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Die
Generation Golf zwei
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Florian
Illies für Eilige
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Die Generation Golf - Was ist das?
Florian
ILLIES hat den Begriff Generation Golf für sein Buch
"Generation Golf" (2000) geprägt. Damit ist seitdem der
stilprägende Teil der Kohorte der 1965 - 1975 Geborenen gemeint.
ILLIES hat den Begriff folgendermaßen erklärt:
"Mit
»Generation Golf« beschreibe ich nur einen kleinen Ausschnitt.
(...). Ein Typus, geboren zwischen 1965 und 1975, aufgewachsen
in kleinbürgerlich-bürgerlichen Verhältnissen ohne finanzielle
Not. Der in fünf bis zehn Jahren das wirtschaftlichen - nicht
das politische - Leben in Deutschland bestimmen wird."
(Badische Zeitung vom 30.03.2000)
Im Jahr 2002
hat die Journalistin Katja KULLMANN mit Generation Ally
eine Konkurrenzgeneration auf den Markt gebracht, deren Label
sich nicht an einer Automarke orientiert, sondern an der
erfolgreichen Fernsehserie Ally McBeal. KULLMANN
beschreibt die Generation der 1965 - 1975 Geborenen in ihrem
Buch als "Töchter der Emanzipation". Damit ist klar: ILLIES hat
nur für den männlichen Teil der Kohorte geschrieben.
Bereits Ende
der 90er Jahre hat Heinz BUDE die Generation Berlin
erfunden. Damit ist nun u.a. jener Teil der 1965 - 1975
Geborenen gemeint, die das politische Leben der Berliner
Republik bestimmen möchte.
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Die
Alten sind schuld - Unsere Wirtschafts-Crisis
"Unglücklicherweise schlittern wir gerade nicht nur kollektiv in
die Quarterlife Crisis hinein, sondern werden zugleich mit der
deutschen Wirtschafts-Crisis konfrontiert. Man könnte auch
sagen: mit der Realität" (S.29)
"Von den
Älteren, so glaubten wir, war nur Verständnis und keine Gefahr
zu erwarten.
(...).
Doch als dann Ron Sommer und Thomas Middelhoff gehen mussten und
ihre Nachfolger nicht zehn Jahre jünger waren, sondern zehn
Jahre älter, da kapierten wir, dass Jungsein langsam, aber
sicher auf den Hund kam." (S.214f.)
"Und all die
Utes der Republik, erstarkt durch Fitnessstudios, Botox-Spritzen
gegen die Fältchen, jahrelange Hera-Lind-Lektüre und
buddhistische Meditationsübungen, schleudern uns, wie Cora
Stephan, ein donnerndes »Fürchtet die über
Fünfzigjährigen« entgegen." (S.216)
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Nichts
als Gespenster
"Ich las das neue Buch von Judith Hermann, Nichts
als Gespenster, und hoffte auf Trost und Verständnis für die
Leiden meiner Generation. Doch dann las ich ausgerechnet (...)
ihre Beschreibung einer Gruppe von Dreißigjährigen: »Von
Veränderung sind sie alle sehr weit entfernt, viel weiter, als
sie eigentlich wollen«.
Ich könnte mir vorstellen, auch mal was ganz
anderes zu machen. Wenn man andere diesen Satz sagen hört, wird
einem die dabei mitschwingende frühzeitige Entschuldigung
bewusst, dass am Ende doch nichts anderes gemacht wird". (S.32)
"Wir kämpfen
nicht mehr für Freiheit. Uns reicht es offenbar die Möglichkeit
zu haben." (S.33)
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Problemzone Konto
"Alles ist
vorbei. Die New Economy. Die Spaßgesellschaft. Die Popliteratur.
Der Neue Markt. Die Börse im Ersten aber bleibt" (S.62)
Im Abschnitt über den Börsen-Crash beschreibt
ILLIES fünf Anlegertypen der Generation Golf und wie sie ihr
Geld verloren haben: Der Banker, der Journalist, die Ärztin, der
Jurist und die Krankengymnastin.
"Die 68er
hatten das alles eh kommen sehen. Mit Leo Kirch sagten sie: »Der
Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen«, und empfanden den
Crash als gerechte Strafe dafür, dass sie sich mit dem
Kapitalismus und dem Glamour eingelassen hatten." (S.57)
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Die
Gewerkschaft ist schuld - Unsere Arbeitslosigkeit
"Wenn wir
ehrlich sind, dann müssen wir zugeben, dass Arbeitslosigkeit vor
gut drei Jahren etwas war, das wir nur als abstrakte Zahl
kannten (...). Wir dachten, das habe nichts mit uns zu tun, da
gehe es um die Älteren, um die Bergarbeiter im Ruhrgebiet und
die Industriearbeiter im Osten. Aber wir?" (S.63)
"Wir konnten
es erst nicht glauben, dass die deutsche »Sozialauswahl« dafür
sorgt, dass die gehen müssen, die dem Unternehmen am kürzesten
angehören und die wenigsten Kinder haben. Ulrike Winkelmann hat
in der taz in ihrer schönen, bösen »Golf«-Kolumne dazu
lapidar bemerkt, wie verrückt es sei, dass alle, die immer
gehört hätten, dass sie sich durch ein Kind die Karriere
zerstören würden, jetzt plötzlich auf der Straße sitzen, weil
sie keine Kinder haben" (S.64)
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Die Überlegenheit der 68er-Generation
"Ich versuche
zu protestieren und antworte, die meisten Diät-Bücher würden
heute an 68er-Frauen verkauft. Da lacht Ute und sagt, das sei
schon gut möglich, aber das seien nur die Nachwehen, schließlich
hieß Michael Rutschkys Buch über die 68er nicht ohne Grund
Erfahrungshunger. »Aber ihr lest ja Diät- und Fitnessbücher,
bevor ihr überhaupt angefangen habt zu essen. « Mir fällt leider
keine passende Antwort ein, ich tröste mich mit der Erkenntnis,
dass Schlagfertigkeit das ist, was einem auf dem Nachhauseweg
einfällt". (S.204f.)
"Wir werden
jetzt offenbar nicht mehr, wie einst, verwöhnt (was wir als
normal empfanden), nicht mehr beneidet (was wir uns zumindest
einbildeten), nicht mehr verachtet (was wir während des ganzen
Börsenbooms gar nicht merkten) - sondern bedauert. Auch Joschka
Fischer hat uns ja gerade beschimpft: »Eure Generation
deprimiert mich, ihr seid eine Heiapopeia-Jugend, ihr seid
langweilig und dröge«." (S.207)
"Die 68er
befinden sich zurzeit im Stadium eines gefährlichen
Selbstbewusstseins. Bis auf Heinz sehen alle Männer aus wie
Richard Chamberlain in Dornenvögel, wie Lehrer Doktor
Specht oder wie Ulrich Wickert und werden plötzlich zu
gefährlichen Konkurrenten um die schönsten Frauen, die sie uns
in der Regel, braun gebrannt und charmant parlierend, beim
Stehempfang ausspannen."(S.215)
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11.
September 2001 - Das Ende der Spaßgesellschaft
"Ich hatte
auch schon überlegt, Samuel Huntingtons Buch vom Kampf der
Kulturen Onkel Burk zu Weihnachten zu schenken, weil er
historisch interessiert ist. Mit unserer Wirklichkeit aber
schien das alles nicht viel zu tun zu haben.
Doch dann kam der 11.
September. Und damit das Ende jenes Zustandes , der in Aldous
Huxleys Roman Schöne neue Welt »Happy Ignorance«
heißt: das Glück, unbeteiligt zu sein." (S.105)
"Wir mussten
uns eingestehen, dass uns dieser Anschlag so traf, weil es ein
Anschlag auf New York war, auf die Stadt, auf die wir all unsere
Träume von Selbstverwirklichung projizieren. Der Besuch New
Yorks ist für uns fast zu etwas Selbstverständlichem geworden,
so wie für die Älteren die Fahrt mit der Ente nach Paris. Es war
also auch ein Angriff auf uns selbst". (S.103)
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Wege, der
Angst zu begegnen
"Wer Angst
hat, dass nach dem 11. September und dem Irakkrieg die Welt
nicht mehr zur Ruhe kommen und sich der »Megatrend Bombing«
durchsetzen wird, und wer Sorge hat, seinen Job zu verlieren,
der genießt es, endlich einmal offline zu sein. So wird das
heimische Sofa (...) zum Schutzraum vor der Wirklichkeit. Wer
Angst hat vor unsichtbaren Bedrohungen, der sehnt sich nach
sichtbarer Sicherheit, und die kann dann auch ein Vorhang sein,
den man zuzieht, und ein schwerer großer Holztisch, der sich
durch nichts erschüttern lässt". (S.80)
"Als Reaktion
auf den 11. September zogen wir uns nicht weniger auf uns selbst
zurück, sondern mehr - auf uns, unsere Familie, unsere Freunde,
unsere kleinen Sicherheiten." (S.106)
"Gegen die
Angst versuchten wir uns wieder mit jener Sportart zu wappnen,
die ja vielleicht 2012 in Leipzig endlich als olympische
Disziplin zugelassen wird: dem Verdrängen" (S.106)
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Ich
und meine Kommunikationsausstattung
"Relativ bald
ist uns allen klar geworden, dass das Handy als
Kommunikationsmittel kaum taugt. Doch es dient zu etwas viel
Besserem, es vermittelt uns das gute Gefühl, nicht allein zu
sein." (S.187)
"Weil es
immer besetzt war, freute sich meine Mutter, dass ich offenbar
eine Freundin hatte, mit der ich stundenlang telefonierte, in
Wahrheit surfte ich einsam in den Weiten des Webs" (S.198)
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Heiraten
ist weiblich, Vater spielen männlich
"»Man kann
auch glücklich sein, ohne verheiratet zu sein.« Eigentlich ein
alter 68er-Spruch, den man aber aus irgendeinem Grund heute nur
noch von Männern hört." (S.119)
"Ich glaube
aber, dass er die Windeln nur wechselt, wenn Gäste da sind oder
Barbaras Eltern, damit alle denken müssen, wie wahnsinnig
gleichberechtigt es bei ihnen zugeht." (S.128)
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Feindbild 68er-Generation
"Nach dem
Krieg geboren, mitten hinein ins Wirtschaftswunderland, eine
Jugend mit sexueller Revolution und Anti-Baby-Pille, Kiffen nach
dem Oberseminar und erfolgreichem Protest gegen Elternhaus und
Gesellschaft, danach als Realschullehrer auf Lebenszeit
verbeamtet, Baskenmütze, braune Lederumhängetasche und vierzehn
Monatsgehälter, ein Reihenhaus und den zweiten Volvo abbezahlt,
und nun, rechtzeitig zum Ende der Ära des permanenten
Wohlstandszuwachses, mit sicherer Rente in den Ruhestand
verabschiedet. Und die neuen Zähne hat ihnen wahrscheinlich die
Krankenkasse auch noch voll bezahlt. Wenn wir mal so weit sind,
haben die Krankenkassen vermutlich höchstens noch Geld für ein
Fläschchen Klosterfrau Melissengeist". (S.205)
"Und die
(...) deutschen Gewerkschaften, dieser inzwischen merkwürdigsten
Verkörperung von selbstgefälligem Besitzstandswahrertum der
68er-Generation." (S.224)
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Vorbild Generation Berlin
"Wir lebten
fast dreißig Jahre lang nett, dank der Gnade der sehr späten
Geburt, und mussten uns keine Gedanken darüber machen. Für uns
gab es eigentlich keine Widerstände mehr, gegen die wir hätten
anrennen müssen, und deshalb kamen wir gar nicht in die
Verlegenheit, nach Feierabend noch nach irgendwelchen Argumenten
für einen Generationenkonflikt zu suchen. Unsere Eltern hatten
ohnehin für alles Verständnis." (S.208)
"Nur
Soziologen wie Heinz Bude erkannten, dass das zu keinem guten
Ende führen kann: »Systemtheoretisch ausgedrückt ist der
Befund ernst: Gesellschaftliche Innovation fällt aus, Jugend ist
nur noch die leicht modernisierte Variante des Alten.«"
(S.209f.)
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Deutsch, aber glücklich
"Bernd
Ulrich, altersmäßig zwischen den beiden Generationen stehend,
hat in Deutsch, aber glücklich sehr genau beschrieben, wie
Politik aussehen könnte in Zeiten der Knappheit. Wir wissen,
dass wir den Wohlstandszenit überschritten haben. Doch die
Älteren müssen das erst noch kapieren. Und das, so weiß auch
Ulrich, ist unwahrscheinlich, weil die Politik zurzeit
ausschließlich von Menschen verantwortet wird, die gewohnt sind,
Besitzstände fortzuschreiben und mehr zu verteilen, als
eigentlich da ist. Und wenn die 68er-Generation in den Ruhestand
geht, werden die Pensionskassen so belastet, dass noch weniger
da ist." (S.218)
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Die Generation Golf wird politisch
"Der
Soziologe Ludwig von Friedeburg schrieb 1965 über die Studenten,
die zwei, drei Jahre später zu den aufgebrachten 68ern werden
sollten: »In der modernen Gesellschaft bilden Studenten kaum
mehr ein Ferment produktiver Unruhe. Es geht nicht mehr darum,
sein Leben oder gar die Welt zu verändern, sondern Angebote
bereitwillig aufzunehmen und sich in ihr, so wie sie nun einmal
ist, angemessen und distanziert einzurichten.« Hallo? Ist hier
wirklich von Rudi Dutschke die Rede, von Alice Schwarzer und von
Joschka Fischer? Man kann es kaum glauben, fast hat man den
Eindruck, alle Vorurteile der 68er gegen die Generation Golf
seien nie präziser zusammengefasst worden als hier (...). Aber
langsam, es kommt noch besser. Helmut Schelsky, Erfinder der
noch älteren »skeptischen Generation«, wusste in derselben Zeit
über die späteren 68er zu berichten: »Aber was sich auch
ereignen mag, diese Jugend wird nie revolutionär.«. Wahnsinn.
Diese Jugend, die angeblich nie revolutionär werden würde, war
dann die einzige Jugend seit Menschengedenken, die es wirklich
wurde." (S.220)
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Die Rückkehr zur Familie
"Familie
kommt also, das sagt nicht nur Michel Houellebecq, sondern auch
Paul Nolte. Vor kurzem glaubten ja noch alle, die Familie werde
zum Auslaufmodell, weil sie der totalen Selbstverwirklichung im
Wege stehe. Aber je unsicherer die Welt wirkt, umso attraktiver
werden die scheinbar altmodischen Werte. Philipp sagt, da finde
er aber die allein stehende Salma Hayek weitaus attraktiver. Und
auch Nils meint, das sei ihm viel zu optimistisch. Wenn die
Familie wieder attraktiv werde, dann höchstens weil der
Gesellschaft klar geworden sei, dass sie es sich finanziell
nicht mehr leisten könne, eine Single-Gesellschaft zu sein. Denn
dann werde sie bald an Überalterung zu Grunde gehen. Mir fällt
zwar kein Gegenargument ein, dafür die Asche von der Zigarette."
(S.246)
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Die 68er
müssen weg
"Die 68er
müssen weg", zitiert ILLIES den Soziologen Ralf DAHRENDORF und
malt sich schon mal aus, wie das Jahr 2020 aussieht:
"Auf den
Friedhöfen sieht man plötzlich lauter Grabsteine mit
Doppelnamen, und im 68er-Museum in Kreuzberg gehen die
Besucherzahlen stark zurück, seit Kartenabreißer Hans-Christian
Ströbele in den Ruhestand gegangen ist und zudem der Spiegel
enthüllt hat, dass die dreiteiligen Anzüge »Modell Joschka
seriös« aus dem Museumsshop in Kinderarbeit in Vietnam
hergestellt wurden." (S.250)
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Worauf wir jetzt noch warten
Zum Beispiel
darauf, dass Katja KULLMANN Generation Ally zwei schreibt
und dass Heinz BUDE Generation Berlin zwei schreibt.
Worauf wir gar nicht warten:
dass Reinhard MOHR Generation Zaungäste zwei schreibt,
wie das in der Welt bereits angekündigt wurde.
Danach kann Florian ILLIES
die nächste Runde eröffnen und Generation Golf drei
veröffentlichen.
Helmut ZIEGLER hat in der
Augustausgabe von GQ dazu bereits das Erscheinungsdatum
(2006) festgelegt, das Coverbild (eine Sackgasse) ausgesucht und
den Lebenslauf des Autors weitergesponnen: ILLIES wird dann
Feuilletonchef der Neuen Zürcher Zeitung sein, ist mit
Jana HENSEL verheiratet und hat bereits zwei Kinder. Aber wie
ILLIES im Schlusssatz seines Buches schreibt:
"Doch wir
finden das ein bisschen arg deprimierend (...) und deshalb
einigen wir drei uns darauf, dass es ja zum Glück dann doch
immer anders kommt, als man so denkt."
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Florian Illies -
Generation Golf zwei
- JÄGER, Stefan (2000):
"Die erste Leidenschaft? Der
Börsenboom",
in: Badische Zeitung
v. 30.03.
- ZIEGLER, Helmut (2003): Fahrt ins
Graue.
Mit der Generation Golf 2 setzt der Berliner Erfolgsautor seine
Gedankenreise fort. Helmut Ziegler ist ihm von Anfang an gefolgt und
ahnt schon mal das Ende voraus,
in: GQ Gentlemen's World, August
-
HEINE, Matthias (2003): Alle Unlust will Ewigkeit.
In Generations-Gewittern: Das Gejammer über Altersgruppen nimmt
kein Ende - man muss den Autoren beherzt "No Future" zurufen,
in: Welt v. 21.07.
- Kommentar:
Matthias HEINE ist wenig erfreut über den
Generationen-Dschungel. Nach Florian ILLIES' "Generation Golf zwei"
bringt das 2. Halbjahr weitere Bücher:
"Bis
eben gerade hatten wir uns der trügerischen Hoffnung hingegeben,
dass Florian Illies mit seinem neuen Buch nicht nur die »Generation
Golf«, sondern auch gleich das ganze Phänomen des
Generationen-Machens zu Grabe tragen würde. Dann fiel uns die
Ankündigung des Argon-Verlags in die Hände: Dort erscheint bald
Reinhard Mohrs »Generation Z«, ein
Versuch, den
»Zaungästen« oder »78ern«, die Mohr 1992 schon einmal folgenlos
erfunden hatte, ein neues zeitgeistiges Label zu verpassen. Und
der Journalist Matthias
Kalle schreibt für Kiepenheuer & Witsch schon mit 27 ein Buch
»über das Versagen seiner Generation«.
Es nimmt kein Ende mit dem Generationsgejammer. Alle Lust will
Ewigkeit. Alle Unlust offenbar erst recht. Aber wenn irgendwann der
letzte Baum für das letzte Buch gefällt ist, werdet ihr feststellen,
dass man Generationen nicht essen kann".
Ein
Vorgeschmack darauf, was den Leser bei
Reinhard MOHR
erwarten könnte, wenn es denn stimmen würde
(laut
Buchkatalog ist der ARGON-MOHR nicht 1955 wie der SPIEGEL-MOHR
geboren, sondern 1969!) - das liefert bereits eine
kürzlich erschienene Titelgeschichte
des SPIEGEL.
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Bitte beachten Sie:
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