteilungskampf zu verfechten.
      Neue Mythen braucht das Land!
      Das ist das Motto der bevölkerungspolitisch motivierten Sozialpopulisten.

            
        Im Jahr 1966 wurde in den USA der Roman Make Room! Make Room! (deutsch: New York 1999) von Harry HARRISON veröffentlicht. Damals war die Bevölkerungsexplosion ein weit verbreitetes Schlagwort und
      HARRISON
      malte sich aus, wie New York im Jahr 1999 aussehen würde. Er beschrieb die Metropole als 40 Millionen-Stadt,
      in der die Menschen wegen Nahrungsmittelknappheit Soylent Green (Menschenfleisch!) verabreicht bekommen.

            
        Besser bekannt dürfte der Film von Richard FLEISCHER sein: "Jahr 2022 ... die überleben wollen" (im Original "Soylent Green", USA 1973).  Anfang der 70er Jahre musste man die Geschichte bereits ins Jahr 2022 verlegen, um noch glaubwürdig zu erscheinen.
            
        Heutzutage reden Bevölkerungswissenschaftler nicht mehr von einer Bevölkerungsexplosion, denn auch die Weltbevölkerung nimmt nicht in dem Maße zu, wie das die Bevölkerungsexperten Mitte der 60er Jahre prognostiziert haben.
            
        BISKYs Szenario des leeren Landes wird in 30 Jahren genauso überholt sein wie heutzutage das Science-Fiction-Szenario "New York 1999".
      New York City hatte im Jahr 2001 etwas mehr als 8 Millionen Einwohner. Und das ist gut so!
  • KISSLER, Alexander (2002): Abstieg ins Nirgendwo.
    In der demographischen Zeitenwende: Die Erfindung des Alters,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 16.09.
    • Kommentar:
      KISSLER setzt die kulturpessimistische SZ-Serie fort. Er kennt nur zwei Modelle des Alterns. Für das weibliche, unbescheidene Modell steht Trude UNRUH von den Grauen und für das männliche, bescheidene Modell findet KISSLER nur den römischen Konsul Vestricius Spurinna. Wo das enden muss ist für KISSLER ebenfalls klar: in der Gerontokratie!
  • SEIBT, Gustav (2002): Gelebter Pessimismus.
    Demographische Zeitenwende: Wird Europa sich allmählich in einen Geschichtspark verwandeln?
    in: Süddeutsche Zeitung v. 27.09.
    • Kommentar:
      SEIBT hat die Titelgeschichte des Economist vom 23.08.2002 gelesen, in dem es um die unterschiedliche demographische Entwicklung von Europa und den USA geht.

            
        "Amerika hat bewiesen, dass die Gleichung von Wohlstand und Geburtenrückgang nicht zutreffen muss. Seit 1985 hat sich der Bevölkerungstrend dort umgekehrt," schreibt SEIBT.
            
        Man muss nur die US-amerikanische Literatur der 80er Jahre studieren, um festzustellen, dass diese Umkehr in den dortigen Medien keineswegs das Thema war, sondern es war dort der gleiche griesgrämige Kulturpessimismus vorherrschend wie  hierzulande seit Ende der 80er Jahre.
            
        SEIBT verschweigt aus gutem Grunde die wahrscheinlichere Erklärung für das nur zeitweilige Auseinandertriften der Geburtenraten in Europa und den USA.
            
        Auch in den USA wurde die Geburtenentwicklung zuerst falsch eingeschätzt, weil der Aufschub der Geburten nicht berücksichtigt worden war. In Europa - speziell in Deutschland -  weigern sich die Bevölkerungswissenschaftler beharrlich - aus demagogischen Gründen - den Geburtenaufschub in ihren Prognosen ausreichend zu berücksichtigen:
            
        "Remember that between 1970 and 1985 American fertility rates were slightly lower than Europe's. What seems to have happened then was not hat Americans  were having fewer children overall, but that a generation of women was postponing motherhood. That depressed America's birth rate in 1970-85, shifted a surge of births by half a generation, and produced an unusually high rate in the 1990s. That same population shift is happening in parts of Europe now, especially in those Mediterranean countries with the lowest fertility rates."
 
       
   

Bevölkerungspolitik in Deutschland

 
     
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 16. August 2002
Update: 25. Dezember 2006
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