| |
|
KUNZ,
André & Artur K. VOGEL (1997): "Alles
weichgekocht, für Zähne alter Leute".
Ryu Murakami, der bekannte
japanische Schriftsteller und Filmemacher, über
japanische Traditionen und den Wandel der Werte,
in:
Tages-Anzeiger
v. 05.04.
ITOI, Kay (2000):
Woman Warriors.
For Japan's flexible women,
these are the best times. Why? The new economy,
in:
Newsweek
v. 03.04.
Thema "Japan
lebt" - Einblick in die aktuelle Literatur
und Filmkunst Japans,
in: Titel
MIYAMOTO, Michiko
(2000): The Changing Human Beings and Society:
Gender, Generation and Family, Rede auf einem
Symposium,
in:
http://criepi.denken.or.jp
MIYAMOTO, Michiko
(2000): Ban-kon, Hikon Sedai no Chokumen suro
mono: Parasite Single no Airo,
in:
Kiko Kakei Keizai Kenkyu,
Nr.47, Sommer, S.28-35
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG
(2000): Neue Wege für die japanischen Frauen.
Sozialer Wandel in einer
konservativen Gesellschaft,
in:
Neue
Zürcher Zeitung v. 14.09.
HATANO,
Yoshio (2001):Views from Japan.
A
Guide to Commentary in Monthly Magazins,
in: Foreign Press Center,
Japan, Vol 6, No3, März
|
HATANO fasst einen
Artikel von Michiko MIYAMOTO zusammen, in
dem die verlängerte Jugendphase der
Japaner beklagt wird. Das Erwachsensein
wird hier ganz traditionell durch den
Familienstand "verheiratet"
definiert. |
JARDINE,
Anja (2001): Emanzen auf Japanisch.
Bisher
galt Japan nicht gerade als großes Land der
Gleichberechtigung, jetzt wird eine Frau
Außenministerin. Im Land der Geishas brechen die
Frauen mit Traditionen, laufen herum wie
Moderebellen und kämpfen sich nach oben,
in:
Spiegel
Nr.19 v. 07.05.
-
"Fast die
Hälfte der Japanerinnen im Alter
zwischen 25 bis 29 ist heute
unverheiratet. Lauter "übrig
gebliebene Weihnachtskuchen".
Während die Mütter dieser Frauen
spätestens mit 20 ihre ersten
Heiratsinterviews zu absolvieren hatten,
denken die Töchter gar nicht daran zu
heiraten. Und wenn, dann muss der Ehemann
nicht unter demselben Dach wohnen. Den
jungen Männern soll es recht sein. Auch
sie wohnen lieber bei Muttern als mit
ihren Partnerinnen. So führen diese
"parasitären Singles", wie sie
genannt werden, Pendler-Ehen, und die
Emanzipation der Frau geht mit einer
gewissen Geschlechtertrennung
einher",
meint Anja JARDINE.
Interessant
daran ist, dass
Nesthocker im
Japan-Bericht als Singles
bezeichnet werden. Bei uns haben
Nesthocker ein positives Image.
Erst im Einpersonenhaushalt
werden aus sozialen Nesthockern
asoziale Singles. Familie ist bei
uns eine Frage der
Haushaltszusammensetzung und
nicht des
Generationenzusammenhalts. Bei
uns existiert immer noch der
Mythos vom
"Pillenknick". Japan
zeigt aber, dass der Zusammenhang
zwischen Geburtenrückgang und
Antibaby-Pille keineswegs so
zwingend ist, wie er immer wieder
dargestellt wird. |
BUTTINGER
(2001): Parasiten-Singles
in:
Oberösterreichische
Zeitung v. 01.08.
-
|
Ein Kommentar u. a. zu
den japanischen Singles.
Nesthocker im
Konsumrausch werden von dem japanischen
Soziologen Asahiro YAMADA als
"parasitäre Singles"
bezeichnet. |
SCHMITT,
Uwe (2001): Japans Frauen kratzen am Stolz der
Männer.
Auch
wenn die Mehrheit in den alten Grenzen der
häuslichen Welt lebt, machen viele Elitefrauen
ihren männlichen Artgenossen Beine,
in:
Welt
v. 11.08.
-
SCHMITT beschreibt
die
"Generation von Müttern, die in
den sechziger Jahren geboren wurde und
vielleicht als erste erlebte, dass sie in
der Schule ähnlich gefördert wurde wie
die Jungen (...). Nach dem Ende des
Studiums aber stießen die jungen
Japanerinnen in den ersten
Bewerbungsgesprächen auf eine Wand der
Ablehnung. Arbeit konnten sie wohl haben
- mindestens bis zum Wirtschaftseinbruch
Anfang der neunziger Jahre -, aber keine
Illusionen mehr über die Grenzen ihres
beruflichen Aufstiegs. Dienen sollten
sie, duften und erblühen als 'Blumen des
Büros'. Sie sollten sich nicht prüde
anstellen, wenn ihrem Chef einmal die
Hand ausrutschte, und endlich einen
netten Kollegen erhören und in die Ehe
verschwinden, bevor sie welkten.
Mit jedem
Berufsjahr wuchs der Druck. Wohlmeinende
Vorgesetzte und besorgte Eltern taten
sich zusammen: Allein stehende Frauen,
sagten sie, seien verdammt zur
Abhängigkeit einer Mätresse oder zur
Bitterkeit der Jungfer. Irgendwann gaben
sie den Widerstand auf und heirateten.
Und sie lebten mit der Ironie, dass sie
in die Lebenshaltung ihrer Mütter
zurücksanken, während diese, aller
Sorge um die Kinder ledig, mit Mitte
vierzig ihre erste Freiheit entdeckten.
In Sprachkursen und Bildungsreisen, auf
Tennisplätzen und Bürgerinitiativen, in
Ausstellungen, Konzerten und
Teezeremonien begann in den achtziger
Jahren die Kraft einer Klientel mit Zeit,
Bildung, Geduld und Geld zu wirken, die
als "Obasan-Power"
sprichwörtlich wurde. Was dieselben
Frauen nicht etwa davon abhielt, ihre
Töchter und Schwiegertöchter zur
endgültigen Erfüllung ihrer
Weiblichkeit in der Mutterschaft zu
drängen."
|
-
|
Bericht über den
Spielzeug-Roboter "Memoni". Der
anvisierte japanische Kundenkreis sind
"alleinstehende, einsame
Büroangestellte und junge Frauen,
Eltern, deren Kinder aus dem Haus sind,
oder alte Ehepaare, die ihrem Partner
nichts mehr zu sagen haben." |
SCHWARZACHER, Lukas
(2001): Ein digitales Lächeln gegen die
Einsamkeit.
Der Roboter als
Lebensgefährte hat in Japan Konjunktur.
in:
Frankfurter
Rundschau v. 16.10.
-
|
"Tamagotchi ist
total veraltet, hier kommt die erste
Variante des Ersatzmenschen,"
kündigt SCHWARZACHER den japanischen
Spielzeugroboter "Memoni" an. |
PEN (2001):
Mehr Rentner als Kinder in Japan
in:
Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 02.11.
SCHEPP, Matthias
(2001): "Sie hat sich für das Land
geopfert".
Endlich! Ein Baby für
Japans Thronfolgerpaar - und ein Lichtblick für
die weltgewandte Prinzessin Masako, die sich seit
acht Jahren den strengen Regeln des Kaiserhofes
unterordnet,
in:
Stern
Nr.49 v. 29.11.
-
|
So stellen sich
Monarchisten die
Disziplinierung der Karrierefrau vor...
|
NEIDHART, Christoph
(2001): Das Märchen vom Kaiserhaus.
In Japans Geschichte
spiegeln sich die Wunschvorstellungen des
Westens. Angebliche Traditionen versperren der
Gesellschaft den Weg zur Modernisierung,
in: Die Weltwoche
Nr.49 v. 07.12.
US (2001): Herr und
Frau Suzuki verlieren die Reiselust.
Ängste und Wirtschaftskrise
bremsen Japaner,
in:
Neue
Zürcher Zeitung v. 10.12.
-
"Zu den
Hauptkontingenten des japanischen
Auslandtourismus gehören jüngere
Singles, die, da sie häufig bei den
Eltern wohnen, über ein gut dotiertes
Budget für private Vergnügen verfügen,
sowie ältere, häufig pensionierte
Ehepaare, die, nachdem sie jahrzehntelang
hart gearbeitet haben, nun die Welt
erfahren wollen",
heißt es in
diesem Bericht. Singles,
die bei den Eltern wohnen, heißen in
Deutschland
"Nesthocker" und
fallen nicht unter die Rubrik
"Singles", sondern unter die
Familie.
Die
amtliche Sozialstaatsoptik verhindert
einen unverzerrten Blick auf dieses
Phänomen. Jene Gruppe, die das
"Hotel Mama" gerne in Anspruch
nimmt, weil sie dann das Geld für ein
teures Single-Apartment spart, ohne sich
gleichzeitig im Familienverband sozial
engagieren zu müssen, erscheint per se
als sozial, während jene Menschen, die
sich zwar sozial engagieren, aber einen
Einpersonenhaushalt aus
unterschiedlichsten Gründen führen, per
se als unsozial erscheinen. |
SCHNEPPEN, Anne (2002): Shoganai - es
kommt, wie es kommt.
Geldnöte und Arbeitslosigkeit sind in Japan
eine Schande - mit der Zahl der Konkurse steigt die Selbstmordrate,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
v. 06.01.
-
Das Gegenstück
zum männlichen Selbstmörder mittleren Alters ist für SCHNEPPEN der
weibliche Single:
"Auf Tokios teurer Omotesando entsteht schon
wieder ein Palast des Überflusses. Die typische Kundin ist
freilich nicht die Hausfrau, sondern vielmehr die junge
Büroangestellte. Meist leben die noch - mit freier Kost und Logis
- bei ihren Eltern.
'Single-Parasiten' nennt der Volksmund diese
Frauen, die ihren ganzen Verdienst dem Vergnügungen widmen können."
|
US (2002): Wachsende
demographische Probleme.
Beschleunigter Geburtenrückgang in Japan,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 07.02.
HAAK, Ulrike (2002): Post aus
Tokio.
Single-Frauen in Spendierhosen,
in: Tagesspiegel v. 24.03.
-
Schon "fast
die Hälfte aller japanischen Männer zwischen 30 und 34 ist Single
- vor fünfzehn Jahren war nicht mal jeder Dritte im selben Alter
noch allein stehend. Und während im Jahr 1985 gerade mal jede
zehnte Japanerin über 30 noch ledig war, ist es heute jede dritte.
Derweil hat ein krasser Imagewandel stattgefunden: Alleinstehende
berufstätige Frauen im heiratsfähigen Alter gelten heutzutage als
die freiesten und entspanntesten Menschen der Nation - vielleicht
sogar die einzigen freien und entspannten Menschen in einem Land,
in dem das Zusammenleben immer noch von starken Hierarchien
geprägt ist. Und die ledigen Damen sind ein verlässliches Element
des Binnenkonsums",
schreibt HAAK über die Großstadtsingles im
Japan. Diese Sichtweise
des Wirtschaftsressorts des Tagesspiegels scheint doch ein wenig
zu optimistisch. In Japan herrscht Rezession und dadurch ist
natürlich jeder Konsument willkommen, aber gleichzeitig stehen in
Japan noch gravierendere Reformen des Sozialsystems an wie
hierzulande, weswegen der Begriff
"parasitäre Singles" zum
Kampfbegriff der Familienrhetoriker avanciert ist.
In der
japanischen Literatur gibt es nur wenige jüngere Autoren, die das
Lebensgefühl der jungen Singles wiedergeben. Dazu gehört vor allem
der auch bei uns erfolgreiche
Haruki MURAKAMI, der jedoch eher
das Lebensgefühl der männlichen Singles ausdrückt. |
NEIDHART, Christoph (2002): Artige
Rebellen.
Die Girls bewundern gegenseitig ihre Verkleidungen, die Boys
verwandeln Autos in Kultobjekte. Japanische Jugendliche wollen
auffallen - indem alle dasselbe tun,
in: Weltwoche Nr.16 v. 19.04.
BLUME, Georg (2002): Lauter
willenlose Parasiten.
Die japanische Volkswirtschaft krankt an kollektiver
Verantwortungslosigkeit,
in:
Die
ZEIT Nr.38 v. 12.09
-
BLUME klagt über die japanische Jugend:
"Ohne
Berufsziel leben sie weiter auf Kosten der Eltern.
Man nennt sie
«Parasiten»: Es ist die Generation, der eines Tages die
Qualifikation fehlen wird, um in einem Land, dessen Bevölkerung
dramatisch altert, die Pensionen zu sichern. Ihre sprichwörtliche
Faulheit aber sagt alles über die Zustände im Land der
Arbeitsbienen: So viel Zukunftslosigkeit war in Japan noch nie."
|
FINSTERBUSCH,
Stephan (2002): Ende der Wohlfahrt.
Japan vergreist: Die Alten haben die Mehrheit, die
Durchschnittsfamilie hat nur noch ein Kind. Die Altersarmut wächst.
Das Leben in den Großstädten wird für viele unbezahlbar. Eine
Reportage aus einem verunsicherten Land,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 20.10.
-
Die asiatischen Deutschen werden gerne als
Vorbild und Drohbild benutzt. Entweder sind die
Deutschen zu arbeitsfaul und sollen sich am Arbeitseifer der
ameisenartigen Asiaten orientieren, oder die Deutschen sind zu
gebärfaul, dann sollen sie Japan als abschreckendes Beispiel vor
Augen geführt bekommen. Japan ist uns immer eine Nasenlänge
voraus, so will es das Japanbild der Wirtschaftsliberalen.
Haruki
MURAKAMI, der globalisierte Japaner, erzählt dagegen vom "Neue-Mitte"-Japan
jenseits dieser Klischeebilder der Flakhelfer-Generation. |
-
SCHOETTLI erklärt die Konsumlust der jungen
japanischen Single-Frauen:
"Die
europäischen Luxusmarken erhalten einen grossen Teil ihres Appeals
daraus, dass sie der japanischen Ästhetik mit ihrer Betonung von
zurückhaltender Eleganz in geradezu idealer Weise entsprechen.
Doch das Glück, das die Handtasche mit dem richtigen Markenzeichen
zu verschaffen vermag, reicht viel weiter. Es lässt sich
Stilbewusstsein und Kaufkraft zur Schau stellen, und gleichzeitig
verschafft die allgemeine Anerkennung einer Luxusmarke Sicherheit.
Man kann ja, wenn man das Label von Yves Saint Laurent oder Armani
trägt, unter seinesgleichen nicht fehlgehen. So selbstbewusst
modern sich die eleganten Singles in ihrer äusseren Erscheinung
geben mögen, in ihrer Seele sind sie letztlich den Werten ihrer
Elterngeneration treu geblieben und wissen wie diese, was sich
gehört."
|
MOFFETT, Sebastian (2003): Aufstand
der Renten-Rebellen.
Japans Bevölkerung altert schneller als in anderen
Industrieländern - die Jungen wollen die Lasten nicht mehr tragen,
in: Tagesspiegel v. 17.02.
-
|
MOFFETT macht einen Umweg über Japan, um den
deutschen Lesern die Notwendigkeit der Heraufsetzung des
Rentenalters einsichtig zu machen. |
SCHOETTLI, Urs (2003): Verfallsdatum
für Ehemänner.
Die Geschlechter leben sich mehr und mehr auseinander,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 17.03.
-
Urs SCHOETTLI berichtet aus Japan:
"Die geschlechtliche Trennung in
der Freizeitgestaltung ist wie das
Phänomen der «parasitic singles»,
Frauen in den dreissiger Jahren, die noch bei den Eltern wohnen
und nicht daran denken, eine eigene Familie zu gründen, eine
Konsequenz der Arbeitskultur"
|
WEILER, Bernd (2003): Japans Altersbeschwerden.
Die zunehmende Vergreisung
der japanischen Gesellschaft gefährdet die wirtschaftliche
Leistungskraft der zweitgrößten Industrienation der Welt. Ökonomen
befürchten bereits einen Kollaps der Sozialsysteme. Die Regierung
will nun Lust auf Nachwuchs machen und auch mehr Gastarbeiter ins
Land lassen,
in: Welt v. 16.09.
KNITTEL, Siegfried (2004): Das Heulen
einer Verliererhündin.
In Japan zerbrechen die alten Normen, und neue gibt es noch
nicht. So entsteht eine bislang unvorstellbare Kultur der
Verweigerung,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 07.11.
MRE (2005): Für immer dich.
Keine Angst mehr vor
Alterseinsamkeit: In Japan gibt es jetzt sprechende Plastik-Enkel.
Sie kosten nur 61 Euro,
in: TAZ v. 10.03.
KAUFFMANN, Marco (2005): Gesichtsverlust ist ausgeschlossen.
Japans Jugend will nicht erwachsen werden.
Von den Konventionen überfordert, ziehen
sich immer mehr japanische Jugendliche aus der Gesellschaft zurück.
Ihr Leiden wird nur wahrgenommen, wenn sie aggressiv werden. Nun
treten ihre Eltern an die Öffentlichkeit. Sie wehren sich gegen die
Stigmatisierung der Hikikomori-Kinder
in: TAZ v. 19.05.
-
"Die
Hikikomori - übersetzt heißt das so viel wie »sich einschließen« -
leben teilweise jahrzehntelang ein Eremitendasein: ein soziales
Phänomen, das Psychologen bisweilen als typisch japanisch
bezeichnen. Ein Auflehnen gegen die starren Normen einer streng
durchorganisierten Gesellschaft",
schreibt KAUFFMANN in seinem Report über ein japanisches Phänomen,
das die TAZ in Zusammenhang mit Trendvokabeln wie Cocooning oder
Nesthocker bringt. |
-
Die Ehelosigkeit trifft in Japan auf noch
größeres Unverständnis als hierzulande.
Konservative japanische Soziologen wie
Masahiro YAMADA sprechen gar vom
"Zeitalter der parasitären Singles". Selbst vor erfolgreichen Karrierefrauen wie
Junko SAKAI macht die Stigmatisierung nicht Halt. SAKAI
unterscheidet sich von den üblichen Schicksalen nur dadurch, dass
sie einen
Bestseller über das Schicksal einer ehelosen
Karrierefrau jenseits der 30
geschrieben hat.
Vor diesem gesellschaftlichen
Hintergrund wird verständlich, wenn KAUFFMANN in seiner Reportage
eine professionelle Heiratsvermittlerin folgendermaßen zitiert:
"»Viele Eltern sind besorgt, wenn
ihr Kind nicht verheiratet ist, sie möchten das vor ihrem Tod
regeln«, sagt Saito, 61-jährig, mit schwarz gefärbtem Haar und
festem Blick. Arrangierte Beziehungen seien nicht die
wünschenswerteste Form der Bindung, aber »manche möchten heiraten,
doch es gelingt ihnen nicht. Da können wir einspringen.«"
|
HANSEN, Sven (2005): Operation Supersenior.
Japan sieht alt aus. Immer mehr Alte, kaum Kinder und keine
Zuwanderer - so sieht Japans demografisches Problem aus. Die
Gesellschaft dort orientiert sich um: auf gesunde, konsumfreudige
Pensionäre. Auch Herrn Yamasakis Zielgruppe sind die Senioren. Nur
darf der PR-Fachmann sie nicht so nennen,
in: TAZ v. 21.07.
COULMAS, Florian (2005): Eine Last und
keine Lust.
Die Japaner heiraten nicht gern und wünschen sich keine Kinder: Das
Land schrumpft,
in: Süddeutsche Zeitung v. 29.10.
MÜNCHHAUSEN, Anna von (2006): Hier
werden Senioren wie Sperrmüll behandelt.
In Japan gehen 2007 Millionen Männer in den Ruhestand. Die
wenigsten von ihnen sind zu Hause willkommen,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 31.12.
-
|
"Wenn man so will, exerziert Japan anderen
Industrienationen vor, was die demographische Krise alles mit sich
bringt. Japan wird älter, Kinder sind echte Mangelware, und immer
mehr Frauen erobern gut bezahlte Jobs und denken nicht daran, sich
dem konventionellen Rollenbild zu unterwerfen", meint Anna von
MÜNCHHAUSEN. |
SCHOETTLI, Urs (2007): Im
Zwischenreich.
Angst vor Nationalismus, Marginalisierung, Überalterung - in
Japan geht die Nachkriegszeit zu Ende,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 22.01.
-
SCHOETTLI ist überzeugt, dass Japan den
Bevölkerungsrückgang, der mittlerweile eingesetzt hat - aufgrund
seiner Tradition - stoppen wird:
"Einmal
mehr wird Japan für soziale Herausforderungen eine Lösung finden,
die sich
von den Gepflogenheiten anderer Kulturen markant unterscheiden
wird. Nicht ein Kommando der Obrigkeit, sondern ein aus dem
allgemeinen Konsens der Gesellschaft erwachsender Druck wird
die Menschen zu Verhaltensänderungen, konkret die Frauen wieder zu
einem heirats- und kinderfreundlicheren Verhalten, veranlassen.
Heute sind in Japan rund sechzig Prozent aller Frauen im Alter von
30 Jahren unverheiratet, und bei den 34-Jährigen haben noch immer
rund vierzig Prozent keinen Bund fürs Leben geschlossen. Der
Volksmund bezeichnet diese jungen Frauen, die häufig noch bei den
Eltern wohnen, als
«parasitische
Junggesellinnen». Bereits in dieser Bezeichnung, die in einem
Land mit einer aussergewöhnlichen Hochachtung für gegenseitige
Verpflichtungen einen prononciert vorwurfsvollen Unterton enthält,
zeichnet sich ab, wohin in Zukunft die Entwicklung gehen wird. Die
Allgemeinheit, die sich auf einen Gesellschaftsvertrag mit
gegenseitigen Verpflichtungen berufen kann, wird für die
demographische Kurskorrektur besorgt sein."
|
KÖHLER, Angela
(2007): Großer Schatz.
Teil 2: Japans Antwort auf die Volksvergreisung: Jeder soll
künftig so lange arbeiten, wie er mag,
in: Wirtschaftswoche Nr.26 v. 25.06.
-
Die hysterische Demografie-Debatte bringt
solch unfreiwillig komische Sätze hervor wie jenen von KÖHLER:
"Japan löste bereits vor einem Jahr
Italien als älteste Nation der Welt ab".
Gemeint ist damit, dass
der Anteil der 65 Jährigen und älteren an der gesamten Bevölkerung
in Japan inzwischen höher ist als in Italien.
Verantwortlich
gemacht wird dafür zum einen die steigende Lebenserwartung
(Japanerinnen halten den Weltrekord). Hier kann sinnvollerweise
also nur von einer
Gesellschaft der Langlebigen
geredet werden.
Zum anderen der
Geburtenrückgang, den Nationalkonservative mit der Wortschöpfung
"Unterjüngung" versehen haben. Der Soziologe Karl Otto
HONDRICH hat sich in seinem Buch
Weniger
sind mehr
mit den scheinbaren Gewissheiten der Demografiedebatte befasst, u. a. auch mit der allseits beklagten "Vergreisung":
"Über die durchschnittliche Lebensdauer von Individuen wissen wir
inzwischen genau Bescheid; über die Lebensdauer von Gesellschaften
wissen wir nichts. Ein Mensch in Deutschland wir heute
normalerweise fast 80 Jahre alt; wie alt aber wird,
»normalerweise«, die deutsche Gesellschaft? Dass sie eine
Gesellschaft mit immer mehr Alten sein wird, heißt nicht, dass sie
eine alte Gesellschaft wird. Die Individuen, die sie hervorbringt,
sind ein relativ neuer Typus Mensch, den es in früheren
Gesellschaften kaum gab.
Erst in einer Gesellschaft mit langer Lebensdauer für den
Einzelnen kann sich das Individuum als moderner Typus Mensch
entfalten. Aber auch als gesellschaftlicher Typus ist die
Gesellschaft der Alten jung und neu. Das Alter ihrer Individuen
übersetzt sie gleichsam in kollektive Jugendlichkeit. Denn moderne
Gesellschaften sind insofern jugendlicher und innovativer als
alte, als sich ihre innere Gliederung und äußere Ausdehnung
stärker verändern. Im Innern bilden sich für jede Aufgabe oder
jedes Problem soziale Subsysteme mit gesteigerter
Problemlösungsfähigkeit heraus. Nach außen verschieben sie ihre
Grenzen über nationale Rahmen hinaus und vergrößern so ebenfalls
ihre Fähigkeit, Auswege für Probleme zu finden." (2007, S.14f.)
|
NEIDHART, Christoph (2007): Vorbild
Japan.
Was im Fernen Osten besser ist,
in: Süddeutsche Zeitung v. 01.09.
-
Japan gehört wie die USA zu jenen Ländern,
die aufgrund ihrer hohen Geburtenraten in den 1940er und 1950er
Jahren vom "Altersbeben" besonders stark betroffen sind.
NEIDHART
zufolge haben die Japaner jedoch genau jene Mentalität, die den
Deutschen heutzutage abverlangt werden soll:
"Wichtiger
als organisatorische Unterschiede zu Europa dürfte die Einstellung
der Japaner zum Alter sein. Obwohl vom Konfuzianismus nicht viel
geblieben ist, begegnet man in Ostasien Eltern, überhaupt alten
Leuten mit mehr Respekt als im Westen. Und zugleich mit mehr Milde
und Nachsicht: fast wie Kindern gegenüber. Die Alten andererseits
suchen, so lange wie möglich, Aufgaben in der Gesellschaft zu
übernehmen".
Dieses
verklärte Japanbild, das uns Deutschen hier präsentiert wird, hat
viel mit deutschem Wunschdenken zu tun.
Der
Historiker
Arthur IMHOF
hat bereits 1986 in seinem Aufsatz Individualismus und
Lebenserwartung in Japan die Probleme der japanischen
Übergangsgesellschaft der 1970er Jahre geschildert.
Junge
berufstätige Frauen werden noch heute als "parasitäre Singles"
beschimpft, weil sie den traditionellen Vorstellungen nicht mehr
entsprechen. |
SCHOETTLI, Urs (2008): Japans
Reichtum beruhrt auf Selbstbeschränkung.
Disziplin und Verzicht in einer modernen Konsumgesellschaft,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 26.01.
JOFFE, Josef (2008): Im
Rentnerparadies.
Japans Zukunft sieht "alt" aus. Mehr als ein Fünftel der
Bevölkerung ist älter als 65 Jahre. Architekten und Tüftler bereiten
sich auf die neuen Kunden vor. Doch kann die Wirtschaft den
Arbeitskräftemangel bewältigen? Und wie soll das Land mit Chinas
Aufstieg umgehen?
in: Die ZEIT Nr.19 v. 30.04.
COULMAS, Florian (2008): Muttersprache: Japanisch.
Roboter sind nicht länger Spielzeug, sie werden in unserem Leben
eine immer grössere Rolle spielen,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 15.05.
NEIDHART, Christoph (2008): Wettlauf ums Karrierekind.
SZ-Serie Familienfoto (2): In Japan widmen sich viele Mütter mit
Leib und Seele ihren Kindern. Mütter, die allerdings arbeiten,
obwohl sie nicht müssten, gelten als Egoistinnen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 29.07.
-
"Okinawa ist die ärmste Präfektur Japans, aber auch
die, wo die Menschen am längsten leben und die meisten Kinder
bekommen",
berichtet Florian COULMAS. |
NAKANISHI, Kanako (2008): Mama und Papa suchen eine Braut.
In Japan wohnen viele Erwachsene noch bei ihren Eltern, die gern
bei der Partnerwahl behilflich sind,
in:
Welt v.
08.11.
COULMAS, Florian (2008): Die Grenzen des Reichtums.
Glück hat Konjunktur, doch wird es durch seine konsumgestützte
Verwirklichung immer schaler – in Japan und anderswo auf der Welt,
in:
Neue Zürcher
Zeitung v. 24.11.
SERRA, Jakob Strobel y (2008): Das Paradies kann warten.
Nirgendwo auf der Welt werden die Menschen so alt wie in Japan.
Das kann kein Zufall sein. Eine Suche nach dem Geheimnis der
Langlebigkeit,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung
v. 04.12.
SCHOETTLI, Urs (2008): Die Treue der Senioren.
Schauplatz Japan: Ältere Leute wollen seriös informiert sein –
die Presse profitiert vom demografischen Wandel,
in: Neue Zürcher Zeitung
v. 13.12.
GÜCKEL, Bernhard (2008): Warum gibt
es im Reich der aufgehenden Sonne immer weniger Kinder?
Fertilität in Japan,
in:
BIB-Mitteilung,
Heft 3 v. 15.12.
GEBHARDT, Lisette (2009): Gefolterte Häschen.
Wie sich japanische Girlie-Schriftstellerinnen die Traurigkeit
vom Leib schreiben,
in:
Neue Zürcher
Zeitung v. 27.01.
KOLONKO, Petra (2009): Paro bringt
die Alten zum Lächeln.
Japan ist die am stärksten alternde Gesellschaft. Das führt zu
einem enormen Pflegebedarf. Zum Glück sind die Japaner
technikverliebt,
in:
Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung v. 08.03.
FRITZ, Martin (2009): Sick in Japan.
Eifrig, fleißig, strebend: das ist das Klischee von Japanern.
David Schumann ist Punk, pflegt ein proletarisches Macho-Image und
ist Topmodel in Tokio. Wie passt das zusammen?
in: TAZ v. 06.04.
-
|
Martin FRITZ porträtiert den deutschen
Punker David SCHUMANN, dessen Japan-Bild u. a. von
Haruki
MURAKAMIs Romanen beeinflusst wurde und der nun die
Tokyo Diaries veröffentlicht hat, in dem er über sein Leben in
Tokio schreibt. |
KERNECK, Barbara (2009): Soziale Unterschiede machen krank.
Menschen in Skandinavien und Japan geht es im Vergleich zu
anderen Staaten relativ gut. Grund dafür sind die geringen sozialen
Unterschiede,
in: TAZ v. 17.04.
SCHOETTLI, Urs (2009): Wer soll denn noch Möbel kaufen?
Die Wirtschaftskrise, die Japan heimsucht, ist auch die Krise
einer Gesellschaft in der Altersfalle,
in:
Neue Zürcher
Zeitung v. 05.05.
-
|
Demografischer Notstand und parasitäre
Singles sind die beiden Eckpunkte der Japan-Berichterstattung von
SCHOETTLI. |
TAGLINGER, Harald (2009): Roboterfräulein für Vereinsamte.
Natürlich aus Japan kommt ein Roboter, der mit seinen weiblichen
Formen so manchem Programmierer in langen Nächten Gesellschaft
leisten soll,
in: Telepolis v. 06.07.
BRANDNER, Judith (2009): No more Sex?
Schlangen von Männern vor den Trash-Sexshops, die eheliche
Beischlaffrequenz statistisch am unteren Ende. Dazu eine starke
Überalterung und die niedrigste Geburtenrate der Welt. Japan im
Zeitalter der Entvölkerung,
in: Die Presse v. 18.07.
RÜ (2009): Krankes Japan.
Kann eine Gesellschaft krank sein? Durchaus, wie der Blick nach
Japan zeigt. Drei Symptome, die darauf hindeuten: Karoshi,
Hikikomori, Parasito Shinguru,
in: Frankfurter Rundschau v. 29.08.
KOLONKO, Petra (2009): Japan.
Mehr als 40.000 sind über 100 Jahre alt,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 12.09.
BIERMANN, Kai (2009): Land der Alten und Singles.
Japan vergreist rapide. Seine Gesellschaft ist verunsichert, die
Einkommen sinken, alte Werte verschwinden - und die Menschen finden
nicht mehr zusammen,
in: Zeit Online v. 10.12.
COULMAS, Florian (2010): Der müde Samurai.
Die Japaner sind erschöpft - Sie sind alt geworden,
in:
Neue Zürcher
Zeitung v. 09.04.
FRITZ, Martin (2010): Japan sucht die Hundertjährigen.
Vermisst: Weder Behörden noch nahe Verwandte wissen, wo Japans
Supersenioren leben. Immer mehr Hochbetagte leben und sterben
einsam. Nun ermittelt sogar die Staatsanwaltschaft,
in: Frankfurter Rundschau v.
16.08.
-
|
Japan galt in Deutschland bislang als Land
der gesunden Hochaltrigen und als Vorbild für den Umgang mit alten
Menschen. Dieses Bild muss nun offenbar korrigiert werden. |
KOLONKO,
Petra (2010): Kaiserreich der Karteileichen.
In keinem Land gibt es mehr Hundertjährige als in Japan. Aber
viele von ihnen sind schon lange tot - und die Rente wird weiter
gezahlt,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 28.08.
TAN, Daniela (2010): Neue Männer braucht das Land.
Ein etwas anderer Blick auf
die prekäre demografische Situation Japans: Dass Japan die
Avantgarde der Überalterung bildet, hat man in den
industrialisierten Staaten im Hinblick auf die eigenen Perspektiven
mit Sorge zur Kenntnis genommen. Viel ist dabei von der
Gebärverweigerung junger Frauen die Rede, doch welche Rolle spielen
die Männer?
in: Neue Zürcher
Zeitung v. 02.11.
WAGNER, Wieland (2010): "Dann geht Nippon unter".
Das Wunderland der siebziger und achtziger Jahre verzweifelt an
seiner Dauerkrise. Jobs werden abgebaut, Renten gekürzt, Firmen
wandern ab. Auch der Zusammenhalt der Generationen löst sich auf,
in: Spiegel Nr.46 v. 15.11.
Beim SPIEGEL gibt es
eine wundersame Vermehrung der über Hundertjährigen in Japan.
WAGNER schreibt:
"Nach einer eiligen Überprüfung fand die
Regierung heraus, dass im ganzen Inselreich mehr als 234 000
über Hundertjährige verschollen und vermutlich längst
verstorben sind."
Noch im August meldete Spiegel
Online und auch andere Zeitungen dagegen:
"Japan ist bekannt für seine extrem hohe
Lebenserwartung. Im vergangenen September gab es im ganzen
Land rund 40.000 Menschen, die mehr als hundert Jahre alt
waren."
Davon wurden gerade einmal
rund 200 Menschen vermisst. Wie bitte können eigentlich
234.000 über Hundertjährige verschollen sein, wenn es im
ganzen Land gerade einmal 40.000 über Hundertjährige gibt? Die
hohe Zahl wurde offenbar von der Agentur APA verbreitet. So
liest man bereits
im September
von über 230.000 vermissten Menschen.
Der
Spiegel berichtete
1986, dass in
Japan 1963 erst 153 über Hundertjährige lebten und sich diese
Zahl bis 1986 auf 1851 erhöhte. In der
FAZ kann man bei Petra
KOLONKO nachlesen wie rasant die Anzahl in den letzten Jahren
gestiegen ist:
"Die
Zahl der Über-Hundertjährigen ist in den vergangenen Jahren
schnell gewachsen. Im Jahr 2003 waren es nur 20.000, 2007
waren es 30.000, und 2009 wurden schon 40.399 Hochbetagte
gezählt. Die staatliche Rentenkasse scheint diesen Zahlen
nun nicht mehr zu trauen – und hat eine Untersuchung in
Auftrag geben."
Die 234.000 über
Hundertjährigen, die jetzt in den Melderegistern gefunden sein
sollen, würden eigentlich diese jemals in Japan gelebten über
Hundertjährigen übersteigen. Der Zahl von 234.000 kommt man
näher, wenn man bei Petra KOLONKO weiter liest:
"Vielleicht
ist aber auch die Klage über den Verfall der sozialer Bande
zu übertrieben, wenn sich als Trend bestätigt, was jetzt an
behördlicher Schlamperei aus Osaka bekannt wurde. Dort
musste die Stadtverwaltung zugeben, dass 5125 Personen, die
jetzt über 125 Jahre alt wären, noch in den Melderegistern
geführt werden. Unter ihnen sei ein Mann, der im Jahr 1857
geboren wurde."
Rechnet man diese Zahl für
die Stadt Osaka auf Japan hoch, dann kommt man auf solche
Zahlen. Aber offenbar stammen doch die Daten über die lebenden
über Hundertjährigen aus ganz anderen Quellen als die 234.000
Vermissten aus den Melderegistern. Wir hätten es dann mit zwei
verschiedenen Sachverhalten zu tun, die in den Artikeln
vermengt werden.
Was
soll also mit der hohen Zahl suggeriert werden? Zumal die
Datenlage auch noch mit kriminellen Fallbeispielen vermischt
wird. Existieren in Japan so viele über Hundertjährige, weil
ihre Angehörigen weiter Rente kassieren möchten und deshalb
den Tod verschweigen? Haben sich die Alten nach Unbekannt
zurückgezogen? Oder ist die Anzahl der 40.000 aufgrund
fehlerhafter statistischer Dokumentation überhöht? Die
Berichte über die Hochbetagten in Japan bringen letztendlich
wenig Licht in dieses Dunkel. |
KOLONKO, Petra (2010):
Eine Prüfung, die kaum jemand schafft.
Die Einwanderungspolitik in Japan ist rigide. Dabei schrumpft die
Bevölkerung. Und der Fachkräftemangel ist groß,
in:
Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung v. 12.12.
GERMIS, Carsten (2010): Die Präsidentin.
Im Porträt: Yoshiko Shinohara - Sie ist die mächtigste Frau
Japans Als andere Japanerinnen noch Blumen banden und Tee kochten,
gründete sie ihr eigenes Unternehmen,
in:
Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung v. 12.12.
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