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NZZ
Folio-Thema: Singles
Lust und Last der Ungepaarten |
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NZZ Folio
(1999): Singles.
Lust und Last der
Ungepaarten,
in: NZZ
Folio. Zeitschrift der Neuen Zürcher Zeitung,
Nr.5, Mai
- HELLER, Andreas
(1999): Hätschelkinder der Konsumgesellschaft.
Singles sind die, die als
erste neue Kaffeemaschinen kaufen, mehr
telefonieren, öfter in fremde Städte reisen und
auch mehr Geld zur Verfügung haben als andere,
in: NZZ
Folio. Zeitschrift der Neuen Zürcher Zeitung,
Nr.5, Mai
- ROSENBERG, Monika
(1999): Zapfsäulen der Gesellschaft.
Singles gelten gemeinhin als
asoziale Egoisten. Zu Unrecht. Sie zahlen
nämlich die Freuden der anderen kräftig mit.
Und legen auch sonst meistens drauf,
in: NZZ
Folio. Zeitschrift der Neuen Zürcher Zeitung,
Nr.5, Mai
- STIDEL,
Monique (1999): Vie en solo.
La
femme seule et le Prince charmant,
in:
Femina
Nr.18 v. 02.05.
- SCHMID,
Claudia (1999): Sozialhilfe: Viele Singles
betroffen.
Acht
Städte erheben Kennzahlen zur Sozialhilfe -
Erste Resultate aus St. Galler Sicht,
in: St.
Galler Tagblatt v. 02.07.
- EMMENEGGER,
Bea & Oliver ZIHLMANN (1999): Alle stehen auf
Singles.
Sie
haben mehr Geld und geben es schneller aus:
Allein Stehende sind ein wichtiger
Wirtschaftsfaktor,
in: Sonntagszeitung
v. 11.07.
- OEHMIGEN,
Karin (1999): Das Alleinsein bezahlen,
in:
Sonntagszeitung
v. 11.07.
- TAGES-ANZEIGER
(1999): Singles am laufenden Band.
Fremde
sehen unsere Stadt (4). Die Experten der
Entwicklungshilfe- organisation Hope lassen kein
Zürcher Tabu unberührt; ein weiterer Ausschnitt
aus dem geheimen Bericht,
in: Tages-Anzeiger
v. 27.07.
- Kommentar:
Die Verfremdung ist
näher an der Realtität als die meisten
wissenschaftlichen Beschäftigungen mit
dem Thema. Und die Erkenntnis, dass
"die Analyse städtischer Singles am
"Yeti-Syndrom" leidet: Alle
wissen, dass sie existieren, jeder
beschreibt sie völlig anders, und keiner
hat sie gesehen" ist so falsch
nicht.
- BOSSART,
Pirmin (2000): Single: Lebensform mit Zukunft?
Beziehungsfrei,
in:
Neue Luzerner Zeitung
v. 19.01.
- MAROWSKY,
Anne (2000): Er ist alleine, also kauft er.
Sie
haben mehr Geld und geben es auch gerne aus.
Trotzdem gilt der Single in der Verkaufswelt und
unter Werbetreibenden als uninteressant,
in: Neue
Luzerner Zeitung v. 05.04.
- Gilles,
Elisabeth (2000): Célibataires, vous n'êtes pas
seuls!,
in: Construire
Nr. 15 v. 11.04.
- BRÜDERLEIN, Ruth
(2000): Single Belles
Attraktiv, intelligent - und
solo. Viele Frauen finden keinen Mann, der ihren
Ansprüchen genügt. Singles zwischen
One-Night-Stand und Happy End sind ganz schön
allein.
in: Facts
Nr.23 v. 07.06.
- STEFFEN,
Christine (2001): "Wer unabhängig ist, ist
auch allein".
Muss eine Dreissigjährige
ohne Mann zwangsläufig verzweifelt sein?,
in: Tages-Anzeiger
v. 03.02.
- Inhalt:
Interview mit der
Psychoanalytikerin Maja STORCH:
"Das
positive Bild der Emanzipation, wie es Alice
Schwarzer postuliert
hat, zeichnet eine Frau, die unabhängig
von gesellschaftlichen Wertvorstellungen
lebt und ihr Selbstwertgefühl nicht
über Männer definiert. Was wir bei
diesen Frauenfiguren
am Rande des Wahnsinns sehen, ist
ein Zerrbild davon, bei dem die
Schattenseiten im Vordergrund stehen. Die
Frau, die autonom lebt, der aber dafür
die sozialen Bezüge fehlen. Sie hat die
traditionellen weiblichen Werte abgelegt,
kann nicht mehr kochen, ist nicht mehr in
der Lage, einen Haushalt anständig zu
führen, verweigert sich einem
traditionellen Bild. Die Frage ist bloss:
Was macht sie stattdessen? Dafür gibt es
leider noch wenig Modelle. Es entsteht
ein Rollenvakuum, das verunsichernd
wirken kann.
Und diese Unsicherheit löst Ängste aus?
Natürlich. Einerseits die Angst, eine
verbiesterte alte
Jungfrau zu werden,
andererseits, irgendwann von allen
verlassen, allein zu sterben. Das ist die
Kehrseite der Autonomie. Wenn man
unabhängig ist, ist man auch allein. Der
Mensch ist aber ein zutiefst soziales
Wesen. Darum haben die Frauen in diesen
Büchern immer ein Heer von Freundinnen.
Die Freundschaftsbeziehungen ersetzen die
familiären Bande."
- HOPHAN, Franz
(2001): Die AHV in Finanznöten.
Mehr Babies hätten das
Problem nicht gelöst, sondern nur vertagt,
in: Berner
Zeitung v. 07.05.
- Auszug:
"Mehr Babies in
den Achtziger- und Neunzigerjahren
hätten das Finanzierungsproblem der AHV
wahrscheinlich wesentlich entschärft.
Aber nicht ohne einen hohen Preis. Das
Bundesamt für Statistik (BFS) hat für
unsere Zeitung eine hypothetische
Berechnung (Projektion) angestellt:
Hätte die Geburtenhäufigkeit bis heute
auf dem hohen Niveau der frühen
Sechzigerjahre verharrt, wäre die
Einwohnerzahl der Schweiz bis Ende 1999
auf 8,8 Millionen Personen angestiegen.
Mit dieser
Annahme würde die Alterspyramide der
Bevölkerung zwar richtig schön
aussehen, nämlich mehr nach Pyramide als
nach Zwiebel (vgl. Grafik). Aber wer mag
sich eine Schweiz mit 8,8 Millionen
Einwohnern vorstellen? 1,6 Millionen mehr
als heute, 13-mal die Bevölkerung der
Stadt Bern zusätzlich. Noch mehr Stress,
Verkehr und Lärm, noch mehr
Landverschleiss und Umweltzerstörung,
noch mehr Abfall und CO2-Emissionen - und
sehr wahrscheinlich auch wesentlich mehr
Arbeitslose.
Und bald
wären wir 10 Millionen gewesen. Eine
Bevölkerungszahl, die der
St. Galler Professor Francesco
Kneschaurek einmal als gerade «noch
tragbar» bezeichnet hat. Heute würde er
das angesichts des herrschenden
Lebensstils mit dem enormen
Ressourcenverschleiss wohl etwas anders
sehen. Einmal musste das
Bevölkerungswachstum gebremst werden.
Dass es in den Sechziger- und
Siebzigerjahren ohne jegliche
Zwangsmassnahmen, sozusagen
«natürlich» geschah, hat uns noch
grössere Probleme mit der AHV erspart.
Weil es kein unendliches
Bevölkerungswachstum geben kann, wäre
der Rückgang einige Jahrzehnte später
ohnehin eingetreten, hätte uns aber -
weil auf höherem Niveau - noch härter
getroffen."
- BÜRER,
Barbara (2001): Ohne Partner leben, ist im Trend.
Aber nicht jedes Singledasein ist frei gewählt.
Vier Frauen berichten,
in: Das Magazin. Beilage des
Tages-Anzeiger v. 30.06.
- Inhalt:
Neben den
Erfahrungsberichten der Partnerlosen
werden Daten über die Alleinstehenden
bzw. Alleinlebenden in der Schweiz
geliefert. Es werden die Zürcher
Soziologen Beat FUX & Doris
BAUMGARTNER sowie Anne-Françoise GILBERT
zitiert.
- MORELL, Marco
(2001): "Es ist wie beim Bergsteigen:
Statistik ist der Kompass, der im Nebel den Weg
weist."
Carlo
Malaguerra über die Kunst, Zahlen richtig zu
lesen, Politiker, die sich im dichten Datenwald
verirren, und das kulturelle Kapital der Schweiz
in: SonntagsZeitung v.
12.08.
- Inhalt:
MORELL interviewt
den Direktor des Schweizer Bundesamtes
für Statistik, der u.a. auf Versuche der
politischen Einflussnahme eingeht:
"In der Schweiz gehört das
Bundesamt der Statistik zum Departement
des Innern. Die Tätigkeit unseres Amts
geht in politisch heikle Bereiche hinein.
Die Versuchung, die Art, wie wir unsere
Zahlen präsentieren, zu beeinflussen,
ist schon vorhanden."
Ein anderes
Thema ist die Fehlinterpretation bzw.
Ignorierung von statistischen Daten:
"Haben Sie nicht manchmal das
Gefühl, dass Sie Statistiken
produzieren, die niemand ernst nimmt?
Malaguerra: Ich finde Ihre Aussage zu
überspitzt. Es stimmt, dass die
statistische Kultur in der Schweiz nicht
besonders entwickelt ist. Aber
Statistiken spielen in der Politik eine
immer grössere Rolle. Schauen Sie, man
kann nicht eine AHV-Revision machen, ohne
eine statistische Grundlage zu haben.
Beim Thema Verkehr ist es genauso.
Gerade die heutigen
Probleme bei der Finanzierung der AHV
oder beim Verkehr wären aber dank Ihrer
Statistiken schon vor Jahren voraussehbar
gewesen. Trotzdem ist nichts geschehen.
Malaguerra: Sie haben Recht. Ich muss
auch Kritik an uns selbst richten. Wir
haben viele Daten produziert und
veröffentlicht. Aber das reicht nicht.
Wir müssen die Politiker bei der
Anwendung unserer Daten vermehrt beraten,
sonst finden sie sich im dichten
Datenwald nicht zurecht."
- IM (2001):
Mehr als 8 Millionen?
Neue Entwicklungsszenarien
für die Schweiz bis 2060,
in: Neue
Zürcher Zeitung v.01.11.
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- HEUSSER-
MARKUN, Regula (2001): Die Alterung der
Welt,
in: Neue Zürcher
Zeitung v.10.11.
- Inhalt:
HEUSSER-MARKUN
beleuchtet u.a. die Irrtümer der
Demografen:
"Prognosen aus den frühen
sechziger Jahren stellten
angesichts des damaligen
Babybooms für die achtziger
Jahre eine Bevölkerung von gegen
10 Millionen in Aussicht. Schul-
und Spitalplanung richteten sich
danach, manches musste später
modifiziert werden, um
Überkapazitäten zu vermeiden.
Bereits 1985 erschien dann ein
Report unter dem Titel «Sterben
die Schweizer aus?», gemäss
welchem um 2010 nur mehr etwas
über 4 Millionen Schweizer das
Land bewohnen würden.
Bevölkerungspolitische
Massnahmen wurden angeregt:
Steuererleichterung,
Mutterschutz, Kinderkrippen
sollten die Gebärfreudigkeit
heben.
Inzwischen leben über 7
Millionen Menschen in der
Schweiz, davon rund 6 Millionen
Schweizer."
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GROSS,
Peter (2001): Grauer, aber bunter - kein
Widerspruch.
Das neue Altern und
die Grenzen des Rechnens,
in: Neue
Zürcher Zeitung
v.10.11.
- Inhalt:
Der
Soziologe Peter GROSS kritisiert
die Einseitigkeit der
Argumentation von
Bevölkerungspolitikern:
"der Anteil der Älteren
wird steigen. Dieser Prozess
lässt sich (...) auch mit
erhöhter Einwanderung und
steigenden Geburtenraten nur
kurzfristig bremsen. Denn die
Migranten und die künftig
geborenen Kinder werden im Zug
der allgemein erhöhten
Lebenserwartung auch wieder
älter als ihre Grosseltern und
Eltern. Eine steigende
Geburtenrate wirkt wie ein
Kettenbrief und führt dazu, dass
jede folgende Generation mehr
belastet statt entlastet wird.
Übersehen wird ausserdem meist,
dass eine Erhöhung der
Geburtenrate zunächst eine
Erhöhung der Ausgaben für
Kinder und Jugendliche nach sich
zieht. Diese tragen in den ersten
zwanzig bis fünfundzwanzig
Jahren nichts zur Finanzierung
des Alters bei. Sie zehren
ebenfalls von öffentlichen
Ausgaben, sei es in Form von
Kinder- und Familiengeld, sei es
durch Bildung und Ausbildung. Die
Renten sind daher leichter zu
finanzieren, wenn der Anteil des
Bruttosozialprodukts, der an
Kinder geht, kleiner wird. Das
ist mithin der Fall, wenn es
weniger Kinder gibt. Dies gilt
es, wenn immer der Ruf nach
gezielter familienpolitisch
sekundierter Steuerung der
Geburtenraten laut wird, zu
beachten."
GROSS fordert deshalb eine neue
Sicht auf das Alter.
- MÜNZ,
Rainer & Ralf ULRICH (2001): Die
Schweiz im 21. Jahrhundert.
Politik und
Gesellschaft im Licht demographischer
Prognosen,
in: Neue
Zürcher Zeitung
v.10.11.
- Inhalt:
Die beiden
Autoren stellen die neue Prognose
von
Avenir
Suisse
vor. Es wird nicht von einem
zukünftigen
Bevölkerungsrückgang in der
Schweiz ausgegangen. Grundlage
der Prognose ist die Annahme
einer geringeren Sterblichkeit im
Alter und eine höhere
Einbürgerungsrate.
-
KESSLER, Helga (2002):
Schön alt werden.
Zwischen dem Traum von der ewigen Jugend und dem Alptraum
des langen Alters vermittelt neu das Antiaging,
in: Facts Nr.10 v. 07.03.
- Inhalt:
Bericht über die Anti-Aging-Bewegung in der Schweiz. Im
Bericht wird die Hormonbehandlung kritisch gesehen und als
Königsweg zum Altwerden ein gesundheitsbewusster
Lebensstil empfohlen. Der Soziologe
François HÖPFLINGER
wird zum Thema interviewt.
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BORTOLANI, Martina (2003): Kleine sind das Grösste!
Gute Gründe für Nachwuchs gibts derzeit mehr als genug. Martina
Bortolani über die neue Lust auf Mutterfreuden,
in: SonntagsZeitung v. 16.02.
- Kommentar:
Auch in der deutschsprachigen Schweiz geht die Angst vor dem
Aussterben um. Frauen, die mit dem Rauchen aufhören, gelten
hoffnungsvoll als schwanger. BORTOLANI hofft zudem, dass schwangere
Prominente den Mitläufer-Typus zum Kinderkriegen animieren, damit
2003 das Jahr der Windeln werden kann.
- HAEMMERLI, Thomas (2003): Die weisse
Illusion.
Heiraten sei "en vogue" und klassisch "in", verkünden die
Illustrierten. Doch das täuscht, sagen die Experten,
in: SonntagsZeitung v. 04.05.
- Kommentar:
HAEMMERLI hat u.a. Familiensoziologen wie
Beat FUX befragt. Diese
Berufspessimisten sehen die Ehe nur aus der Sicht der Familie,
zudem hängen sie einem Ideal der bürgerlichen Familie an, vor
dessen Hintergrund die "moderne Ehe" nur defizitär sein kann.
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SCHNEIDER, Markus (2004): Die Gedanken danach.
Fortpflanzung und Altersversorgung gehören zusammen wie Mann und
Frau. Was also soll der Staat mit Leuten machen, die kinderlos
bleiben wollen? Ihnen die Rente kürzen? Das Stimmrecht entziehen?
in: Weltwoche Nr.16 v. 15.04.
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ALTHAUS, Nicole (2004): Wozu noch Babys?
Sie sind laut, Zeit raubend, unverschämt teuer: Kinder bedeuten
in der Multioptions-Gesellschaft die Wahl, die am meisten
einschränkt. Und nun zeigen Studien, dass Eltern keineswegs
glücklicher leben als kinderlose Paare. Sind Mamas und Papas
hoffnungslose Romantiker?
in: Facts Nr.19 v. 05.05.
- Kommentar:
Auch in der deutschsprachigen Schweiz bestimmt
inzwischen die
bevölkerungspolitische Debatte die Sicht auf die Kinderfrage.
Es trifft sich deshalb gut, dass
erst die Mindestens-Zwei-Kind-Familie so richtig glücklich ist.
Joachim BESSING ist
mit seinem
"Rettet
die Familie!" ebenso vertreten.
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SOMM, Markus (2004): Lieben muss sich wieder lohnen,
in: Weltwoche Nr.28 v. 08.07.
-
JOEL, Antje (2004): Ein bisschen falsch verbunden.
Gegensätze ziehen sich an –
richtig ist aber auch: Gleich und Gleich gesellt sich gern. Beide
Tatsachen führen zu der liebesentscheidenden Frage: Wie männlich darf
eine Frau heute sein?
in: Weltwoche Nr.43 v. 14.10.
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BINDER, Christiane (2004): Was die Liebe zählt.
Die Gesellschaft wird der
Ehe untreu. Das Verlangen nach ewiger Liebe hingegen wächst. Was
kann das grösste aller Gefühle retten – serielle Monogamie, das
Ideal unserer Grossväter oder gar eine Pille?
in: Facts Nr.42 v. 14.10.
- Inhalt:
Alte Werte sind angesagt bei BINDERs
Titelgeschichte über "Ewige Liebe", nur mit
dem Wie happert es noch!
Was Deutschland das
Ehemodell STOIBER ist, das ist der Schweiz das Modell BLOCHER: 37
Jahre lang mit der selben Frau verheiratet.
Ansonsten gibt es das Übliche:
Scheidungszahlen. Zu hoch! Horst W. OPASCHOWSKI, der
Sozialpädagoge wird mit seinem "Ende der Egogesellschaft" zitiert.
Die Autorin mag ihm jedoch nicht folgen.
Außerdem werden die
Paartherapeuten Michael MARY und
Eva JAEGGI sowie der Paarforscher
John GOTTMANN zum Stand der Dinge zitiert.
Der Dichter Gottfried KELLER
("Der grüne Heinrich") wird als Ehe-Feind vorgestellt.
Rolf DEGEN ("Vom höchsten der
Gefühle") liefert tierische Erkenntnisse, die offensichtlich auch
für den Menschen relevant sein sollen: "Stiere (...) weigern
(sich), oft diesselbe Kuh zu besteigen".
Und nicht zuletzt muss
die TV-Serie
"Sex and the City" herhalten für einen
Paradigmenwechsel vom Single- zum Ehe-Glück:
"der
Mensch ist offenbar auch nicht dazu gemacht, allein durchs Leben
zu gehen. Das Wort Single ist mehr denn je Synonym für den
Suchenden. Es bezeichnet einen bedauernswerten halbierten
Menschen, der ungesund isst und sonntags
einsam im Café hinter
seiner Zeitung hervor nach Anbandelungsmöglichkeiten späht.
Anfangs haben TV-Erfolge wie «Sex and the City» das Ledigenleben
noch verklärt, doch langsam wirkt die Querbett- Gymnastik eher wie
ein Extremsport, der eine sündhaft teure Ausrüstung erfordert.
Allein was die vier fidelen New-Yorker Grossstadtjägerinnen für
therapeutische Schuhkäufe ausgeben, grenzt ans Pathologische.
So darf die Hauptfigur Carrie – Prototyp der modernen Frau, die
sich nimmt, worauf sie Lust hat – zum Happyend der laufenden
Staffel im Hafen der Ehe ankern."
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CRZ (2005): Anatomie der Schweizer Familie.
Gebremster Wandel der Famielienformen,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 04.07.
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MÜLLER, Thomas & Albert STECK
(2002): Übersicht verloren.
Die tiefere
Rentenverzinsung bringt Bundesrat und Versicherungen in Bedrängnis.
Der Proteststurm ist gewaltig,
in: Facts Nr.28 v. 11.07.
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FRITISCHI, Harald (2003): Die Luft ist raus.
Die Pensionskassen-Krise hat Folgen: Arbeitnehmer werden mehr
zahlen müssen - und später als Rentner weniger bekommen,
in: Facts Nr.11 v. 13.03.
- Kommentar:
Unsere "Sandwichgeneration" schwört auf den
Markt und hasst den Staat. Dafür hat Florian ILLIES das Label
"Generation Golf" erfunden.
Neoliberale Besitzstandswahrer von
Jürgen BORCHERT
über Meinhard MIEGEL
bis zu Oswald METZGER
schwören auf das Schweizer Sozialsystem.
Grundrente oder Kapitaldeckung oder
beides - je nach persönlichem Geschmack.
Die Schweizer sehen dagegen ihr System
kritischer. Sie haben es nämlich bereits vor dem New-Economy-Boom
eingeführt und spüren nun die Folgen der Marktgesellschaft...
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FOLIO (2003): Altersvorsorge
in: Folio, Beilage der Neuen
Zürcher Zeitung, Nr.5 , Mai
- Kommentar:
Deutsche Neoliberale schwärmen von der
Alterssicherung in der Schweiz! Die Schweizer sehen das ganz anders.
Auswanderung ist nicht nur in Deutschland ein Thema der
Neuen-Mitte-Presse, sondern auch in der hoch gelobten Schweiz.
- KAPPELER, Beat (2003): Waghalsige Wetten
auf die Zukunft.
Weder die staatlichen Rentenzusagen noch die Versprechungen der
Pensionskassen werden auf Dauer haltbar sein. Neue Arbeits- und
Lebensformen sind der einzige Ausweg aus dem Dilemma der
Altersvorsorge,
in: Folio, Beilage der Neuen Zürcher Zeitung, Nr.5 ,
Mai
- FRIEDHOFF, Stefanie (2003): Back to work.
Der Börsencrash hat die amerikanischen Pensionsfonds, einst
Garanten für fette Altersrenten ins Elend gestürzt. Jeder vierte
Rentner kann sich den Ruhestand nicht mehr leisten. Viele sind
gezwungen, sich wieder einen Job zu suchen,
in: Folio, Beilage der Neuen Zürcher Zeitung, Nr.5 ,
Mai
- DIETRICH, Andreas (2003): Ich fühle mich
volatil.
Ein Versicherter auf der Suche nach seinem Vorsorgegeld,
in: Folio, Beilage der Neuen Zürcher Zeitung, Nr.5 ,
Mai
- IMHASLY, Bernard (2003): Die Bank des
armen Mannes.
Ein Haus, etwas Goldschmuck und guterzogene Kinder sind in
Indien, wo die grosse Mehrheit täglich um die Existenzsicherung
kämpft, die wichtigste Vorsorge. Bei finanziellen Engpässen helfen
private Komitees, denen man eher traut als den offiziellen
Finanzinstituten,
in: Folio, Beilage der Neuen Zürcher Zeitung, Nr.5 ,
Mai
- SCHÄR, Markus (2003): Krumme Touren.
Wie Manager einer Pensionskasse Millionen in den Sand setzten
und gleichzeitig ihre eigenen Taschen füllten: der Fall Ascoop,
in: Folio, Beilage der Neuen Zürcher Zeitung, Nr.5 ,
Mai
- JANSSEN, Martin/SCHMID, Adrian/WELTI,
Ernst (2003): Lohnt sich eine dritte Säule? Können Kassen pleite
gehen?,
in: Folio, Beilage der Neuen Zürcher Zeitung, Nr.5 , Mai
- HELLER, Andreas (2003): Auf und davon.
Das Pensionskassengeld kassieren und im sonnigen Süden ein
neues Leben beginnen. Tipps für Heimatmüde,
in: Folio, Beilage der Neuen Zürcher Zeitung, Nr.5 ,
Mai
- SCHOETTLI, Urs (2003): Sparen, sparen,
sparen.
Eine Geburtenrate von 1,34 Kindern und bald eine
Lebenserwartung von 90 Jahren: Was die demographische Entwicklung
betrifft, ist Japan Europa einiges voraus. Entsprechend düster
sind dort die Aussichten für künftige Rentner - viele sorgen mit
einer vierten Säule vor,
in: Folio, Beilage der Neuen Zürcher Zeitung, Nr.5 ,
Mai
- SOMMER, Jürg H. (2003): Die Schweiz im
Jahr 2025.
Was können wir von unseren Sozialwerken noch erwarten? Zwei
Szenarien,
in: Folio, Beilage der Neuen Zürcher Zeitung, Nr.5 ,
Mai
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KAPPELER, Beat (2008): In zwölf Monaten fünf Milliarden weg.
Der AHV-Ausgleichsfonds hat in seiner Anlagepolitik keine
glückliche Hand,
in: Neue Zürcher
Zeitung am Sonntag v. 09.11.
- Anmerkungen:
Noch vor fünf Jahren schwörten
Familienfundamentalisten von Jürgen BORCHERT bis Meinhard MIEGEL auf
das Alterssicherungssystem der Schweiz. Bereits damals zeigten sich
aber die Probleme der privaten Altersvorsorge. Die Finanzkrise hat diese
Probleme nochmals verschärft. Was als renditeträchtig verkauft
wurde, war bislang ein Flop wie der aktuelle Artikel der NZZ zeigt.
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