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Singles in der Schweiz:

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Schweizer Singles und gesellschaftlicher Wandel in den Medien

 
   
NZZ Folio-Thema: Singles
Lust und Last der Ungepaarten
  • NZZ Folio (1999): Singles.
    Lust und Last der Ungepaarten,
    in: NZZ Folio. Zeitschrift der Neuen Zürcher Zeitung, Nr.5, Mai
  • HELLER, Andreas (1999): Hätschelkinder der Konsumgesellschaft.
    Singles sind die, die als erste neue Kaffeemaschinen kaufen, mehr telefonieren, öfter in fremde Städte reisen und auch mehr Geld zur Verfügung haben als andere,
    in: NZZ Folio. Zeitschrift der Neuen Zürcher Zeitung, Nr.5, Mai
  • ROSENBERG, Monika (1999): Zapfsäulen der Gesellschaft.
    Singles gelten gemeinhin als asoziale Egoisten. Zu Unrecht. Sie zahlen nämlich die Freuden der anderen kräftig mit. Und legen auch sonst meistens drauf,
    in: NZZ Folio. Zeitschrift der Neuen Zürcher Zeitung, Nr.5, Mai
  • STIDEL, Monique (1999): Vie en solo.
    La femme seule et le Prince charmant,
    in:
    Femina Nr.18 v. 02.05.
  • SCHMID, Claudia (1999): Sozialhilfe: Viele Singles betroffen.
    Acht Städte erheben Kennzahlen zur Sozialhilfe - Erste Resultate aus St. Galler Sicht,
    in: St. Galler Tagblatt v. 02.07.
  • EMMENEGGER, Bea & Oliver ZIHLMANN (1999): Alle stehen auf Singles.
    Sie haben mehr Geld und geben es schneller aus: Allein Stehende sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor,
    in: Sonntagszeitung v. 11.07.
  • OEHMIGEN, Karin (1999): Das Alleinsein bezahlen,
    in:
    Sonntagszeitung v. 11.07.
  • TAGES-ANZEIGER (1999): Singles am laufenden Band.
    Fremde sehen unsere Stadt (4). Die Experten der Entwicklungshilfe- organisation Hope lassen kein Zürcher Tabu unberührt; ein weiterer Ausschnitt aus dem geheimen Bericht,
    in: Tages-Anzeiger v. 27.07.
    • Kommentar:
      Die Verfremdung ist näher an der Realtität als die meisten wissenschaftlichen Beschäftigungen mit dem Thema. Und die Erkenntnis, dass "die Analyse städtischer Singles am "Yeti-Syndrom" leidet: Alle wissen, dass sie existieren, jeder beschreibt sie völlig anders, und keiner hat sie gesehen" ist so falsch nicht.
  • BOSSART, Pirmin (2000): Single: Lebensform mit Zukunft? Beziehungsfrei,
    in:
    Neue Luzerner Zeitung v. 19.01.
  • MAROWSKY, Anne (2000): Er ist alleine, also kauft er.
    Sie haben mehr Geld und geben es auch gerne aus. Trotzdem gilt der Single in der Verkaufswelt und unter Werbetreibenden als uninteressant,
    in: Neue Luzerner Zeitung v. 05.04.
  • Gilles, Elisabeth (2000): Célibataires, vous n'êtes pas seuls!,
    in:
    Construire Nr. 15 v. 11.04.
  • BRÜDERLEIN, Ruth (2000): Single Belles
    Attraktiv, intelligent - und solo. Viele Frauen finden keinen Mann, der ihren Ansprüchen genügt. Singles zwischen One-Night-Stand und Happy End sind ganz schön allein.
    in: Facts Nr.23 v. 07.06.
  • STEFFEN, Christine (2001): "Wer unabhängig ist, ist auch allein".
    Muss eine Dreissigjährige ohne Mann zwangsläufig verzweifelt sein?,
    in: Tages-Anzeiger v. 03.02.
    • Inhalt:
      Interview mit der Psychoanalytikerin Maja STORCH:
                  "Das positive Bild der Emanzipation, wie es Alice Schwarzer postuliert hat, zeichnet eine Frau, die unabhängig von gesellschaftlichen Wertvorstellungen lebt und ihr Selbstwertgefühl nicht über Männer definiert. Was wir bei diesen Frauenfiguren am Rande des Wahnsinns sehen, ist ein Zerrbild davon, bei dem die Schattenseiten im Vordergrund stehen. Die Frau, die autonom lebt, der aber dafür die sozialen Bezüge fehlen. Sie hat die traditionellen weiblichen Werte abgelegt, kann nicht mehr kochen, ist nicht mehr in der Lage, einen Haushalt anständig zu führen, verweigert sich einem traditionellen Bild. Die Frage ist bloss: Was macht sie stattdessen? Dafür gibt es leider noch wenig Modelle. Es entsteht ein Rollenvakuum, das verunsichernd wirken kann.
                  Und diese Unsicherheit löst Ängste aus?
      Natürlich. Einerseits die Angst, eine verbiesterte
      alte Jungfrau zu werden, andererseits, irgendwann von allen verlassen, allein zu sterben. Das ist die Kehrseite der Autonomie. Wenn man unabhängig ist, ist man auch allein. Der Mensch ist aber ein zutiefst soziales Wesen. Darum haben die Frauen in diesen Büchern immer ein Heer von Freundinnen. Die Freundschaftsbeziehungen ersetzen die familiären Bande."
  • HOPHAN, Franz (2001): Die AHV in Finanznöten.
    Mehr Babies hätten das Problem nicht gelöst, sondern nur vertagt,
    in: Berner Zeitung v. 07.05.
    • Auszug:
      "Mehr Babies in den Achtziger- und Neunzigerjahren hätten das Finanzierungsproblem der AHV wahrscheinlich wesentlich entschärft. Aber nicht ohne einen hohen Preis. Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat für unsere Zeitung eine hypothetische Berechnung (Projektion) angestellt: Hätte die Geburtenhäufigkeit bis heute auf dem hohen Niveau der frühen Sechzigerjahre verharrt, wäre die Einwohnerzahl der Schweiz bis Ende 1999 auf 8,8 Millionen Personen angestiegen.
                  Mit dieser Annahme würde die Alterspyramide der Bevölkerung zwar richtig schön aussehen, nämlich mehr nach Pyramide als nach Zwiebel (vgl. Grafik). Aber wer mag sich eine Schweiz mit 8,8 Millionen Einwohnern vorstellen? 1,6 Millionen mehr als heute, 13-mal die Bevölkerung der Stadt Bern zusätzlich. Noch mehr Stress, Verkehr und Lärm, noch mehr Landverschleiss und Umweltzerstörung, noch mehr Abfall und CO2-Emissionen - und sehr wahrscheinlich auch wesentlich mehr Arbeitslose.
                  Und bald wären wir 10 Millionen gewesen. Eine Bevölkerungszahl, die der St. Galler Professor Francesco Kneschaurek einmal als gerade «noch tragbar» bezeichnet hat. Heute würde er das angesichts des herrschenden Lebensstils mit dem enormen Ressourcenverschleiss wohl etwas anders sehen. Einmal musste das Bevölkerungswachstum gebremst werden. Dass es in den Sechziger- und Siebzigerjahren ohne jegliche Zwangsmassnahmen, sozusagen «natürlich» geschah, hat uns noch grössere Probleme mit der AHV erspart. Weil es kein unendliches Bevölkerungswachstum geben kann, wäre der Rückgang einige Jahrzehnte später ohnehin eingetreten, hätte uns aber - weil auf höherem Niveau - noch härter getroffen."
  • BÜRER, Barbara (2001): Ohne Partner leben, ist im Trend. Aber nicht jedes Singledasein ist frei gewählt. Vier Frauen berichten,
    in:
    Das Magazin. Beilage des Tages-Anzeiger v. 30.06.
    • Inhalt:
      Neben den Erfahrungsberichten der Partnerlosen werden Daten über die Alleinstehenden bzw. Alleinlebenden in der Schweiz geliefert. Es werden die Zürcher Soziologen Beat FUX & Doris BAUMGARTNER sowie Anne-Françoise GILBERT zitiert.
  • MORELL, Marco (2001): "Es ist wie beim Bergsteigen: Statistik ist der Kompass, der im Nebel den Weg weist."
    Carlo Malaguerra über die Kunst, Zahlen richtig zu lesen, Politiker, die sich im dichten Datenwald verirren, und das kulturelle Kapital der Schweiz
    in: SonntagsZeitung v. 12.08.
    • Inhalt:
      MORELL interviewt den Direktor des Schweizer Bundesamtes für Statistik, der u.a. auf Versuche der politischen Einflussnahme eingeht:
                  "In der Schweiz gehört das Bundesamt der Statistik zum Departement des Innern. Die Tätigkeit unseres Amts geht in politisch heikle Bereiche hinein. Die Versuchung, die Art, wie wir unsere Zahlen präsentieren, zu beeinflussen, ist schon vorhanden."
                  Ein anderes Thema ist die Fehlinterpretation bzw. Ignorierung von statistischen Daten:
                  "Haben Sie nicht manchmal das Gefühl, dass Sie Statistiken produzieren, die niemand ernst nimmt?
                  Malaguerra: Ich finde Ihre Aussage zu überspitzt. Es stimmt, dass die statistische Kultur in der Schweiz nicht besonders entwickelt ist. Aber Statistiken spielen in der Politik eine immer grössere Rolle. Schauen Sie, man kann nicht eine AHV-Revision machen, ohne eine statistische Grundlage zu haben. Beim Thema Verkehr ist es genauso.
                  Gerade die heutigen Probleme bei der Finanzierung der AHV oder beim Verkehr wären aber dank Ihrer Statistiken schon vor Jahren voraussehbar gewesen. Trotzdem ist nichts geschehen.
                  Malaguerra: Sie haben Recht. Ich muss auch Kritik an uns selbst richten. Wir haben viele Daten produziert und veröffentlicht. Aber das reicht nicht. Wir müssen die Politiker bei der Anwendung unserer Daten vermehrt beraten, sonst finden sie sich im dichten Datenwald nicht zurecht."
  • IM (2001): Mehr als 8 Millionen?
    Neue Entwicklungsszenarien für die Schweiz bis 2060,
    in: Neue Zürcher Zeitung v.01.11.
  • NZZ-Zeitfragen "Demographieszenarien fürs 21. Jahrhundert"

    • HEUSSER- MARKUN, Regula (2001): Die Alterung der Welt,
      in:
      Neue Zürcher Zeitung v.10.11.
      • Inhalt:
        HEUSSER-MARKUN beleuchtet u.a. die Irrtümer der Demografen:
                    "Prognosen aus den frühen sechziger Jahren stellten angesichts des damaligen Babybooms für die achtziger Jahre eine Bevölkerung von gegen 10 Millionen in Aussicht. Schul- und Spitalplanung richteten sich danach, manches musste später modifiziert werden, um Überkapazitäten zu vermeiden.
                    Bereits 1985 erschien dann ein Report unter dem Titel «Sterben die Schweizer aus?», gemäss welchem um 2010 nur mehr etwas über 4 Millionen Schweizer das Land bewohnen würden. Bevölkerungspolitische Massnahmen wurden angeregt: Steuererleichterung, Mutterschutz, Kinderkrippen sollten die Gebärfreudigkeit heben.
        Inzwischen leben über 7 Millionen Menschen in der Schweiz, davon rund 6 Millionen Schweizer."
    • GROSS, Peter (2001): Grauer, aber bunter - kein Widerspruch.
      Das neue Altern und die Grenzen des Rechnens,
      in: Neue Zürcher Zeitung v.10.11.
      • Inhalt:
        Der Soziologe Peter GROSS kritisiert die Einseitigkeit der Argumentation von Bevölkerungspolitikern:
                    "der Anteil der Älteren wird steigen. Dieser Prozess lässt sich (...) auch mit erhöhter Einwanderung und steigenden Geburtenraten nur kurzfristig bremsen. Denn die Migranten und die künftig geborenen Kinder werden im Zug der allgemein erhöhten Lebenserwartung auch wieder älter als ihre Grosseltern und Eltern. Eine steigende Geburtenrate wirkt wie ein Kettenbrief und führt dazu, dass jede folgende Generation mehr belastet statt entlastet wird.
        Übersehen wird ausserdem meist, dass eine Erhöhung der Geburtenrate zunächst eine Erhöhung der Ausgaben für Kinder und Jugendliche nach sich zieht. Diese tragen in den ersten zwanzig bis fünfundzwanzig Jahren nichts zur Finanzierung des Alters bei. Sie zehren ebenfalls von öffentlichen Ausgaben, sei es in Form von Kinder- und Familiengeld, sei es durch Bildung und Ausbildung. Die Renten sind daher leichter zu finanzieren, wenn der Anteil des Bruttosozialprodukts, der an Kinder geht, kleiner wird. Das ist mithin der Fall, wenn es weniger Kinder gibt. Dies gilt es, wenn immer der Ruf nach gezielter familienpolitisch sekundierter Steuerung der Geburtenraten laut wird, zu beachten."

                    GROSS fordert deshalb eine neue Sicht auf das Alter.
    • MÜNZ, Rainer & Ralf ULRICH (2001): Die Schweiz im 21. Jahrhundert.
      Politik und Gesellschaft im Licht demographischer Prognosen,
      in: Neue Zürcher Zeitung v.10.11.
      • Inhalt:
        Die beiden Autoren stellen die neue Prognose von Avenir Suisse vor. Es wird nicht von einem zukünftigen Bevölkerungsrückgang in der Schweiz ausgegangen. Grundlage der Prognose ist die Annahme einer geringeren Sterblichkeit im Alter und eine höhere Einbürgerungsrate.
    • KESSLER, Helga (2002): Schön alt werden.
      Zwischen dem Traum von der ewigen Jugend und dem Alptraum des langen Alters vermittelt neu das Antiaging,
      in: Facts Nr.10 v. 07.03.
      • Inhalt:
        Bericht über die Anti-Aging-Bewegung in der Schweiz. Im Bericht wird die Hormonbehandlung kritisch gesehen und als Königsweg zum Altwerden ein gesundheitsbewusster Lebensstil empfohlen. Der Soziologe François HÖPFLINGER wird zum Thema interviewt.
  • BORTOLANI, Martina (2003): Kleine sind das Grösste!
    Gute Gründe für Nachwuchs gibts derzeit mehr als genug. Martina Bortolani über die neue Lust auf Mutterfreuden,
    in: SonntagsZeitung v. 16.02.
    • Kommentar:
      Auch in der deutschsprachigen Schweiz geht die Angst vor dem Aussterben um. Frauen, die mit dem Rauchen aufhören, gelten hoffnungsvoll als schwanger. BORTOLANI hofft zudem, dass schwangere Prominente den Mitläufer-Typus zum Kinderkriegen animieren, damit 2003 das Jahr der Windeln werden kann.
  • HAEMMERLI, Thomas (2003): Die weisse Illusion.
    Heiraten sei "en vogue" und klassisch "in", verkünden die Illustrierten. Doch das täuscht, sagen die Experten,
    in: SonntagsZeitung v. 04.05.
    • Kommentar:
      HAEMMERLI hat u.a. Familiensoziologen wie Beat FUX befragt. Diese Berufspessimisten sehen die Ehe nur aus der Sicht der Familie, zudem hängen sie einem Ideal der bürgerlichen Familie an, vor dessen Hintergrund die "moderne Ehe" nur defizitär sein kann.
  • SCHNEIDER, Markus (2004): Die Gedanken danach.
    Fortpflanzung und Altersversorgung gehören zusammen wie Mann und Frau. Was also soll der Staat mit Leuten machen, die kinderlos bleiben wollen? Ihnen die Rente kürzen? Das Stimmrecht entziehen?
    in: Weltwoche Nr.16 v. 15.04.
  • ALTHAUS, Nicole (2004): Wozu noch Babys?
    Sie sind laut, Zeit raubend, unverschämt teuer: Kinder bedeuten in der Multioptions-Gesellschaft die Wahl, die am meisten einschränkt. Und nun zeigen Studien, dass Eltern keineswegs glücklicher leben als kinderlose Paare. Sind Mamas und Papas hoffnungslose Romantiker?
    in: Facts Nr.19 v. 05.05.
    • Kommentar:
      Auch in der deutschsprachigen Schweiz bestimmt inzwischen die bevölkerungspolitische Debatte die Sicht auf die Kinderfrage.

            
        Es trifft sich deshalb gut, dass erst die Mindestens-Zwei-Kind-Familie so richtig glücklich ist.
            
        Joachim BESSING ist mit seinem "Rettet die Familie!" ebenso vertreten. 
  • SOMM, Markus (2004): Lieben muss sich wieder lohnen,
    in: Weltwoche Nr.28 v. 08.07.
  • JOEL, Antje (2004): Ein bisschen falsch verbunden.
    Gegensätze ziehen sich an – richtig ist aber auch: Gleich und Gleich gesellt sich gern. Beide Tatsachen führen zu der liebesentscheidenden Frage: Wie männlich darf eine Frau heute sein?
    in: Weltwoche Nr.43 v. 14.10.
  • BINDER, Christiane (2004): Was die Liebe zählt.
    Die Gesellschaft wird der Ehe untreu. Das Verlangen nach ewiger Liebe hingegen wächst. Was kann das grösste aller Gefühle retten – serielle Monogamie, das Ideal unserer Grossväter oder gar eine Pille?
    in: Facts Nr.42 v. 14.10.
    • Inhalt:
      Alte Werte sind angesagt bei BINDERs Titelgeschichte über "Ewige Liebe", nur mit dem Wie happert es noch!

                  Was Deutschland das Ehemodell STOIBER ist, das ist der Schweiz das Modell BLOCHER: 37 Jahre lang mit der selben Frau verheiratet.
                  Ansonsten gibt es das Übliche: Scheidungszahlen. Zu hoch! Horst W. OPASCHOWSKI, der Sozialpädagoge wird mit seinem "Ende der Egogesellschaft" zitiert. Die Autorin mag ihm jedoch nicht folgen.
                  Außerdem werden die Paartherapeuten Michael MARY und Eva JAEGGI sowie der Paarforscher John GOTTMANN zum Stand der Dinge zitiert.
                  Der Dichter Gottfried KELLER ("Der grüne Heinrich") wird als Ehe-Feind vorgestellt.
                  Rolf DEGEN ("Vom höchsten der Gefühle") liefert tierische Erkenntnisse, die offensichtlich auch für den Menschen relevant sein sollen: "Stiere (...) weigern (sich), oft diesselbe Kuh zu besteigen".
                  Und nicht zuletzt muss die TV-Serie "Sex and the City" herhalten für einen Paradigmenwechsel vom Single- zum Ehe-Glück:
                  "der Mensch ist offenbar auch nicht dazu gemacht, allein durchs Leben zu gehen. Das Wort Single ist mehr denn je Synonym für den Suchenden. Es bezeichnet einen bedauernswerten halbierten Menschen, der ungesund isst und sonntags einsam im Café hinter seiner Zeitung hervor nach Anbandelungsmöglichkeiten späht. Anfangs haben TV-Erfolge wie «Sex and the City» das Ledigenleben noch verklärt, doch langsam wirkt die Querbett- Gymnastik eher wie ein Extremsport, der eine sündhaft teure Ausrüstung erfordert. Allein was die vier fidelen New-Yorker Grossstadtjägerinnen für therapeutische Schuhkäufe ausgeben, grenzt ans Pathologische.
      So darf die Hauptfigur Carrie – Prototyp der modernen Frau, die sich nimmt, worauf sie Lust hat – zum Happyend der laufenden Staffel im Hafen der Ehe ankern.
      "
  • CRZ (2005): Anatomie der Schweizer Familie.
    Gebremster Wandel der Famielienformen,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 04.07.
 
   

Die Krise der Altersvorsorge in der Schweiz

 
   
  • MÜLLER, Thomas & Albert STECK (2002): Übersicht verloren.
    Die tiefere Rentenverzinsung bringt Bundesrat und Versicherungen in Bedrängnis. Der Proteststurm ist gewaltig,
    in: Facts Nr.28 v. 11.07.
  • FRITISCHI, Harald (2003): Die Luft ist raus.
    Die Pensionskassen-Krise hat Folgen: Arbeitnehmer werden mehr zahlen müssen - und später als Rentner weniger bekommen,
    in: Facts Nr.11 v. 13.03.
    • Kommentar:
      Unsere "Sandwichgeneration" schwört auf den Markt und hasst den Staat. Dafür hat Florian ILLIES das Label "Generation Golf" erfunden.

                  Neoliberale Besitzstandswahrer von Jürgen BORCHERT über Meinhard MIEGEL bis zu Oswald METZGER schwören auf das Schweizer Sozialsystem.
                  Grundrente oder Kapitaldeckung oder beides - je nach persönlichem Geschmack.
                  Die Schweizer sehen dagegen ihr System kritischer. Sie haben es nämlich bereits vor dem New-Economy-Boom eingeführt und spüren nun die Folgen der Marktgesellschaft...
  • FOLIO (2003): Altersvorsorge
    in: Folio, Beilage der Neuen Zürcher Zeitung, Nr.5 , Mai
    • Kommentar:
      Deutsche Neoliberale schwärmen von der Alterssicherung in der Schweiz! Die Schweizer sehen das ganz anders.
      Auswanderung ist nicht nur in Deutschland ein Thema der Neuen-Mitte-Presse, sondern auch in der hoch gelobten Schweiz.
      • KAPPELER, Beat (2003): Waghalsige Wetten auf die Zukunft.
        Weder die staatlichen Rentenzusagen noch die Versprechungen der Pensionskassen werden auf Dauer haltbar sein. Neue Arbeits- und Lebensformen sind der einzige Ausweg aus dem Dilemma der Altersvorsorge,
        in: Folio, Beilage der Neuen Zürcher Zeitung, Nr.5 , Mai
      • FRIEDHOFF, Stefanie (2003): Back to work.
        Der Börsencrash hat die amerikanischen Pensionsfonds, einst Garanten für fette Altersrenten ins Elend gestürzt. Jeder vierte Rentner kann sich den Ruhestand nicht mehr leisten. Viele sind gezwungen, sich wieder einen Job zu suchen,
        in: Folio, Beilage der Neuen Zürcher Zeitung, Nr.5 , Mai
      • DIETRICH, Andreas (2003): Ich fühle mich volatil.
        Ein Versicherter auf der Suche nach seinem Vorsorgegeld,
        in: Folio, Beilage der Neuen Zürcher Zeitung, Nr.5 , Mai
      • IMHASLY, Bernard (2003): Die Bank des armen Mannes.
        Ein Haus, etwas Goldschmuck und guterzogene Kinder sind in Indien, wo die grosse Mehrheit täglich um die Existenzsicherung kämpft, die wichtigste Vorsorge. Bei finanziellen Engpässen helfen private Komitees, denen man eher traut als den offiziellen Finanzinstituten,
        in: Folio, Beilage der Neuen Zürcher Zeitung, Nr.5 , Mai
      • SCHÄR, Markus (2003): Krumme Touren.
        Wie Manager einer Pensionskasse Millionen in den Sand setzten und gleichzeitig ihre eigenen Taschen füllten: der Fall Ascoop,
        in: Folio, Beilage der Neuen Zürcher Zeitung, Nr.5 , Mai
      • JANSSEN, Martin/SCHMID, Adrian/WELTI, Ernst (2003): Lohnt sich eine dritte Säule? Können Kassen pleite gehen?,
        in: Folio, Beilage der Neuen Zürcher Zeitung, Nr.5 , Mai
      • HELLER, Andreas (2003): Auf und davon.
        Das Pensionskassengeld kassieren und im sonnigen Süden ein neues Leben beginnen. Tipps für Heimatmüde,
        in: Folio, Beilage der Neuen Zürcher Zeitung, Nr.5 , Mai
      • SCHOETTLI, Urs (2003): Sparen, sparen, sparen.
        Eine Geburtenrate von 1,34 Kindern und bald eine Lebenserwartung von 90 Jahren: Was die demographische Entwicklung betrifft, ist Japan Europa einiges voraus. Entsprechend düster sind dort die Aussichten für künftige Rentner - viele sorgen mit einer vierten Säule vor,
        in: Folio, Beilage der Neuen Zürcher Zeitung, Nr.5 , Mai
      • SOMMER, Jürg H. (2003): Die Schweiz im Jahr 2025.
        Was können wir von unseren Sozialwerken noch erwarten? Zwei Szenarien,
        in: Folio, Beilage der Neuen Zürcher Zeitung, Nr.5 , Mai
  • KAPPELER, Beat (2008): In zwölf Monaten fünf Milliarden weg.
    Der AHV-Ausgleichsfonds hat in seiner Anlagepolitik keine glückliche Hand,
    in:
    Neue Zürcher Zeitung am Sonntag v. 09.11.
    • Anmerkungen:
      Noch vor fünf Jahren schwörten Familienfundamentalisten von Jürgen BORCHERT bis Meinhard MIEGEL auf das Alterssicherungssystem der Schweiz. Bereits damals zeigten sich aber die Probleme der privaten Altersvorsorge. Die Finanzkrise hat diese Probleme nochmals verschärft. Was als renditeträchtig verkauft wurde, war bislang ein Flop wie der aktuelle Artikel der NZZ zeigt.
 
   

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Update am: 09. November 2008
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